Heinz-Nixdorf-Museum und Hermann

Heinz-Nixdorf-Museum und Hermann
Hach ja, die alten Zeiten. Papa schwelgt in der Kindheit.

Seit ein paar Jahren studiert Nachwuchs 1.0 in Paderborn und seit nunmehr einem Semester verdient er in einem studentischen Job am Heinz-Nixdorf-Museum Geld, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren – zumindest teilweise. In dieser Woche war sein Bruder ein paar Tage zu Besuch am Studienort und wir wollten ihn an diesem Freitag abholen. Damit haben wir dann den schon ganz lange immer wieder aufgeschobenen Besuch im Heinz-Nixdorf-Museum verbunden. Trotz meiner Affinität für elektronisches Gedöns und nicht zuletzt meinem Broterwerb war ich noch nie in dem Museum. Tatsächlich haben wir im Büro mit Hardware aus Paderborn gearbeitet :-)

Der DeLorean aus "Zurück in die Zukunft" steht auf einem sehr flachen Podest der Lobby einer großen Halle.
DeLorean

In der Lobby wurden wir direkt hinter der Kasse, an welcher wir den äußerst moderaten Eintrittspreis von 20,00€ für zwei Besuche bezahlten, vom angeblich originalgetreuesten Nachbau des DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“ besucht. Natürlich haben wir das Fahrzeug ausgiebig gewürdigt, bewundert und fotografiert! Danach ging es eine Etage höher. Hier gibt es einen Überblick über die Entstehung der Schrift und deren Speicherung. In Ton, Holz, Schnüren bis hin zu den ersten Druckmaschinen und Schreibmaschinen. Auch entsprechende Rechenapparate sind ausgestellt. Mit Schnüren, Steinen, Abacus, mechanische Rechner, elektrische und elektronische Rechenmaschinen. Interessant, aber ich bin dann doch eher ein bisschen heiß auf die „richtigen“ Rechner gewesen. Ab Zuse geht es los :-) In der zweite Etage sind dann die Rechner zu sehen, für die ich mich mehr interessierte.

Ein Appel II neben einem PET 2001 und weiteren 8-bit-Rechner auf einem Sideboard.
Die goldene Ära!

Den C64 habe ich mir vor kurzem „neu“ geschenkt, wenngleich ein historisches Gerät bereits im Regal steht. Trotzdem konnte ich mich über die Ausstellungsstücke richtig freuen. Ein Schneider CPC464 war genauso zu sehen, wie ein Epson HX20. Beide Geräte (naja, der Schneider eine Version besser mit Diskette statt Datasette) liegen hier hinter mir in ihren Betten. Da komme ich dann aus dem Grinsen im Muesum nicht raus. Auch die Suche nach meinem ersten Handy – dem Siemens C25 – in der großen Vitrine mit hunderten mobiler Telefone machte sehr viel Spaß. Die KI- und Robotic-Abteilung ist dann schon wieder etwas „too much“. Science-Fiction lese ich gerne, aber diese humanoiden Roboter machen mich echt nicht an. Ich wüsste aktuell auch keinen Grund, wozu es die gibt. Die dritte Etage war leider an unserem Besuchstag nicht bespielt.

Der Student hat einige Smalltalks mit Kollegen gehalten und an einigen Stationen auch den anwesenden Besuchern etwas erklärt. Ich glaube er hatte seine „Dienstjacke“ schon ein bisschen stolz am Leibe :-)

Das Denkmal "Hermann" bei Detmold im Teutoburger Wald. Eine Statue von "Hermann, der Cherusker" steht mit hoch über dem Kopf in die Luft gerecktem Schwert auf einem riesiegen, steinernen Pavillion.
Der Hermann

Wir waren ca. drei Stunden im Nixdorf-Museum, haben dann den Fiat 500e von der Ladesäule am Museum abgestöpselt und uns zu viert auf den Weg nach Hause gemacht. Vier Menschen, vor allen Dingen solche wie Nachwuchs 1.0 und sein Papa und noch zwei kleinere Personen können die ungefähr einstündige Fahrt über die Dörfer nach Hause gerade so ertragen. Allerdings haben wir unterwegs auch eine kleine Pause am Hermann eingelegt! Der Jüngste war noch nie dort, mit dem Ältesten ist es auch schon wieder 11 Jahre her, seit wir dort mit der Ingress-OWL-Community ein Barbeque veranstaltet haben. Merkwürdigerweise habe ich das Treffen gar nicht hier auf der Seite dokumentiert. Heute habe ich auch nur halbherzig ein paar Portale gecaptured und ein kleines Dreieck gebastelt.

Am Hermann haben wir dann noch einen Dreh der örtlichen AfD für Kurzfilmchen auf Tik-Tok/Instagram beobachtet, in welcher sich der Sprecher über die bösen Windräder auslies und für Kopfschütteln bei allen sorgte, die drum herum standen. Ein Jugendlicher erklärte seinen Begleitern recht deutlich auf Englisch, was es mit der Truppe auf sich hatte, nachdem diese weiter gezogen sind.

Nachdem wir ausgiebig jeden Stein auf dem Hügel angesehen hatten, ging es weiter nach Bad Oeynhausen, wo wir den Abend im Reyna mit einem Köfteteller und anderen Leckereien einläuteten. Schöner Familientag :-)

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Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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