{"id":6853,"date":"2009-07-23T17:13:00","date_gmt":"2009-07-23T16:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2009\/07\/massentest\/"},"modified":"2013-04-07T11:14:35","modified_gmt":"2013-04-07T09:14:35","slug":"massentest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2009\/07\/massentest\/","title":{"rendered":"Massentest"},"content":{"rendered":"<p><cite>Westfalen-Blatt: <b><a href=\"http:\/\/www.westfalen-blatt.de\/nachrichten\/regional\/owl_rss_erg.php?id=29231\">DNA-Spur f\u00fchrt zum Witwen-M\u00f6rder<\/a><\/b><br \/>&#8230; G\u00fctersloh (WB). Im ungel\u00f6sten Mordfall Ingrid Amtenbrink (67) gibt es in G\u00fctersloh den gr\u00f6\u00dften Massen-Gen-Test. Bislang sind 1000 Speichelabstriche genommen worden, ohne einen Treffer zu erzielen. Doch die Chefermittler Ralf Gelhot und Martin Wowro bleiben hartn\u00e4ckig: \u00bbWir machen so lange weiter, bis wir den T\u00e4ter haben.\u00ab 50 000 M\u00e4nner k\u00f6nnten gespeichelt werden &#8230;<\/cite> In G\u00fctersloh nimmt die Polizei Speichelproben, um den Mord an einer Rentnerin aufzukl\u00e4ren. Man hat am Opfer(?) DNA-Spuren gefunden &#8211; und mehr ganz offensichtlich nicht. Bis zu 50.000 M\u00e4nner, denn es handelt sich wohl um eine m\u00e4nnliche DNA, sollen &#8222;freiwillig&#8220; eine Speicherprobe abgeben, die &#8222;selbstverst\u00e4ndlich&#8220; nur f\u00fcr diesen Fall verwendet und im negativen Abgleichsfall auch sofort vernichtet wird.<\/p>\n<p>Was ist eigentlich aus der guten alten Unschuldsvermutung geworden? Eine Speichelprobe &#8222;freiwillig&#8220; abzugeben, ist doch nichts anderes, als den Verd\u00e4chtigen seine Unschuld beweisen zu lassen. Ich habe \u00fcberhaupt kein Problem damit, wenn es einen abgegrenzten Kreis verd\u00e4chtiger Personen gibt, bei diesen mittels DNA den Schuldigen zu ermitteln. Bei &#8222;bis zu 50.000&#8220; hat man aber \u00fcberhaupt gar nichts in der Hand und verd\u00e4chtigt pauschal erstmal alle. Ich halte das f\u00fcr eine zutiefst beunruhigende Vorgehensweise. Nat\u00fcrlich bin ich mi\u00dftrauisch und glaube nicht, dass die Proben vernichtet und nicht gespeichert werden. Garantiert stellt sich irgendwann heraus, dass man &#8222;versehentlich&#8220; die Daten an ein Zentralregister \u00fcbermittelt hat und nun leider nicht mehr nachvollzogen werden kann, wer wo und weshalb DNA-technisch verewigt ist. Und wenn schon, ist ja auch nicht schlimm, es hat ja niemand was zu verbergen.<\/p>\n<p>Freiwillig (&#8222;&#8230; nat\u00fcrlich haben wir den richterlichen Beschlu\u00df in der Tasche &#8230;&#8220;) machen die Leute auch angeblich begeistert mit. Was ist wenn ich sage &#8222;Kommt wieder, wenn ihr einkreisen k\u00f6nnt, dass ich konkret verd\u00e4chtig bin.&#8220;? Was passiert denn, wenn die Jungs mit dem Richterbeschlu\u00df wedeln? Mu\u00df ich wirklich die Zunge raus strecken und mir mit dem Wattest\u00e4bchen im Mund rumprokeln lassen? Bin ich der Einzige der sich vorstellen kann, dass Ermittlungsarbeit irgendwann bedeutet &#8222;Kratzt mal die DNA ab und schick&#8216; sie durch den Rechner!&#8220;, weil aufgrund solcher &#8222;freiwilliger&#8220; Massentest sowieso jeder gespeichert ist? Biometrischer Ausweis? 1984 &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Westfalen-Blatt: DNA-Spur f\u00fchrt zum Witwen-M\u00f6rder&#8230; G\u00fctersloh (WB). Im ungel\u00f6sten Mordfall Ingrid Amtenbrink (67) gibt es in G\u00fctersloh den gr\u00f6\u00dften Massen-Gen-Test. Bislang sind 1000 Speichelabstriche genommen worden, ohne einen Treffer zu erzielen. 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