{"id":7147,"date":"2000-02-14T14:51:52","date_gmt":"2000-02-14T13:51:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/?p=7147"},"modified":"2010-02-14T14:55:16","modified_gmt":"2010-02-14T13:55:16","slug":"holiday-on-ice","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2000\/02\/holiday-on-ice\/","title":{"rendered":"Holiday On Ice"},"content":{"rendered":"\n<p>Da war er nun, der Tag, den wir den Kleinen unserer Familie zu Weihnachten geschenkt hatten. Ein Besuch von &#8222;Holiday on Ice &#8211; Celebration&#8220; in der Phillipshalle in D\u00fcsseldorf. Die Anfahrt mit dem Regionalticket der Bahn verlief anstrengend &#8211; ungl\u00fccklicherweise spielte Schalke gegen Bayern M\u00fcnchen und dementsprechend sah es in den abteilen aus.<\/p>\n<div class=\"info\">\n<h4>Info<\/h4>\n<p>Ich wei\u00df leider nicht mehr genau, wann dieser Besuch war. Da wir noch in DM gezahlt haben, wird es entweder in 1999 oder 2000 gewesen sein.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<p>Nach 3 1\/2 Stunden Fahrt kamen wir an der Phillipshalle an, die von au\u00dfen einen nicht besonders modernen Eindruck macht. Ehrlich gesagt sieht sie aus, wie jede andere Lagerhalle auch. &#8222;Holiday on Ice&#8220; ist offenbar kein gro\u00dfer Magnet f\u00fcr das j\u00fcngere Publikum &#8211; zumindest nicht, wenn man die Masse an &#8222;Seniorenbussen&#8220; als Bewertungsgrundlage f\u00fcr diese Aussage heranzieht.<\/p>\n<p>Wir waren ca. 40 Minuten vor Beginn der Vorstellung dort und konnten sofort zu unsren Pl\u00e4tzen gehen. Ich machte gerne von dieser M\u00f6glichkeit Gebrauch, denn der Vorraum war derma\u00dfen verr\u00e4uchert, da\u00df man durch den Nebel sein Gegen\u00fcber kaum noch sehen konnte (Ich glaube, ich neige zu \u00dcbertreibungen ;-) Tja, also Platz genommen. Zumindest versucht, denn diese St\u00fchle sind offenbar f\u00fcr B\u00fcrger des Mittelalters gebaut, als die Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe eines ausgewachsenen Mitteleurop\u00e4ers noch bei knapp 1,60 m lag. Ich mit meinen 1,87 m konnte jedenfalls nicht sitzen. Tats\u00e4chlich mu\u00dfte ich quer sitzen, was weder meinem Hals noch meinem R\u00fccken besonders gut tat. Eine Unversch\u00e4mtheit f\u00fcr die DM 57,60 (wir haben die Karten im letzten Jahr gekauft) Eintritt. Die teuersten Karten kosten knapp 70 DM &#8230; Kylie Minogue verlang nur 14 DM mehr ;-)<\/p>\n<p>Positiv an den Pl\u00e4tzen ist, da\u00df man tats\u00e4chlich von \u00fcberall einen gleich guten Blick auf die bl\u00e4ulich ausgeleuchtete Eisfl\u00e4che hat.<\/p>\n<p>Recht p\u00fcnktlich um 15.00 Uhr begann dann die Vorstllung. Naja, zumindest ging schrammelige Musik los und die Deko bewegte sich unmotiviert hin und her. Dann wurde per Beamer auf eine gro\u00dfe Leinwand (trickreicherweise war dies auch der Eingang f\u00fcr die T\u00e4nzer) ein kleiner Vorfilm mit einem animierten Schlittschuhb\u00e4ren gezeigt. Wer nun dachte, da\u00df sich dann der Vorhang \u00f6ffnet und die Show beginnt, sah sich get\u00e4uscht! Es erschien Norbert Schramm auf der Leinwand &#8211; seines Zeichens &#8222;Europameister&#8220; wie uns eine Einblendung verriet &#8211; und machte Reklame f\u00fcr &#8222;Aktion Mensch&#8220; Lose &#8230; oder irgendwas in der Art. Bezahle ich daf\u00fcr 60 Mark?<\/p>\n<p>Nun gut, danach ging&#8217;s dann tats\u00e4chlich los mit &#8222;Holiday on Ice&#8220;. Ein paar bunt gefiederte Schlittschuhl\u00e4ufer sausen \u00fcber&#8217;s Eis, drehen Pirouetten und heischen mit ausgebreiteten Armen nach Applaus. Zugegebenerma\u00dfen bin ich kein Eiskunstlauffanatiker und kenne mich mit den Spr\u00fcngen und Figuren nicht aus, kann also auch nicht beurteilen, ob das Gezeigte schwer oder kinderleicht war. Eins war&#8217;s auf jeden Fall: stinklangweilig. Die Mimik war gr\u00f6\u00dftenteils uninspiriert, die Musik setzte sich aus allen m\u00f6glichen Sampler lateinamerikanischer Musik, Discogezappel und ein paar Melodien aus Musicals zusammen. Alles weit davon entfernt mitzurei\u00dfen.<\/p>\n<p>Beifall gab&#8217;s dementsprechend recht verhalten. Ich bin sogar einmal kurz weggenickert &#8211; trotz dem ohrenbet\u00e4ubenden L\u00e4rm und dem wirklich schlechten Klang. Nach knapp einer Stunde gab&#8217;s dann eine 20 min\u00fctige Pause, w\u00e4hrenddessen das Eis mit einer Maschine wieder aufbereitet wurde. Der weitaus interessanteste Teil dieses Nachmittages. Nach der Pause kam der olle Schramm nochmal auf die Leinwand und pries seine Lose an und danach ging&#8217;s lateinamerikanisch und gewohnt langweilig weiter.<\/p>\n<p>Gegen 17.00 Uhr war ich endlich erl\u00f6st und die Truppe verschwand zugabelos in den Tiefen des Backstagebereiches. Puh, \u00fcberstanden.<\/p>\n<p>Wir tappsten danach noch ein wenig durch D\u00fcsseldorfs Altstadt um uns dann zu den heimreisenden Schalke-, Rostock und Bayernfans in den Regionalzug zu setzen. Die sangen genauso laut und schlecht wie die Musik bei &#8222;Holiday on Ice&#8220; war, aber es kam wenigstens von Herzen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da war er nun, der Tag, den wir den Kleinen unserer Familie zu Weihnachten geschenkt hatten. Ein Besuch von &#8222;Holiday on Ice &#8211; Celebration&#8220; in der Phillipshalle in D\u00fcsseldorf. 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