{"id":173543,"date":"2025-05-23T11:11:07","date_gmt":"2025-05-23T09:11:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/?p=173543"},"modified":"2025-05-23T11:11:07","modified_gmt":"2025-05-23T09:11:07","slug":"pruefauftrag-einsatz-von-opensource-software-in-kommunen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2025\/05\/pruefauftrag-einsatz-von-opensource-software-in-kommunen\/","title":{"rendered":"Pr\u00fcfauftrag: Einsatz von OpenSource-Software in Kommunen"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts des Gebaren von <a href=\"https:\/\/osb-alliance.de\/pressemitteilungen\/digitale-sanktionen-gegen-internationalen-strafgerichtshof-muessen-ein-weckruf-fuer-deutsche-behoerden-sein\" target=\"_blank\">Microsoft auf Anweisung von Trump E-Mailkonten von Mitarbeitern des Internationalen Gerichtshofes zu sperren<\/a>, sollten wirklich alle \u00f6ffentlichen (eigentlich alle) Unternehmen und Privatmenschen \u00fcberlegen, ob es noch sicher ist, auf eine Software aus dem Haus zu setzen. Privat setze ich zwar noch das Betriebssystem Windows ein, aber das Office-Paket ist schon seit l\u00e4ngerem von den Rechnern verschwunden und durch Libre-office ersetzt worden.<\/p>\n<p>Ich war noch nicht ein ganzes Jahr im Stadtrat, da haben wir einen Pr\u00fcfauftrag zum Einsatz von Open-Office in der Stadtverwaltung gestellt. <\/p>\n<figure id=\"attachment_173544\" aria-describedby=\"caption-attachment-173544\" style=\"width: 470px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-470x33.png\" alt=\"(Pr\u00fcfauftrag): Umstellung von lizenzpflichtige auf kostenlose Software\n(OpenSource-Software wie z.B. OpenOffice, Pr\u00fcfung &quot;Wollmux&quot; als\nVorlagenverwaltungssystem)\" width=\"470\" height=\"33\" class=\"size-large wp-image-173544\" srcset=\"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-470x33.png 470w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-250x18.png 250w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-768x55.png 768w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-1536x109.png 1536w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-100x7.png 100w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-150x11.png 150w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-200x14.png 200w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-300x21.png 300w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-450x32.png 450w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-600x43.png 600w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44-900x64.png 900w, https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/2025-05-23_pruefauftrag_p44.png 1715w\" sizes=\"auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-173544\" class=\"wp-caption-text\">Der Pr\u00fcfauftrag im Haushaltsentwurf f\u00fcr die Jahre 2010\/2011<\/figcaption><\/figure>\n<p>Leider kann ich weder den Pr\u00fcfauftrag, noch das Ergebnis desselben hier bei mir finden. Auch im Ratsinformationssystem habe ich keinen Erfolg. Allerdings scheint der &#8222;Pr\u00fcfauftrag P44&#8220; auf den 09.09.2010 datiert, denn ich habe in einer Mail an einen damaligen Fraktionskollegen das erhaltene Pr\u00fcfungsergebnis kommentiert.<\/p>\n<p><cite>[&#8230;] Ich bin mal angefangen, die Pr\u00fcfauftr\u00e4ge zu sichten und habe schon den ein oder anderen gelben Strich in die Unterlagen gemalt. Besonders missfallen hat mir aber der Pr\u00fcfauftrag zu OpenOffice. [&#8230;]<br \/>\n<br \/>\nZum einen geht es nicht darum, ein kostenloses &#8222;Microsoft Office 2007 oder 2010&#8220; zu beschaffen. Das war nirgends gefordert und sollte nirgends gepr\u00fcft werden. Der erste Absatz der Anlage 11 geht also schon mal komplett am Thema vorbei und zeugt zudem noch von wenig \u00dcberlegung.<br \/>\n<br \/>\nIn Absatz 2 werden die umfangreichen Vorlagen und Formulare erw\u00e4hnt. Das ist richtig. Die k\u00f6nnen ja auch problemlos weiter verwendet werden. Und dann kommt der entscheidende Punkt, der eigentlich gepr\u00fcft werden muss &#8211; und offensichtlich nicht wurde: die Anbindung an die Fachverfahren. Das ist der interessante Punkt, den ich nicht beurteilen kann, der aber nur in einem Satz und dann noch nicht einmal verneinend erw\u00e4hnt wurde. Weiter geht es in dem Absatz mit Aussagen zur Speicherung von Dokumenten &#8222;in der Cloud&#8220;. Mir scheint, da hat jemand ein Wort aufgeschnappt und bringt es nun unter. Mit &#8222;Open Office&#8220; hat es jedenfalls nichts zu tun.<br \/>\n<br \/>\nDann kommt der l\u00e4ngste Absatz Nr. 3, der sehr ausf\u00fchrlich auf die Umstellungsbem\u00fchungen einiger St\u00e4dte auf Linux eingeht. An sich eine interessante Sache &#8211; nur von uns gar nicht zur Pr\u00fcfung gestellt. Insofern geht auch diese l\u00e4ngliche Abhandlung komplett am Thema vorbei und tr\u00e4gt zur Sache nichts bei.<br \/>\n<br \/>\nDer einzig interessante Punkt wurde augenscheinlich nur erw\u00e4hnt und eben nicht gepr\u00fcft. Denn das ist genau das, was an diesem Pr\u00fcfauftrag tats\u00e4chlich Arbeit gemacht h\u00e4tte.<br \/>\n<br \/>\nWeiterhin sind die erw\u00e4hnten 2,6% nat\u00fcrlich v\u00f6llig aus der Luft gegriffen, da sie zum einen gar nicht zu unserem Pr\u00fcfauftrag passen und zum anderen die Referenzgr\u00f6\u00dfe vermissen lassen. Wir sparen bei einer Umstellung auf &#8222;Open Office&#8220; die kompletten (nicht unerheblichen) Lizenzkosten f\u00fcr Microsoft Office und nicht 2,6% von irgendwas.<br \/>\n<br \/>\nIm \u00fcbrigen hat man auch bei Microsoft Office selbstverst\u00e4ndlich den Einrichtungsaufwand, den man auch bei &#8222;Open Office&#8220; hat. Microsoft (also der erw\u00e4hnte Hersteller) bietet hierbei keinerlei Unterst\u00fctzung. Wohl aber gibt es zu &#8222;Open Office&#8220; massiv Hilfe &#8211; kostenlos.<\/cite><\/p>\n<p>Augenscheinlich wurde der Pr\u00fcfauftrag weniger mit dem Gedanken &#8222;Wie k\u00f6nnten wir das umsetzen?&#8220; als vor dem Hintergrund &#8222;Wie k\u00f6nnen wir das verhindern?&#8220; beantwortet.<\/p>\n<p>Ein halbes Jahr sp\u00e4ter diskutierten wir per Mail die im selben Haushalt erw\u00e4hnten Kosten f\u00fcr Microsoft-Office, zu denen ich <a href=\"https:\/\/www.badoeynhausen.sitzung-online.de\/public\/to020?TOLFDNR=7824&#038;SILFDNR=1669\" target=\"_blank\">in der Ratssitzung am 16.02.2011 nachgefragt<\/a> hatte.<\/p>\n<p><cite>Zum Thema &#8222;Office-Software&#8220; bestand grunds\u00e4tzlich ein Pr\u00fcfauftrag bzgl. der Umstellung auf Open-Source-Software &#8211; sprich: Open-Office &#8211; im Bereich der Verwaltung der Stadt Bad Oeynhausen.<br \/>\n<br \/>\nDieser Pr\u00fcfauftrag ist per 09.09.2010 beantwortet worden. Die Beantwortung war derart unbefriedigend, dass eine erneute Beauftragung der Pr\u00fcfung angesto\u00dfen wurde. Unter anderem wurden Office-Programme mit Betriebssystemen verwechselt\/vermischt und Web-Applikationen bzw. Cloud-L\u00f6sungen angesprochen, die niemals Thema einer Anfrage waren. Das einzige, in einem Satz erw\u00e4hnte, greifbare Argument gegen eine Umstellung auf Open-Source-Software war letztendlich:<br \/>\n&#8211; umfangreiche Anpassungsarbeiten an den benutzten Vorlagen und Anpassung an die Fachverfahren<br \/>\n&#8211; diese Anpassungen m\u00fcssten von externen Dienstleistern vorgenommen werden und k\u00f6nnten nicht, wie im Falle der Verwenung von Microsoft-Office, durch die Verwaltung selbst erfolgen.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nNun habe ich in der Ratssitzung am 16.02.2011 gefragt, wieviele und welche Lizenzen f\u00fcr den nicht unerheblichen Betrag von ca. 250 TEUR gekauft werden sollen. Per 25.03.2011 bekam ich darauf nun Antwort und bin nicht wenig erstaunt.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nVon den 245.000 Euro entfallen lediglich 135.000 Euro auf Lizenzen [&#8230;] Weitere 35.000 Euro entfallen auf die &#8211; und nun bin ich absolut sprachlos &#8211; externe Anpassung der benutzten Vorlagen und Anpassung an die Fachverfahren und Schnittstellen. Mithin das einzige Argument, welches gegen eine Verwendung von Open-Source angef\u00fchrt wurde! [&#8230;] Weitere 42.000 Euro sollen f\u00fcr &#8211; auch dies ein m\u00fcndlich geliefertes Argument gegen Open-Source! &#8211; die Schulung der Mitarbeiter verwendet werden. Bei einer Umstellung von Office 2000 auf Open-Office w\u00fcrde dies im \u00fcbrigen so gut wie entfallen, da sich die Benutzerschnittstellen sehr \u00e4hnlich sind!<\/cite><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde, welche laut Verwaltung haupts\u00e4chlich gegen den Einsatz von Open-Source-Software sprachen, n\u00e4mlich Kosten f\u00fcr Anpassung der Vorlagen und Schnittstellen und Schulung der Mitarbeiter\/innen verursachten rund ein Drittel der Kosten bei einem <strong>Versionswechsel<\/strong> der Microsoft-Software.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts des Gebaren von Microsoft auf Anweisung von Trump E-Mailkonten von Mitarbeitern des Internationalen Gerichtshofes zu sperren, sollten wirklich alle \u00f6ffentlichen (eigentlich alle) Unternehmen und Privatmenschen \u00fcberlegen, ob es noch sicher ist, auf eine Software aus dem Haus zu setzen. &hellip;<\/p>\n<p class=\"read-more\"> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2025\/05\/pruefauftrag-einsatz-von-opensource-software-in-kommunen\/\"> <span class=\"screen-reader-text\">Pr\u00fcfauftrag: Einsatz von OpenSource-Software in Kommunen<\/span> Weiterlesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"activitypub_content_warning":"","activitypub_content_visibility":"","activitypub_max_image_attachments":2,"activitypub_interaction_policy_quote":"anyone","activitypub_status":"federated","footnotes":""},"categories":[14,45],"tags":[51,208,608,654,129,77,72],"class_list":["post-173543","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bad-oeynhausen","category-politik","tag-geld","tag-haushalt","tag-kommunalpolitik","tag-open-source","tag-software","tag-stadtrat","tag-verwaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/social.tchncs.de\/@filmfacts\/114556368889022852","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173543","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=173543"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173543\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=173543"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=173543"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=173543"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}