Radweg an der Eidinghausener Spange

Na prima, in Eidinghausen wird am Alten Postweg was geschehen. Fein, die Auffahrt auf die Eidinghausener ist wirklich schlecht gelöst. Auch die Schulwegsicherung stand auf dem Programm und stolz präsentiert man

NW vom 09.12.2006 – … Betraut mit der Planung war das Büro Steinbrecher und Gohlke, das sich nicht zuletzt um die Weiterführung der Radwege und um Querungshilfen kümmern sollte.

Das ist geschehen. “Es wird einen kombinierten Geh- und Radweg geben”, erklärte Blöbaum. Und zwar mit einer Breite von 2,25 Metern.

Hinzu kommen die Fahrbahn, die 6,50 Meter messen soll, und eine Mulde von zwei Metern zwischen Fahrbahn und Radweg.

Das liest sich ja mal so, dass es nur auf einer Seite solch einen kombinierten Geh- und Radweg geben wird. Zunächst mal ist diese Kombination von Natur aus schon gefährlich. Wie man da von einer Sicherung sprechen kann, erschließt sich mir nicht so ganz. Dann sollte man dem offensichtlich nicht ganz sattelfesten Planungsbüro mal auf die Finger klopfen. Denn 2,25 Meter ist gar nicht zulässig bzw. sind mindestens 2,50 Meter in den Verwaltungsvorschriften zur StVO verankerten Qualitätskriterien als maßgeblich definiert.

Da es sich dem Artikel nach nur um eine einseitige Lösung handelt, ist abzusehen, dass dieser kombinierte Geh- und Radweg in beide Richtungen für Fahrräder als benutzungspflichtig ausgeschildert wird. Das ist an der Stelle schlicht nicht zulässig, vor allen Dingen völlig unverständlich wenn eh alles neu gebaut wird. Für einen linksseitig zur pflichtmäßigen Benutzung ausgeschilderten Weg, wäre das geplante Bauwerk deutlich zu schmal und außerdem soll von einer solchen Regelung nur in besonderen Ausnahmefällen Gebrauch gemacht werden. Dieser besondere Ausnahmefall liegt schon an der schlimmen Lösung an der Bergkirchener Straße nicht vor.

Ich habe neulich mit jemandem von der Stadt über den Radverkehr in Bad Oeynhausen gesprochen und man schien einzusehen, dass da etwas getan werden muß. Hier wird in der Planung schon gleich Murks gemacht. Leute, so wird das nichts. Entweder einen vernünftigen ausschließlichen Radweg rechts und links der Straße, oder eine vernünftige Straße und gar keinen Radweg. Letzteres ist die allerbeste und sicherste Lösung. Für die ganz Unsicheren kann man ja den Gehweg für Fahrräder frei geben.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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