Mitnehmen oder nicht, das war die Frage. Und sie drehte sich um mein Mountainbike, welches ich zerlegen musste, damit es in den Kofferraum vom Volvo passte. Wohin soll es denn mit? Na, in die Schweiz. Zuletzt waren wir vor 3 Jahren bei Alex Schwester und deren Mann in Faulensee am Thuner See gewesen - Zeit genug, um mal wieder nach dem Rechten zu sehen. Und da die Gegend ganz schön ist und ich auch mal Spaß am bergauf fahren habe, musste das Fahrrad - trotz mäßigem Wetterbericht - mit.
Passte mit demontierten Rädern und Sattel auch gut neben das restliche Gepäck, welches nicht einmal bis zum Dach gestapelt wurde und daher noch Platz für den Blick durch den Rückspoegel bot. Am Freitagnachmittag musste ich zwar noch lange im Büro bleiben - so bis gegen 20 Uhr - und danach noch packen, aber trotzdem waren wir um halb 5 am Samstagmorgen schon auf den Beinen und bereit für die Fahrt. Nach etwas frisch machen und letzte Klamotten einladen, ging's auf die Bahn. Erfreulich unspannend fuhren wir zunächst bis zu Alex' Patenkind, in die Unistadt Karlsruhe.

Wir wollten nur mal "Guten Morgen" sagen und uns die WG-Räumlichkeiten anschauen. Wohnt da wirklich ganz schick, der Blick ist schön nur die vielen Stufen bis in den 4. Stock wären mir persönlich zu viel. Nach 20 Minuten haben wir uns wieder verabschiedet und machten uns weiter auf Richtung Eidgenossen. Auch während der zweiten Hälfte der Fahrt gab es nichts besonderes zu berichten. Auto lief, Stau gab's nur einen ganz kleinen und an der Grenze wurden wir einfach durchgewunken, so dass wir keinerlei Probleme mit dem zuviel eingeführten Fleisch in Form der allerleckersten "Stahls Bratwurst" hatten.
Insgesamt 9 Stunden nachdem wir in Bad Oeynhausen auf die Piste gegangen sind, rollten wir in Faulensee auf den Hof und freuten uns über Sonnenschein, kurze-Hosen-Wetter und den Blick auf das Panorama.

Danach Begrüßung, Wagen entladen, Zimmer in Beschlag nehmen, was trinken und erstmal hinsetzen und Kuchen essen und Kaffee trinken. Danach haben wir uns bei sehr angenehmen 25°C die Beine vertreten und sind den kurzen Weg bis runter an den See spaziert, der mit kristallklarem Wasser zum Eintauchen einlud. Sicherheitshalber wurde das aber zunächst nur mit den Füßen getestet. Besser ist das. Vor nicht mal einem Monat lag noch Schnee und die Temperaturen 10 Zentimeter unter der Seeoberfläche sind sooooo klein.

Es ist sehr schön hier und ich bin ein bißchen neidisch, dass Leute hier wohnen, wo andere Urlaub machen ;-)

Nachdem wir ein bißchen am See spazieren gegangen sind, den Grillen gelauscht und einfach nur den Ausblick genossen haben, pilgerten wir ganz langsam zurück zum Haus. Inzwischen war die Zeit nämlich so weit fortgeschritten, dass die Mägen knurrten! Da der Wetterbericht eher pessimistisch ausfiel, haben wir das für den Sonn- oder Montag geplante Grillen vorgezogen. Würstchen und Fleisch auf die Roste werfen macht einfach mehr Spaß, wenn es trocken ist.

Während wir die Leckereien verspeisten wurde noch viel erzählt und gelacht, aber nicht nur mir klappten recht früh die Lieder herunter. Freitag so lange gearbeitet und danach gepackt, Samstag um kurz nach 4 aufgestanden und dann die Fahrt hier runter ... ich war echt fertig. Ziemlich zeitig und Wochenenduntypisch haben sich dann alle in die Schlafgemächer zurück gezogen. Sind ja noch ein paar Tage hier ...
