andreas edler - mein Senf

Kühlungsborn vom 07.08. bis 21.08.2008

Anreise | 08. | 09. | 10. | 11. | 12. | 13. | Halbzeit | 15. | 16. | 17. | 18. | 19. |20. |Abreise

11.08.2008 - Montag - 5. Tag

Eigentlich wollten wir heute mit dem Rad durch die Gegend fahren. Aber um 11 Uhr kam der Ostsee-Kasper auf den Campingplatz und das wurde mittels Megaphon so laut angekündigt, dass sogar Tim es mitbekam. Logisch, dass da an weg fahren nicht zu denken war. Außerdem schien die Sonne, Strand nach dem Kasper war also gesetzt. Während Tim zusammen mit den anderen kleinen Kindern den Räuber Hotzenplotz ankreischte, bin ich ein bißchen über den Platz geschlendert.

Da hat sich in den letzten 12 Monaten ein bißchen was getan. Unser Stellplatz war im letzten Jahr noch ein wilde Wiese und das feste Gebäude, in welchem der Ostsee-Kasper gerade die Kinder begeisterte, war im letzten Jahr noch ein Zelt, in dem auch abends die Disco abgehalten wurde. Und da Mauern deutlich schallschluckender sind, als dünne Zeltwände, haben wir nun noch keinen Abend Remmi-Demmi ertragen müssen. Super. Außerdem ist ein Bistro und ein kleiner Campingbedarf-Shop mit in dem Haus. Sieht gut aus.

Nach dem Kasper gab's einen kleinen Imbiss und dann ab an den Strand. Wenn die Sonne schon mal lacht! Wir stehen nur 50 Meter Luftlinie vom Sand entfernt. Gerade durch einen kleinen Wald und schwupps stehen wir am weißen Sand. Dort wurden im vergangenen Jahr große "Wellenbrecher" aus dicken Steinen aufgeschichtet, hinter denen man einen prima Windschutz hat.

Den nutzten wir aber nicht, da wir unseren eigenen Windschutz im Gepäck haben. Die Strandmuschel vom letzten Jahr tut immer noch gute Dienste. Sei es als Zelt auf unserem Balkon zu Hause oder dem eigentlich Zweck, als Wind- und Sichtschutz am Wasser. Und wenn wir den nicht gehabt hätten, wäre aus dem Entspannen auch nichts geworden. Denn trotz Sonne wehte ein beständiger Wind, der es sofort recht frisch machte, wenn mal eine Wolke die Sonne verdeckte. Und das kam häufig vor.

Im Windschatten war's aber super. 4 Mal sind wir außerdem in die Ostsee gesprungen, aber die war längst nicht mehr so angenehm, wie am Anreisetag. Es fehlt einfach die knalle Sonne. Vielleicht bekommen wir die ja noch zu Gesicht, sind ja noch ein paar Tage hier.

Nach dem Sonnenbaden Verstecken vor dem Wind wurde heiß geduscht und dann im Wohnwagen etwas ausgeruht, bevor wir uns mit dem Rad auf die Suche nach einem Restaurant machten. Die Duschen sind übrigens genauso gut wie im letzten Jahr. Heißes Wasser rund um die Uhr, sauber und reichlich an der Zahl. Der Platz hier ist schon gut.

In Kühlungsborn sind wir dann die Promenade entlanggeradelt auf der Suche nach einem genehmen Speiserestaurant. Die Gastronomitäten direkt am Anfang habe ich gleich außen vor gelassen. An Bierzeltgarnituren wollte ich nicht über den Tisch gezogen werden. Sind dann etwas weiter gefahren, bis wir am "Hotel am Strand" eine vielversprechende Karte fanden. Da ich für Fisch nicht so bin, entschied ich mich für argentinisches Filetsteak, Alex nahm Zander und Tim Fischstäbchen. Und es war alles richtig lecker! Gute Wahl. Das Steak war klasse, innen sehr zart und außen eine genau richtige Kruste.

So gestärkt ging's "nach Hause". Allerdings wurden wir an der Promenade von mehreren Dingen aufgehalten: eine leere Bank, super Sonnenschein, ein Eisstand. Also Pause und in die Sonne gucken. Nachdem erst ein Nachwuchskünstler - ein ca. 10jähriger Junge führte ein paar Jongliertricks vor - gefördert wurde, hörten wir etwas weiter Klatschen und guckten was dort los war. "Ingo Bingo" war's, der offensichtlich schon etwas länger geübt und ein paar Tricks mehr auf Lager hatte, als der kleine Junge (der aber auch schon gut war). Tim war von dem "Kasper" jedoch noch etwas mehr begeistert, vor allen Dingen als dieser das Feuer raus holte.

Und jetzt sitzen wir in der lauen Sommernacht vor dem Vorzelt und gucken auf den Bildschirm in den Himmel.

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