{"id":12440,"date":"2012-07-17T20:29:48","date_gmt":"2012-07-17T18:29:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/?p=12440"},"modified":"2013-03-30T14:52:17","modified_gmt":"2013-03-30T13:52:17","slug":"elektronische-ratsunterlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2012\/07\/elektronische-ratsunterlagen\/","title":{"rendered":"Elektronische Ratsunterlagen"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"http:\/\/www.westfalen-blatt.de\/nachricht\/2012-07-17-ratssitzung-20\/613\/\">Westfalenblatt berichtet heute<\/a> \u00fcber St\u00e4dte, die Ratsunterlagen f\u00fcr Ausschuss- und Ratssitzungen zuk\u00fcnftig auf elektronischem Wege zur Verf\u00fcgung stellen wollen. Das ist in Bad Oeynhausen &#8211; nicht zuletzt auch durch mich &#8211; ebenfalls mit auf den Weg gebracht worden. Bisher funktioniert es jedoch sehr unzufriedenstellend bzw. gar nicht. Ich habe mich seit Beginn meiner Ratst\u00e4tigkeit gewundert, dass es nicht m\u00f6glich ist, alle Unterlagen zu einer Sitzung gesammelt in einem PDF zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Die Papiere liegen digital vor, denn sie werden f\u00fcr die Ratsmitglieder ja dupliziert. Trotzdem sind im <a href=\"http:\/\/www.sitzungsdienst-bad-oeynhausen.de\/bi\/allris.net.asp\">Allris, dem Rats- und B\u00fcrgerinformationssystem<\/a> diese Unterlagen nur Online einsehbar. Das lokale Abspeichern gelingt nur \u00e4u\u00dferst umst\u00e4ndlich und ist dann nicht einmal f\u00fcr jedes Anzeigeger\u00e4t geeignet. Der Defacto-Standard &#8222;PDF&#8220; wird erst seit einigen <s>Wochen<\/s> <s>Monaten<\/s> Jahren eingef\u00fchrt. Welche gewaltigen Probleme da noch zu l\u00f6sen sind, kann ich nicht nachvollziehen. F\u00fcr eine Ratssitzung habe ich jedenfalls einmal so ein PDF bekommen und es war ganz ausgezeichnet zu nutzen. Warum es nicht weiter geht? Keine Ahnung.<!--more--><\/p>\n<p>Nun f\u00fchrt das <a href=\"http:\/\/www.westfalen-blatt.de\/nachricht\/2012-07-17-ratssitzung-20\/613\/\">Westfalenblatt in dem langen Artikel<\/a> in einer Spalte mannigfaltige Pro &#038; Contra Punkte auf. Und mit Verlaub, da ist ganz viel Humbug dabei. Jedenfalls in der Art, dass die jeweilige \u00dcberlegung nicht f\u00fcr oder gegen die Einf\u00fchrung elektronischer Ratsunterlagen sprechen kann. Ob ein Display spiegelt oder nicht, kann ich als Nutzer selbst entscheiden &#8211; beim Kauf. Ob ich ein Tablet oder Notebook haben will, entscheide ich selbst. Nach meinen Gewohnheiten, Vorlieben und Arbeitsweise. <\/p>\n<p>Dass es neben dem iPad mit der spiegelnden Oberfl\u00e4che und der eingeschr\u00e4nkten Nutzungsm\u00f6glichkeit noch andere Tablets gibt, ist dem Westfalenblatt offensichtlich auch nicht bekannt. Wozu man im Ratssaal einen USB-Anschluss oder Drucker ben\u00f6tigt, werden die Redakteure wohl mit ins Grab nehmen. Und ob ich nebenbei Facebook oder Twitter aufrufen kann &#8230; nun, ich habe schon Ausschussmitglieder mit geschlossenen Augen gesehen. Es ist jedem selbst \u00fcberlassen, wie er seine Zeit im Rat oder Ausschuss nutzt. Und wenn ich mich bei Facebook oder Twitter live echauffieren m\u00f6chte, dann ist das sicher sinnvoller, als der Sitzung gar nicht zu folgen.<\/p>\n<p>Mithin ist das ganze &#8222;Pro &#038; Contra&#8220; Ged\u00f6ns an der Stelle \u00fcberfl\u00fcssig wie ein Kropf. Wer elektronische Unterlagen nutzen m\u00f6chte, der sollte dies tun k\u00f6nnen. Der wei\u00df dann auch, wie er das tun kann und was es ihm pers\u00f6nlich f\u00fcr einen Vorteil bringt. Derjenige welcher diese Liste erstellt hat, ist sicher noch mit einem Block und Bleistift unterwegs.<\/p>\n<p>Die im Artikel aufgef\u00fchrten \u00dcberlegungen der St\u00e4dte sind richtig, aber sie sind gleichzeitig auch viel zu verkopft! Einsparungen hin oder her, das PDF zum Download kostet &#8211; au\u00dfer Schulung zum Dr\u00fccken des richtigen Kn\u00f6pfchens &#8211; nichts. Die Software, mindestens die in Oeynhausen eingesetzte, wird seit Jahren mit dieser Funktion als Alleinstellungsmerkmal vertrieben &#8211; sie wird nur nicht genutzt. In anderen St\u00e4dten wird das \u00e4hnlich sein. Die Stadt kann dadurch nur sparen. Unter einer Voraussetzung: es wird gleichzeitig auf Papier verzichtet.<\/p>\n<p>Und da muss ich ganz ehrlich sagen, dass mir das bei Aussch\u00fcssen, in denen ich pers\u00f6nlich sitze, schwer f\u00e4llt. Die Vorteile des Papiers \u00fcberwiegen dort. F\u00fcr alle anderen Aussch\u00fcsse reichen mir aber elektronische Unterlagen bei weitem aus. Allen anderen Ratsmitgliedern sicher auch, denn mir wurde gesagt, dass einige Herren ihre Unterlagen sogar zur Vernichtung im Rathaus wieder abgegeben. Nichts mit archivieren oder so. Da werden also f\u00fcr den Druck, f\u00fcr die Verteilung und auch noch die Entsorgung Kosten verursacht, die bei einem PDF komplett wegfallen. <\/p>\n<p>Wo mir aber komplett die Haare zu Berge stehen und ich Kr\u00e4tze bekomme ist, wenn ich dann lese, dass in einigen St\u00e4dten \u00fcberlegt wird, den Ratsherren Ipads oder Notebooks zu stellen! GEHT ES NOCH? Da kann man dann wirklich nichts mehr sparen, weil die Anschaffungs- und Wartungskosten die Einsparungen mit Ansage auffressen w\u00fcrden. Ich bekomme als Ratsherr jeden Monat ca. 260 Euro Aufwandsentsch\u00e4digung. Unter anderem f\u00fcr B\u00fcromaterialien. Ich bin mir sicher, dass nicht nur ich in der Lage bin, von diesem Geld ein Tablet, Netbook oder Laptop f\u00fcr eine Ratsperiode anzuschaffen, mit dem man PDFs anzeigen kann &#8211; wenn nicht sogar schon eines vorhanden ist!<\/p>\n<p>Achso, der Herr Sternberg der dort zitiert wird, erw\u00e4hnt, dass eine spezielle Software n\u00f6tig ist. Nunja, zum Erzeugen sicher, aber PDF bietet die M\u00f6glichkeit Notizen und Markierungen in das Dokument einzuf\u00fcgen! Da braucht man keine spezielle Software bei den Ratsherren. Und ein Verhindern der Weitergabe? Werdet erwachsen! Was ich habe, dass kann ich auch weitergeben &#8211; egal wer versucht das zu verhindern. Wenn ich es nicht darf, dann lasse ich es eben, aber ein technische H\u00fcrde einzubauen ist l\u00e4cherlich. Ich kann jetzt schon die nicht\u00f6ffentlichen Unterlagen an die Zeitung schicken &#8230;<\/p>\n<p>Insofern ein Artikel der in die richtige Richtung geht, aber wie bei so vielen Dingen wird das Thema einfach zu kompliziert gedacht und von einigen Leuten zu wichtig geredet. Einfach mal machen! Es ist doch nichts Neues, das gibt es schon Jahre lang. Nur weil alle geschlafen haben, muss man das doch jetzt nicht verkomplizieren. Die &#8222;rentierlich oder nicht&#8220; Frage stellt sich dabei auch gar nicht. Es ist m\u00f6glich, es kostet nichts zus\u00e4tzlich und man spart in jedem Fall &#8211; wenn man nicht die Technik zur Verf\u00fcgung stellt. Also, auch in Bad Oeynhausen, worauf wird noch gewartet?<\/p>\n<p>Achja, und WLAN mit Internet h\u00e4tte ich im Ratssaal tats\u00e4chlich ganz gerne! Das kostet auch nicht viel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Westfalenblatt berichtet heute \u00fcber St\u00e4dte, die Ratsunterlagen f\u00fcr Ausschuss- und Ratssitzungen zuk\u00fcnftig auf elektronischem Wege zur Verf\u00fcgung stellen wollen. Das ist in Bad Oeynhausen &#8211; nicht zuletzt auch durch mich &#8211; ebenfalls mit auf den Weg gebracht worden. 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