Prioritäten

Da schlage ich heute morgen die Zeitung auf und lese in einem kleinen Artikel der NW: NW vom 11.12.2009: Klimastreit um die Wandelhalle
… Eine Anlage würde nach Schätzung von Staatsbad-Betriebsleiter Dirk Henschel 80.000 Euro kosten. Henschel will nun Mieter der Halle befragen, ob sie eine Klimaanlage für nötig halten.
Na, wenn das die Mieter entscheiden dürfen, ist ja alles geregelt. Ich würde allerdings empfehlen, einfach mal den Verstand zu fragen. Der würde nämlich sagen, dass es hier in Deutschland mitnichten durchgängig subtropische Temperaturen hat. Wir leben hier in einem eher gemäßigten Klima und solche Temperaturen, wie sie während der Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten Ende August herrschten, sind nicht die Regel. Und zu den nicht gerade billigen geschätzten 80.000 Euro für eine Klimaanlage kommen ja auch noch die Betriebskosten.

Angesichts des etwas größeren Artikels direkt neben der Klimaanlagen-Notiz … NW vom 11.12.2009: Staatsbad-Brücken durchgefallen
Sicherheits-Prüfung deckt zum Teil erhebliche Mängel an 28 Bauwerken auf
… „Erschreckend“ nennt der Betriebsleiter des Staatsbades, was er dem Betriebsausschuss am Mittwochabend zu verkünden hat. Denn die 28 Brücken, die zu den Liegenschaften des Staatsbades gehören, sind allesamt durchgefallen … Doch der Gesamtaufwand wird erheblich sein, da ist sich Henschel sicher. Was die Sanierung
der 28 Brücken am Ende kosten wird, wagtder Betriebsleiter noch nicht zu schätzen … (Der Vlothoer-Anzeiger hält den Artikel womöglich länger vor).
… frage ich mich, wie man ruhigen Gewissens eine Klimaanlage fordern kann. Was ist wohl wichtiger? Die Verkehrssicherheit der Staatsbad-Anlagen oder ein paar Schweißflecken unter den Achseln einiger Besucher der Wandelhalle, falls es zufällig im Sommer doch mal warm wird? Erstmal das in Ordnung halten, was man hat. Danach kann man sich dann um Neuanschaffungen kümmern!

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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