andreas edler - mein Senf

Kühlungsborn vom 07.08. bis 21.08.2008

Anreise | 08. | 09. | 10. | 11. | 12. | 13. | Halbzeit | 15. | 16. | 17. | 18. | 19. |20. |Abreise

12.08.2008 - Dienstag - Streichtag

Heute wollen wir am besten ganz schnell vergessen. Wir hatten eigentlich vor ins Ozeaneum zu fahren. Halbwegs früh aufgestanden, lecker Brötchen gegessen und um 10 Uhr waren wir auf dem Weg. Ist ja in der Woche, in 1 1/2 Stunden sind wir da - und länger als 2 Stunden hält es der Nachwuchs wahrscheinlich eh nicht aus.

Der erste Teil des Plans ging schon mal nicht auf. Die eineinhalb Stunden verdoppelten sich locker, da die B105 nur per Stop&Go zu befahren war. Und wer erzählt hat, das wäre eine schöne Route, der ist die noch nicht gefahren. Alle Klischees über die "Zone" werden hier bestätigt. Soviele kaputte Häuser und endloses Nichts habe ich lange nicht gesehen. Sicher trübt auch der nervige Verkehr ein wenig diese Sicht, aber trotzdem, schön ist anders. Kurz vor Stralsund hat dann auch noch ein Unfall die Straße komplett blockiert und wir sind eine kleine Schleife gefahren.

Völlig entnervt passierten wir die Stadtgrenze und versuchten das Ozeanenum zu finden. Allerdings ist die Ausschilderung eine Katastrophe. Irgendwann sahen wir dann die Hinweisschilder zu den Parkhäusern, welche uns aber allesamt die freie Anzahl von 0 Plätzen verkündeten. Endlos lange sind wir umher gekurvt, bis wir schlußendlich auf dem am weitesten vom Ziel entfernten Wohnmobilparkplatz eine freie Fläche zum Parken gefunden. 20 Minuten später waren wir dann per pedes vor dem Eingang.

Allerdings konnte das meine Laune wirklich nicht heben. Was machen denn die ganzen Leute da? Mit einer Schlange und etwas anstehen hatte ich ja gerechnet, aber das ist ja nun wirklich lächerlich. Ich schätze die Wartezeit auf grob 2 Stunden. Und der Himmel sah nicht so aus, als wenn es trocken bleiben würde. Stimmung: Nullpunkt, eher noch darunter. So ein Scheiß! Warum wir uns nicht angestellt haben, kann man sehen, wenn man in das Bild unten klickt und mit der Maus hin- und her bewegt.

Ganz für die Katz' war die Fahrt dann doch nicht, weil direkt gegenüber die altehrwürdige "Gorch Fock" vor Anker lag und zu einem Besuch einlud. Auch wenn es nicht *das* restaurierte Segelschulschiff ist, sondern das bau- und namensgleiche Schwesterschiff. War ziemlich interessant und die 3,50 Euro Eintritt haben sich richtig gelohnt.

Zumindest der Kapitän hat's damals ganz gemütlich gehabt.

Die Schlange vor'm Ozeanenum war danach kein bißchen kürzer, dafür regnete es ergiebig und daher ging's zielstrebig zurück zum Auto. Und mit dem nahmen wir zum Campingplatz die Autobahn, auf der es dann auch wirklich nur knapp 1 1/2 Stunden dauerte um den Wohnwagen zu erreichen. Trotz Zwischenstopp beim amerikanischen Schnellgriller.

Und mehr wollen wir über diesen Tag auch nicht erzählen ... außer vielleicht, dass Tim ihn trotzdem ganz toll fand.

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