Beinahe-Unfall

Heute morgen hätte es an der Blöbaum-Kreuzung beinahe einen fiesen Unfall gegeben. Mir ist echt das Herz in die Hose gerutscht! Der Verkehr auf der Eidinghausener hatte in beide Richtungen rot und ich hielt auf der Radspur in Richtung Süden. Neben mir auf der Fußgängerfurt standen zwei junge Mädchen (11 oder 12 Jahre) und warteten an der roten Ampel … als plötzlich eines der beiden Kinder einfach über die Straße lief. Ein auf der Werster Straße Richtung Osten fahrender Kleinwagen ist mit blockierten Rädern gerade noch so am Kind vorbei gerutscht. Meine Fresse, da fehlte kein halber Meter!

Beim besten Willen kann ich hier nichts finden, was man da als Autofahrer hätte besser machen können … eventuell ein bisschen langsamer unterwegs sein. War schon sehr zügig und womöglich war die Ampel für das KFZ auch schon orange. Ich hatte jedenfalls fast sofort nach dem Vorfall grün auf der Radfahrerampel. Langsamer schadet aber grundsätzlich nie.

Vielleicht sollten die Eltern ihren Kindern mal einbleuen, dass man bei rot *nicht* einfach so über eine Straße rennt. Alex regt sich zwar immer auf, wenn ich selbst zu nachtschlafener Zeit zu Fuß irgendwo warte bis es grün wird – auch wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist – aber anders bekommt man das in den eigenen Kopf nicht rein! Hier mal ‘ne Ausnahme, da mal eine, zack hat man eine Situation falsch eingeschätzt. Und ich sage auch jedem Menschen, den ich bei rot über die Ampel gehen sehe (Das passiert recht häufig und meist sind es Erwachsene!), dass das eher nicht so gut ist. Wird man immer nur groß angeschaut. Wenn keiner was sagt, dann ändert sich jedoch auch nichts!

Die Diskussion hatten wir letztlich am Frühstückstisch gerade. Ich kann nicht einfach daneben stehen, wenn sich jemand grob falsch verhält oder meint sich nicht an Regeln halten zu müssen. Sicher wird man angepöbelt und bedroht, sobald man jemanden auf Fehlverhalten hinweist. Das kann ja auch höflich geschehen. Die Alternative ist nämlich, mehr Geld für die Reinigung der Innenstadt auszugeben, Kinder von Motorhauben zu kratzen oder darüber zu jammern, dass es abends so gefährlich geworden ist. Wenn man das nicht möchte, muss man anfangen, jeder.

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