Schutzhelm zur Unfallverhütung?

Polizei Mi-LÜ: Radfahrendes Kind durch Auto angefahren und verletzt
… befuhr ein 10-jähriger Junge mit seinem Fahrrad von einem Grundstück an der Halsterner Straße auf die Fahrbahn, um diese in südlicher Richtung zu überqueren. Dabei wurde er von dem VW Golf eines 70-jährigen Hillers erfasst, der auf der Halsterner Straße in westlicher Richtung unterwegs war. Der Junge erlitt bei dem Zusammenprall schwere Verletzungen. … Das Kind trug zur Unfallzeit keinen Schutzhelm.
Ohne Informationen zu den Verletzungen ist es ziemlich sinnfrei auf den fehlenden Helm hinzuweisen. Auch mit Helm wäre dieser Unfall passiert. Es nervt mich bei der Berichterstattung der Polizei kollossal, dass ständig die Helme erwähnt werden, ohne die entsprechende Schutzwirkung darzulegen. Im Gegenteil, es wird sogar von schweren Verletzungen berichtet, um im gleichen Satz zu erwähnen, dass ja glücklicherweise ein Helm getragen wurde. Auch hier ist ohne weitere Einsicht in den Unfallhergang überhaupt kein Zusammenhang zwischen Helm und Verletzungen herzustellen. Und auch im persönlichen Gespräch mit Polizeibeamten wurde mir immer nur erklärt “Natürlich schützen die, das wissen wir aus unserer Berufspraxis!” – konkret konnte niemand der Herren werden. Im übrigen auch nicht die Helmhersteller, die ich zu dem Thema befragt habe.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich bei meinem Anditscher vor einem Monat keinen Helm trug. Aufgrund des Unfallhergangs gehe ich mit Helm von ziemlichen Nackenschmerzen bei mir aus. Wer weiß, was ich mir gebrochen hätte! Tausche ich gerne gegen die Platzwunde. Von den Scherereien wegen der Kratzer vom Helm im Lack des Autos mal ganz abgesehen.

Warum wird nicht ein einziges Mal an die Autofahrer appeliert, mehr Umsicht walten zu lassen?

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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