Verbotswidrig auf dem linksseitigen Radweg

Und wieder einer umgefahren, weil eine Autofahrerin nicht aufgepasst hat: Polizei Mi-Lü: Radfahrer kollidiert mit Auto
… Autofahrerin aus Osnabrück war um kurz vor 14 Uhr auf der Immanuelstraße unterwegs und wollte nach links auf die Hahler Straße einbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Fahrradfahrer, welcher verbotswidrig den linken Radweg entlang der Hahler Straße in Richtung Königswall befuhr …
Und alle meine Bingos sind aufgeführt. Linksseitiger Radweg – ist tatsächlich bekloppt den zu nutzen, egal ob vorgeschrieben oder nicht. Die Polizei wird allerdings nicht müde Fehlverhalten von Radfahrern explizit zu erwähnen, selbiges bei Autofahrern aber gern zu vergessen. Im übrigen – vielleicht wird durch stete Wiederholung ja tatsächlich mal jemand zum Nachdenken angeregt – weiß man als Autofahrer in der Regel nicht, ob der Radfahrer dort fahren darf oder sogar muss oder eben nicht. Ergo: in jedem Fall aufpassen! Wird mir als Radfahrer ja auch ständig gesagt.

Ach, und natürlich ist der Radfahrer der aktive Part. Er kollidiert! Das geht aus der Meldung allerdings nicht hervor. Und warte .. die Polizei hat vergessen den Helm zu erwähnen!

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4 Kommentare zu “Verbotswidrig auf dem linksseitigen Radweg
  1. Rainer Müller-Held sagt:

    Freitag Morgen: Detmolder Straße-Loher Busch.
    Autofahrerin kommt aus Richtung Stadt und will nach links abbiegen. Ich benutze entgegenkommend den vorgeschriebenen Rad- und Fußweg Richtung Loher Straße. Und stehe nach Vollbremsung ganz knapp vor einer sichtlich verwirrten Autofahrerin. Da ich warte, winkt sie unwirsch, ich möge doch weiterfahren.
    Lieber Andreas, genauso wie Du immer sagst, auch auf der richtigen Seite den Radweg vorschriftsmäßig nutzen hilft wenig! Einfach nur Glück gehabt.

  2. Andreas sagt:

    Danke für die Zustimmung. Ich weiß das seit Jahren! Die Trennung der Verkehrsarten führt prinzipbedingt zu solchen Situationen. Und wenn man sich nicht damit abfinden möchte, als Radfahrer Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse zu sein und wenn man an der Ökonomisierung und Ökologisierung des Verkehrs arbeiten möchte, dann führt kein Weg an einer Stärkung des Radverkehrs vorbei.

    Das geht – wie Du am Freitag selbst festgestellt hast – nur durch eine Intensivierung des Radverkehrs auf der Fahrbahn. Wärst Du auf der Fahrbahn gefahren, hätte Dich die Autofahrerin wahrgenommen. Denn dort guckt sie hin. Sie guckt nicht, ob neben der Fahrbahn etwas passiert.

    Hört sich simpel an … ist es auch!

    • Rainer Müller-Held sagt:

      Oder sie hätte mich übergemöllert, weil die Distanz kürzer gewesen wäre!

    • Andreas sagt:

      Wie gesagt, auf die Fahrbahn wird geachtet. Der Unfall den Du beschreibst gibt es in der Unfallstatistik der Polizei deutlich seltener, als das Überfahren auf dem Radweg.
      Um dem Problem in Gänze aus dem Weg zu gehen bleibt nur, zu Hause zu bleiben. Ich bin allerdings eher dafür, das Risiko zu minimieren …

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