andreas edler - mein Senf

Kühlungsborn vom 19.08. bis 31.08.2007

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20.08.2007 - Stadterkundung

Die erste Nacht haben wir sehr gut geschlafen - sieht man davon ab, dass der kleine Junge in der Mitte gelegen hat und sich die ganze Nacht sicher 3 Mal um die eigene Achse gedreht hat. Zum Frühstück gab es frische Brötchen von einem Bäckerstand direkt auf dem Campingplatz, der allerdings nur 2 Tage in der Woche dort verkauft - warum auch immer. Zum "Norma"-Markt mit integrierten Backwarenstand ist es aber auch nur 50 Meter weiter. Nachdem wir uns lecker gestärkt hatten, wurden die Räder und der Anhänger betriebsfertig gemacht. Das laufrad haben wir gar nicht mitgenommen, wenn's etwas weiter gehen soll, kann Tim damit eh nichts beschicken. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir zur Strandpromenade von Kühlungsborn.

Hafen Kühlungsborn

Der Weg bis zum Hafen ist echt schön und auch zu Fuß mehr als bequem zu schaffen. Irgendwann darf man nicht mehr direkt am Strand lang, sondern muß eine parallel verlaufende 30-Zone befahren, aber auch hier gibt es reichlich schöne Häuser zu bestaunen. Unschön sind lediglich die Autofahrer, die hier "30" ähnlich interpretieren wie "70" und sich um die Radfahrer auf der Straße einen Dreck scheren. Das ist nicht nur nervig, das ist für so einen Ort schlicht eine Unmöglichkeit. So bescheuert fahren die Leute ja nicht mal in Oeynhausen durch 30-Zonen. Ich war erstaunt.

Nachdem wir den Hafen (meiner Meinung nach ;-) gebührend bewundert haben, fuhren wir unter heftigem Protest des Nachwuchs weiter. Nicht am Strand lang, sondern einfach ziemlich planlos durch den Ort. Mit "planlos" meine ich nicht "verirrt". Wir wollten uns einfach Kühlungsborn angucken. In der Innenstadt kauften wir bei "Ihr Platz" (früher "Seifenplatz") eine Strandmuschel - die obligatorisch ist, wie wir ein wenig später feststellten. 10 Euro für so ein halbes Zelt ... naja, besser so als komplett im Sand zu liegen.

Molly Museum

Auf dem Weg zurück zum Platz haben wir dann auch noch halbzufällig das Molly-Museum gefunden. Mit der alten Dampflok wollen wir irgendwann nach Bad Doberan fahren und haben daher gleich die Abfahrtzeiten erfragt. Ungefähr jede Stunde fährt die Bahn und man kann sogar die Fahrräder mitnehmen. Dann steht meinem Plan und bis Bad Doberan befördern zu lassen, um von da per fahrrad zurück zu fahren, ja nichts im Wege. Hinter den Bahnschranken haben wir auf einer der Bänke dann noch ein kleines Picknick gemacht, bevor es dann die 800 Meter zurück zum Wohnwagen ging.

Möwe

Während der Rest der Familie schon mal zum Strand pilgerte, schnappte ich mir Rad und Anhänger und pilgerte zum Supermarkt. Bei dem Wetter muß man abends einfach Grillen. Getränkekisten haben wir aus Gewichtsgründen auch nicht mit hoch geschleppt und das wollte ich jetzt alles holen. Und in den Hänger passt wirklich allerhand rein. 9 Liter Cola light, 9 Liter Mineralwasser, Sack Holzkohle, Fleisch und ein wenig Kleinkram. Unter letztgenanntem befand sich auch die letzte Standluftpumpe aus dem Sonderangebot des Marktes. Nachdem meine SKS den geist aufgegeben hat, ein super Schnäppchen. 15 Euro für eine Pumpe mit Alu-Zylinder, Manometer und Kombiventilkoopf. Macht einen sehr stabilen Eindruck.

Danach ging's dann auch noch für eine Stunde zum Strand. Ob ich mich damit in den nächsten tagen wohl anfreunden kann? Ich hasse den Sand zwischen den Zähnen, im Haar, auf dem Rücken an den Händen in der Fototasche, im Portemonnaie, im Vorzelt, auf den Polstern ... überall! Warum ist hier nicht so ein cooler Felsstrand wie in Kroatien? Aber schön warm war es und ganz lustig den Möwen zuzugucken - und den Kindern beim Spielen. Tim hat schon einen Kumpel gefunden, mit dem eine Sandburg nach der anderen gebaut hat. Nur als die beiden dann versuchten eine Möwe zu fangen, mussten sie das Vorhaben erfolglos abbrechen.

Lecker

Und zum Abschluß des Tages wurde der Minigrill befeuert. Die Nachbarn haben das elektrisch erledigt - pah! Grillgut nur von der Roste mit Kohle drunter. Schmeckte ganz ausgezeichnet, auch wenn es eine Schweizer Grillpackung war und die Wurst mit Käse gestreckt war. Die beiden Schweinenackensteacks mit Paprikamarinade waren ganz ausgezeichnet zart und schmackhaft. Wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass der kleine Grill ran muß!

Einkaufen?!

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