{"id":18507,"date":"2013-07-19T18:19:20","date_gmt":"2013-07-19T16:19:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/?p=18507"},"modified":"2013-07-19T18:19:20","modified_gmt":"2013-07-19T16:19:20","slug":"berufsverkehr-mit-schrecklichen-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2013\/07\/berufsverkehr-mit-schrecklichen-folgen\/","title":{"rendered":"Berufsverkehr mit schrecklichen Folgen"},"content":{"rendered":"<p>Ein Radfahrer liegt seit Monaten im Wachkoma. Ein Auge hat er verloren, die Chancen dass er jemals wieder aufwacht gehen gegen Null. Verursacht wurde dieser Zustand durch einen Autofahrer, der auf der Kanalstra\u00dfe bei erlaubten 60 Km\/h mit \u00fcber 70 Km\/h mindestens 3 1\/2 Sekunden nachdem die Ampel auf rot umsprang (der Gutachter geht eher von 4 bis 5 Sekunden aus) das Signal einfach \u00fcberfuhr und den Radfahrer frontal erfasste. Der Radfahrer hatte nichts falsch gemacht und \u00fcberquerte  vorschriftsm\u00e4\u00dfig bei gr\u00fcn die Furt.<\/p>\n<p>Und was kommt bei der Gerichtsverhandlung heraus? Der Autofahrer zahlt 3.250 Euro und weiter nichts. Ein Leben am Ende. Kein Fahrverbot, keine mahnenden Worte. Im Gegenteil, man spricht davon, dass der Autofahrer unbescholten war, kein Raser,  dass er sich geknickt zeigt, dass er sein Leben lang mit dem Gedanken daran zurecht kommen muss. Das glaube ich sogar, w\u00e4re schlimm, wenn es anders w\u00e4re. Der Radfahrer hat kein Leben mehr &#8230; und da sagt der Staatsanwalt: <cite>Westfalenblatt vom 19.07.2013:<br \/>\nDer Staatsanwalt spricht in seinem Pl\u00e4doyer von einer \u00bbTrag\u00f6die\u00ab. \u00bbDas war Berufsverkehr mit einer schrecklichen Folge. Ich gehe nicht von einem bewussten Rotlicht-Versto\u00df aus. Und was besonders schlimm ist: Vielleicht w\u00e4re der Unfall deutlich glimpflicher abgelaufen, h\u00e4tte der Radfaher einen Helm getragen.\u00ab<\/cite> Ganz ehrlich? Ich bin stinksauer \u00fcber solch eine Aussage. Auch nur anzudeuten, der Radfahrer h\u00e4tte in dem Fall etwas tun k\u00f6nnen, ist eine Frechheit.<\/p>\n<p>Bei einem Aufprall auf die Seite mit \u00fcber 70 Km\/h n\u00fctzt ein Styroporsch\u00e4lchen gar nichts mehr. Das sage \u00fcbrigens nicht ich, sondern die Helmhersteller erz\u00e4hlen mir das. Kein Wunder, dass sich bei solchen Urteilen nichts \u00e4ndert. Es ist mir v\u00f6llig egal, ob der Autofahrer im Berufsverkehr auf dem Weg nach Hause war. Als wenn das irgendetwas erkl\u00e4ren oder entschuldigen w\u00fcrde. Drei Komma F\u00fcnf bis F\u00fcnf Sekunden rot? \u00dcber 70 Km\/h beim Aufprall? Auf einer dem Autofahrer bestens bekannten Strecke &#8211; n\u00e4mlich seinem Arbeitsweg?<\/p>\n<p>Genauso wie sich dieser Autofahrer verhalten hat, erlebe ich es t\u00e4glich und alles was dazu als L\u00f6sung pr\u00e4sentiert wird ist &#8222;Helm aufsetzen&#8220;? Ich muss kotzen! Wann beginnt man endlich an den Ursachen zu drehen? Warum wird hier nicht ein halbj\u00e4hriges Fahrverbot verh\u00e4ngt? Das Leben eines Menschen ist aufgrund eines groben Fehlverhaltens zerst\u00f6rt. Himmel, wenn ich eine DVD im Regal falsch angucke bekomme ich Besuch von der Polizei und hier hat man noch deutliches Mitleid mit dem Verursacher?<\/p>\n<p>Es ist nicht so, dass ich glaube hier wurde mit Absicht \u00fcber rot gefahren. Kein St\u00fcck! Das macht die Sache aber nicht besser. Gepennt in mehrfacher Hinsicht und auch noch zu schnell gewesen. Wie kann man da so zur\u00fcckhaltend sein?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Radfahrer liegt seit Monaten im Wachkoma. 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