Nachbesserungsarbeiten

Ich bekomme gerade im Frühjahr, wenn die Sonne rauskommt und das Kraut an den unpassendsten Stellen wuchert, vermehrt Fragen nach unserer Holzterrasse. Und ich beantworte jede – auch wenn da meist kein Danke oder sonst eine Antwort kommt. Und wenn ich dann gefragt werde, ob ich alles noch mal so bauen würde, schreibe ich jedesmal “Ja, sicher!”.

Aber ich sage auch, dass ich beim Bau an einer Stelle zu faul unerfahren war und daher nachbessern muß. Was gestern dann auch geschah.

Ich habe den Bangkiraibelag der Terrasse von oben nicht verschraubt, sondern große Elemente gebaut, die durch ihr Eigengwicht recht fest liegen. Leider habe ich die Querverlattung von unten sehr sparsam ausgeführt. Bei den langen Elementen reichen 3 Querlatten einfach nicht. Das Bangkirai-Holz verzieht sich bei Sonneneinstrahlung und entsprechender Wärme sehr stark und so standen die Kanten von einigen Brettern teilweise bis zu einem Zentimeter in die Luft. Also habe ich das gößte Element gestern hoch genommen und aus den Restbrettern (von denen noch reichlich vorhanden sind) kleine Leisten gesägt.

Die wurden von unten auf die Belagbretter geschraubt, so dass nun 5 statt nur 3 Querlatten für einen geraden Verlauf sorgen. Hat prima funktioniert. Ich werde die restliche Terrasse in der gleichen Art aufbessern, aber leider hatte ich gestern meinen Vorrat an passenden Edelstahlschrauben überschätzt. Die reichten nicht – und der Sammelpack au dem Aldi hatte zwar alle möglichen Sorten im Plastikkasten, aber leider nicht solche in richtiger Länge. Aber es kommen sicher noch schöne Sonnentage zum Basteln.

Schön zu sehen, dass unter dem Holz noch nicht ein Zuppelchen Kraut durch den Schotter gekommen ist. So war’s gedacht. Pikobello sauber unter dem Holz. Keine Ratten, keine Mäuse, kein Dreck und keine verlorenen Spielsachen. Der einzige, der mir bei der Bastelei über den Weg lief, ist Spider-Man …

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15 Kommentare zu “Nachbesserungsarbeiten
  1. Juergen sagt:

    schöne Anleitung mit wertvollen Tips wie man es nach Möglichkeit nicht machen sollte.

    Bangkirai ist halt nicht Bangkirai, ein Bangkirai Baum hat erst ab 8 mtr. Äste, das Holz dieser ersten 8 mtr. hat die Güteklasse “Select & Better” und ist ist teurer als der Rest vom Baum (“Standart”)in dem sich logischerweise “Äste” wiederfinden.

    Ebenso ist dringend auf eine vernünftige Verschraubung der Bretter hinzuweisen, somit ist die Unterkonstruktion der Terrasse genauso wichtig wie die Terrasse selbst.

    Die breit gerillte Seite der Terrassendiele ist die Sichtseite. Sie sollte bei der Verlegung unbedingt nach oben gelegt werden. Die breite Rillung ergibt in Verbindung mit den Fugen zwischen den Brettern ein harmonisches Bild. Darüber hinaus gewährleistet die tiefe Profilierung einen guten Wasserabfluss, was wiederum einen gewissen Selbstreinigungseffekt der Oberfläche bewirkt. Die fein gerillte Rückseite hat in der Regel keine Sichtqualität und sollte nach unten gedreht werden.

    schön das man so etwas wie hier im Netz findet,vielen Dank für die Informationen.

    noch etwas: ich empfehle dringend die 2malige jährliche Behandlung mit Hartholzöl (Frühjahr/Herbst) dann klappt es auch mit der Wohlfühl Terrasse !!

    “Select & Better”

  2. Juergen sagt:

    sorry da ist mir ein Fehler unterlaufen…..

    der Bankiraibau ist bis ca. 18 mtr. astfrei und wird bis 40mtr. hoch.

  3. Andreas sagt:

    Den ersten Satz verstehe ich nicht. Oder genauer: ich möchte ihn nicht so verstehen, wie er da steht! Mein Blog ist ein Anleitung wie man es nicht machen soll? Wohl zu lange auf der geölten Terrasse gesessen?

    Selbstverständlich kann man auch die fein gerillte Seite nach oben legen. Städte und Kommunen machen dies regelmäßig so. Das ist lediglich Geschmacksache.

    Und das zweimalige Behandeln mit Öl hilft exakt genau einem: dem Händler! Warum lege ich mir wohl so ein Holz da hin? Damit es ohne Behandlung hält. Der Vergrauungseffekt wird dabei bewusst in Kauf genommen.

    Ansonsten: Danke für das Lob!

  4. Juergen sagt:

    Moin,…..

    stimmt hört sich komisch an dieser Satz, war aber nicht so gemeint :-).

    also nicht angegriffen fühlen !! alle anderen Details sind ja auch reine Geschmackssache.

    Good Job….. good work !!!

  5. lion999 sagt:

    hallo, wir sind dabei auch eine Holzterrasse zu bauen, dunkle Esche wäre lt. Anbieter auch ein langlebiges Holz!?
    Ansonsten würde ich Sie gerne fragen, ob die Unterbau Holzbohlen direkt am Rand sitzen müssen? Haben Sie das Betonfundament jeweils ans Ende der Unterbau-Holzbohlen gesetzt? Und zuletzt, wie verschraubt man denn von unten an die Holzbohlen oder war das anders gemeint?

    Schon mal vorab danke und Grüsse aus Bad Soden
    J.Schwiekart

  6. Andreas sagt:

    Hallo,

    nein, die Tragebalken müssen nicht unbedingt ganz am Ende der Belagbretter sind. Und die Betonfundamente widerum nicht ganz am Ende der Tragebalken. Jedoch würde ich auch keinen halben Meter freien Überstand bauen. Also schon in der Nähe vom Ende ;-) Bei mir sind das ca. 10 bis 20 cm.

    Und ich habe von unten verschraubt, indem ich 4 bis 7 Bretter “auf dem Kopf” hingelegt habe, von dort Querlatten verschraubt habe und diese so entstandene Platte “richtig herum” auf die Tragebalken gelegt habe. Sieht man auf den Bildern oben doch eigentlich auch ganz gut, oder?

    Viele Grüße

    Andreas

  7. tina sagt:

    beim surfen nach ideen für einen terrassenbau im netz gefunden – festgelesen – festgestellt: unsere terrasse wird ebenfalls eine bangkirai werden.
    ganz großes lob für das tagebuch!
    viele grüße aus sonnenscheinDK
    tina

  8. Anonymous sagt:

    Hallo

    Wer hat mir eine Adresse, wo ich meinen Terrassenbelag / Bangkiraibelag derevtl. Bangkirai preiswert einkaufen kann?

    Ansonsten Super geil die Anleitung !!!

    Ich bin selber Schreiner, und finds geil das es sowas online gibt !

  9. waku sagt:

    Hallo Andreas,
    vielen Dank für so perfekte Anleitung, die mir zur Entscheidung (für Holzterrasse selbstverständlich) geholfen hat!
    Da ich fast soweit bin noch eine Frage: hast Du auch diese Vlies gelegt, um Unkraut zu hemmen, oder
    nur Schotter (wie dick?)?
    Gruß,
    Waldemar

  10. Andreas sagt:

    Hallo Waldemar!

    Ich habe tatsächlich das Vlies nicht verlegt, sondern es einfach im Gartenhäuschen zwischengelagert. Vielleicht verwende ich es ja doch noch.

    Bisher scheint die Schotterdecke mit ca. 15 cm Höhe wirksam gegen Unkrautwuchs zu sein. Jedenfalls ist unter den Brettern noch nicht ein grüner Halm zu sehen!

    Viele Grüße und viel Spaß beim Basteln!

    Andreas

  11. joe Patrony sagt:

    Hallo,
    nachdem ich Ihre Seite bestimmt hundertmal besucht habe, ist nun auch unsere Holzterrasse in Eigenarbeit entstanden. Allerdings habe ich mich für Lärche entschieden. Zur Zeit der Entscheideung waren gerade wieder Überschwemmungsbilder aus Indonesien im Fernsehen zu sehen. Aktuell scheint der Bangkiraimarkt auch recht leergefegt zu sein, so daß vielerorts nur zweitklassige Ware angeboten wird, was vielleicht die schlechten Erfahrungen einiger Leser mit diesem Holz erklärt. Zu dem enormen Aufwand, den Sie mit Ihrer Unterkonstruktion betrieben haben (Respekt! Und da reden Sie von Faulheit.) frage ich mich jedoch, ob Sie nicht ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen haben?

    Ganz großes Lob auch für den Rest Ihrer Seiten (Wieviele Stunden hat Ihr Tag eigentlich?)

  12. René sagt:

    Hallo zusammen,
    ich finde die Terrasse sehr gelungen – habe noch kein Haus dazu. Mich würde noch interessieren, wo Du die Schilderpfähle herbekommen hast. Ein Nachbar hat gerade so ein Projekt zu laufen und wir treiben so was hier nicht auf. Kannst Du uns einen Tip geben?
    Danke, René

  13. Andreas sagt:

    Habe ich hier erwähnt. Leider kenne ich auch keinen anderen Lieferanten.

  14. Anonymous sagt:

    Hallo und guten Tag.
    Jedesmal wenn ich Ihre Seite besuche (und das ist schon einigemale gewesen…) festigt sich mein Entschluss, dass es auch bei uns eine Bangkirai-Terrasse werden muss. Und nun soll es bald losgehen (wenn ich das Holz bekomme, hab´ ich noch gar nicht erfragt).
    Unter Beachtung Ihrer vielen Tipps kann ja eigentlich gar nichts mehr schief gehen :-)
    Bei uns soll/muss die Terrasse allerdings auf eine Höhe von ca. 50cm gestzelzt werden. Haben Sie einen Tipp, was ich in diesem Falle als Träger für die Unterkonstruktion verwenden könnte? Und dann stellt sich mir noch die Frage danach, welchen Abstand ich wohl wählen sollte. Wenn ich das bei Ihnen richtig gesehen und in Erinnerung habe, war das 1m. Würden Sie diesen Abstand auch in anderen Fällen empfehlen können? Ich dachte bislang immer, der Abstand sollte bei 60cm liegen.
    Wäre wirklich nett, wenn Sie mir noch ein wenig weiter auf die Sprünge helfen würden.

    Gruß
    Ralf

  15. Andreas sagt:

    Hm, 50cm Höhe würde ich ebenfalls mit Bangkiraibalken überbrücken und mit denen Stelzen bauen, auf die ich die Tragekonstruktion schraube. Die Halterung im Boden kann ja genauso wie bei mir ausgeführt werden. An die einbetonierten Winkel werden einfach die Stützen geschraubt. Da keine großen seitwärts wirkenden Kräfte auftreten und es ja doch einige untereinander verbundene Ständer sind, sollte sich das auch horizontal wenig bewegen.

    Ich habe in Längsrichtung der Tragebalken ca. 1 Meter Abstand. Mein Holzhändler meinte damals, das sei absolut ausreichend und ich stimme ihm da nach der Zeit zu. Es wippt nichts. Der Abstand der Balken zueinander beträgt zwischen 40 und knapp unter 70cm. Der Unterschied rührt von den Ecken und Aussparungen her. An der Wand wo der Kellerfensterschacht ist und auf der gegenüberliegenden Seite, wo ich die “Aussparung” für den Kirschlorbeer gelassen habe, liegen die Balken dichter. 60cm zwischen den Balken ist schon ein guter Wert. Mehr als 70 würde ich auch nicht machen!

    Viel Erfolg beim Basteln!

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