{"id":19607,"date":"2013-09-08T21:30:21","date_gmt":"2013-09-08T19:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/?page_id=19607"},"modified":"2026-06-21T14:26:33","modified_gmt":"2026-06-21T12:26:33","slug":"kroatien-2013","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/urlaub\/kroatien-2013\/","title":{"rendered":"Kroatien 2013 &#8211; Solaris"},"content":{"rendered":"<p>Weil es uns im letzten Jahr so gut gefallen hat, war eigentlich schon bei der Abreise klar, dass wir den n\u00e4chsten Urlaub wieder auf Solaris in Istrien verbringen werden. Im Januar haben wir daher schon unseren Stellplatz gebucht und uns ganz fr\u00fch am 15. August auf die Reise gemacht.<\/p>\n<h4>15. und 16.08.2013 &#8211; Donnerstag und Freitag<\/h4>\n<p>Ich hatte ausnahms- und un\u00fcblicherweise mal einen Tag vor der Abreise in den Urlaub schon frei. Unseren Wohnwagen hatte ich schon vor zwei Wochen aus dem Schuppen bei Mama geholt und bei uns zum Packen auf den Hof gestellt. Gemacht haben wir das nat\u00fcrlich &#8211; und das ist dann schon eher \u00fcblich &#8211; erst in den beiden Tagen vor der Abreise. Ich hatte vorher nur die Elektrik sowie die Sanit\u00e4rinstallation getestet und ein paar Kleinigkeiten repariert. Die Klamotten haben wir aber erst am 14. \u00fcber den Tag verteilt in den Hymer geworfen. Und das war dieses Jahr ziemlich \u00fcbersichtlich. Wir haben uns im Vorfeld mehrfach gegenseitig versichert, nur das Allern\u00f6tigste mit zu nehmen und waren dann \u00fcberrascht, dass es fast nichts war, was wir im Wagen hatten. Selbst im Kofferraum des Yeti lagen im Wesentlichen nur die 3 gro\u00dfen Campingst\u00fchle und das Zeltgest\u00e4nge. Ohne die St\u00fchle w\u00e4re der Kofferraum nicht mal halbvoll gewesen. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_00_gespann_abfahrt.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Um 4 Uhr nachts sind wir aufgestanden. Ich muss gegen Mitternacht erst eingeschlafen sein. Vor einer so weiten Fahrt bin ich immer nerv\u00f6s. Eigentlich nur, wenn ein H\u00e4nger hinten dran h\u00e4ngt. Ohne mache ich das auf der linken Arschbacke ;-) aber so ein 7 Meter Trumm am Haken ist schon was anderes. Wir sind sogar 20 Minuten vor der geplanten Abreisezeit von 6 Uhr auf die Piste gegangen. Und ich hatte Herzklopfen und verkrampfte Finger am Lenkrad. 80 Km\/h bin ich gerade mal so gefahren und jedes Knartschen, jeder klitzekleine Schlinger am Heck hat mir Adrenalin ins Blut gepumpt. Jedes Mal muss ich mich daran gew\u00f6hnen! Bielefeld Zentrum, Sennestadt, dann Paderborn, geht schon besser. Der Yeti begeistert mich immer noch. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_02_rueckspiegel_ferrari.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Die Kasseler Berge sind bergrunter zwar nicht sch\u00f6n, aber bergrauf ging schon was. Und je weiter es nach S\u00fcden ging, desto ruhiger wurde ich. Der Stau auf der 99 um M\u00fcnchen konnte mich nicht \u00e4rgern und als wir dann erst in \u00d6sterreich waren, hatte ich den H\u00e4nger komplett vergessen. Das Gespann f\u00e4hrt wie ein Zug. Ruhig, stabil und gutm\u00fctig. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_01_gespann_raststelle.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Selbst als uns beim Autohof Erlangen (den wir nicht gefunden haben) ein d\u00e4mlicher BMW-1er-Fahrer rechts \u00fcberholte w\u00e4hrend ich mit gesetztem Blinker schon fast auf die Rechtsabbiegespur gewechselt war, konnte ich den abrupten Schlenker gut abfangen und den ziemlich wackelnden Eriba Nova wieder beruhigen. Gegen 18 Uhr sind wir auf die Autobahnrastst\u00e4tte Freistritz gerollt, haben die St\u00fctzen runter gekurbelt und die Campingst\u00fchle mit Blickrichtung Alpen auf den Rasen neben dem Parkplatz gestellt und den ersten Urlaubsabend mit ein bisschen mitgebrachtem Kartoffelsalat und frisch gekauftem Almdudler begangen. Ich bin noch vor 21 Uhr eingeschlafen, glaube ich. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_03_pause_freistritz.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Um 4 Uhr hat mich Alex aber schon wieder geweckt &#8230; hatten wir so abgemacht. Und um 5 rollte das Gespann die letzten paar Hundert Kilometer an. Entspannt durch Slowenien, die Grenzer hatten auch keine Lust uns lange aufzuhalten und darum waren wir schon um 20 vor 9 auf Solaris! Und es war richtig warm, was man heute morgen bei 10\u00b0C auf dem Rastplatz gar nicht vermutet h\u00e4tte. Wir haben einen recht guten Stellplatz bekommen, zwar in Sichtweite von einem Waschhaus &#8230; aber eben auch nahe an einem Waschhaus. Nicht so schlecht, ist man zum Einen nah an den sanit\u00e4ren Anlagen und zum anderen sind dort die Antennen f\u00fcr&#8217;s WLAN. Also flugs mit der allgegenw\u00e4rtigen Aufbauhilfe der anderen Camper den Wagen auf den Platz bugsiert und dann ans Ausrichten gegangen. Wasserwaage, hydraulischer Wagenheber, 4 von meinem Vater selbstgeschweisste Stempel mit Schraubgewinde zum Feinjustieren und schon steht der Wagen quer und l\u00e4ngs in Waage. Abwasser k\u00f6nnen wir diesmal sogar bequem in den Abfluss leiten und der Stromanschluss ist direkt hinten am Wagen. Nur Fernsehen ist nicht. Die Eichen auf dem Campingplatz werden offensichtlich nie geschnitten oder auch mal hier und da gef\u00e4llt. Dadurch haben wir zwar einen sch\u00f6n schattigen Platz aber eben auch keine freie Sicht f\u00fcr die Sch\u00fcssel. \u00dcbrigens nicht nur wir, haben nicht so viele Antennen aufgestellt. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_04_stellplatz.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Der Dauercamper unter uns hat seine Sch\u00fcssel auf dem Nebenplatz hinter unserem Wohnwagen platziert. Nachdem ich 3 Stunden mit der Sch\u00fcssel auf unserem Platz rum gekrochen bin, alle Kabel neu konfektioniert hatte, irgendwann auch mal merkte, dass ich garantiert kein Signal vom LNB in den Receiver bekomme, wenn ich letzteren an das Radioantennenkabel anschlie\u00dfe &#8230; durfte ich irgendwann den zweiten LNB-Anschlu\u00df vom Platznachbarn diagonal unter uns nutzen. Leider gibt&#8217;s da nur kroatische Sender :-\/ Dann eben nicht. Daf\u00fcr funktioniert das WLAN. Und ich hab&#8217;s erst &#8211; ich schw\u00f6re! &#8211; abends ausprobiert. Als allerletztes. Wenn das allerdings auch nicht geklappt h\u00e4tte, w\u00e4r&#8216; ich explodiert. Hatte eh schon schlechte Laune vom rumkrabbeln und auseinander- und wieder zusammenschrauben. <\/p>\n<p>Tim war eine halbe Stunde nachdem der Wagen auf dem Platz stand das erst Mal im Wasser, ist danach eine Runde mit dem Rad \u00fcber den Platz gefahren, dann mit Flossen und Schnorchel ins Meer und dann mit Schwimmbrett und Flossen. Schlussendlich haben Alex und ich dann auch unsere Sachen geschnappt und sind ins Meer. Ich habe die neue Unterwasser-Helm-Action-Kamera ausprobiert und mich \u00fcber die pippiwarme Adria gefreut, die leider aufgrund der kabbeligen Wellen auch ein bisschen dreckig war. Nach dem Schwimmen sind wir dann schick zum Grill Galeb gegangen. Da freute sich Tim schon seit Wochen drauf. Alex nahm das gleich wie Tim, den Grillteller! Ich habe mich dann angeschlossen und kurz darauf brachte uns der Kellner die Leckereien, die angesichts der \u00fcber dem Meer untergehenden Sonne noch mal so gut schmeckten. Der Urlaub beginnt so langsam. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_05_gaslampe.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Nach einem kleinen Spaziergang haben wir uns noch nach drau\u00dfen gesetzt und die wiedergefundene Gaslampe ausprobiert, die schon auf dem ebenfalls \u00fcber 30 Jahre alten Campingtisch stand, welcher uns immer noch gute Dienste leistet. Es ist viel heimeliger, wenn die so ein Licht leise fauchend Helligkeit spendet, als eine schn\u00f6de Baulampe an 220 Volt anzuschlie\u00dfen. Und die Musik, die man vom nahe gelegenen Pool h\u00f6rt, ist gar nicht sooo schlimm. Nur viel zu laut &#8230; und die Frau kann &#8222;Looking for freedom&#8220; auch nicht gut singen. Sei&#8217;s drum, um 23 Uhr war Ruhe. Ich habe dann im Bett noch &#8222;Kill Decision&#8220; angelesen, ein paar Seiten vor meinem Lesezeichen, damit ich wieder rein kam. Das Buch lag seit Monaten auf meinem Nachttisch. <\/p>\n<h4>17.08.2013 &#8211; Samstag<\/h4>\n<p>Ich bin wach geworden und f\u00fchlte mich v\u00f6llig dunig im Kopf. Keine Ahnung was das war, aber mit mir war nichts los. Bin nach dem Duschen mit dem Rad zum Supermarket und habe Marmelade, Milch und etwas Salami gekauft, w\u00e4hrend Alex &#8222;frische&#8220; Br\u00f6tchen von einem kleinen Stand am Grill Galeb geholt hat. Die erwiesen sich aber als ziemlich harte Angelegenheit, wenngleich sie aussahen, als k\u00e4men sie frisch aus Bayern. Aber die Mirabellen-Marmelade schmeckte allen genauso gut wie im letzten Jahr.<\/p>\n<p>Tim ist den Tag \u00fcber zum Wasser gelaufen hat gebadet und wieder zur\u00fcck. Auf dem Platz neben uns ist eine Familie mit einem kleinen Jungen &#8211; 2 Jahre j\u00fcnger &#8211; der irgendwann r\u00fcber kam und fragte, ob er mit Tim spielen k\u00f6nne. Das gleiche hatte ich unserem Nachwuchs auch schon vorgeschlagen, aber der war zu g&#8217;schamig zum Fragen. Ich habe jedenfalls &#8222;Ja klar, auf jeden Fall!&#8220; gesagt und den Jungen, ebenfalls ein Tim, zum Waschhaus geschickt, wo unser Tim mit Alex sp\u00fclte. 1 Minute sp\u00e4ter tobten die beiden schon vor&#8217;m Wohnwagen lang und holten ihre ferngesteuerten Autos, um den Platz unsicher zu machen. L\u00e4uft.<\/p>\n<p>Wir stehen hier auf einem &#8222;Komfort-Platz&#8220; und einer der Komforts ist der Schatten, den die Eichenb\u00e4umchen spenden. Die gleichen B\u00e4umchen, die den Sat-Empfang verhindern. Ich mag sie trotzdem. Nur eine Ecke ist morgens in der prallen Sonne: dooferweise genau die, wo wir fr\u00fchst\u00fccken wollen. Das brannte ganz sch\u00f6n auf dem Pelz. Ich habe dann das mitgebrachte Sonnensegel gez\u00fcckt und es \u00fcber unserem Fr\u00fchst\u00fccksplatz verzurrt. Klappt ganz gut &#8211; aber nur, weil ich bei Rossmann das gleiche Ding nochmal gekauft habe und nun doppelt so viele Stangen zur Verf\u00fcgung habe, wie eigentlich gedacht. Stangen und Spannschn\u00fcre kann man nie genug haben, genauso wenig wie es jemals an dicken Erdn\u00e4geln mangeln sollte.<\/p>\n<p>Danach habe ich mich unter den Sonnenschutz gesetzt und gelesen und gelesen und gelesen. Tim war mit Tim am Strand und wir mussten nach <s>einiger Zeit<\/s> ein paar Stunden auch mal gucken, was da so getrieben wird. War aber alles in Ordnung. Ich hatte keine Lust ins Wasser, der Kopf brummte zu sehr, Alex hat sich aber ab und an abgek\u00fchlt. Abends gab es dann einen gemischten gr\u00fcnen Salat mit leckerem Wei\u00dfbrot. Jeden Tag gehen wir nicht ins Galeb. Ist zwar nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig teuer, aber wir sind keine Rockefeller und der Stellplatz ist mitnichten g\u00fcnstiger als ein Apartment oder Hotelzimmer. Camping ist lange schon kein &#8222;g\u00fcnstiger&#8220; Urlaub mehr. Ehrlich gesagt finde ich f\u00fcr den in diesem Jahr aufgerufenen Preis das uns am n\u00e4chsten gelegene Waschhaus ein wenig mau.<\/p>\n<p>Wird zwar regelm\u00e4\u00dfig geputzt, aber defekte Schlie\u00dfungen an den T\u00fcren, fehlende Brausen an den Duschen und kaputte Klobrillen machen mich echt nicht an. Dazu kommt noch, dass es \u00fcberall Leute gibt, die sich auff\u00fchren wie Potts\u00e4ue. Wenn da doch Pissoirs h\u00e4ngen, warum muss sich ein Mann in den Siebzigern trotzdem vor eine Sitztoilette stellen und im Stehen da rein pinkeln? Ohne danach wenigstens etwas zu putzen? Widerlich. Und liegen gelassene Pflaster, Kippen oder Duschhauben bereiten mir auch keinen Spa\u00df. Machen die das zu Hause genauso? Wer putzt da dann hinterher?<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen sa\u00dfen wir rum und haben gelesen. Tim durfte auf einem der mitgebrachten Tablets (ja, ich wei\u00df, dass ich ein Angeber bin ;-) Clone-Wars gucken. Leider hat die Gaskartusche in der Lampe allen Inhalt abgegeben, so dass es recht fr\u00fch dunkel wurde. Ich hatte den dicken W\u00e4lzer aber eh schon durch und keine Lust mit dem n\u00e4chsten Buch anzufangen. Als die schrebbelige Musik zu Ende war, sind wir ins Bett gegangen.<\/p>\n<h4>18.08.2013 &#8211; Sonntag<\/h4>\n<p>Um kurz nach 3 bin ich wach geworden und zum Waschhaus gelaufen. F\u00fchlte mich immer noch ger\u00e4dert.  Danach konnte ich aber bis kurz nach 8 durchschlafen &#8230; auch wenn ich ziemlich abgedrehtes Zeug getr\u00e4umt habe, in dem aus mir nicht erkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden Christiane H\u00f6rbiger vorkam. Da wollte ich nicht noch mal wegd\u00f6sen und bin lieber aufgestanden um zu Duschen und Fr\u00fchst\u00fcck zu schie\u00dfen. Diesmal leckeres Wei\u00df- und Olivenbrot aus dem Supermarkt. Das schmeckt mit Meerblick unter Eichenb\u00e4umen nur mit Butter schon so gut wie Ambrosia! <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_06_radtour.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Ich hatte mir vorgenommen, heute eine kleine Runde mit dem Rad zu drehen und habe den kleinen Jungen <s>gefragt ob er mitkommen m\u00f6chte<\/s> dazu verdonnert, mit zu fahren. So richtig begeistert war er nicht und als wir am Ende vom Campingplatz ankamen, war er auch etwas skeptisch, wie es nun weiter gehen sollte. Aber flugs waren die R\u00e4der um den Zaun getragen und weiter ging&#8217;s nach Santa Marina. Mir war schon klar, dass Tim bis ganz nach Porec mit Meuterei geantwortet h\u00e4tte, aber wenigstens bis zur Halbinsel hinter Cervar Porat wollte ich. Hat ihm dann doch auch sehr gut gefallen und die kleinen Schotterh\u00fcgel ist er mit dem Raleigh-Kinderfahrrad sehr beherzt hoch und runter gefahren. H\u00e4tte ich ihm stellenweise gar nicht zugetraut. Allerdings hat er auch ganz alleine das mitgebrachte Wasser getrunken. Als ich gesehen habe, wie er nach 15 Minuten schon an der Flasche hing, bin ich gar nicht erst angefangen zu trinken, damit der Vorrat reicht ;-) <a name=\"timradtour\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_07_radtour.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> 22 Kilometer waren wir unterwegs, haben arg geschwitzt und waren total zugestaubt, als wir wieder am Platz ankamen. Sehr sch\u00f6n. Die Wege zwischen den Olivenhainen bin ich im letzten Jahr gar nicht gefahren. Allerdings sind wir an der Landstra\u00dfe von Porec nach Tar\/Vabriga auch wieder umgekehrt und haben den Weg \u00fcber Cervar Porat genommen. Ich bin das kurze St\u00fcckchen von dort bis Tar ja schon mal gefahren, aber selbst mir macht das mit den rabiaten kroatischen und slowenischen Autofahrern keinen Spa\u00df. Die geben echt alles. Tim guckte sehr sparsam und ich habe dann gleich abgebrochen. Lieber ein paar Kilometer zur\u00fcck und durch den Wald fahren. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_08_radtour.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Am Platz haben wir uns sofort die Klamotten vom Leib gerissen, die Badesachen geschnappt und sind zum Abk\u00fchlen ans Meer gegangen. Dort habe ich dann sauer festgestellt, dass die neu gekaufte Medion MD 86092 &#8222;water proof&#8220; Actioncam von innen beschlagen war, nachdem sie gestern noch ansehnliche Filme von unter der Meeresoberfl\u00e4che gemacht hat. Die ist ja toll wasserdicht, Drecksding. Am Wohnwagen habe ich den Deckel aufgeschraubt und das Ding in die Sonne gestellt, dann verschwindet das Beschlagene erwartungsgem\u00e4\u00df, ist aber sofort wieder da, sobald man das Ding in die Hand nimmt und die Linse nach oben h\u00e4lt. Klasse Kauf, danke Medion :-(<\/p>\n<p>Nach dem obligatorischen Rumgammeln sind wir abends wieder ins Galeb gegangen und haben lecker gegessen. Wir sind immer zwischen 18 und 19 Uhr dort, damit wir ganz bewusst die Beschallung nicht mitbekommen. Zum einen ist es uns dann dort zu voll, es ist zu laut und die Sonne ist dann auch schon untergegangen. Lieber zeitig essen und dann noch einmal am Meer entlang spazieren. Zur\u00fcck am Stellplatz haben wir uns noch nach drau\u00dfen gesetzt und gelesen. Ich habe mir &#8222;Die Pforte&#8220; von Patrick Lee geschnappt und war nach einer halben Stunde schon ganz vertieft. Bis knapp 1 Uhr nachts habe ich gelesen &#8230; da haben die beiden anderen schon lange geschlafen.<\/p>\n<h4>19.08.2013 &#8211; Montag<\/h4>\n<p>F\u00fcr heute hatten wir uns ein strammes Programm vorgenommen. Kurz nach 8 war ich daher im Supermarket um Br\u00f6tchen zu holen. Um halb 9 war das Fr\u00fchst\u00fcck schon verputzt und wir konnten los legen: ausruhen und gammeln. Alex und Tim sind ab und an zum Strand gegangen und ich habe im Liegestuhl gesessen und gelesen. Einen Tag wollen wir noch nach Pula fahren &#8230; haben das w\u00e4hrend der letzten zwei Besuche hier aber auch schon immer vorgehabt, so dass es so langsam zum Running Gag mutiert. Allerdings will ich Tim das Amphitheater schon ganz gerne zeigen. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_09_kueste.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Aber nicht heute. Nachmittags bin ich mit dem Jungen auch noch mal eine Stunde Schnorcheln gegangen und wir haben ein paar Filmchen von Fischen gemacht, die einfach nicht zu verscheuchen waren und uns sogar gefolgt sind. Danach war schon Abendessenzeit. Heute mal wieder zu Hause. Ich war vor dem Schnorcheln kurz in Novigrad, weil es hier auf dem Platz weder Batterien f\u00fcr mein GPS noch Cola-Zero oder -light zu kaufen gab und habe bei der Gelegenheit auch Nudeln, So\u00dfe und Cevapcicci mitgebracht. Letztere habe ich gebraten und das kam dann mit den Nudeln und der Tomatenso\u00dfe auf den Tisch. Fein, fein.<\/p>\n<p>Danach habe ich mich &#8222;Dystopia&#8220; &#8211; dem zweiten Teil von &#8222;Die Pforte&#8220; &#8211; gewidmet. Schon das dritte Buch am dritten Tag. Ich glaube, ich habe das irgendwie falsch geplant. Allerdings sind die Geschichten richtig gut geschrieben und sehr spannend. Wie kann ich da aufh\u00f6ren zu lesen?<\/p>\n<p>Es zog sich aber drau\u00dfen immer mehr zu, der Himmel wurde dunkel und der Wind frischte auf. Kurz vor Mitternacht haben wir dann drau\u00dfen alles abgebaut und unter das Vordach gestellt. Eigentlich war f\u00fcr morgen erst Regen gemeldet und nicht das Gewitter, welches sich auf dem Meer schon ziemlich fies anh\u00f6rte. Um halb eins ging&#8217;s dann los. Das Vorzelt hat gewackelt, der Wohnwagen vom Donner vibriert und der Regen trommelte auf&#8217;s Dach. H\u00e4tten wir das gro\u00dfen Vorzelt mitgehabt, w\u00e4re ich deutlich ruhiger gewesen. So lag alles praktisch drau\u00dfen, denn der Wind hat den Regen unter dem Vordach hergetrieben :-( So richtig gem\u00fctlich ist das nicht. Vor allen Dingen nicht, wenn man dann die trocken zu haltenden Sachen im Wagen deponieren muss. N\u00e4chstes Jahr wird wieder das feste Zelt eingepackt. Das ist zwar schwerer &#8230; aber eben auch dicht. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_10_gewitter.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Geschlafen habe ich schlecht und wenig. Ich bin dann ja unruhig, wenn es drau\u00dfen so abgeht. Und eigentlich war das noch nicht einmal ein richtiges Unwetter. Erst am n\u00e4chsten Morgen um halb 9 lie\u00df der Regen nach.<\/p>\n<h4>20.08.2013 &#8211; Dienstag<\/h4>\n<p>Br\u00f6tchen hatten wir noch vom Vortag, so dass niemand durch die K\u00e4lte zum Supermarkt musste und wir im warmen Wohnwagen gefr\u00fchst\u00fcckt haben. Ich bin vorher nackig zum Waschhaus gegangen &#8211; wozu ist das hier denn FKK? &#8211; und mich gefreut, dass es trotz Nieselregen nicht zu kalt war. Irgendwie hat das was sehr Angenehmes, sich nicht anziehen zu m\u00fcssen. Auch wenn bei dem Wetter der Gro\u00dfteil der Leute mit T-Shirts und Shorts rum lief. Aber eben nicht alle :-) <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_11_fruehstueck.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Als wir satt waren, ist Alex sp\u00fclen gegangen und ich habe angefangen ein bisschen Ordung zu schaffen. St\u00fchle wieder raus stellen, Klamotten sortieren. Alex und ich haben danach die Teppiche unter dem Vordach raus ger\u00e4umt, gefegt, das Wasser von der Bodenplane entfernt und alles wieder an Ort und Stelle gebracht. Jetzt sieht&#8217;s wieder ordentlich aus und wir k\u00f6nnen weiter Urlaub machen! <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_12_vorzelt_nach_regen.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Es war aber heute im wahrsten Sinne des Wortes &#8222;cool&#8220;. Wurde den ganzen Tag \u00fcber nicht warm und wir haben viel im Wohnwagen gesessen und gelesen oder im Internet gesurft. Zu etwas anderem konnte sich keiner von uns Dreien aufraffen. Wir waren mal kurz am Wasser um die Temperatur zu testen, aber mir war das zu fr\u00f6stelig und alleine wollte der Nachwuchs nicht. Am Nachmittag hat Tim dann aber so gedr\u00e4ngelt, dass ich mich doch bereitschlagen lie\u00df, mit ihm einen Sprung in die Adria zu wagen. Am Strand lagen unglaublicherweise ein paar Unentwegte unter dem wolkenverhangenen Himmel und versuchten sich zu sonnen. Timmie und ich versuchten derweil ohne allzusehr das Gesicht zu verziehen, ins Wasser zu gelangen. Wenn man erst mal drin war, ging es. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_13_eichhoernchen.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Lange habe ich aber nicht geschnorchelt. War einfach zu kalt an der Stirn und meine Haut erinnerte an eine frisch gerupfte Gans. Kinder sind da unempfindlicher scheint mir, denn als ich raus gegangen bin, wollte der kleine Junge noch drin bleiben. Hat es sich aber anders \u00fcberlegt, als mich das nicht zum Weiterbaden animierte und kam hinter her geschlappt. Danach ausgiebig eine hei\u00dfe Dusche nehmen und weiter gammeln. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_14_maro_kino_rapunzel.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Zum Abendessen hat Alex Reis mit So\u00dfe gezaubert und Tim hat sich ein wenig beschwert, dass wir dann zwei Tage hintereinander nicht Essen gegangen sind. Aber wir sind wie gesagt nicht Kr\u00f6sus oder Rockefeller &#8211; da muss wohl h\u00e4ufiger mal der eigene Kochtopf herhalten. Nach dem Abendessen stand dann noch ein Highlight auf dem Programm: Rapunzel im Campingkino am Pool. Um 21 Uhr sollte es los gehen, um viertel vor Neun war allerdings noch nichts von Kino zu sehen. 10 Minuten vor avisiertem Vorstellungsbeginn kamen dann aber zwei Mitarbeiter des Maro-Animationsteams und in Windeseile wurden Leinwand, Beamer und Boxen aufgebaut, St\u00fchle verteilt und Ruck-Zuck war auch alles mit Kindern besetzt. Punkt 21 Uhr begann der Film. Tim hat&#8217;s nicht gest\u00f6rt, dass der auf Englisch mit kroatischen Untertiteln gezeigt wurde &#8211; auch wenn ihm und einigen anderen Kindern dann wohl der ein oder andere Wortwitz entgangen ist. Der Film war klasse!<\/p>\n<h4>21.08.2013 &#8211; Mittwoch<\/h4>\n<p>So richtig Langschl\u00e4fer bin ich nicht, h\u00f6chsten Langliegenbleiber. Meist gucke ich um halb 8 schon aus dem Fenster, wie das Wetter ist. Und ganz oft stehe ich dann auch auf zum Duschen und Z\u00e4hneputzen. Besonders bequem ist dabei, dass man weder Handtuch noch sonstwas mit zum Waschhaus nehmen muss. Aufstehen, raus gehen, fertig. Hat schon Vorteile, wenn man auf die Kleidung verzichtet. Ein wenig st\u00f6rend ist dann, wenn das nicht mehr alle machen. Das hier ist ein FKK-Platz, da muss man nicht angezogen rum laufen. Besonders die Slowenen und Italiener scheinen das aber anders zu sehen. Sogar am Strand liegen da die Damen manchmal im Bikini rum. Ich will mir die gar nicht angucken, aber es ist unangenehm, wenn ich selbst nackt rum renne und dann Leute in Kleidung daneben her gehen. Andersherum wird also ein Schuh draus: was wollen die hier? Spannen?<\/p>\n<p>Ich hatte vor, nach dem Fr\u00fchst\u00fcck eine Runde mit dem Rad zu drehen, konnte mich aber nicht richtig finden. Ein Ziel hatte ich nicht vor Augen und planlos rumfahren war mir nicht nach der M\u00fctze. Habe also Google-Maps angeworfen und ein bisschen rumgeklickt. Und dann die Fahrt wieder verworfen &#8230; um gegen 12 Uhr doch noch in den Sattel zu steigen. W\u00e4re ja doch schlecht gelaunt, wenn ich nicht fahre, sagte Alex. Also alles gepackt und los. Auf der Ausfallstra\u00dfe nach Tar fiel mir dann auf, dass ich die Trinkflasche gef\u00fcllt auf dem K\u00fchlschrank stehen lasse habe. Super. Und mir brannte schon der Helm. Aber wir sind hier ja nicht in der W\u00fcste und ein Portemonnaie hatte ich dabei. Bin also hoch nach Tar, durch die &#8222;Innenstadt&#8220; gekurvt und dann raus auf&#8217;s Land. Die Stra\u00dfe nach Labinci hat keinen Schatten und f\u00fchrt ganz best\u00e4ndig geradeaus und leicht berghoch. Konnte aber mit dem leichten R\u00fcckenwind ganz z\u00fcgig fahren. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_15_visnjan.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Von da geht&#8217;s immer weiter geradeaus bis man irgendwann die A9 \u00fcberquert und kurz darauf in Visnjan ankommt. Dort gibt es oben auf dem H\u00fcgel eine schicke kleine Kirche und einen Aussichtspunkt, von dem man die Adriak\u00fcste sehen kann. Nach einem kurzen Aufenthalt w\u00e4hrenddem ich mir auch in einem zuf\u00e4llig entdeckten klitzekleinen Market eine 0,75l Flasche Iso-Drink gekauft hatte &#8211; der scheu\u00dflich schmeckte &#8211; bin ich die 5042 Richtung Porec runter gefahren. Jedoch nur bis Nova Vas, weil ich dort ein Schild zur Baredin Jama gesehen habe. Eine Grotte mitten auf dem Acker. Also rechts ab und mal geschaut, wie es dort aussieht. Neben einem kleinen Traktormuseum gibt es dort eben auch den Eingang in die H\u00f6hle. Werden wir wohl n\u00e4chste Woche mal besuchen, denke ich. \u00dcber Gedici und Perci gelangte ich wieder nach Tar und bin \u00fcber Vabriga an der Santa Marina vorbei zum Campingplatz geradelt. Sch\u00f6ne kleine Runde. Trotzdem war ich ein bisschen verschwitzt, weil es um die Mittagszeit doch ein bisschen warm ist. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_16_visnjan.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Also schnell ins Meer gest\u00fcrzt. Alex lag eh schon am Strand, Tim spielte mit seinem Ferienfreund Tim im Wasser und ich habe schnell das Rad am Platz abgestellt, habe mir Flossen, Schnorchel und Unterwasserkamera geschnappt, um den Strand lang zu schnorcheln. Dabei sehr schnell wieder festgestellt, dass die Medion-ActionCam am Fahrrad was taugt, zum Tauchen aber eben gerade gar nicht taugt. Mistding. Lie\u00df sich unter Wasser nicht mehr einschalten und taugte nur als Armanh\u00e4nger. Tolle Wurst, bin mir noch unschl\u00fcssig, ob ich das Ding zur\u00fcck gebe. Tauchen w\u00fcrde ich damit ja nur einmal im Jahr, Fahrrad fahren \u00f6fter &#8230; <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2013\/2013_solaris\/kroatien_17_visnjan.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p> Abends sind wir dann &#8222;endlich&#8220; wieder zum Essen ins Galeb gegangen. Diesmal Pizza, die sehr lecker und sehr gro\u00df war. Alex&#8216; panierter Seehecht war daf\u00fcr leicht trocken und kein Vergleich mit der Brasse vom ersten Abend. Der Service im Galeb ist \u00fcbrigens genau 180\u00b0 anders, als das Auftreten des Personals auf dem Platz. Die Putzfrauen in den Waschh\u00e4usern gucken, als w\u00e4re es eine pers\u00f6nliche Beleidigung, dass ich dort auf Toillette gehe oder mich dusche und die Damen in den Super-Markets fressen einen wahrscheinlich auf, wenn man ihnen nachts irgendwo begegnet. Daf\u00fcr ist der Geldautomat an der Rezeption freundlich und auch die Damen dort l\u00e4cheln im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<h4>22.08.2013 &#8211; Donnerstag<\/h4>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck &#8211; mit Br\u00f6tchen von der unglaublich schlecht gelaunten B\u00e4ckerin oben am Galeb &#8211; haben wir den Running-Gag wahr gemacht und sind mit dem Yeti Richtung Pula gefahren. Timmie muss doch mal das Amphitheater sehen! Ich war zuletzt vor 30 Jahren mit meinen Eltern dort und wei\u00df das auch nur, weil ich auf den entsprechenden Dias mit drauf bin. Also auch f\u00fcr mich Neuland.<\/p>\n<p>Das Navi konnte ich nach ein bisschen Fluchen dazu \u00fcberreden, eine Route unter Vermeidung der Mautstra\u00dfen vorzuschlagen. Allerdings hatte Alex auch eine Istrien-Stra\u00dfenkarte auf dem Scho\u00df. Das ist zwar \u00fcblicherweise keine Hilfe ;-) aber <s>schaden wird&#8217;s nicht<\/s> zur Sicherheit soll sie das Papier mal festhalten. \u00dcber teilweise ziemlich nachrangige Stra\u00dfen sind wir schlie\u00dflich am Limfjord angelangt und haben einen kurzen Stop eingelegt. Tim hatte Durst und wir wollten ein bisschen gucken. Es geht ganz sch\u00f6n hoch und runter an Kroatiens K\u00fcste und oben am Fjord konnte man von zwei kleinen Aussichtsplattformen richtig sch\u00f6n schauen.<\/p>\n<p>Aber eigentliches Ziel war Pula. Auf der Fahrt waren wir \u00fcbrigens richtig gut zufrieden mit unserer Klimaanlage. Ohne w\u00e4re Mist gewesen. Um viertel nach Zw\u00f6lf waren wir am S\u00fcdzipfel Istriens und suchten einen Parkplatz. Das Amphitheater kann man nicht verfehlen, ist es doch ein ziemlich imposantes und gro\u00dfes Bauwerk. Wir hatten sogar Gl\u00fcck und fanden einen Parkplatz direkt vor der Arena. 3 Stunden Parkticket gel\u00f6st und rein ins Get\u00fcmmel. 100 Kuna kostete uns drei der Eintritt und daf\u00fcr haben wir auch ein bisschen was zu sehen bekommen. Ist schon beeindruckend, was die R\u00f6mer vor 2.000 Jahren schon bauen konnten. 23.000 Menschen haben damals darin Platz gefunden, unglaublich. Ausgiebig sind wir im Innenraum umher gelaufen und haben uns auch die Ausstellung in den Kellerr\u00e4umen angeschaut. Tim war sehr zufrieden und hat jede Erkl\u00e4rungstafel ausgiebig gelesen. Braver Junge!<\/p>\n<p>Danach spazierten wir noch etwas in Pula umher. Der Hafen direkt in der N\u00e4he des Amphitheaters ist jedoch nicht besonders h\u00fcbsch. Daf\u00fcr haben wir dort einen B\u00e4ckerladen entdeckt, in dem wir uns mit Getr\u00e4nken versorgten und wo es super-leckere Pizza-Calzone zum Mitnehmen gab. Die haben wir dann gen\u00fcsslich in einem kleinen Park unter Platanen verspeist. In einer gem\u00fctlichen Seitenstra\u00dfe gab&#8217;s noch ein leckeres Eis und dann sind wir hoch zur Festungsanlage gekraxelt, von der man einen schicken Rundumblick \u00fcber die Stadt hat. Das hat Tim weniger begeistert, als die ausgestellten Kanonen und Maschinengewehre. Er hat sich gleich vorgenommen, die Burg in Stronghold nach zu bauen.<\/p>\n<p>Ganz p\u00fcnktlich zum Ablauf unseres Parktickets waren wir wieder am Yeti. Dem Belgier, welcher neben uns parkte, war das System mit Parkscheinen wohl nicht bekannt. Gut, bekam er es eben von der Verwaltung Pulas erkl\u00e4rt, sobald er seinen Strafzettel bezahlte und ihm die Parkkralle entfernt wurde. Insgeheim war ich heilfroh, dieses gelbe Ding nicht an meinem Auto zu haben! Der R\u00fcckweg war hei\u00df und angenehm, da die K\u00fcstenstra\u00dfe recht unbefahren war. Am Limfjord haben wir noch mal gerastet und uns das Ende des Tales angesehen. Mittelspektakul\u00e4r w\u00fcrde ich sagen, von oben sieht&#8217;s beeindruckender aus.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck auf dem Campingplatz sind wir sofort an den Strand gegangen und haben uns in die Fluten gest\u00fcrzt, um uns abzuk\u00fchlen. Ich habe mit Tim tauchen ge\u00fcbt. In ca. 4 bis 5 Meter tiefem Wasser Muscheln und Steine vom Grund hoch holen. War zumindest der Plan. Aber ganz soweit runter kommt der Junge noch nicht. Die Luft reicht nicht, sagt er. Ich habe ihm ein paar Mal einen dicken Stein vom Grund hoch geholt, damit er damit leichter runter kommt, hat aber nicht richtig geholfen, er kam nicht ganz runter. Leider habe ich wohl irgendwie \u00fcbertrieben. Ich bekam beim Rausgehen schon Schmerzen in der Stirnh\u00f6hle rechts hinter dem Auge. Wurde aber in den n\u00e4chsten Stunden immer mehr. Paracetamol hat nicht geholfen, K\u00fchlakku hat nicht geholfen, hei\u00dfe Dusche hat nicht geholfen. Irgendwann dachte ich es w\u00e4re vielleicht Migr\u00e4ne und habe 50mg Sumatriptan genommen. Da waren die Schmerzen so stark, dass ich mich auf dem Doppelbett im Wohnwagen zusammen gekr\u00fcmmt habe und total verkrampft war. Und es wurde pl\u00f6tzlich schlimmer und schlimmer &#8230; bis ich pl\u00f6tzlich im Kopf ein Zischen h\u00f6rte und physisch merkte, wie der Druck in der Stirnh\u00f6hle nachlie\u00df. Schlagartig lie\u00df auch der Schmerz nach und war ein paar Minuten sp\u00e4ter nur noch als leichtes, dumpfes Puckern zu sp\u00fcren. Meine Fresse, was das blo\u00df war? Ich sch\u00e4tze, <a href=\"http:\/\/www.tauchen-wissen.com\/probleme-druckausgleich.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">da hat sich wirklich zu viel Druck aufgebaut<\/a>.<\/p>\n<p>Jedenfalls bin ich um 21 Uhr doch noch mal raus gegangen und habe etwas auf dem <a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/2012\/08\/nexus-7\/\" title=\"Nexus 7\">Nexus 7<\/a> gelesen. War aber total groggy, Paracetamol, das Kribbeln der Sumatriptan und eine Dose Bier hatte ich zum Abendbrot auch getrunken. Illustre Mischung die da im Blut zirkulierte. Geschlafen habe ich jedenfalls gut und Alex und Tim waren auch beruhigt, dass es mir besser ging. Wusste echt nicht mehr, was ich noch machen sollte!<\/p>\n<h4>23.08.2013 &#8211; Freitag<\/h4>\n<p>Wir haben alles gemacht, was wir uns in diesem Urlaub vorgenommen haben. Eigentlich k\u00f6nnen wir nun das machen, was wir in jedem Urlaub machen: nix. Ein ziemlich einfacher Plan, der sich auch in der Praxis recht simpel umsetzen l\u00e4sst. Die Platznachbarn \u00fcber uns &#8211; deren Tim mit unsere Tim spielte &#8211; hatten am Vortag schon das Vorzelt abgebaut und verstauten nun nach und nach alles in den Wohnwagen.<\/p>\n<p>Wir sind nach dem Fr\u00fchst\u00fcck zum Wasser gegangen und haben ein kleines Bad genommen, an den Strand legen tue ich mich nicht. Ist mir zu langweilig. Habe dann gelesen und an diesem Text geschrieben. Und wieder zum Wasser und zur\u00fcck und so weiter. So muss das sein. Von unserem Platz aus k\u00f6nnen wir zwischen den B\u00e4umen hindurch auf&#8217;s Meer gucken &#8211; da sind die paar Schritte bis zum Schnorcheln kein Aufwand. Mir jedenfalls nicht.<\/p>\n<p>Am Nachmittag wiederholte Tim erneut einen Wunsch, den er schon seit wir hier sind ge\u00e4u\u00dfert hat: Minigolf spielen. Die Anlage hier ist aber alles andere als OK. Das ist weniger eine Frage von K\u00f6nnen oder nicht, sondern eher von Gl\u00fcck, Windrichtung und Dreck auf den Bahnen. Dem kleinen Jungen war&#8217;s egal. Wir haben also die paar Kuna bezahlt und sind mit drei Sch\u00e4gern und B\u00e4llen umher gelaufen. Das sprang und hoppelte, dass es keine Freude war. Mir machte es jedenfalls keinen richtigen Spa\u00df, aber Tim freute sich. Nicht die ganze Zeit, denn es scheint in der Familie zu liegen, dass Punktr\u00fcckstand nicht zu guter Laune f\u00fchrt. Und gar Bahnen mit 8 Schl\u00e4gen abzuschlie\u00dfen schon gar nicht. So hatten wir zwischendurch eine kleine Krise, die aber gut gemeistert wurde. Mindestens mit der letzten Bahn, die der Nachwuchs mit nur einem einzigen Schlag schaffte.<\/p>\n<p>Kurz darauf kam noch einmal der Abreise-Tim zu uns an den Stellplatz und wollte sich von unserem Tim verabschieden. Die Familie hatte ihren Wohnwagen am Vormittag zu einem Caravan-Depot gebracht und den Rest des Tages noch am Pool verbracht. Die Gl\u00fccklichen haben auch nur 600 Kilometer Fahrt vor sich. Wir sind die doppelte Strecke unterwegs. Jedenfalls sehr nett, noch mal Tsch\u00fcss zu sagen!<\/p>\n<p>Zum Abendessen hatten wir Nudeln mit Ajvar und Pesto nebst Tomatensalat. Schmeckte fast genauso gut, wie im Restaurant. Tim war schon ganz hei\u00df auf das, was danach folgte. Der Maro-Club zeigte n\u00e4mlich wieder einen Film auf der <s>gro\u00dfen<\/s> portablen, kleinen Leinwand. &#8222;Cars 2&#8220; wurde gegeben. Wie schon Rapunzel lief der Film auf Englisch mit kroatischen Untertiteln &#8211; was grunds\u00e4tzlich sehr gut funktionierte. W\u00e4re da nicht die 30 Meter entfernt unter Aufbietung aller Lungenf\u00e4higkeiten aufspielenden Band am Pool. Das f\u00fchrte dazu, dass man von vorne mit dem lauten Film beschallt wurde, w\u00e4hrend von hinten wahlweise &#8222;Ein Stern&#8220; oder &#8222;Looking for freedom&#8220; in einer gar nicht mal so guten Interpretation vorgetragen wurde. Zus\u00e4tzlich noch das Gebrabbel der Leute rings herum. Ich habe tats\u00e4chlich Kopfschmerzen von diesem akustischen Wirrwarr bekommen. Tim hat&#8217;s nicht gest\u00f6rt. Ich glaube, die meisten Kinder haben das noch nicht einmal bemerkt.<\/p>\n<p>Irgendwann war&#8217;s vorbei und wir sind zum Caravan gegangen, haben uns noch vor das Vorzelt gesetzt und etwas im Schein der rauschenden Gaslampe gelesen.<\/p>\n<h4>24.08.2013 &#8211; Samstag<\/h4>\n<p>Der Tag begann wie immer. Gegen 8 aufstehen, Duschen und ich bin dann mit dem Rad zum Supermarkt gefahren und habe Br\u00f6tchen\/Brot geholt &#8211; oder Alex ist zu &#8222;ihrem&#8220; B\u00e4cker gelaufen und hat das gleiche dort gekauft. Je nachdem wer Lust hatte. Nach dem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck dann das \u00fcbliche Urlauben, nichts tun, gammeln :-) Immer unterbrochen von kleinen Schnorchelrunden. Wobei ich nicht mehr irgendwohin abgetaucht bin, sondern nur noch an der Oberfl\u00e4che rumkurvte. Noch mal solche Schmerzen musste ich echt nicht haben. Alex hat ihre Taucherbrille gar nicht benutzt und ist meist nur mit einer kleinen Luftmatratze durch die Wellen geschippert, w\u00e4hrend Tim mit Begeisterung Brille, Flossen, Schwimmbrett oder Luftmatratze abwechselnd ins Wasser mitnahm.<\/p>\n<p>\u00dcber den Tag habe ich immer wieder besorgt auf den Wetterbericht geschaut. Eigentlich, weil ich gucken wollte, wie die Aussichten f\u00fcr Tims Geburtstag sind, aber auch weil eben diese immer schlechter wurden und Regen nebst Gewitter vorher sagten. Ist klar, normalerweise hat der kroatische August 3 Regentage im Schnitt und wir bekommen davon 1 Woche Gewitter mit. Reicht&#8217;s denn nicht, dass wir schon 3 Mal Regenurlaub in K\u00fchlungsborn gemacht haben?<\/p>\n<p>Das Abendessen haben wir heute mal nicht im Grill Galeb eingenommen, sondern sind eine Bude weiter Richtung Ausgang von Solaris geschlendert. Tim hatte Lust auf einen Burger und den gab&#8217;s nur am Grill kurz vor dem Solariszaun. Deutlich kleiner, daf\u00fcr mit sch\u00f6neren B\u00e4nken. Und keiner Live-Band bekommt man dort sein Essen. Daf\u00fcr mit Eurosport und einer \u00dcbertragung eines Zeitfahrens bei der &#8222;La Vuelta&#8220;. Der Cheeseburger ging so, die Portion Pommes war leicht lappig und der Salat einfach nur geschnetzelte Bl\u00e4tter. Aber f\u00fcr den deutlich g\u00fcnstigeren Preis als im Galeb war&#8217;s in Ordnung.<\/p>\n<p>Ein bisschen noch am Strand entlang spazieren und auf&#8217;s Meer gucken und dann noch Chillen am Wohnwagen. Lange drau\u00dfen lesen war nicht, weil so eine Gaskartusche in einer Lampe nicht richtig lange h\u00e4lt. Nach zwei Abenden intensiver Nutzung war das Brennmittel verbraucht. Muss ich erst neues kaufen. Ich hatte au\u00dferdem auch keine Lust mit dem letzten Buch &#8211; Asimovs Foundation-Trilogie &#8211; anzufangen. Die drei B\u00e4nde &#8222;Die Pforte&#8220;, &#8222;Dystopia&#8220; und &#8222;Das Labyrinth der Zeit&#8220; von Patrick Lee hatte ich ebenso schnell durch wie &#8222;Kill Decision&#8220; von Daniel Suarez. Wenn das so weiter geht, habe ich die letzten beiden Tage wieder nichts zu lesen.<\/p>\n<p>Fr\u00fch im Bett freute ich mich dann \u00fcber die musikalische Untermalung des Einschlafvorgangs. Von der einen Seite die Band, die Hasselhoffs Klassiker verwurstete und vom Galeb schallte eine \u00fcbermotivierte Hardrock-Kombo her\u00fcber. Unser Stellplatz ist genau in der Mitte :-( In Pausen, die von beiden Bands offensichtlich koordiniert wurden, h\u00f6rte man Technogwummer von Cervar Porat her\u00fcber wabern. Ganz toll! Ich habe kein Auge zu bekommen. Aber kurz nach 23 Uhr war Nachtruhe. Dachte ich. Denn ein Blick nach drau\u00dfen verhie\u00df nichts Gutes: pechschwarz und Blitze \u00fcber dem Meer &#8211; der Donner grollte auch immer lauter.<\/p>\n<p>Kurz darauf ging&#8217;s los. Ordentlicher Regen und Gewitter. Zeitgleich wurde wohl in Cervar Porat oder wom\u00f6glich auch bei Santa Marina ein Feuerwerk abgebrannt &#8211; die Armen. Wir haben schnell unsere Pl\u00fcnnen unter das leichte Sommervordach gebracht und ich habe dann bei offenem Fenster nach drau\u00dfen geguckt. Tim hat tief und fest geschlafen, dem Schnarchen nach zu urteilen. W\u00e4hrenddessen wurde es im Vorzelt immer feuchter, weil es ja nur zur Frontseite bis zum Boden geht und ansonsten offen ist. Der leichte Wind blies den starken Regen also immer sch\u00f6n darunter.<\/p>\n<p>Ich bin ganz oft aufgestanden und habe durch die T\u00fcr geguckt, das M\u00fcckengitter im Fenster hoch geschoben und raus geschaut oder nur auf das Trommeln geh\u00f6rt. Gewitter macht mir im Haus gar nichts und ich hatte auch keine Angst, aber ich war unruhig wegen der Klamotten, die praktisch im Regen standen. Gegen 3 Uhr Nachts habe ich das letzte Mal auf die Uhr geschaut und bin dann wohl doch irgendwann eingeschlafen. Als ich um halb 8 wach wurde, prasselte der Regen immer noch auf&#8217;s Dach.<\/p>\n<h4>25.08.2013 &#8211; Sonntag<\/h4>\n<p>Im Regen nackig zum Waschhaus laufen macht Spa\u00df. Es war nicht kalt und unter der Dusche wird man sowieso na\u00df. Machen aber trotzdem die wenigsten. Einige Camper liefen mit Regenschirmen und -capes durch die Gegend. Da frage ich mich echt warum? Die Haut ist doch wasserdicht und wie gesagt: kalt war&#8217;s nicht! Auch zum Supermarkt bin ich im str\u00f6menden Regen mit Badehose gefahren. Mich abtrocknen geht nachher schneller, als die durchn\u00e4ssten Regenklamotten trocken zu bekommen. Und darunter w\u00e4re ich auch nass geworden :-)<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck h\u00f6rte der Regen auf und die Sonne kam zaghaft durch die Wolken zum Vorschein. Wir haben alles wieder nach drau\u00dfen gestellt, damit die Feuchtigkeit aus den Handt\u00fcchern und den Polstern kam und auch das gro\u00dfe Sonnensegel, dass wir am Vorabend leider erst rein geholt haben, als es schon v\u00f6llig durchn\u00e4sst bis fast auf den Boden hing, wurde auf die W\u00e4schespinne drapiert, damit die Sonne es trocknet. Genauso mit allen Teppichen, die wir ausgelegt haben. Aus den dicken Matten lief das Wasser richtig heraus.<\/p>\n<p>Nach dem Gewitter spielte \u00fcbrigens das WLAN am Waschhaus 1 nicht mehr mit und verweigerte seinen Dienst. Man konnte sich zwar verbinden, aber bekam keine IP mehr. Entweder hat die Putze stumpf ein Kabel gezogen, oder es ist doch mehr kaputt gegangen. Im Laufe des Vormittags bin ich zur Rezeption gegangen und habe das ausgefallene Netz gemeldet, aber mehr als &#8222;wir geben das weiter&#8220; war nicht heraus zu holen. Montag vielleicht. Dann eben keine Mails und keine WhatsApp-Nachrichten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unsere Ausr\u00fcstung vor sich hin trocknete, haben wir uns immer mal wieder im Meer abgek\u00fchlt. Tim am l\u00e4ngsten, ich ein bisschen und Alex am k\u00fcrzesten. Daf\u00fcr hat sie am meisten in der Sonne gelegen. Zwischendurch habe ich unser Sat-Kabel eingerollt, welches ich netterweise an der Sch\u00fcssel unseres Platznachbarn anschlie\u00dfen durfte. Aber leider ist dessen Sch\u00fcssel auf einen &#8222;falschen&#8220; Satelliten ausgerichtet, der zwar allerlei Sender bereit stellt, aber meist verschl\u00fcsselte und fast alle nicht-deutschsprachig. Damit k\u00f6nnen wir nichts anfangen. Wenn&#8217;s wenigstens englisch w\u00e4re, aber kroatisch kann ich nun gar nicht.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag wurde das Vorzelt auf Vordermann gebracht. Die Schutzfolie gefegt und gewischt und dann die Teppiche wieder verlegt. Zus\u00e4tzlich habe ich aus dem Sonnensegel eine Seitenwand improvisiert, da der Wetterbericht auch f\u00fcr die n\u00e4chsten Tagen Regen gemeldet hat. Nun, eigentlich sollte auch der Sonntag verregnet sein, aber das hat gl\u00fccklicherweise nicht geklappt. Trotzdem: Vor- ist besser als Nachsorge. Nun h\u00e4ngt also ein absgespanntes, gefaltetes Segel als Seitenwand im Vorzelt. Gut, dass ich zu Hause ein paar Kunststoffklemmen zur freien Befestigung an T\u00fcchern und Decken gekauft hatte, die tun nun gute Dienste. Vor dem Eingang zum Vordach habe ich noch Split vom Weg verteilt, damit die rote Erde beim Regen nicht hoch spritzt und alles zu saut. Soweit zumindest die Theorie.<\/p>\n<p>Und schon ist es wieder Zeit f\u00fcr&#8217;s Essen. Ich hatte am Morgen Hackfleisch gekauft, dass ich nun in der Pfanne schick braten wollte. Hat auch gut geklappt, bis ich beim Wenden des dritten Hacksteaks die Folie bemerkte, die noch daran peckte. Bei den anderen beiden St\u00fccken hatte ich diese entfernt, das letzte in der Verpackung war aber mit zweien gesegnet gewesen. Zum Gl\u00fcck hatte es sich noch nirgends eingebrannt und das Fleisch konnte gerettet werden. Die Pfanne schnell ausgeputzt und weiter geht&#8217;s. Das verd\u00e4chtige St\u00fcck lag nat\u00fcrlich nachher auf meinem Teller. War aber kein Kunststoff dran und schmeckte ganz ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Danach hatte ich eigentlich vor, einen Videoabend zu machen und vor dem Essen schon alles aufgebaut. Der Junge zeigte auch verhaltene Freude, ist er doch f\u00fcr&#8217;s Filmegucken immer zu haben. Heute aber irgendwie nicht, bis er sich schlie\u00dflich aufbaute und sagte: &#8222;Soll ich mal was sagen? Ich kenne &#8218;Merida&#8216; schon! Habe ich bei &#8217;nem Freund schon geguckt.&#8220; &#8211; Ah, da lag der Hase im Pfeffer. Aber auch einen anderen Film wollte er nicht sehen und bestand auf einem Spieleabend. Das ist ja mein gr\u00f6\u00dftes Plaisier. Super! Habe mich dann zu einer Runde &#8222;Phase 10&#8220; bereit erkl\u00e4rt und diese auch brav bis zum Ende mit gespielt.<\/p>\n<p>Danach sind Alex und Tim ins Bett gegangen und ich habe noch &#8222;23 &#8211; nichts ist wie es scheint&#8220; geschaut. Direkt danach begann es wieder zu regnen. Gedonnert und geblitzt hatte es am Abend schon und wir haben ein paar Minuten am Strand gesessen und auf dem Meer das Wetterleuchten bestaunt. Nun war es bei uns. Allerdings klappte alles, was wir am Vortag aufgebaut hatten wie geplant und der Vorraum blieb trocken. So trocken, dass man sogar drau\u00dfen h\u00e4tte sitzen k\u00f6nnen :-) So war&#8217;s gedacht. Und im n\u00e4chsten Jahr wieder das richtige Vorzelt &#8230; aber das sagte ich ja schon. In dieser Nacht habe ich halbwegs geschlafen.<\/p>\n<p><a name=\"26\"><\/a><\/p>\n<h4>26.08.2013 &#8211; Montag<\/h4>\n<p>Um 6 Uhr war die Nacht vorbei! &#8222;Ich habe Geburtstag!&#8220; schallte es durch den Wohnwagen. In den Tagen vorher hat der Nachwuchs schon nichts anderes von sich gegeben, als dass sein Wiegenfest kurz bevor steht. Und nat\u00fcrlich haben wir vorgesorgt und ein paar Geschenke mitgebracht. Die lagen fein s\u00e4uberlich aufgereiht in der K\u00fcche und waren nat\u00fcrlich das erste, was Tim ins Auge fiel. Aber wir haben ihn noch ein bisschen auf die Folter gespannt. Bis ich heimlich mit dem Handy eine Nummer gew\u00e4hlt habe und dann aus einem der P\u00e4ckchen das Star-Wars-Titelthema erklang. Da war kein Halten mehr. Da es zus\u00e4tzlich das kleinste Geschenk war, wurde es als erstes ausgepackt und ein Strahlen ging \u00fcber Tims Gesicht. Ein Handy! Es war zwar &#8222;nur&#8220; Alex&#8216; altes wie er bemerkte, aber das war v\u00f6llig egal: ein Handy!<\/p>\n<p>Auch die anderen Geschenke waren sehr nach seinem Geschmack: Lego-Star-Wars, Clone-Wars-Quartett, Ella-CDs, Minecraft f\u00fcr die X-Box. Gl\u00fcck gehabt, alles richtig gemacht. Danach wurde ausgiebig gefr\u00fchst\u00fcckt mit einem kleinen Kuchen inkl. Kerze und allem drum und dran. Wie \u00fcblich ist Tim dann zum Strand und hat schon ein bisschen gebadet. W\u00e4hrend wir dem \u00fcblichen Gammeln nachgingen. Sp\u00e4ter war dann Basteln angesagt, Lego zusammen bauen und ausgiebig bestaunen und nat\u00fcrlich wieder schnorcheln und baden im Meer. Genau darum sind wir ja hier! Immer gegen 18 Uhr meldet sich aber der Magen und am Geburtstag gehen wir nat\u00fcrlich essen, ist doch klar.<\/p>\n<p>Im Galeb wurde dann Pizza, Grillteller und Spiesschenplatte serviert, die wir uns sehr gut haben schmecken lassen. Eigentlich sollte es dann noch ein bisschen am Strand lang gehen, aber Tim hatte an einer S\u00e4ule entdeckt, dass der Maro-Club wieder Freiluftkino macht. Zwar nur &#8222;Yogi-Bear&#8220;, den Tim schon kannte, aber Kino unter freiem Himmel ist was ganz besonderes und darum schlenderten wir kurze Zeit sp\u00e4ter mit St\u00fchlen unter dem Arm Richtung Pool, wo diesmal die Bestuhlung f\u00fcr die Kinder sogar schon aufgebaut war. Ich fand den Film so lala, Tim hat aber ordentlich gelacht &#8211; und die anderen Kinder auch. Gelungene Vorstellung, vor allen Dingen auch, weil die Band am Pool heute mal nicht zum Tanz aufspielte.<\/p>\n<p>Danach sind wir alle p\u00fcnktlich ins Bett gegangen!<\/p>\n<h4>27.08.2013 &#8211; Dienstag<\/h4>\n<p>Vorletzter ganzer Tag in Kroatien. So langsam beginnt mir der Urlaub zu gefallen &#8211; trotz best\u00e4ndigem Regen in der Nacht, immerhin funktioniert die improvisierte Seitenwand ganz ausgezeichnet. Heute wieder Business as usual. Br\u00f6tchen vom B\u00e4cker geholt, Kaffee gekocht und die erste Mahlzeit des Tages unter freiem Himmel eingenommen. Machen wir zu Hause auch immer, sofern es das Wetter und die Arbeitszeiten zulassen. Also eher selten. Schon mal ein guter Grund f\u00fcr Urlaub. Da schmeckt alles doppelt so gut.<\/p>\n<p><a name=\"hoehle\"><\/a>Auf dem Plan f\u00fcr heute &#8230; neben Gammeln nat\u00fcrlich &#8230; stand ein Besuch der &#8222;Baredin jama&#8220;, einer Grotte, an der ich neulich bei der Radtour zuf\u00e4llig vorbei gekommen bin. Kl\u00fcngelig wie wir sind, kamen wir aber erst gegen halb 12 vom Platz. Ich glaube, wir waren sogar erst noch einmal kurz schwimmen. Jedenfalls sind wir die paar Kilometer in das nahe gelegene Nova Vas mit dem Yeti gefahren und haben uns sogar auf der kurzen Strecke \u00fcber die Klimaanlage gefreut. Auch wenn es nachts regnet, so brennt der Lorenz tags\u00fcber ordentlich auf den Kopf. Da das Wetter aber trotzdem nicht &#8222;super&#8220;, sondern nur &#8222;gut&#8220; war, sah man schon am gut gef\u00fcllten Parkplatz, dass wir nicht die Einzigen waren, die in die Unterwelt wollten. Alles voll.<\/p>\n<p>Haben aber doch recht fix einen sch\u00f6nen Sonnenplatz neben einem schweizer Yeti gefunden und sind zum Ulaz gegangen, um uns in die Schlange der Wartenden einzureihen. Geht ja schnell, keine 10 Meter bis wir bezahlen d\u00fcrfen. Dauerte nur knapp 20 Minuten und schon waren wir am Kassierer, der nur kurz auf das kleine Post-It vor unserer Nase am Kassenh\u00e4uschen tippte: 14:00 Uhr. WTF? Wir haben viertel nach zw\u00f6lf? Aber die Karten, die wir jetzt kauften, waren erst f\u00fcr die 14 Uhr F\u00fchrung &#8230; so lange war <s>rumgammeln<\/s> bewundern der anderen Sehensw\u00fcrdigkeiten angesagt. Mir war schlagartig klar, warum direkt neben dem Einstieg in die Grotten neben einigen Souvenir-Tand-Buden auch ein gro\u00dfer Schnellimbiss platziert war. Aber da waren wir standhaft: mehr als eine Fanta haben die uns nicht aus der Tasche geleiert. Und wirklich war das kleine Museum auf dem Gel\u00e4nde gar nicht uninteressant und man konnte einiges zu den Karst-Grotten Istriens erfahren. Ich finde sowas ja spannend, der Tim auch!<\/p>\n<p>Ein paar Minuten vor der Zeit dr\u00e4ngelten wir uns in die anderen Wartenden und guckten best\u00e4ndig auf die Smartphones &#8211; Tim l\u00e4sst seines nicht mehr aus der Hand! &#8211; wann es endlich los geht. Gruppe 9 in deutsch, 14 Uhr. Zack, los geht&#8217;s. Mir gefiel auch, dass es eine recht junge, sehr attraktive &#8230; aua, warum werde ich gerade in die Seite gebufft &#8230; jedenfalls hatten wir Gl\u00fcck mit unserer Gruppenleiterin. Mit einigen Anekdoten und Erkl\u00e4rungen zum Verhalten in der H\u00f6hle wurden wir begr\u00fcsst und dann ging es die schmalen Stiegen hinunter in den Schlund. Schon nach nicht ganz 15 Metern gab&#8217;s die ersten Stalaktiten und Stalagmiten zu sehen. Wirklich nett. Kaum vorstellbar, dass die Bauern fr\u00fcher das Loch als Abladeplatz f\u00fcr die aus den \u00c4ckern gesammelten Steine genutzt haben und man erst kubikmeterweise Schutt abfahren musste, um die H\u00f6hle in den 1920er Jahren wieder gangbar zu machen. Immer tiefer ging es runter, mit blumigen Beschreibungen dessen was wir sahen. Einigen historischen und geologischen Erkl\u00e4rungen, bis wir ganz unten am See mit den Grottenolmen waren. Der letzte Saal war wirklich klasse und ich w\u00e4re gerne noch l\u00e4nger geblieben. Aber wie gesagt, der Parkplatz war voll und es wurden im Viertelstundentakt die Besuchermassen durch die Grotte geschleust. Einmal kurz umdrehen, so viel wie m\u00f6glich fotografieren und im Rausgehen noch die dicke, fette Kr\u00f6te entdecken.<\/p>\n<p>Oben schl\u00e4gt einem dann erst mal wieder die Hitze ins Gesicht &#8230; an die 14\u00b0C unter Tage kann man sich gew\u00f6hnen. Sind ganz fix zum Auto gegangen und dann zur\u00fcck zum Campingplatz: das Meer ruft. Tim ist sofort runter gerannt und Alex und ich kamen langsam nach geschlendert. Halbe Stunde im Wasser reicht mir aber. Und au\u00dferdem ging es auch schon wieder auf Abendbrotzeit zu. Wir hatten im Lidl in Porec gestern Gro\u00dfeinkauf gemacht und ein paar leckere Hackst\u00fcckchen warteten darauf, in der Pfanne gebrutzelt zu werden. Ist diesmal auch reibungslos gelungen, war kein Plastik um das Fleisch gewickelt.<\/p>\n<p>Vor dem Bettgehen haben wir wie immer noch ein bisschen gelesen und ged\u00f6st. Zwei Wochen schon kein Fernsehn geschaut. Aber die Nachrichten bekommt man ja auch \u00fcber das Internet mit. Ist eigentlich gerade Wahlkampf? Davon bekomme ich n\u00e4mlich irgendwie nichts mit. Au\u00dfer Plattit\u00fcden. Vorletzte Nacht auf Solaris in 2013 :-( &#8230; und in der hat es nur ganz wenig geregnet.<\/p>\n<h4>28.08.2013 &#8211; Mittwoch<\/h4>\n<p>Wach geworden, rausgeguckt: strahlender Sonnenschein um 8 Uhr. Wie geil! Das passt ja gut, wo wir doch die Pl\u00fcnnen zusammen packen und f\u00fcr die Abreise alles vorbereiten wollen. Alex hat Br\u00f6tchen geholt, der Tisch wurde im Vorzelt gedeckt und es hat wie immer an der frischen Luft richtig gut geschmeckt. Doch dann wurde es pl\u00f6tzlich in der Ferne etwas lauter. War das ein Grollen? \u00c4h, ja. Was soll das denn jetzt? Halbe Stunde sp\u00e4ter stand ich mit Tim neben mir und der Kamera in der Hand unter einem Baum am Strand und habe das Gewitter \u00fcber dem Meer fotografiert. Da hat es schon ordentlich geregnet. Sind schnell zum Wohnwagen gelaufen und konnten dann gleich damit beginnen, die Teppiche die noch trocken waren zusammen zu rollen, bevor sie vom Wasser erreicht wurden. Ist sogar gelungen. Auch die Polster von den St\u00fchlen kamen ins Trockene, sogar die gro\u00dfe, gr\u00fcne Schaumstoffwiese aus dem Vorzelt wurde noch (nur ganz leicht feucht) zusammen gefaltet, bevor es richtig los ging.<\/p>\n<p>Hagelk\u00f6rner doppelter Erbsengr\u00f6\u00dfe vermischt mit dicken Regentropfen. Aus dem Weg vor unserem Stellplatz wurde in wenigen Minuten ein kleiner Bach, alles unter Wasser. Unter unserem Vorzelt blieb es aber halbwegs ertr\u00e4glich und wir waren guter Dinge, da das meiste trocken im Wohnwagen lag. Nach einer knappen halben Stunde war der Spuk vorbei und die Sonne kam langsam wieder raus. Die Zeit haben wir nat\u00fcrlich gleich genutzt, um uns noch einmal in die Fluten zu st\u00fcrzen. Aber immer wenn ich gerade mit dem Schnorchel wieder hoch kam, grollte es so merkw\u00fcrdig und der Himmel \u00fcber Tar war auch schon wieder so dunkel. Dreckskacke! Schnell zur\u00fcck zum Wohnwagen und weiter abgebaut. Das Vorzelt war inzwischen trocken und konnte nach dem Abfegen gefaltet werden, die Stangen fix verstaut, alle anderen Planen zusammen gelegt und danach alles in den Kofferraum des Yeti. Der Himmel kam immer niedriger. Schnell noch die St\u00fchle geputzt, geklappt und auch ab in den Skoda. Klappe zu, Regen! Na herrlich. Drau\u00dfen alles weg, daf\u00fcr lagen im Wohnwagen die Sachen drunter und dr\u00fcber. Also haben wir Tim in eine Ecke des Doppelbetts gesetzt und sind mit Sortieren und Verstauen angefangen, bis wir uns wenigstens wieder im Wagen umdrehen konnten. So langsam wird&#8217;s was.<\/p>\n<p>Wieder keine dreiviertelstunde sp\u00e4ter waren wir schon wieder auf dem Weg zum Wasser. Ein stetes hin und her heute ;-) So richtig kalt wurde es ja nicht. Habe ich eigentlich schon erw\u00e4hnt, dass die gesplitteten Wege bei dem Regen fast ganz weggesp\u00fclt waren und das Solaris-Team das keine 2 Stunden sp\u00e4ter mit schwerem Ger\u00e4t schon wieder begradigt hatten? Vorbildlich! Wir waren jedenfalls noch kurz im Meer bis Tim Hunger bekam. Unter der Dusche fiel mir dann auch ein, was ich falsch gemacht hatte beim Packen des Yeti &#8230; ich habe doch eine abnehmbare Anh\u00e4ngerkupplung! Und die ist ganz unten im Kofferraum verstaut, unter den St\u00fchlen, die auf dem doppelten Ladeboden liegen der mit mit dem Vorzelt und den Planen voll ist :-\/ In der Zeit, in der Alex und Tim die Pizza vom Galeb holten, habe ich also alles wieder ausgeladen &#8211; Tisch und St\u00fchle brauchten wir zum Essen sowieso &#8211; und die Kupplung angebaut. Dann alles wieder rein in die Karre.<\/p>\n<p>Jetzt sind wir satt, die Fahrr\u00e4der sind auf der Deichsel verzurrt, Tim hat noch &#8222;Hancock&#8220; im Heimkino geschaut und ich diesen Text geschrieben. Morgen fr\u00fch nach dem Verzehr der frischen Backwaren und einem Sprung ins Meer hoffe ich den Wohnwagen zwischen den beiden B\u00e4umen die kleine B\u00f6schung hinter bugsieren zu k\u00f6nnen und ihn dann an den Yeti zu h\u00e4ngen. Und dann geht&#8217;s nach Hause!<\/p>\n<h4>29. und 30.08.2013 &#8211; Donnerstag und Freitag<\/h4>\n<p>Ich habe ziemlich schlecht geschlafen. Einmal weil ich vor einer langen Fahrt immer unruhig bin, zum anderen weil mir mein Kopf brummte. Mist. Nachts habe ich eine Tablette genommen und war dementsprechend groggy, als ich wach wurde. Alex hatte schon frische Br\u00f6tchen geholt und Tim den Tisch gedeckt. Die St\u00fchle und den Tisch haben wir nun seit 24 Stunden immer ins Auto gepackt, wieder raus geholt, ins Auto gepackt &#8230; je nachdem, wie sich der Himmel pr\u00e4sentierte. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck unter freiem Himmel sind wir ein letztes Mal zum Wasser runter gegangen und haben geschnorchelt. Es war popoglattes Wasser und kristallklar. So ruhig wie in den ganzen zwei Wochen vorher nicht. Man konnte bestimmt 5 bis 6 Meter auf den Grund gucken &#8211; ohne Brille! &#8211; und die Fische auf dem Grund sehen. Dazu noch richtig warm. Klasse! Leider f\u00fcr uns nur ein kurzes Vergn\u00fcgen, wenn es einmal losgehen soll, dann haben wir alle drei rennende F\u00fc\u00dfe. Tim freute sich auf zu Hause!<\/p>\n<p>Also den Wohnwagen abgebockt und meine gr\u00f6\u00dfte Sorge angegangen: das Herausbugsieren des Siebenmeterschiffs aus der Parzelle. Deren Zufahrt war n\u00e4mlich von zwei gro\u00dfen Eichen flankiert und zudem absch\u00fcssig. Ich hatte mir vorgestellt, den Wagen bis zur Mitte zwischen die B\u00e4ume rollen zu lassen, dann so weit wie m\u00f6glich auf der Stelle zu drehen und hinter den Yeti h\u00e4ngen. Der vom Regen aufgeweichte Boden machte dem leider einen Strich durch die Rechnung. Wir konnten den Caravan n\u00e4mlich nur unter gr\u00f6\u00dfter Anstrengung ein paar Zentimeter vom Fleck bewegen. Die R\u00e4der dr\u00fcckten sich einfach zu sehr in die Erde. Und ringsherum keine helfenden H\u00e4nde. Kurz mit dem Daumen gepeilt und das Auto auf dem Platz vor den Karren gespannt. War eine sehr knappe Kiste, hat aber um 5 Zentimeter gepasst. Danach war&#8217;s nur noch lange fahren. Der Tank war noch halbwegs voll und sollte mindestens bis \u00d6sterreich reichen.<\/p>\n<p>Haben dann aber doch kurz hinter der slowenischen Grenze Sprit nachgef\u00fcllt, weil wir eh an einer Tanke halten mussten, um noch eine Vignette zu kaufen. Gibt eigentlich keinen Grund, warum man sowas in Deutschland nicht auch einf\u00fchren sollte. Eins fix drei waren wird in Ljubeljana und dann auch schon in \u00d6stereich. Mein Kopf begann langsam wieder zu puckern, aber f\u00fcr eine \u00dcbernachtungspause war es noch viel zu fr\u00fch. Ich wollte eigentlich in Deutschland erst schlafen. \u00d6sterreich haben wir auch ziemlich z\u00fcgig durchquert und fuhren dann auf M\u00fcnchen zu. Da begann es schon zu d\u00e4mmern. Auf der 99 sind wir um M\u00fcnchen rum und danach wollte ich einen Rastplatz suchen. Inzwischen hatte ich auch reichlich Kopfschmerzen, richtig fies. Am Autohof Pfaffenhofen fuhren wir ab, tanken und rasten.<\/p>\n<p>Tanken war an der Shellstation leider nicht m\u00f6glich, weil die bl\u00f6de Zapfs\u00e4ule einfach keinen Sprit abgeben wollte. Immer nur Zehntelliterweise. An der Kasse war man ratlos, w\u00e4re alles in Ordnung. Also das nicht. Dann runter vom Gel\u00e4nde und Richtung Parkplatz abbiegen &#8230; um vor einer Schranke zu stehen. Super markiert. Also mit dem Wohnwagen r\u00fcckw\u00e4rts die schmale Gasse zur\u00fcck und anders herum. Tim hatte Hunger und es lockte ein McDonalds &#8230; dessen Parkplatz wir auch fanden, der aber keinen Stellplatz f\u00fcr gro\u00dfe Gespanne hatte und man kam von hier auch nicht mehr auf den gro\u00dfen Parkplatz. V\u00f6lliger Schei\u00df! Ich hatte einen riesen Hals wegen dem Rumgekurbel. Wieder auf die Bahn und weiter. Auf den n\u00e4chsten Rastpl\u00e4tzen stand schon kreuz und quer alles mit LKW voll. Bei Sindershof fanden wir endlich einen Autohof, der noch etliche Stellpl\u00e4tz frei hatte. Den erstbesten genommen und zum Abendbrot (eher Fastmitternachtbrot) beim Burgerking eingekehrt. Danach haben wir den Wagen noch mal umgestellt, weil es sich direkt neben einem K\u00fchllaster sehr schlecht schlafen l\u00e4sst. In der Nacht hat sich ein paar Meter neben unserem neuen Schlafplatz zwar ein weiterer K\u00fchler aufgestellt, aber da war ich einfach zu m\u00fcde noch was zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Um sechs Uhr wachgeworden, Z\u00e4hne geputzt, Haare gerichtet, raus geguckt und neben uns stand auch ein Gespann. Die beiden Kinder begr\u00fc\u00dften mich freundlich und sagten als n\u00e4chstes gleich, dass die Batterie alle sei. Hm, vergessen den K\u00fchlschrank auszumachen? ;-) Wir haben dann dem Lexus-Hybrid Starthilfe gegeben und weiter gings. Die Familie hat uns sp\u00e4ter auf der Bahn wieder \u00fcberholt &#8211; m\u00fcssen ganz sch\u00f6n Gas gegeben haben, ich war schon nicht langsam, aber die sind bestimmt mit 120 gefahren &#8230;<\/p>\n<p>Die restlichen paar 100 Kilometer haben wir sehr entspannt abgerissen. Der Yeti l\u00e4uft mit dem Wohnwagen wirklich wie ein Uhrwerk. In den Kasseler-Bergen habe ich immer Respekt vor dem Gespann, weil da richtig Berg- und Talfahrt ist &#8211; mehr als in den Alpen &#8211; aber bergrunter f\u00e4hrt man dann eben richtig sinnig. Gegen Mittag rollten wir wieder im D\u00f6rgen auf den Hof! Urlaub vorbei :-( Drei Stunden sp\u00e4ter hatten wir den Wohnwagen ausger\u00e4umt, geputzt und waren bereits auf dem Weg zu meiner Mutter, um ihn dort in die Garage zu stellen. Es geht alles viel zu schnell vorbei :-(<\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" src=\"https:\/\/static.googleusercontent.com\/external_content\/picasaweb.googleusercontent.com\/slideshow.swf\" width=\"600\" height=\"400\" flashvars=\"host=picasaweb.google.com&#038;hl=de&#038;feat=flashalbum&#038;RGB=0x000000&#038;feed=https%3A%2F%2Fpicasaweb.google.com%2Fdata%2Ffeed%2Fapi%2Fuser%2F110810198876209309571%2Falbumid%2F5918380576020904913%3Falt%3Drss%26kind%3Dphoto%26hl%3Dde\" pluginspage=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\"><\/embed><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil es uns im letzten Jahr so gut gefallen hat, war eigentlich schon bei der Abreise klar, dass wir den n\u00e4chsten Urlaub wieder auf Solaris in Istrien verbringen werden. 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