{"id":18471,"date":"2013-07-09T09:41:56","date_gmt":"2013-07-09T07:41:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/?p=18471"},"modified":"2013-07-09T09:41:56","modified_gmt":"2013-07-09T07:41:56","slug":"radverkehrsfuehrung-an-der-detmolder-strasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2013\/07\/radverkehrsfuehrung-an-der-detmolder-strasse\/","title":{"rendered":"Radverkehrsf\u00fchrung an der Detmolder Stra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>Wir hatten als Gr\u00fcne vor einiger Zeit einen Antrag auf Einrichtung eines &#8222;<a href=\"http:\/\/www.gruene-badoeynhausen.de\/wp\/2013\/03\/einrichtung-eines-aufstellstreifens-fuer-fahrradfahrer-an-der-detmolder-strasse\/\">aufgeweiteten Radaufstellstreifens<\/a>&#8220; (siehe <a href=\"http:\/\/www.adfc-nrw.de\/kreisverbaende\/kv-muenster\/radverkehr\/grundsaetzlich\/seitenansicht\/article\/era-2010-veroeffentlichtbrgrundlage-fuer-planun.html\">ERA 2010<\/a>, Kap. 4.4.2) bei der Verwaltung eingereicht, der dann letzte Woche auch im Ausschuss f\u00fcr Stadtentwicklung vorgestellt wurde. Allerdings nur als Kenntnisnahme, denn die Verwaltung sieht es nicht so, dass dort ein solcher Aufstellbereich eingerichtet werden kann. Die Begr\u00fcndung dazu liest sich f\u00fcr mich nicht besonders fl\u00fcssig:<!--more--> <cite>Aufgrund der Erkundung der Verkehrssicherheit am 07.07.2009 \u201eWeserstra\u00dfe\u201c (Bereisung) des Arbeitskreises \u201eFahrradfreundliches Bad Oeynhausen\u201c, AG 2, und des Fraktionsantrages der Gr\u00fcnen vom 29.03.2013 wurden verschiedene M\u00f6glichkeiten der Verkehrsf\u00fchrung in der Detmolder Stra\u00dfe erarbeitet.<br \/>\n<br \/>\nDie Einrichtung eines Aufstellstreifens f\u00fcr die Fahrradfahrer wird der Situation der Radfahrer an der Detmolder Stra\u00dfe\/ Weserstra\u00dfe \u2013 Bahn\u00fcbergang \u2013 nicht gerecht. Es konnte beobachtet werden, dass bedingt durch die geringe Breite des Radwege und der schlechten Radverkehrsf\u00fchrung am Bahn\u00fcbergang die Verkehrsf\u00fchrung nicht eindeutig ist und die Verkehrsteilnehmer teilweise ungeordnet kreuzen.<br \/>\n<br \/>\nDie Planung konzentriert sich daher auf eine umfassendere Radverkehrsf\u00fchrung in diesem Bereich unter Einbeziehung einer sogenannten \u201eFahrradschleuse\u201c. Diese Planungen sind mit dem Stra\u00dfenbaulasttr\u00e4ger Stra\u00dfen.NRW und der Deutschen Bahn AG abzustimmen.<br \/>\n<br \/>\nDer derzeitige Stand der Planungen wird in der Sitzung vorgestellt.<\/cite> Genau weil aktuell ungeordnet gekreuzt wird, soll ja ein solcher Aufstellbereich eingerichtet werden, der durch eine F\u00fchrung erreicht werden kann. Diese Ma\u00dfnahme dient ja gerade der Ordnung. Und die Verwaltung schreibt, weil dort ungeordnet gekreuzt wird, ist ein Aufstellbereich nicht sinnvoll? Da fehlt mir der entscheidende Klick, damit der Groschen f\u00e4llt. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/20130314_aufstellflaeche_detmolder.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><br \/>Der Aufstellbereich wird idealerweise nat\u00fcrlich auch vor der Linksabbiegspur<br \/> fortgef\u00fchrt. Noch idealer w\u00e4re, wenn die Linksabbiegespur ganz entf\u00e4llt und die<br \/> Radverkehrsf\u00fchrung daf\u00fcr breiter w\u00fcrde!<\/p>\n<p> Und dann wird die &#8222;Fahrradschleuse&#8220; ins Spiel gebracht, in einem Satz mit &#8222;umfassendere Radverkehrsf\u00fchrung&#8220;. H\u00e4tte man mir nur die &#8222;umfassendere Planung&#8220; als Grund f\u00fcr eine Verschiebung des Tagesordnungspunktes genannt, ich h\u00e4tte nichts gesagt. Aber eine Fahrradschleuse ist nichts anderes, als ein aufgeweiteter Aufstellstreifen nur ohne den aufgeweiteten Aufstellstreifen. Man hat also quasi einen Schutzstreifen, der neben den KFZ ein bisschen vorgezogen wird. Das kann man einbauen, wenn man Platz hat. Weil man bei einer Linksabbiegespur n\u00e4mlich zwei dieser Streifen ben\u00f6tigt. Sonst w\u00fcrde man als linksabbiegender Radfahrer rechts neben den rechtsabbiegenden KFZ stehen. W\u00e4re sehr sinnvoll, oder? Als eine m\u00f6gliche L\u00f6sung der Verwaltung per Beamer an die Wand geworfen wurde, konnte ich wirklich nur die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammenschlagen. Drei oder vier aufgeweitete Radaufstellstreifen auf der schmalen Fl\u00e4che. Die Zufahrten k\u00f6nnen bei dem Platz h\u00f6chstens 30 Zentimeter breit gewesen sein. Wenn dies der &#8222;Stand der Planungen&#8220; ist, dann viel Gl\u00fcck Bad Oeynhausen.<\/p>\n<p>Genau dazu habe ich dann gesagt, dass daf\u00fcr doch gar kein Platz ist. Die NW macht daraus in der Berichterstattung heute: <cite><b>&#8222;Fahrradschleuse&#8220; an der S\u00fcdbahn gefordert<\/b><br \/>\n&#8230; werden immer wieder Forderungen nach sogenannten Aufstellfl\u00e4chen f\u00fcr Fahrradfahrer laut. \u201eF\u00fcr die haben wir dort aber keinen Platz\u201c, erkl\u00e4rte Arnold Reeker, Fachbereichsleiter Bauen bei der Stadt, im j\u00fcngsten  Stadtentwicklungsausschuss<\/cite> Herr Reeker hat mir zugestimmt, als ich sagte, dass dort wenig Platz ist. <a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2013\/03\/detmolder-strasse-bahnuebergang-aufstellflaeche-fuer-radfahrer\/\">F\u00fcr *einen* *sinnvollen* Aufstellbereich ist dort genug Platz<\/a> &#8211; aber nicht f\u00fcr die L\u00f6sung der Stadt. Jedenfalls nicht die, die dort beispielhaft gezeigt wurde. Und eine Fahrradschleuse macht an der Stelle \u00fcberhaupt keinen Sinn. Im Gegenteil, ich halte das dort sogar f\u00fcr gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Herr Freudenberg vom Seniorenbeirat hat Recht, wenn er sagt: <cite>\u201eWenn die [Fahrradfahrer] alle auf die Stra\u00dfe sollen, dann muss aber ein massiver Umerziehungsprozess stattfinden\u201c, gab er zu bedenken.<\/cite> V\u00f6llig richtig und der kausale Dreh- und Angelpunkt. Wir haben die Probleme, weil in der Vergangenheit auf Teufel komm raus der Radverkehr vom motorisierten Verkehr getrennt wurde und das mit solch ungeeigneten L\u00f6sungen, wie sie an der Detmolder Stra\u00dfe aktuell noch zu sehen sind. Viel zu schmale &#8222;Radwege&#8220;, die massive Probleme mit Fu\u00dfg\u00e4ngern und dem Parkverkehr haben.<\/p>\n<p>M\u00f6chte man mehr Fl\u00e4che f\u00fcr Fahrr\u00e4der, muss man diese irgendwo abknapsen oder zusammenf\u00fchren. Da bleiben nur die Fahrbahnen &#8211; wie in der Stra\u00dfenverkehrsordnung seit 1997 verankert und aktuell noch einmal explizit verdeutlicht! Sicherheit vor Fl\u00fcssigkeit ist dort seit diesem Jahr festgeschrieben. Und damit ist der motorisierte Verkehr gemeint.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde das Erfordernis dann nicht &#8222;Umerziehung&#8220; nennen, &#8222;Umdenken&#8220; passt wesentlich besser. Ich habe Hernn Freudenberg vor dem Ausschuss auf Nachfrage auch erkl\u00e4rt, wie ich das auf der Detmolder l\u00f6se. Der Seniorenbeirat fordert dort seit langem eine Geschwindigkeitsbegrenzung, ich habe das im Ausschuss ebenfalls schon vertreten. Das wird von der Verwaltung aber regelm\u00e4\u00dfig mit Verweis auf \u00fcbergeordnete Stellen abgelehnt (Was im \u00fcbrigen Quatsch ist, anderswo sind Ortsdurchfahrten auf Bundesstra\u00dfen auch Tempo-30-Zonen). Diese Limitierung des Tempos bekommt man ganz jedoch ganz einfach und ohne Schilder hin, indem man langsamere Verkehrsarten selbstverst\u00e4ndlich auf die Fahrbahn verlagert. Da passiert auch nichts, weil Autofahrer keine M\u00f6rder und weitgehend vern\u00fcnftig sind. Und die wenigen Unvern\u00fcnftigen &#8230; nun, vielleicht kommen die auch noch zur Einsicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir hatten als Gr\u00fcne vor einiger Zeit einen Antrag auf Einrichtung eines &#8222;aufgeweiteten Radaufstellstreifens&#8220; (siehe ERA 2010, Kap. 4.4.2) bei der Verwaltung eingereicht, der dann letzte Woche auch im Ausschuss f\u00fcr Stadtentwicklung vorgestellt wurde. 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