Ricco

Früher, als ich noch klein war und auf die Realschule Süd in Bad Oeynhausen ging, war man in oder hipp (obwohl es da noch nicht so hieß), wenn man sich seine zerissenen Jeans, die mit ‘nem ganz dünnen Gürtel um die Taille geschnürt wurden, bei “Ricco” kaufte.

Ich war ja nie hipp oder in und so habe ich dort auch nie gekauft – irgenwann mal ‘nen Pulli glaube ich. Aber trotzdem, es war halt immer der Klottenladen, der unten am Bahnhof war. Der war da immer. Ein Ruhepol bei den Leerständen und wechselnden Geschäften in Oeynhausen (zumindest was die Geschäfte angeht, die nicht gerade für Rentner oder Porzelanliebhaber interessant sind).

Und nun? Plötzlich weg! Klammheimlich, nicht angekündigt, nichts von gewusst. Sitzt da in den Räumlichkeiten ein Immobilienmakler. Ja Herrgott, ‘n Pulli hätte ich mir ja noch mal gekauft, aber ein Haus habe ich doch schon!

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

3 Kommentare zu „Ricco

  1. Jau, einfach futschikato. Die haben da vorher rumgeräumt, das habe ich wohl gesehen in den Mittagspausen. Aber ich dachte, Ricco renoviert – passiert ja schon mal.

    Und plötzlich sitzt da ein Hausverkäufer drin. Ich habe jedenfalls nirgends eine Ankündigung dazu gelesen. Sonst schreibt das Käseblatt doch alles nieder was nur halbwegs kreuchen kann. Und diese Institution verschwindet einfach …

  2. Naja Ricco war ja sowieso net mehr drinne, Magic hatte den Laden übernommen! Die Wochen bevor sie den Laden zugemacht haben, stand auf den Scheiben “Räumungsverkauf” und irgendwo ein kleiner Zettel wg. Geschäftsaufgabe.

    Hatte aber auch doof geschaut, als ich plötzlich Immobilien Nagel in den Räumen gesehen habe *g*

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