Dexter – 2014 bis 2026
Ich kenne mein Elternhaus von Geburt an nur mit Hund. Zuerst der dunkle Langhaardackel Flori, gefolgt vom ebenso langhaarigen Dackel … Flori. Leider sehr früh an Rattengift gestorben. Danach zog Langhaardackeldame Susi ein. Ihr wurde ein Postauto zum Verhängnis. Dann kam Strolch. Ein drahtiger, kurzhaariger Glatthaarterrier. Fuhr Skateboard und gerne auch mal mit der Vespa zum Eisessen, wobei er mit den Vorderpfoten oben auf dem Lenker stand und sich den Wind um die Nase wehen ließ. Auf Strolch folgte Tiffy, ebenfalls eine Glatthaar-Terrierein. Sie hat meinen Vater um wenige Monate überlebt. Wenig später mussten die beiden Frauen am Südweg aber wieder Unterstützung von einem kleinen Rüden haben. Dexter zog ein.

Der Kleine war damals zwei Monate alt und somit etwa ein halbes Jahr jünger als Ben. Die beiden kennen sich also seit dem Babyalter und haben sich sehr gut verstanden. Teilweise haben sie im gleichen Körbchen gelegen und geknuddelt. Wenn Ben bei meiner Mama war, ist der Hund keinen Meter von seiner Seite gewichen.
Vorgestern rief mich meine Mama morgens im Büro an und teilte mir mit, dass Dexter von ein paar Minuten eingeschlafen ist. Ich hatte ihn zuletzt gesehen, als ich mit meiner Tante ihr neues Auto am Südweg vorgestellt habe. Das war ziemlich genau eine Woche davor und da habe ich schon gesagt, dass er ziemlich klapperig aussah. Auch wenn er noch schwanzwedelnd draußen rumlief und gekrault werden wollte.

Nachwuchs 2.0 hat es aber erwartungsgemäß noch viel schlimmer getroffen. Der ist richtig fertig. Kein Wunder, die beiden waren richtig dicke Freunde. Mach’s gut, Dexter!

So ein Hund wird ganz schnell zum Familienmitglied. Entsprechend traurig ist man natürlich wenn der Hund stirbt. Dieses Ereignis steht uns irgendwann auch bevor und ich weiß jetzt schon, wer dann Rotz und Wasser heult Dabei war ich derjenige, der keinen Hund haben wollte. Lotta ist jetzt 14 Jahre und inzwischen merkt man auch bei ihr das Alter. Fühlt Euch alle gedrückt.