{"id":19832,"date":"2013-10-13T19:56:47","date_gmt":"2013-10-13T17:56:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/?p=19832"},"modified":"2013-10-13T19:56:47","modified_gmt":"2013-10-13T17:56:47","slug":"15-jahre-werrepark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2013\/10\/15-jahre-werrepark\/","title":{"rendered":"15 Jahre Werrepark"},"content":{"rendered":"<p>Als der Werrepark 1998 er\u00f6ffnet wurde, habe ich mich noch nicht so intensiv mit der Kommunalpolitik besch\u00e4ftigt. Lief so mit, hab&#8217;s in der Zeitung verfolgt und mir nur wenig Gedanken gemacht. Das es f\u00fcr die Bad Oeynhausener Innenstadt aber nicht gut ist, wenn direkte Konkurrenz quasi vor der Haust\u00fcr an der Autobahnausfahrt aufgebaut wird &#8211; noch dazu so geballt in Form einer Mall &#8211; war mir damals schon klar. Verstanden habe ich die Entscheidung der Politik jedoch nicht so ganz. Leider haben die folgenden Jahre gezeigt, dass ich &#8211; und etliche andere &#8211; nicht so falsch mit unserer Einsch\u00e4tzung lagen.<\/p>\n<p>Richtig ist allerdings auch die Aussage aus einer der Reden anl\u00e4sslich der &#8222;feierlichen&#8220; Er\u00f6ffnung der Jubil\u00e4umstage, dass man nun nichts mehr daran \u00e4ndern kann. Die Mall ist da und wir m\u00fcssen uns in Bad Oeynhausen damit arrangieren. Trotzdem habe ich dem ein oder anderen auf dem Empfang gesagt, dass ich es etwas befremdlich finde, diese 15 Jahre Innenstadtzerfall zu feiern. Und ich habe beileibe nicht nur Irritation geerntet. Da wurde auch leise genickt.<!--more--><\/p>\n<p>In der Neuen-Westf\u00e4lischen sind andere Worte zu lesen: <cite>NW vom 12.10.2013: <b><a href=\"http:\/\/www.nw-news.de\/owl\/kreis_minden_luebbecke\/bad_oeynhausen\/bad_oeynhausen\/9400003_Herziger_Geburtstag.html\">Herziger Geburtstag<\/a><\/b><br \/>\nAm Rande der Geburtstagsfeier sagte Karl-Ernst Hunting, Leiter der IHK-Zweigstelle Minden, er hoffe, dass sich die Innenstadt am Werre-Park orientiert und die Aufbruchstimmung f\u00fcr die Zukunft nutzt. \u201eAuch die Politik<br \/>\nmuss da jetzt mitziehen\u201c, so Hunting.<\/cite> Wir reden von 15 Jahren. Angesichts dieses langen Zeitraums von einer &#8222;Aufbruchstimmung&#8220; zu reden und davon zu erz\u00e4hlen, die Innenstadt m\u00fcsse sich am Werre-Park orientieren, zeigt meiner Meinung nach nur, dass da nicht wirklich angekommen ist, was passiert. Neuland. Eigentlich schade, wenn man bedenkt, dass es die IHK ist.<\/p>\n<p>Schon bei Er\u00f6ffnung der Mall an der Mindener Stra\u00dfe wurde von Synergien gefaselt. Sp\u00e4testens wenn irgendjemand irgendetwas mit dem Hinweis auf Synergien verkaufen m\u00f6chte, sollte man beginnen skeptisch zu werden. Entweder finanziert es sich dann nicht alleine (da gibt es aktuell ja auch ein sch\u00f6nes, nicht begonnenes Projekt) oder aber man wei\u00df von vornherein, dass diejenigen welche von den &#8222;Synergien&#8220; profitieren w\u00fcrden, den Bach runter gehen werden. Liebe Leute: das ist das Gesch\u00e4ftsmodell einer solchen Mall. Die will doch keine Konkurrenz in unmittelbarer N\u00e4he! Was soll die Innenstadt also vom Werre-Park nutzen? L\u00f6sungen daf\u00fcr habe ich nicht &#8211; die IHK freilich genauso wenig.<\/p>\n<p>Sehr mysteri\u00f6s auch der letzte Satz, mit welcher die Politik in die Pflicht genommen wird, irgendwo mitzuziehen. Woran gezogen werden soll, wird im Westfalen-Blatt deutlicher gesagt: <cite>Westfalen-Blatt vom 12.10.2013: <b><a href=\"http:\/\/www.westfalen-blatt.de\/nachricht\/2013-10-12-kuchen-fuer-den-guten-zweck-9278115\/1282\/\">Kuchen f\u00fcr den guten Zweck<\/a><\/b><br \/>\n&#8230; \u00bbDazu k\u00f6nnten aus meiner Sicht das Senken der Parkgeb\u00fchren in der Innenstadt und eine vorsichtige \u00d6ffnung der Herforder Stra\u00dfe f\u00fcr Autos beitragen\u00ab, sagte Karl-Ernst Hunting &#8230;<\/cite> Daher weht der Wind: alles Ungemach r\u00fchrt von &#8222;Restriktionen&#8220; des motorisierten Verkehrs her. Mithin ist das in fast den Jahren meiner Ratst\u00e4tigkeit das Einzige, was ich aus der Richtung geh\u00f6rt habe. Bisschen einseitig wie ich finde und auch ziemlich am Thema vorbei. Ich kann nur dann etwas in der Innenstadt kaufen, wenn es dort angeboten wird. Wird es dort angeboten, nutze ich die \u00fcberreichlich vorhandenen Parkm\u00f6glichkieten. Und angesichts der Aussage w\u00e4hrend der Pr\u00e4sentation der Thesen der &#8222;Initiative Bad Oeynhausen&#8220;, man m\u00fcsse nun &#8222;auch mal \u00fcber den Schatten springen&#8220; in Richtung Rat und zum Thema Herforder Stra\u00dfe, wird mir Angst und Bange um Bad Oeynhausen. Wir sind jetzt schon eine Autofahrerstadt. Auto, Auto, Auto &#8230; aber leider keine Waren.<\/p>\n<p>Es gibt sogar Kommunikatoren, die ernsthaft von &#8222;dezentralen&#8220; Parkh\u00e4usern sprechen, wenn sie das Parkhaus am ZOB oder den S\u00fcltebusch meinen. Mich w\u00fcrde es kribbeln, m\u00fcsste ich derart an den Tatsachen vorbei argumentieren. Wie zentral soll es denn bitte noch sein? Und wie billig? Ich parke in Minden, Herford und Bielefeld alles andere als kostenlos und schon gar nicht mitten in der Einkaufsstra\u00dfe. Kommen denn die Menschen, die sowas f\u00fcr Bad Oeynhausen fordern, nicht \u00fcber die Stadtgrenzen raus?<\/p>\n<p>Aber wenn Parken die L\u00f6sung ist und man sich am Werre-Park orientieren soll, dann ist es ja ganz einfach: am Werre-Park bezahlen die Einzelh\u00e4ndler den Parkplatz! Voil\u00e1!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als der Werrepark 1998 er\u00f6ffnet wurde, habe ich mich noch nicht so intensiv mit der Kommunalpolitik besch\u00e4ftigt. Lief so mit, hab&#8217;s in der Zeitung verfolgt und mir nur wenig Gedanken gemacht. 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