{"id":17589,"date":"2007-06-01T14:01:23","date_gmt":"2007-06-01T12:01:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/?page_id=17589"},"modified":"2023-10-27T10:53:04","modified_gmt":"2023-10-27T08:53:04","slug":"inntalradweg-2007-05","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/radtouren\/inntalradweg-2007-05\/","title":{"rendered":"Inntalradweg &#8211; Innsbruck bis Passau &#8211; 2007"},"content":{"rendered":"<p><em>25.05.2007 &#8211; 30.05.2007<\/em><\/p>\n<table class=\"xsmall\">\n<tr>\n<td align=\"left\" valign=\"top\" width=\"33%\">\n<h4>Fahrrad Lars:<\/h4>\n<ul>\n<li>Stevens X7 Baujahr 2007, Schwalbe Marathon, Parallelogram-Sattelst\u00fctze, sonst original LX Ausstattung<\/li>\n<li>mit Gep\u00e4ck: 30 Kg<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td align=\"left\" valign=\"top\" width=\"33%\">\n<h4>Fahrrad Andreas:<\/h4>\n<ul>\n<li>Scott Purgatory, Schwalbe Land Cruiser, Sattel Selle Italia Explorer, LX-Altus-Deore Mischmasch, <a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/2007\/03\/pimp-my-reiserad.php\">Shimano PD-M324<\/a><\/li>\n<li>mit Gep\u00e4ck 33 Kg<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td align=\"left\" valign=\"top\" width=\"33%\">\n<h4>Fahrrad Michael:<\/h4>\n<ul>\n<li>Marin (ca. 11 Jahre alt),  Schwalbe Land Cruiser, LX-Vollaustattung, Raleigh SPD-Pedale<\/li>\n<li>mit Gep\u00e4ck 28 Kg<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h3>Freitag &#8211; Bad Oeynhausen bis Passau<\/h3>\n<div class=\"info\">\n      <a name=\"daten\"><\/a><\/p>\n<h4>Die Tour:<\/h4>\n<ul>\n<li>Freitag:<br \/>\n            Ab. BO: 18.15 Uhr<br \/>\n            An. Passau: 3.30 Uhr<br \/>\n            Mit dem Bulli gefahren<\/li>\n<li>Samstag:<br \/>\n            Ab. Passau: 8.00 Uhr<br \/>\n            An. Innsbruck: 13.45 Uhr<br \/>\n            Strecke: 5,96 Km<br \/>\n            Schnitt: 14,8 Km\/h<br \/>\n            Fahrtzeit: 36h 46m<br \/>\n            max.: 36 Km\/h<br \/>\n            dazwischen hunderte Kilometer mit der Bahn<\/li>\n<li>Sonntag:<br \/>\n            Ab. Innsbruck: 9.28 Uhr<br \/>\n            An. Stimmersee: 19.33 Uhr<br \/>\n            Strecke: 109 Km<br \/>\n            Fahrtzeit: 6h 31m<br \/>\n            Schnitt: 16,6 Km\/h<br \/>\n            max.: 53,4 Km\/h<br \/>\n            davon 3 Km (45 Minuten) mit der Achenseebahn<\/li>\n<li>Montag:<br \/>\n            Ab. Stimmersee: 9.47 Uhr<br \/>\n            An. Wasserburg: 17.23 Uhr<br \/>\n            Strecke: 77 Km<br \/>\n            Schnitt: 16,3 Km\/h<br \/>\n            max.: 48,6 Km\/h<br \/>\n            H\u00f6henmeter: 446<\/li>\n<li>Dienstag:<br \/>\n            Ab. Wasserburg: 9.45 Uhr<br \/>\n            An. Braunau: 17.46 Uhr<br \/>\n            Strecke: 46,1 Km<br \/>\n            Schnitt: 14,1 Km\/h<br \/>\n            H\u00f6henmeter: 504<br \/>\n            dazwischen ca. 50 Kilometer mit der Bahn aufgrund heftiger Regenf\u00e4lle<\/li>\n<li>Mittwoch:<br \/>\n            Abbruch der Radtour &#8230;<br \/>\n            Ab. Braunau: 9.58 Uhr<br \/>\n            An. Bad Oeynhausen: 23.30 Uhr<br \/>\n            bis Passau mit der Bahn, dann mit dem Bulli zur\u00fcck<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<p><!--       \n\n<div class=\"bild\"><a href=\"grafik\/weserradweg_200505\/00_abfahrt1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/weserradweg_200505\/00_abfahrt1_klein.jpg\" width=\"160\" height=\"120\" border=\"0\" alt=\"Abfahrt\"><\/a><\/div>\n\n --><\/p>\n<p>18 Uhr &#8230; p\u00fcnktlich rollt Michaels Schlachtschiff auf den Hof. Runter nach Passau fahren wir mit einem Wohnmobil-Bulli von Volkswagen.<\/p>\n<div class=\"bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg1_250.jpg\" width=\"250\" height=\"157\" border=\"0\" alt=\"\"><\/div>\n<p>Die 78 PS aus dem 2,4 Liter Dieselmotor sollen uns in knapp 7 Stunden bis nah an die \u00d6sterreichische Grenze bringen. Meine Klamotten hatte ich am Nachmittag gepackt und schon mal probeweise ans Rad geh\u00e4ngt. Macht ja keinen Sinn, irgendwelche Sachen lose in den Bulli zu werfen und dann unten fest zu stellen, dass man das Brimborium nicht in den Packtaschen unter bringen kann.<\/p>\n<p>Aber es passte alles in die 44 Liter der <a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/2007\/05\/vaude-trans-alp-plus-ii.php\">Vaude Trans Alp Plus II<\/a>, meinen neuen Fahrradtaschen \u00fcber deren Kauf ich mich ein paar Tage sp\u00e4ter richtig freuen sollte. Die beiden anderen Jungs benutzen Ortliebs &#8211; da wollte ich mich ein wenig abheben mit Vaude. Das Rad musste f\u00fcr den Transport auf dem Hecktr\u00e4ger etwas demontiert werden. Wegen meiner langen Beine habe ich den Sattel extrem weit herausgezogen, wodurch sich keine platzsparende Unterbringung ergab. Entweder die Sattelstange stie\u00df an den Sattel von Michaels Marin oder an den Lenker. Also raus das Ding und hinter die Sitzbank gelegt.<\/p>\n<div class=\"bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg2_250.jpg\" width=\"250\" height=\"141\" border=\"0\" alt=\"\"><\/div>\n<p>Dann auch schon vom kleinen Jungen und der Frau verabschiedet und los auf die Piste. Dieses Jahr hat Tim den Abschied zum ersten Mal richtig mit bekommen, glaube ich. Der war jedenfalls sichtlich traurig, dass Papa f\u00fcr so lange verschwindet. Aber eine Woche darf man wohl mal ein wenig rumtreiben.<\/p>\n<div class=\"bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg3_250.jpg\" width=\"250\" height=\"194\" border=\"0\" alt=\"\"><\/div>\n<p>Den n\u00e4chsten Halt machten wir in Bielefeld, wo wir Lars&#8216; Klamotten, sein Rad und ihn selbst einluden und endlich auf die Bahn Richtung S\u00fcden fuhren. 19.30 Uhr &#8230; eine 3\/4 Stunde sp\u00e4ter als geplant und bei der Motorisierung keine Chance, die Zeit aufzuholen. Aber wir hatten in der Nacht ja nichts vor au\u00dfer Autofahren. Und das ging sehr gut. Die Bahn war \u00fcberraschend leer, das Wetter zwar sehr schw\u00fcl und mit ganz eigent\u00fcmlichen, unwirklichen Licht, aber es regnete nicht und so fra\u00dfen wir langsam die Kilometer.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ngoogle_ad_client = \"pub-0698563422581405\";\ngoogle_ad_width = 234;\ngoogle_ad_height = 60;\ngoogle_ad_format = \"234x60_as\";\ngoogle_ad_type = \"text\";\n\/\/2007-06-09: www.andreas-edler.de - Rad\ngoogle_ad_channel = \"5377952484\";\ngoogle_color_border = \"FFFFFF\";\ngoogle_color_bg = \"FFFFFF\";\ngoogle_color_link = \"0863A5\";\ngoogle_color_text = \"000000\";\ngoogle_color_url = \"0863A5\";\n\/\/-->\n<\/script><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\"\n  src=\"http:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/show_ads.js\">\n<\/script><\/p>\n<p>Die letzten 3 Jahre habe ich in meinem Volvo immer nur knapp \u00fcber dem Asphalt gesessen, aber so hoch \u00fcber der Stra\u00dfe hat auch was. Zwar noch nicht ganz auf Augenh\u00f6he mit den LKW-Fahrern, aber doch deutlich \u00fcber den kleinen PKWs. Irgendwie lustig.<\/p>\n<div class=\"bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg4_250.jpg\" width=\"250\" height=\"102\" border=\"0\" alt=\"\"><\/div>\n<p>Nach jeweils 2 1\/2 Stunden war Fahrerwechsel angesetzt. Und da ich den ganzen Tag Urlaub hatte, hatte ich auch die letzte &#8222;Schicht&#8220;. Habe vorher versucht noch eine M\u00fctze Schlaf zu nehmen, aber das ist bei dem Gebrumme gar nicht so einfach. Und in den Alkoven lege ich mich w\u00e4hrend der Fahrt nicht! Habe also nur so vor mich hinged\u00f6st, bis ich gegen 1 Uhr nachts das Steuer \u00fcbernahm. So ein Bulli f\u00e4hrt sich ziemlich tr\u00e4ge &#8211; macht aber Spa\u00df. Man merkt jede Steigung sofort, da ist einfach keine Leistung um einen H\u00fcgel mit gleichbleibender Geschwindigkeit zu \u00fcberfahren. In der Nacht war das jedoch kein Problem &#8211; waren ja keine anderen Leute unterwegs.<\/p>\n<div class=\"bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg5_250.jpg\" width=\"250\" height=\"138\" border=\"0\" alt=\"\"><\/div>\n<p>Gegen 3.30 Uhr erreichten wir unser Ziel in Passau. Da wir mitten in der Nacht nat\u00fcrlich nicht bei der Pension vorstellig werden wollten, haben wir uns auf einen Parkplatz gestellt und jeder soweit es ging noch 3 Stunden geschlafen. Der Zug sollte erst um 20 nach Acht Richtung Innsbruck fahren. Lange nach Sonnenaufgang haben wir dann bei der <a href=\"http:\/\/pension-gambrinus.de\/\">Pension Gambrinus<\/a> geklingelt und unseren Parkplatz f\u00fcr die Woche zugewiesen bekommen. F\u00fcr 10 Euro eine Woche parken &#8211; extrem fairer Kurs! Vielen Dank daf\u00fcr!<\/p>\n<h3>Samstag &#8211; Passau bis Innsbruck<\/h3>\n<p><!--       \n\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/weserradweg_200505\/00_abfahrt1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/weserradweg_200505\/00_abfahrt1_klein.jpg\" width=\"160\" height=\"120\" border=\"0\" alt=\"Abfahrt\"><\/a><\/div>\n\n --><\/p>\n<div class=\"bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg6_250.jpg\" width=\"250\" height=\"151\" border=\"0\" alt=\"\"><\/div>\n<p>Auf geht&#8217;s! Mit ein paar Ringen unter den Augen aber gut gelaunt wegen der bevorstehenden Reise wurden die R\u00e4der bepackt. Die <a href=\"http:\/\/pension-gambrinus.de\/\">Pension Gambrinus<\/a> liegt nicht direkt in Passau, sondern in der Peripherie und wir mussten ca. 15 Minuten mit dem Rad zum Bahnhof fahren. Zeitlich waren wir flexibel, da ca. alle 45 Minuten ein Zug Richtung Innsbruck fuhr. Zwar alles verschiedene Routen, aber von der Reisedauer tat sich da nicht viel.<\/p>\n<p>Richtig warm sah es nicht aus und ich entschied mich f\u00fcr ein sehr kurz\u00e4rmeliges T-Shirt mit einer Radjacke dr\u00fcber. Nach knapp 2 Kilomtern hatte ich die Jacke schon offen. Der bew\u00f6lkte Himmel t\u00e4uschte \u00fcber die tats\u00e4chlichen Temperaturen hinweg. Vor allen Dingen wenn man dann das erste Mal mit dem Gep\u00e4ck strampelt. In der Stadt sind wir dann nur ein oder zweimal nicht ganz richtig abgebogen und erreichten den Bahnhof genau passend. In 10 Minuten sollte es los gehen. Also flugs das Radabteil gesucht &#8211; ist immer hinten oder vorne am Zug, in jedem Fall aber dort, wo man gerade nicht steht. Fragen bringt nichts, weil man genau diese Auskunft in der Regel auch vom Bahnpersonal bekommt.<\/p>\n<div style=\"text-align:center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/00_bayern_ticket_470.gif\" width=\"470\" height=\"88\" border=\"0\" alt=\"\"><\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg7_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg7_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"... optimiert f\u00fcr Rad- und Rollstuhlfahrer sowie Kinderwagen!\"><\/a><\/div>\n<p>Im Zug selbst dann das \u00dcbliche. Viel zu viele Radler &#8211; besonders jetzt \u00fcber Pfingsten &#8211; m\u00fcssen sich mit den von der Bahn in gnadenvoller G\u00fcte bereitgestellten Abstellpl\u00e4tzen f\u00fcr R\u00e4der, Kinderwagen und Rollst\u00fchle arrangieren. Das ist einfach nicht die Zielgruppe, wurde mir beim Ticketkauf jedenfalls erkl\u00e4rt. Die Bahn ist ein Personenbef\u00f6rderungsunternehmen und keine Spedition. Naja, wer meint so seine Br\u00f6tchen verdienen zu k\u00f6nnen, wird mich nur in solchen Ausnahmesituationen wie heute als Kunden gewinnen.<\/p>\n<p>Es war eng, eng und nochmals eng. Zudem kann man von den Abteilen meistens sehr schlecht zu den R\u00e4dern gucken, wenn \u00fcberhaupt. Das bedeutet, dass man sein Gep\u00e4ck sicherheitshalber abh\u00e4ngt und mit zu den Sitzpl\u00e4tzen schleppt. Ich habe jedenfalls keine Lust nach einer halben Stunde nur noch die H\u00e4lfte meiner Habseligkeiten zu besitzen. Alternativ kann man nat\u00fcrlich auch stehend neben seinem Rad verharren.<\/p>\n<div class=\"bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg8_250.jpg\" width=\"250\" height=\"133\" border=\"0\" alt=\"\"><\/div>\n<p>Alles nicht besonders bequem. Radreisen mit der Bahn ist keine Entspannung. Dummerweise mussten wir auf den paar hundert Kilometern bis Innsbruck auch noch zweimal umsteigen. Also zweimal Gep\u00e4ck runter und wieder rauf &#8230; in M\u00fcnchen mit dem Rad durch einen vollen Bahnhof schieben um den 7 Minuten sp\u00e4ter abfahrenden Anschlu\u00dfzug zu bekommen. In Rosenheim ist der Bahnhof kleiner, daf\u00fcr hatten wir auch nur 5 Minuten zum Umsteigen.<\/p>\n<p>Und neben diesem ganzen Umstand mit zu niedriegen Bahnsteigen bzw. zu hohen Einstiegen, zu schmalen T\u00fcren, zu kleinen Abteilen und mi\u00dfmutigen Bediensteten kommt erschwerend hinzu, dass es ja auch noch andere Reisende gibt. Und abseits der ersten Klasse sitzt man mit den Leuten auch noch in einem gro\u00dfen Abteil. Das ist bei der jungen Studentin mit Buch in der Hand und Ohrenst\u00f6pseln im Ohr auch gar kein Problem. Die hat man beim Beobachten im Zweifel ja sogar noch ein wenig Kurzweil. Es gibt aber auch diejenigen, die sich lautstark mit Ihrem Gegen\u00fcber unterhalten und in allen Einzelheiten darlegen, wie &quot;die Brittjet&quot; ihren Mann betrogen hat oder was f\u00fcr Gebrechen Onkel Hubert hat. Manche Dinge will ich einfach gar nicht wissen &#8230; und schon gar nicht will ich in diese geschrieenen Unterhaltungen einbezogen werden.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg9_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg9_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Blick aus unserem Zimmer im Hotel 'Innbr\u00fccke' \u00fcber den Inn, die Stadt und auf die Berge.\"><\/a><\/div>\n<p>Endlich erreichten wie Innsbruck! Bei warmen 25\u00b0C, nur leicht bew\u00f6lktem Himmel und gut gelaunt. Raus aus dem Zug und der Beschilderung auf dem Bahnhof nach drau\u00dfen gefolgt und gefolgt und gefolgt und gefolgt und nachdem wir dann mehrere Treppen ohne Schienen f\u00fcr Fahrr\u00e4der gemeistert hatten, standen wir auch schon drau\u00dfen auf dem Vorplatz, der idealerwiese nat\u00fcrlich keine Beschilderung aufwies, wie er denn nun hei\u00dft und in welche Richtung es nach wo geht. Klasse. Also den <a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/2006\/11\/tour-navigiert.php\">Geko 301<\/a> angeworfen, in welchem ich unsere Tagesetappenziele als Wegpunkte abgelegt hatte. Und ich war selbst \u00fcberrascht, wie fix wir damit zum Ziel fanden. Es wird zwar nur die Himmelsrichtung angezeigt, aber das reicht eigentlich fast immer. &quot;Bieg&#8216; hier rechts und dort links ab &#8230;&quot; sind meistens ziemlich \u00fcberfl\u00fcssige Anweisungen. Der Blick aus unserem Hotelzimmer entsch\u00e4digte dann schon mal f\u00fcr&#8217;s Erste f\u00fcr die Bahnfahrt.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ngoogle_ad_client = \"pub-0698563422581405\";\ngoogle_ad_width = 234;\ngoogle_ad_height = 60;\ngoogle_ad_format = \"234x60_as\";\ngoogle_ad_type = \"text\";\n\/\/2007-06-09: www.andreas-edler.de - Rad\ngoogle_ad_channel = \"5377952484\";\ngoogle_color_border = \"FFFFFF\";\ngoogle_color_bg = \"FFFFFF\";\ngoogle_color_link = \"0863A5\";\ngoogle_color_text = \"000000\";\ngoogle_color_url = \"0863A5\";\n\/\/-->\n<\/script><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\"\n  src=\"http:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/show_ads.js\">\n<\/script><\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg10_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg10_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Fahrradkeller im Gasthof Innbr\u00fccke\"><\/a><\/div>\n<p>Das Zimmer im <a href=\"http:\/\/www.gasthofinnbruecke.at\/\">Gasthof Innbr\u00fccke<\/a> war ordentlich. Gro\u00df genug, sauber, zentral und ein sch\u00f6ner Blick \u00fcber den Flu\u00df. Leider hatte man uns verschwiegen (wir hatten aber auch nicht gefragt), dass die im Gasthof im Keller residierende Disco direkt unter unserem Zimmer ist und die Kreuzung vor dem Haus zu einer der am st\u00e4rksten frequentierten in Innsbruck z\u00e4hlt. Beides in Kombination bedeutete, dass das Zimmer nicht ruhig war. Gar nicht! Vor 3 Uhr kam ich nicht in den Schlaf :-( Remmidemmi vor der Disco, L\u00e4rm auf der Stra\u00dfe. \u00c4tzend! Das Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten morgen war allerdings wieder in Ordnung. Die Unterkunft hinterl\u00e4\u00dft einen etwas gespaltenen Eindruck. Service und Zimmer sind gut, die Umgebung hat aber tierisch genervt! Sehr am\u00fcsiert habe ich mich \u00fcber den Fahrradkeller. \u00dcber ein Tor vor dem Haus f\u00e4hrt man durch einen langen Gang, durch den Vorratskeller, durch den Waschkeller des Hotels bis man in einem Gew\u00f6lbe angelangt, welches aufgrund der Hanglage des Baus wahrscheinlich 6 Meter unter der Erde liegt. Von dort geht es durch die K\u00fcche(!) des Hotels zur Rezeption und den Zimmer. Eigenwillig &#8230;<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg11_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg11_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Blick \u00fcber Innsbruck von der Skisprungschanze aus\"><\/a><\/div>\n<p>Innsbruck selbst entpuppte sich als sehr sch\u00f6ne Stadt, w\u00e4hrend wir einen kurzen Bummel unternahmen. Hier geguckt und dort geh\u00f6rt suchten wir eigentlich zuerst nur was zu essen. Der Magen hing auf Halbmast, da es auf den Umsteigebahnh\u00f6fen zu keinerlei Nahrungsaufnahme gekommen war &#8211; und die Proviantkekse aus der Lenkertasche haben nicht mal die Fahrt im Bulli \u00fcberlebt. Recht fix war ein bekanntes amerikanisches Restaurant ausfindig gemacht, wo wir uns ausgiebig satt a\u00dfen.<\/p>\n<p>Danach haben Lars und ich noch eine Stadtrundfahrt gemacht. Michael hatte auf derlei kulturelle Kurzweil keine Lust und wollte sich lieber im Hotel noch ein bi\u00dfchen ausruhen. P\u00fcnktlich als wir hinter der sehr jungen und attraktiven Reisef\u00fchrerin im Bus Platz nahmen, \u00f6ffnete der sich inzwischen bedrohlich dunkel gef\u00e4rbte Himmel seine Pforten und ein Sturzbach ergo\u00df sich von oben. Wieder alles richtig gemacht! Im warmen und trockenen Bus haben wir im Schnelldurchlauf die vermeintlich wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten abgegrast und eifrig Fotos geschossen. Es sind an die 400 Bilder auf der Tour entstanden &#8211; <a href=\"http:\/\/picasaweb.google.com\/a.edler\/InntalradwegVom25052007Bis30052007\" target=\"_new\" rel=\"noopener\">einige davon sind in einer Picasabildergalerie zu bewundern<\/a>. Unm\u00f6glich, die alle hier einzubinden.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg12_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg12_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn und Innsbruck ...\"><\/a><\/div>\n<p>Kurz vor Ende der Tour, als wir gerade die olympische Sprungschanze besichtigten, h\u00f6rte der Regen genauso pl\u00f6tzlich auf, wie er gekommen war und die Sonne schien wieder. Sind dann langsam zum Hotel geschlendert und haben uns auf das Abendessen vorbereitet. Sp\u00e4ter sa\u00dfen wir dann in einem Restaurant dessen Namen ich verdr\u00e4ngt habe unter einem Schirm und ich hatte von der Tageskarte die Empfehlung des Hauses &quot;Bratwurst mit Pommes und Sauerkraut&quot;. Es war wohl so ziemlich die lappigste Wurst, die ich je nicht ganz zu Ende gegessen habe. Das Sauerkraut war nahezu p\u00fcriert und der Senf verdiente den Namen nicht. Daf\u00fcr waren die Pommes OK, die Cola-Light auch. Da ich aufgrund des Wetters und der Reise an sich \u00fcble Migr\u00e4ne bekommen hatte, zog ich mich mit einer Triptan ins Zimmer zur\u00fcck, habe schon ein wenig gepackt und dann ged\u00f6st. An schlafen war bei dem bereits erw\u00e4hnten L\u00e4rm (und der f\u00fcrchterlich weichen Matratze) nicht zu denken. Die beiden anderen Jungs kamen so gegen halb 2 zur\u00fcck &#8230; da wurde es unten dann auch langsam etwas ruhiger.<\/p>\n<p>Morgen dann der erste Tag richtig im Sattel!<\/p>\n<h3>Sonntag &#8211; Innsbruck bis Stimmersee (Kufstein)<\/h3>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg13_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg13_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Nach einem zufriedenstellenden Fr\u00fchst\u00fcck im <a href=\"http:\/\/www.gasthofinnbruecke.at\/\">Gasthaus Innbr\u00fccke<\/a> wurden die letzten Dinge im Zimmer in den Packtaschen verstaut und dann ging&#8217;s runter in die Katakomben um die R\u00e4der startklar zu machen. Drau\u00dfen sah zwar nicht regnerisch aus, aber die Sonne brannte um 9 Uhr auch noch nicht vom Himmel. Ich hatte mich f\u00fcr lange \u00c4rmel entschieden, die beiden anderen Jungs fuhren kurz. Wir hielten uns zun\u00e4chst links des Inn, mussten in Innsbruck selbst aber noch zweimal den Flu\u00df kreuzen, ehe wir in H\u00f6he des Olympischen Dorfes endlich die Stadtgrenze erreichten. Ab da verl\u00e4uft der Radweg zun\u00e4chst direkt am Inn, der nicht gerade so gr\u00fcn aussah, wie <a href=\"http:\/\/www.nthuleen.com\/teach\/lyrics\/kufstein.html\">er besungen wird<\/a>.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg14_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg14_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Wir erreichten Hall, machten aber nicht den von der bikeline-Karte empfohlenen Abstecher zm M\u00fcnzerturm. Im Ort wechselt man die Flu\u00dfseite und erkennt den ersten Haken, den das ansonsten tolle Flu\u00dftal mit sich bringt: es ist ein Flu\u00dftal! Das bedeutet, dass sich hier Orte, Eisen- und Autobahn einen docht recht begrenzten Raum teilen m\u00fcssen. Meist ist Tal breit genug, aber speziell hier ist der Radweg genau zwischen Autobahn und Flu\u00df &quot;gequetscht&quot;. Nicht ganz toll, aber auch nicht zu \u00e4ndern. Inzwischen hatte sich das Wetter auch deutlich verbessert und mir wurde mit meinen langen \u00c4rmeln langsam warm. Bei Volders unterf\u00e4hrt man die Autobahn, passiert Wattens (wo die &quot;Kristallwelten&quot; sehenswert sein sollen) und f\u00e4hrt an Kolsass vorbei. Direkt dahinter wird wieder mal die Innseite gewechselt und ich entledigte mich meiner langen \u00c4rmel, um fortan im T-Shirt weiter zu radeln.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg15_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg15_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Sollte die Innbr\u00fccke in Schwaz sein ... aber ehrlich gesagt, sehen die alle \u00e4hnlich aus ;-)\"><\/a><\/div>\n<p>Der Weg f\u00fchrt dann weiter direkt am Inn (und direkt an der Bahnlinie) entlang an Pill vorbei und danach durchquert man den n\u00e4chsten gr\u00f6\u00dferen Ort, Schwaz. Wegen Sehensw\u00fcrdigkeiten haben wir uns bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgehalten. Das Panorama der Berge ist auch so beeindruckend genug! Es gibt immer reichlich zu sehen und am allerbesten war der Blick \u00fcber die Schulter zur\u00fcck Richtung Innsbruck durch das Inntal. Super! Die hohen Berge, die Sonne, leichter Dunst, die Tour hat richtig Spa\u00df gemacht. Die erste Etappe bis Kufstein ist mit geplanten 80 Kilometern eine bequeme Strecke. Gerade auch weil der Inntalradweg in diesem Streckenabschnitt wirklich potteben ist. Und weil man zumeist auf asphaltierten Stra\u00dfen (ohne viel Verkehr) f\u00e4hrt. Teilweise ist auch der Radweg komplett f\u00fcr Autos gesperrt und mit Asphalt versehen. Splitt oder gar Schotter bekamen wir hier noch sehr selten unter die R\u00e4der. Daf\u00fcr ist die Beschilderung m\u00e4\u00dfig &#8230; aber wohin soll man sich in so einem schmalen Tal schon verfahren?<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg16_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg16_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Blick vom Aufstieg nach Schlo\u00df Tratzberg \u00fcber das Inntal\"><\/a><\/div>\n<p>3 Kilometer hinter Schwaz sollte man unbedingt die Alternativroute durch Stans Richtung &quot;Schlo\u00df Tratzberg&quot; nehmen. Am Inn hat man sich inzwischen erstmal satt gesehen und direkt am Berg gibt es auch mehr zu gucken. Wir waren ganz verwegen und sind nicht die Autostra\u00dfe gefahren, sondern durch den Ort Stans hoch in den Wald. Laut Karte sind das knapp 80 H\u00f6henmeter auf ca. 700 Meter Strecke. Gef\u00fchlt waren es ca. 300 H\u00f6henmeter. Mit dem ganzen Gep\u00e4ck den Berg rauf. Teufel, wir haben geschwitzt! Im Wald gabelt sich dann der Weg, einmal asphaltiert \u00fcber Durach nach Schlo\u00df Tratzberg, oder aber direkt \u00fcber einen Wanderstieg. Der ist stellenweise dann nicht mehr fahrbar und man mu\u00df das Rad schieben (sowohl wegen der vielen Wurzeln, als auch wegen der Steigung und auch in Kombination ;-). Zeitlich tut es sich nichts &#8211; Geschmacksache, gef\u00e4hrlich ist der holprige Weg jedenfalls nicht.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg17_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg17_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Schlo\u00df Tratzberg\"><\/a><\/div>\n<p>Von Schlo\u00df Tratzberg selbst bekommt man nur dann was zu sehen, wenn man Eintritt bezahlt. Ansonsten bleibt einem nur der Blick durch eine Glast\u00fcr in den Innenraum. Auch hat man vom Schlo\u00df nicht den erhofften Weitblick \u00fcber das Tal. Wahrscheinlich auch nur dann, wenn man zahlt und auf die andere Seite des Bauwerks darf. Aber das macht nichts, hatten wir ja schon bei der Auffahrt! Trotzdem ist dieser Abstecher sehr empfehlenswert. Die Fahrt macht Spa\u00df, es sind nur ein paar Kilometer Umweg und der Rest der Tagesetape ist sehr einfach.  Also dran denken: in Stans links ab!<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg18_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg18_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Die Achenseebahn schnauft sich Richtung Endstation\"><\/a><\/div>\n<p>Nachdem wir die nette Schu\u00dffahrt vom Schlo\u00df ins Tal hinter uns hatten, geht es direkt nacht Jenbach hinein. Und hier beginnt ein weiterer Abstecher, den man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte: der Achensee. Dieser auf nicht ganz 1.000 Meter gelegene Bergsee liegt 400 Meter oberhalb von Jenbach eingebettet in den Bergen und wird entweder \u00fcber die B181, eine alte, steile Landstra\u00dfe oder &#8211; das Mittel der Wahl! &#8211; die Achenseebahn erreicht. Die Bahn ist eine urige alte Dampflokomotive mit zwei Anh\u00e4ngern, die in einer guten 3\/4 Stunde die 7 Kilometer bergauf bis zum See bew\u00e4ltigt. Die Fahrradmitnahme nach oben ist m\u00f6glich, wenn die Bahn nicht so voll ist. Es sind sogar extra Stellpl\u00e4tze daf\u00fcr in den beiden Waggons vorgesehen. Wir hatten Gl\u00fcck und sa\u00dfen kurz darauf nebst unseren R\u00e4dern im offenen Aussichtswagen.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg19_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg19_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Achensee\"><\/a><\/div>\n<div style=\"float:left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/00_achenseebahn_ticket.jpg\" width=\"150\" height=\"127\" border=\"0\" alt=\"Ticket Achenseebahn\"><\/div>\n<p>Im Bahnhof Eben begegnen sich die auf- und die absteigende Bahn und die Lokomotive wechselt von hinten (sie schiebt die beiden Waggons den Berg hoch) nach vorne, weil ab hier bis zur Endstation am See die &quot;Hochebene&quot; beginnt. Der Blick auf den See ist wundersch\u00f6n und nicht nur die mitfahrenden Amerikaner rissen die Kameras hoch. Das Wasser des Sees hat im Sommer maximal 20\u00b0C und jetzt so knapp 15 &#8230; wir haben kurz \u00fcberlegt rein zu gehen, uns aber f\u00fcr eine Viertelrunde am Ufer entlang entschieden. Ganz herum w\u00e4re wahrscheinlich ein wenig \u00fcbertrieben gewesen &#8211; zumindest wenn man abends in Kufstein sein m\u00f6chte. Sehr, sehr sch\u00f6n da oben. Auf jeden Fall die 22 Euro einfache Fahrt plus 5 Euro f\u00fcr&#8217;s Rad ausgeben! (Warum ich wohl bis hier gewartet habe, bis ich den Preis f\u00fcr das Ticket genannt habe? Ja sicher, das ist <b>pro Person<\/b>!)<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg20_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg20_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Vom Achensee ins Tal\"><\/a><\/div>\n<p>Da wir Sparf\u00fcchse sind, haben wir uns die 6 Euro f\u00fcr den R\u00fcckweg gespart (und daf\u00fcr 5 Euro f\u00fcr die R\u00e4der ausgegeben &#8211; 1 Euro Gewinn!) und sind mit den R\u00e4dern die Serpentinen runter. Vom See nach Eben geht&#8217;s \u00fcber die normale Autostra\u00dfe. Hier kann man sich aussuchen, ob man &quot;l\u00e4nger, mehr Autos, weniger Steigung&quot; oder &quot;aaaaabw\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4rts!&quot; haben m\u00f6chte. Wir w\u00e4hlten letzteres und sausten die gesplittete alte Landstra\u00dfe Richtung Jenbach runter. Auf halber Strecke mu\u00df man einmal aufpassen, dass man den Abzweig nach Wiesing findet, da man sonst knapp 3 Kilometer unn\u00f6tig f\u00e4hrt. Hat einen Heidenspa\u00df gemacht. Nur leider sind bei uns allen dreien die Bremsschuhe ordentlich weggerubbelt :-) Das Gep\u00e4ck, die sportlichen Fahrer, die Steigung, da blieb nicht mehr viel Material auf den Bel\u00e4gen. F\u00fcr den Rest der Reise hat es aber noch gereicht!<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg22_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg22_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"... \u00fcber die Ziller ...\"><\/a><\/div>\n<p>In Wiesing \u00fcberquert man nach diesem Abstecher erneut den Inn. Das geht an dieser Stelle allerdings nur, wenn man die Bundesstra\u00dfe benutzt. Ist aber kein Problem, ebensowenig wie die folgenden 2,5 Kilometer Richtung Brixlegg, die man ebenfalls auf der Bundesstra\u00dfe f\u00e4hrt. Sobald diese die &quot;Ziller&quot; \u00fcberquert (genau, die vom Zillertal!), kann man wieder auf den Inntalradweg auffahren. Dieser f\u00fchrt dann bis Brixlegg vorbei an einigen sch\u00f6nen Schl\u00f6ssern und Ruinen. In Brixlegg haben wir uns dann erneut f\u00fcr die Alternativroute entschieden. Das Wetter war einfach zu gut, als dass man sich etwas entgehen lassen konnte. Statt direkt \u00fcber das (angeblich) sch\u00f6nste St\u00e4dtchen der Tour &#8211; Rattenberg &#8211; geradewegs nach Kundl zu radeln, sind wir in Brixlegg \u00fcber den Inn gefahren, um \u00fcber Kramsach nach Breitenbach zu fahren.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg21_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg21_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Reintaler- und Krummsee\"><\/a><\/div>\n<p>Auf der Strecke liegt ein sehenswert angelegtes Erholungsgebiet mit den Badeseen Krummsee und Reintalersse. Gleich zu Beginn der Exkursion h\u00e4tten wir einen Museumsfriedhof (was immer das ist) besichtigen k\u00f6nnen, aber ich habe die Hinweisschilder schlicht \u00fcbersehen. Dem ebenfalls am Weg gelegenen &quot;Tiroler Bauernhof Museum&quot; haben wir auch keinen Besuch abgehalten, da es au\u00dferdem konditionstechnisch zu leichten Schwierigkeiten gekommen war. So sch\u00f6n die Tour auch ist, mit den ganzen Abstechern geht sie auch etwas in die Beine und es sind einige schon sehr steile Passagen drin gewesen. Also wurde in Kundl, in welchem man wieder auf die Hauptstrecke gef\u00fchrt wird, erstmal Rast gemacht. Wer dort eine Tankstelle sucht, um seine Getr\u00e4nkevorr\u00e4te aufzuf\u00fcllen: man mu\u00df bis zur B171 fahren, da sind dann aber gleich zwei St\u00fcck! Und wenn man schon an der Tanke ist, von dort ist es nur ein Katzensprung bis zur &quot;Ruine Kundlburg&quot; mit der dahinter liegenden &quot;Kundler Klamm&quot;. Wir haben&#8217;s leider nicht gesehen &#8230; es wurde langsam auch immer sp\u00e4ter und bis Kufstein ist&#8217;s noch etwas.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg23_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg23_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"\"><\/a><\/div>\n<p>Weiter geht&#8217;s! Hinter Kundl verl\u00e4uft der Inntalradweg wieder n\u00e4her an der Bahn, denn am Flu\u00df. Zudem stimmt die bikeline-Karte in Details nicht mit der aktuell ge\u00e4nderten Streckenf\u00fchrung \u00fcberein. Das hat uns nicht nur hier ein paar Mal in Sackgassen gef\u00fchrt. Dazu kommt noch, dass die Beschilderung manchmal fehlt. Aber wie ich oben weiter schon schrieb, wir sind ja in einem Tal :-\/ Irgendwann waren wir dann in W\u00f6rgl, wo wieder einmal eine Br\u00fccke benutzt wird. Ab hier kann man sich sinnvollerweise gleich links des Inn halten. Beide Seiten sind m\u00f6glich, aber wir wollten nicht direkt nach Kufstein, sondern an den Stimmersee &#8211; und der ist auf der anderen Seite des Inn. Durch Angath, f\u00fchrt der Weg in weiten Schleifen vorbei an Oberlangkampfen und Niederbreitenbach Richtung Kufstein.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg24_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg24_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"der Stimmersee\"><\/a><\/div>\n<p>Und dann sagt das Navi pl\u00f6tzlich, dass es keine 10 Kilometer mehr sind. Wir werden immer z\u00fcgiger und nehmen mit letztem Elan den steilen H\u00fcgel bis zum <a href=\"http:\/\/www.stimmersee.at\/\">Hotel Stimmersee<\/a>. Hier hatten wir ein Dreibettzimmer reserviert &#8230;mit Blick auf den See und allem Drum und Dran. Dachten wir. &quot;<i>Fahrr\u00e4der? Klar, k\u00f6nnt ihr vor die Gastst\u00e4tte stellen. Zimmer f\u00fcr Drei? Hatten wir telefoniert? Ich schaue mal. Kriegen wir schon hin.<\/i>&quot; Wenn mich eins ankotzt, dann ist das so eine &#8222;Passt schon&#8220; Mentalit\u00e4t. Wir wollen unsere R\u00e4der nicht drau\u00dfen abstellen, warum frage ich da am Telefon wohl extra nach. Und wir nagen auch nicht am Hungertuch, da zahlen wir gern 1 Euro mehr f\u00fcr ein ordentliches Zimmer.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg25_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg25_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"'Fuhre Mist' laut Karte, aber \u00e4u\u00dferst lecker und ziemlich viel!\"><\/a><\/div>\n<p>Es war die zweitteuerste Unterkunft der Reise und das Zimmer hatte nicht mal eine Dusche! Nur eine Wanne ohne Duschabtrennung und weder Fenster noch Abzug im Bad\/Toilette. Als Lars und ich versuchten das Dachfenster zu \u00f6ffnen, sprangen mich Spinnen und anderes totes Ungeziefer an, bei dem Versuch das Sonnenrollo aufzumachen. Und mit Blick auf den See war auch nichts. &quot;<i>Essen wollen Sie? &#8211; Eine Stunde hat die K\u00fcche schon noch auf, besser sie kommen gleich!<\/i>&quot; wurde uns gesagt, als wir um 19.45 Uhr total verschwitzt und in unseren Radlerklamotten nach dem Restaurant fragten. Ja Himmel, duschen und umziehen wollen wir schon noch! \u00dcberfl\u00fcssig zu erw\u00e4hnen, dass das dritte Bett nat\u00fcrlich nicht vorbereitet war. Um mich hier beim Schreiben nicht weiter zu \u00e4rgern: das Essen am Abend war hervorragend! Die Bedienung super nett und wir haben sehr lange drau\u00dfen im Biergarten gesessen und danach noch drinnen in der Schankstube. Nur die Zimmer kann ich nicht empfehlen. Wobei die auch bessere haben, aber &quot;<i>Die sind schon teurer und f\u00fcr eine Nacht geben wir die nicht her.<\/i>&quot; &#8230; Ahja &#8230;<\/p>\n<p>Geschlafen habe ich trotzdem gut :-)<\/p>\n<h3>Montag &#8211; Stimmersee (Kufstein) bis Wasserburg<\/h3>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg26_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg26_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Da wir am Vortag relativ sp\u00e4t am Stimmersee angekommen sind, haben wir darauf verzichtet, noch nach Kufstein runter zu fahren. Wir beschlossen, uns am n\u00e4chsten Morgen nicht sofort auf die Socken zu machen, sondern erst eine kleine Runde durch den Ort zu machen. Zwar mit Gep\u00e4ck, aber auch mit Ruhe. Der Wetterbericht verhie\u00df ab dem fr\u00fchen Nachmittag zwar nichts Gutes, aber wir pfiffen auf Vorhersagen wollten in die Innenstadt und die Festung Kufstein sehen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, packten wir also erneut die Drahtesel und machten uns auf den 5-min\u00fctigen Weg ins Dorf. So besonders, dass ich mich zu &quot;Perle vom Inn&quot; hinrei\u00dfen lassen w\u00fcrde, ist es nicht. Eine h\u00fcbsche Gasse und eben die Festung. Wahrscheinlich sind wir an zig anderen solchen Orten schon gedankenlos vorbei gefahren.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg27_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg27_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Also auf die Piste! Wir hielten uns rechts des Inn und passierten auf H\u00f6he von Kiefersfelden (links des Inn) und Ebbs (rechtsseitig) die Grenze von \u00d6sterreich nach Deutschland. Passierten ist nicht ganz richtig, man f\u00e4hrt fast genau darauf entlang. Den Abstecher \u00fcber Niederndorf machten wir nicht, obwohl die Sicht vom 640 Meter hohen H\u00f6henberg sicher sch\u00f6n gewesen w\u00e4re. Aber leider hielt sich das Wetter an die Vorhersage und es begann am Himmel ganz sch\u00f6n bedrohlich auszusehen. Au\u00dferdem frischte der Wind geh\u00f6rig auf und blies &#8211; v\u00f6llig ungewohnt bis jetzt &#8211; direkt von vorne. In Aue hielten wir daher erstmal an einer Tankstelle an, um ein wenig Luft zu holen. Vele Radler waren schon nicht mehr unterwegs auf dem Inntalradweg.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg28_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg28_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Nachdem wir uns wieder auf den Weg gemacht hatten, dauerte es keine Viertelstunde, bis ich anhielt und \u00fcber das kurze T-Shirt mein lang\u00e4rmeliges Radhemd zog. Die Schirmm\u00fctze kam auch das erste Mal zum Einsatz. Es wurde kalt und der Wind machte es auf der Stirn unangenehm k\u00fchl. Trotzdem ging es z\u00fcgig weiter. Und ich bin nicht allzu abf\u00e4llig, wenn ich sage, dass der Radweg hier wirklich nicht besonders sehenswert ist. Man f\u00e4hrt auf dem Inndamm entlang. Links der Flu\u00df, rechts hohe B\u00fcsche (deren Vorteil an diesem Tag der Windschutz war). Kilometer umd Kilometer fuhren wir immer schnurgeradeaus. Windshausen, irgendwann ein Schild rechts nach Nu\u00dfdorf.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg29_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg29_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Da war doch was? Genau, hier begann eine Alternativroute und nichts konnte noch langweiliger sein, als dieser Inndamm. Also denn Inn gequert Richtung Deggerndorf. Direkt hinter der Br\u00fccke f\u00e4hrt man rechts und gelangt dann \u00fcber Gmain nach Reischenhart. Hier ist es wieder h\u00fcbsch zu fahren zwischen kleinen Geh\u00f6ften, W\u00e4ldern und ab und an \u00fcber B\u00e4che. Auch wenn man den Inn nicht sieht. Irgendwo an einem kleinen Bach unter ein paar B\u00e4umen haben wir wieder halt gemacht, die morgens geschmierten Br\u00f6tchen verzehrt und uns den immer bedrohlicher werdenden Himmel angesehen. Mit zu Hause wurde auch alle Nase lang telefoniert &#8211; ich freue mich schon auf die Rechnung, auch wenn das hier ein innerdeutsches Gespr\u00e4ch war.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg30_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg30_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>L\u00e4nger als eine halbe Stunde haben wir sicher nicht gehalten, trotzdem waren die Beine schon ziemlich kalt geworden. Aber es n\u00fctzt ja nix, weiter geht&#8217;s. Als n\u00e4chster Stopp war Rosenheim auserkoren, die gr\u00f6\u00dfte Stadt nach Innsbruck auf unserer Tour bis jetzt. Der Weg f\u00fchrte ab jetzt auch wieder direkt am Inn entlang und ich kann mir nicht helfen, da ist es nicht doll interessant. Direkt am Ortseingang nach Rosenheim, als wir gerade an einer Kreuzung auf die Karte schauten, sprach uns ein \u00e4lterer Herr an und gab bereitwillig und ohne gro\u00df aufgefordert worden zu sein Auskunft \u00fcber den Weg in die Innenstadt und die Sehensw\u00fcrdigkeiten der n\u00e4chsten 20 Kilometer auf unserem Weg. Es waren \u00fcbrigens alle Menschen, denen wir unterwegs begegneten sehr nett und hilfsbereit und gr\u00fc\u00dften von sich aus oder fragte, wo wir hin wollten. Allerdings meist die \u00e4lteren Semester und keine Mitzwanzigerinnen &#8230; nichts gegen die netten alten Damen, aber &#8230; ;-) In Rosenheim g\u00f6nnten wir uns dann in der Altstadt einen hei\u00dfen Kaffee!<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg31_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg31_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Aus Rosenheim hinaus gelangten wir eher zuf\u00e4llig auf die Alternativroute des Inntalradweg. Man kann entweder linksseitig bleiben und f\u00e4hrt wieder stinklangweilig auf dem Damm am Flu\u00df entlang, oder man wechselt auf die rechte Innseite und f\u00e4hrt nicht unten im Flu\u00dftal, sondern auf einem kleinen H\u00fcgelkamm. Eigentlich gelangt man dorthin erst nach ca. 7 Kilometern, aber gl\u00fccklicherweise war der Damm gesperrt, so dass wir schon fr\u00fcher auf den H\u00fcgel mussten und dort wesentlich entspannter und mit besserer Sicht (und Laune!) fuhren. Lass den Himmel doch schwarz werden! Die kleinen Orte, die teilweise nur aus 3 H\u00f6fen bestehen hei\u00dfen, Graben, Haidbichl, Hofst\u00e4tt, Zaisering (ja, das ist gr\u00f6\u00dfer, da stehen 5 H\u00e4user ;-) oder Gassner. Hier trift dann auch der offizielle Radweg wieder auf die Umleitung. Der H\u00fcgelkamm ist gute 50 Meter h\u00f6her als der Flu\u00df und so kann man bis zum Inntal in den Alpen zur\u00fcck blicken. Wenn man es an dem Tag denn gesehen h\u00e4tte &#8211; waren zimelich tief h\u00e4ngende Wolken davor.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg32_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg32_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Auf den an diesem Pfingstmontag wie ausgestorben wirkenden Stra\u00dfen durch die kleinen D\u00f6rfer rollten wir mit ordentlich R\u00fcckenwind fast wie von selbst. Da sah heute morgen noch anders aus. Nur die Steigungen gingen ganz sch\u00f6n in die Beine. Es geht teilweise wie auf der Achterbahn zu. Rauf und runter und wieder rauf. Meist nur ganz kurze Antritte, aber gepfeffert steil, mit Gep\u00e4ck wirkt das dann noch gemeiner. Und ich glaube, dass da doch einige Leute absteigen werden. Was das angeht sollte man der bikeline-Karte vertrauen, die auf diesem (S)Teilst\u00fcck reichlich kleine schwarze Pfeile f\u00fcr besondere Steigungen eingezeichnet hat. Und w\u00e4hrend wir gerade frohen Mutes so eine steile Passage hinabsausen, sehe ich auf eben der Karte, dass ein Spa\u00dfvogel das Schild gedreht haben musste. Richtig waren wir unten jedenfalls nicht mehr. Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck war der kleine Weg in der Karte verzeichnet. Nur mussten wir die schicke Abfahrt an anderer Stelle leider wieder hinauf. So umfuhren wir recht weitr\u00e4umig den sch\u00f6nen Ort Vogtareuth.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg33_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg33_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Es folgten Sunkenroth, Unterm\u00fchle, wo man die oder den Murn \u00fcberquert und dann f\u00fchrt der wirklich sch\u00f6n gelegene Weg durch Geiereck und Berg nach Griesst\u00e4tt. Leider sind die Griesst\u00e4tter mit dem Bau einer Umgehungsstra\u00dfe oder einem Anschlu\u00dfst\u00fcck zu dieser besch\u00e4ftigt, infolgedessen sie auch den Inntalradweg leicht modifiziert haben. Nicht ohne zu vergessen, die Schilder nicht mit zu korrigieren. Daher sind wir im Ort erstmal umhergeirrt und waren schon fast in Kettenham, bis wir uns irgendwie auf die richtige Richtung geeinigt hatten, durch eine schmale Gasse fuhren, einen kleine Busch umkreisten, um eine Ecke Bogen und &#8211; mitten auf der frisch asphaltierten und f\u00fcr den Verkehr noch nicht freigegebenen Umgehungsstra\u00dfe standen. Das war sch\u00f6n. Dass es genau in diesem Augenblick anfing zu regnen, war nicht sch\u00f6n.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg34_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg34_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Allerdings war das kein richtiger Regen &#8211; noch nicht &#8211; sondern nur so ein bl\u00f6der Fiesel. Die Ausbaustrecke war nur ein paar hundert Meter lang und ging dann nahtlos in die Landstra\u00dfe nach Wasserburg \u00fcber. Direkt bei Au unterquert man die Landstra\u00dfe und f\u00e4hrt ein ziemlich steiles St\u00fcck den H\u00fcgel hinauf um danach wieder \u00fcber die D\u00f6rfer zu gondeln. Das geht \u00fcber Laiming, Kerschdorf, Spielberg, H\u00f6hfelden und schwupps ist man schon in Wasserburg. Das &#8222;schwupps&#8220; ist leicht gesch\u00f6nt, weil der Fiesel sich einregnete und wir so langsam durchn\u00e4ssten. Einige fr\u00fcher, ich sp\u00e4ter ;-) Mein lang\u00e4rmeliges Trikot hatte ich vor einiger Zeit bereits gegen die dickere Radjacke getauscht und die hielt bis zum Ziel dicht. Viel l\u00e4nger allerdings auch nicht, an den N\u00e4hten wurde es schon feucht.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg35_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg35_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>In Wasserburg haben wir dank Navi ziemlich schnell die <a href=\"http:\/\/www.paulanerstuben-wasserburg.de\/\">Paulanerstuben<\/a> gefunden. Die Wirtin war super nett und wir konnten zuerst einmal auf&#8217;s Zimmer gehen, bevor wir die Formalit\u00e4ten erledigten. Man sah uns wohl die Kilometer an, die wir heute schon gefahren waren. Die Fahrr\u00e4der wurden in einem ger\u00e4umigen, gefliesten Keller neben etlichen anderen R\u00e4dern geparkt und dann ging&#8217;s die Treppen hoch zu unserem Zimmer. Prima! Blick auf den Inn und keine Hauptstra\u00dfe vor dem Fenster. Und ein Fernseher, den man sogar mit Fernbedienung umschalten konnte. Zwei Sachen, die bei den beiden vorhergehenden Herbergen nicht m\u00f6glich waren. Zum einen gab&#8217;s da nur ganz miesen Empfang, zum anderen keine Fernbedienung. Nachdem wir unsere Sachen aufgeh\u00e4ngt und uns selbst ein wenig auf Vordermann gebracht haben, sind wir noch in die Stadt gegangen, auf der Suche nach einem Restaurant. Wir haben dann eine nette Pizzeria gefunden, in der sich vorz\u00fcglich speisen lie\u00df.<\/p>\n<p>War eine sch\u00f6ne Tour, auch wenn die Wolken zum Schlu\u00df nicht mehr dicht gehalten haben. Auf jeden Fall war es richtig bis jetzt jede der Alternativrouten mitgenommen zu haben! Hoffentlich ist das Wetter am n\u00e4chsten Morgen nicht so, wie der Wetteronkel es behauptet &#8230;<\/p>\n<h3>Dienstag &#8211; Wasserburg bis Braunau<\/h3>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg36_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg36_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Laut Plan stand heute die l\u00e4ngste Etappe der Tour auf dem Programm. 102 Kilometer sollten es werden. Hmm, wir waren skeptisch, als wir morgens aus dem Fenster schauten. Es hagelte nicht gerade Katzen, aber es war ein ausgewachsener Regen, der dort drau\u00dfen herunter prasselte. Beim Fr\u00fchst\u00fcck sa\u00dfen schon zwei junge Frauen und besprachen mit der Wirtin eine weitere \u00dcbernachtung. Unser Zeitplan lie\u00df das leider nicht zu und daher machten wir uns frisch gest\u00e4rkt auf in die Stadt, um bei einem Radh\u00e4ndler den wir gestern abend noch entdeckt hatten, einen Regenponcho zu kaufen. Unsere Jacken halten zwar einem Schauer stand, aber nicht diesem Dauerregen. Lars hatte bereits einen solchen Poncho an und Michael und ich fanden f\u00fcr 12 Euro auch jeder einen geeigneten \u00dcberzug. Konnte also los gehen.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg37_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg37_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Und es machte sogar Spa\u00df! Richtig kalt war es noch gar nicht und unter dem Poncho blieb man &#8211; bis auf die Beine ab dem Knie &#8211; auch trocken. Richtig trocken, das wunderte mich eigentlich. Auch die H\u00e4nde waren halbwegs warm, wenn man den \u00dcberzug weit genug \u00fcber den Lenker dr\u00f6mmelt. Leider w\u00e4hrte die Freude nicht lange, denn nach nicht einmal einem Kilometer verlie\u00df die Luft das Vorderrad von Michaels Marin. Super! Wenn&#8217;s kommt, kommt&#8217;s dicke. Da konnten wir auch nicht so richtig dar\u00fcber lachen, dass das Ungl\u00fcck ausgerechnet vor einer Reifenhandlung passierte. Wenigstens konnten wir uns dort unterstellen und mussten nicht im regen flicken. Und beim Rumstehen bin ich dann so langsam das Frieren angefangen &#8230; es mussten immerhin zwei L\u00f6cher geflickt werden. Putzig, dass die ausgerechnet auf einen Schlag in den Reifen gekommen sind. Aber wie gesagt, wenn es kommt, dann richtig.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg38_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg38_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Die Strecke hinter Wasserburg w\u00e4re bei besserem Wetter sicher richtig sch\u00f6n. So k\u00e4mpften wir mit den Schirmen unseren M\u00fctzen, die vom Poncho immer ins Gesicht gedr\u00fcckt wurden und das Sichtfeld einschr\u00e4nkten. Zumindest ich k\u00e4mpfte mit der Kopfbedeckung. Zu dritt k\u00e4mpften wir mit der Beschilderung, die begann ein wenig l\u00f6chrig zu werden und Fragen aufwarf. Vor allen Dingen, als wir mitten im Wald im str\u00f6menden Regen in der Matsche standen und nicht sicher waren, in welche Richtung wir nun weiter mussten. Die Orte enden alle auf &quot;ham&quot; &#8211; W\u00fcrmertsham, Puttenham, Thalham, Bergham, Mernham &#8230; und immer auf und ab. Das kann bei dem Wetter schon ziemlich stressig werden. Aber noch waren wir guter Dinge und fuhren sogar einen Schnitt knapp unter 20, der Wind kam n\u00e4mlich von hinten und der Poncho wirkte wie ein Segel. Tats\u00e4chlich kam uns irgendwann auf einem Waldweg sogar ein P\u00e4rchen auf einem Tandem entgegen. Das war ein Grinsen auf beiden Seiten :-) und die letzten Leute, die uns auf unserer Tour auf zwei R\u00e4dern begegnen sollten. Als wir irgendwann zur linken mal wieder den Inn sahen, haben wir gerastet. Die B\u00e4ume boten wenigstens ein ganz bi\u00dfchen Schutz &#8211; auch wenn mein mitgebrachtes Br\u00f6tchen nach kurzer Zeit ziemlich weichlich war.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg39_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg39_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>5 Kilometer weiter fuhren wir nach Haiden rein, wo es links nach Gars ging und rechts nach Gars-Bahnhof. Inzwischen hatte sich der leichte Wind zu einem veritablen Wehen entwickelt, die B\u00e4ume wurden immer flacher gedr\u00fcckt und die Regentropfen wehten nahezu waagerecht \u00fcber das Land. Die letzte halbe Stunde hat das Fahren definitiv keinen Spa\u00df mehr gemacht. Ein paar kurze Blicke in unsere Gesichter und wir hatten uns f\u00fcr den Zug entschieden. Schade, Abbruch f\u00fcr heute. Aber zuerst wollten wir uns noch am Supermarkt st\u00e4rken und einen solchen hofften wir in Gars zu finden. Fanden wir auch, nur hatte ich nur nich 4 Euro Hartgeld und bl\u00f6derweise f\u00fcr 4,08 Euro auf das F\u00f6rderband gepackt. Und die Dame wollte meine Karte nicht. Soll sie ihren Schei\u00df doch behalten! Hab&#8216; einfach alles liegen lassen und bin wieder raus. War eh nur aus Langeweile, weil ich sowohl Getr\u00e4nke als auch noch Br\u00f6tchen hatte.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg41_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg41_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Nach einer halben Stunde Verschaufen fuhren wir wieder aus dem Ort nach Gars-Bahnhof um festzustellen, dass wir den Zug um 20 Minuten verpasst hatten. Argh! Beim n\u00e4chsten Mal *erst* den Fahrplan studieren und dann einkaufen! Aber h\u00e4tt&#8216; der Hund nicht geschissen, h\u00e4tt&#8216; er &#8217;nen Hasen gefangen. Sei&#8217;s drum. Wir mussten 1 3\/4 Stunde warten. Der Kiosk\/Caf\u00e9 um die Ecke des Bahnhof, der in Wirklichkeit nur ein etwas gr\u00f6\u00dferes Bushaltestellenh\u00e4uschen war, hatte nat\u00fcrlich geschlossen und \u00f6ffnete erst in einer Stunde. Ich konnte meine Knie nach kurzer Zeit nicht mehr am Zittern hindern. Nach endlosen 60 Minuten konnte ich endlich einen warmen Kakao trinken und mich aufw\u00e4rmen. Und dann kam auch schon der Zug &#8211; endlich im Trockenen!<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg40_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg40_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Von Gars-Bahnhof f\u00e4hrt man \u00fcber M\u00fchldorf nach Simbach\/Braunau. Manche Z\u00fcge fahren durch, manche nicht. Unser nat\u00fcrlich nicht. In M\u00fchldorf hatten wir ca. 45 Minuten Aufenthalt, ehe es endlich weiter ging. Also wieder auf und ab gehen. Diesmal mit etwas besserer \u00dcberdachung, denn der Bahnhof ist hier schon etwas gr\u00f6\u00dfer. Nachdem wir dann endlich unsere Fahrr\u00e4der im richtigen Wagen verstaut hatten, setzten wir uns in die bequemen Sessel oder guckten ein bi\u00dfchen die anderen Fahrg\u00e4ste an. Ich guckte unter anderem auch auf einen Hinweiszettel, der mir die Mundwinkel zu den Kniekehlen zog. Drau\u00dfen prasselte der Regen herunter und die Bahn teilt uns mit, dass der Zug nur bis Marktl f\u00e4hrt. 20 Kilometer vor Simbach. Wie bitte!? Ah, ab da geht es per Schienenersatzverkehr mit dem Bus weiter, Puh! &#8211; Was? Fahrr\u00e4der werden nicht mitgenommen. Der Zugf\u00fchrer hat uns nicht rausgeschmissen, auch nicht nachdem ich ihm gesagt habe, was ich von der Sauerei halte! Also nochmal raus in deas Unwetter. Und dabei hatten sich Michael und Lars schon trockene Socken und Schuhe angezogen!<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg42_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg42_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Wohl oder \u00fcbel mussten wir in Marktl den Zug verlassen. Der fuhr einfach nicht weiter. Allerdings st\u00fcrmte es hier auch schon nicht mehr so sehr, Regen war aber immer noch reichlich vorhanden. In Marktl ist man praktisch sofort wieder auf dem Inntalradweg und schon bald haben wir unseren Trott wieder gefunden. Zum gro\u00df Sehensw\u00fcrdigkeiten gucken hatten wir verst\u00e4ndlicherweise keine Lust. Einfach nur noch nach zum Hotel. Wir passierten Stammham, \u00fcberlegten kurz ob wir die Bundesstra\u00dfe nehmen und 20 Minuten Fahrt sparen oder den Radweg, entschieden uns wegen Sicherheitsbedenken bei dem Wetter mit Poncho, Wind und Gep\u00e4ck f\u00fcr den Radweg und Deindorf, Seibersdorf und Bergham immer n\u00e4her nach Braunau. Auch hier wieder eine eigentlich sch\u00f6ne Strecke, wenn man passendes Wetter hat. Von Bergham an geht es 7 Kilometer immer am Inn entlang und dann ist man auch schon in Simbach. Dort \u00fcber die Innbr\u00fccke und es ist wieder \u00f6stereichischer Boden. Das Hotel <a href=\"http:\/\/www.mayrbraeu.at\/\">Mayrbr\u00e4u<\/a> haben wir schnell gefunden und packten alsbald unsere Klamotten im besten (und zweitbilligsten!) Zimmer der Tour auf die Heizungen.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg43_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg43_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Lars und ich sind dann noch ein bi\u00dfchen durch Braunau und den Regen gelaufen. Wir haben noch nach einem leckeren Griechen gefunden, aber da konnte uns der einzige Passant den wir trafen auch nicht helfen. Ausgerechnet war er auch nicht aus Braunau. Nachdem wir noch einer alten Omi geholfen haben ihren Regenschirm zu reparieren und einige Minuten Smalltalk mit der sehr fidelen Dame gehalten haben (W\u00e4hrend ich \u00fcberlegte, ob wir wohl jemanden verst\u00e4ndigen sollten, denn die alte Dame kam mir ein bi\u00dfchen allein vor, wurde sie dann aber doch von einem Herrn abgeholt.) sind wir dann der Enfachheit halber wieder zu unserem Hotel gegangen und haben dort ganz vorz\u00fcglich gegessen. Die Bedienung gab uns sogar noch einen Stadplan, als wir nach dem Weg zum Bahnhof fragten. Es war zwar besseres Wetter f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag gemeldet, aber nachschauen kann man ja mal. So f\u00fchrte uns unser Verdauungsspaziergang zum Braunauer Bahnhof und zur\u00fcck. Danach kam noch &quot;Grey&#8217;s Anatomy&quot; im Fernsehen und dann das Sandm\u00e4nnchen &#8230;<\/p>\n<h3>Mittwoch &#8211; Braunau bis Passau<\/h3>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg44_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg44_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Der Blick aus dem Fenster verhie\u00df zumindest keinen Niederschlag und die Stra\u00dfe begann abzutrocknen. Vielleicht wird es ja noch was. Also schnell die Sachen bereit gelegt. Die beiden anderen lagen noch in den Kojen und ich bin bei sowas kein Langschl\u00e4fer. Um sp\u00e4testens 7 war ich immer auf den Beinen. Ich kann nicht ruhig liegen, wenn ich noch weiter will. Nach und nach kam Leben in die Bude und die Meinungen zu einer Weiterfahrt waren uneinheitlich. Da wir uns darauf verst\u00e4ndigt hatten, dass nicht die Mehrheit, sondern Veto entscheidet, sind wir halt nicht mehr Rad gefahren. Schade. Um 9:58 Uhr ging der n\u00e4chste erreichbare Zug nach Passau &#8211; genug Zeit f\u00fcr ein ordentliches Fr\u00fchst\u00fcck. Meine Sachen hatte ich fix gepackt.<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg45_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg45_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Die Bahnfahrt war sehr unspektakul\u00e4r und ausgesprochen g\u00fcnstig. Etwas \u00fcber 12 Euro pro Person inkl. Fahrrad. Da kann man nicht meckern. Daf\u00fcr aber auch ausschlie\u00dflich Bummelz\u00fcge, die an jeder Milchkanne halten und 1 Stunde Aufenthalt unterwegs in &quot;Neumarkt-Kallham&quot;. Das Wetter wurde langsam immer besser und sogar die Sonne kam zum Vorschein. Ich h\u00e4tte mir hier noch schnell eines der k\u00f6stlich duftenden halben H\u00e4hnchen kaufen sollen, aber mitnehmen wollte ich nicht und so richtig Hunger hatte ich auch nicht. Gegen 14 Uhr erreichten wir schlie\u00dflich Passau. Dort kannten wir uns vom letzten Samstag ja noch aus und sattelten ein letztes Mal die Fahrr\u00e4der. Flugs ging es durch die Innenstadt \u00fcber den Inn zur <a href=\"http:\/\/pension-gambrinus.de\/\">Pension Gambrinus<\/a>, \u00fcber die ich nun gar nichts mehr schreiben kann, au\u00dfer dass sie kulanterweise auf weitere Park- oder eine Stornierungsgeb\u00fchren verzichtet haben. Vielen herzlichen Dank daf\u00fcr! Denn selbstredend haben wir hier keine Nacht mehr angeh\u00e4ngt. Jetzt wollten wir nur noch nach Hause!<\/p>\n<div class=\"bild\"><a href=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg46_800.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/inntalradweg_20070525\/inntalradweg46_250.jpg\" width=\"250\" border=\"0\" alt=\"Der Inn hinter Innsbruck\"><\/a><\/div>\n<p>Der Bulli war schnell beladen. Die R\u00e4der wieder ihrer S\u00e4ttel beraubt auf dem Heckgep\u00e4cktr\u00e4ger verzurrt und nach einem letzten Blick in die Runde waren wir wieder auf dem Asphalt und auf dem Weg nach Hause. An der Tanke Diesel f\u00fcr den weiten Weg bunkern und los geht&#8217;s. Die Kilometer flie\u00dfen dahin, der Motor brummt, den Stern und den Spiegel habe ich je zweimal durch, da fahren wir um eine halbe Stunde vor Mitternacht auch schon wieder in Bad Oeynhausen auf den Hof. Lars hatten wir vorher in Bielefeld abgeliefert. Sachen ausgepackt, was gegessen, geduscht und dann ab ins Bett. Auch wenn ich den ganzen Tag nur rumgesessen habe, war ich doch hundem\u00fcde.<\/p>\n<p>Mal schauen, wohin es n\u00e4chstes Jahr geht &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.05.2007 &#8211; 30.05.2007 Fahrrad Lars: Stevens X7 Baujahr 2007, Schwalbe Marathon, Parallelogram-Sattelst\u00fctze, sonst original LX Ausstattung mit Gep\u00e4ck: 30 Kg Fahrrad Andreas: Scott Purgatory, Schwalbe Land Cruiser, Sattel Selle Italia Explorer, LX-Altus-Deore Mischmasch, Shimano PD-M324 mit Gep\u00e4ck 33 Kg Fahrrad &hellip;<\/p>\n<p class=\"read-more\"> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/radtouren\/inntalradweg-2007-05\/\"> <span class=\"screen-reader-text\">Inntalradweg &#8211; Innsbruck bis Passau &#8211; 2007<\/span> Weiterlesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":7485,"menu_order":13,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"activitypub_content_warning":"","activitypub_content_visibility":"","activitypub_max_image_attachments":2,"activitypub_interaction_policy_quote":"anyone","activitypub_status":"","footnotes":""},"class_list":["post-17589","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/17589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17589"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/17589\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.andreas-edler.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}