Nun ist es endgültig der letzte Tag. Um 7 Uhr heute morgen sind meine Eltern zu Hause los gefahren, um uns aus unserem Feriendomizil zu vertreiben. Die folgenden 2 Wochen werden sie den Stellplatz in Beschlag nehmen und ausruhen. Höchste Zeit, dass wir in den Quark kommen und unsere Klamotten packen. Was sich schwierig gestaltete, denn immer wenn ich was einräumen wollte, bekam ich zu hören "Das können wir doch zum Schluß oben drauf legen!" ... um zum "Schluß" zu kommen, muß man allerdings erst mal einen Anfang haben. Ich tue mich damit ja auch schwer, aber irgendwann waren die ersten drei Sporttaschen mit unbenutzten(!) Kleidungsstücken verstaut. Hatte ich nicht anfangs geschrieben, wir hätten uns eingeschränkt?
Um 11 Uhr war noch eine Zaubervorstellung im Animationshaus. Ehrensache, dass ich mit Tim dort noch hin gegangen bin. Ich fand die Kunststückchen für das aviesierte Publikum OK, die Vortragsweise des Zauberers war mir zu monoton und ohne auf die Kinder einzugehen. Das schien Tim jedoch gar nicht gestört zu haben, der sehr fasziniert zu guckte und den Herrn für einen "richtigen Zauberer" hielt! Mit obligatorischem Kaninchen aus dem Hut gezauber und so.

Direkt danach klingelte das Handy: Oma & Opa sind da! Und Tim ist fast ausgeflippt ... Opa, Opa, Opa ... rauf auf's Fahrrad und zur Rezeption und die Ablösung abholen. Die Schranken waren wie bei unserer Anreise geschlossen, so dass wir erstmal nur so auf den Platz gingen und eine Tasse Kaffee getrunken und erzählt haben.
Als um 14 Uhr die Mittagspause vorbei war, wurde auch der elterliche Schwede auf den Platz gefahren und wir haben weiter ein- und ausgeräumt. Ein fliegender Wechsel sozusagen, der uns leider am Putzen hinderte. Es war außerdem leicht feucht draußen, so dass das Vorzelt schlimmer aussah als in den 2 Wochen vorher.

Ich habe dann Papa natürlich auch gezeigt, wie er ins Internet kommt. Da dass bei mir so gut geklappt hat, hatte er seinen auch mitgebracht. War auch erwartungsgemäß kein Problem. Der HP hatte sofort Kontakt zum WLAN. Je mehr meine Eltern einräumten, desto voller wurde unser V40. Ich hatte Bedenken, dass wir unsere ganzen Plünnen gar nicht verstaut bekämen, aber der größte Brocken - Tim's Rad - passte dann doch ganz bequem hinein, nachdem er eine letzte Runde über den Platz gefahren ist.

Darauf wurde das Bettzeug verstaut und darin eingewickelt waren die empfindlichen technischen Gräte ;-) Trotzdem blieb noch reichlich Platz für Tim und dessen Spielzeug für unterwegs. Da es hart auf den Spätnachmittag zuging, haben wir uns schnell unsere Badesachen angezogen und sind ein allerletztes Mal in die Ostsee gesprungen. Ich bin zeitlebens kein Sand und Badeurlaubfan gewesen, aber es ist schon schade, dass der Sommerurlaub vorbei ist. Trotz Sand zwischen den Zehen und allen möglichen sonstigen Ritzen.
Am Campingplatz staunte ich dann nicht schlecht, dass Papa offensichtlich mit Spikes-Bereifung angereist ist. Im Internet konnten wir aber schnell einige Reifenhändler in näherer Umgebung ausmachen, die hoffentlich am nächsten Tag eine Reparatur durchführen konnten. Wie lange der Nagel da wohl schon drin steckte? Rausziehen wurden jedenfalls mit lautem und nachdrücklichem Zischen beantwortet. Also habe ich den Fremdkörper wieder eingeführt ;-)

Zum Abendbrot gab es gegrillte Würstchen, Steaks und Putenfleisch. Für solche Mengen ist der kleine Grill aber deutlich unterdimensioniert. Vor allen Dingen, wenn es dann urplötzlich wie aus Kübeln anfängt zu schütten und das Vordach zwar den direkten Regen püerfekt abhält, der Wind aber die "Gischt" von rechts und links auf die Kohle pustet. Unsere auf 19 Uhr angesetzte Abreise verzögerte sich dadurch ein klein wenig. Aber um halb Acht waren wir dann im Auto auf der Piste.
Das war's dann endgültig mit unserem Sommerurlaub. Die Fahrt hin und zurück gehört ja immer zu meinen persönlichen Highlights - ich fahre nunmal ganz gerne Auto. Bei richtig starkem Regen nicht, aber den hatten wir nur um Hamburg herum, wo ein wirklich formidables Gewitter für beeindruckende Wolken- und Blitzkombinationen sorgte, die ich während der Fahrt leider nicht fotografieren konnte.

Einmal haben wir kurz pausiert und nach ziemlich genau 4 Stunden sind wir in Bad Oeynhausen bei uns auf den Hof gefahren. Home sweet home. Auch schön :-)