Migränestick und Heftpflaster
Vor 19 Jahren habe ich per Post von einem Leser dieses Blogs einen Brief bekommen, mit einem kleinen Edelstahlstick darin – und zwei Leukoplast-Heftpflastern. Auslöser waren einige Blogposts zu meiner Migräne und was ich dagegen tue bzw. wie ich mich damit fühle. Es hat sich an der eigentlichen Situation auch nichts geändert. Ich habe mehr oder weniger regelmäßig Kopfschmerzen und es fühlt sich scheiße an. Jedesmal entscheide ich mich zu spät dazu Triptane zu nehmen, weil ich denke, es wird nicht so schlimm. „Es wird schon keine Mirgäne sein, nur zu wenig getrunken!“ und dann stehe ich nachts um drei auf, weil ich nicht in den Schlaf kommme, nehme eine Sumatriptan und bin am nächsten Morgen gerädert. Bis 2006 war das echt schlimm, weil ich immer Angst hatte, dass es los geht. Dann habe ich Triptane entdeckt und seit ich immer eine handvoll Tabletten im Haus habe, ist es merkwürdigerweise insgesamt besser.
Migränestick per Post. |
Nur hier kleben! |
Hallo Andreas,
Klebe diesen Stick in deiner Wohnung an das Türfutter der Küchentür! Auf Flur! Siehe Zeichnung.
Warte dann bitte ab, was passiert. Andere Personen dürfen „Deinen“ Stick nicht anfassen!
Sorge bitte dafür! Es ist sehr wichtig. Erklärungen gebe ich später ab.
Komme bald an Bad Oeynhausen vorbei und besuche Dich dann.
[…]
Der oben erwähnte Brief war jahrelang verschollen. Bis ich ihn neulich beim Aufräumen von Schubladen überraschend wieder gefunden habe. Wie schön! Seitdem habe ich damit dem ein oder anderen ein erstauntes Lächeln ins Gesicht zaubern können und das ist doch auch eine schöne Sache!
Den Stick habe ich blöderweise nie an den Türrahmen geklebt, sonst hätte ich wahrscheinlich keine Kopfschmerzen mehr.


