Fahrrad Lars:
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Fahrrad Andreas:
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Fahrrad Michael:
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18 Uhr ... pünktlich rollt Michaels Schlachtschiff auf den Hof. Runter nach Passau fahren wir mit einem Wohnmobil-Bulli von Volkswagen.

Die 78 PS aus dem 2,4 Liter Dieselmotor sollen uns in knapp 7 Stunden bis nah an die Österreichische Grenze bringen. Meine Klamotten hatte ich am Nachmittag gepackt und schon mal probeweise ans Rad gehängt. Macht ja keinen Sinn, irgendwelche Sachen lose in den Bulli zu werfen und dann unten fest zu stellen, dass man das Brimborium nicht in den Packtaschen unter bringen kann.
Aber es passte alles in die 44 Liter der Vaude Trans Alp Plus II, meinen neuen Fahrradtaschen über deren Kauf ich mich ein paar Tage später richtig freuen sollte. Die beiden anderen Jungs benutzen Ortliebs - da wollte ich mich ein wenig abheben mit Vaude. Das Rad musste für den Transport auf dem Heckträger etwas demontiert werden. Wegen meiner langen Beine habe ich den Sattel extrem weit herausgezogen, wodurch sich keine platzsparende Unterbringung ergab. Entweder die Sattelstange stieß an den Sattel von Michaels Marin oder an den Lenker. Also raus das Ding und hinter die Sitzbank gelegt.

Dann auch schon vom kleinen Jungen und der Frau verabschiedet und los auf die Piste. Dieses Jahr hat Tim den Abschied zum ersten Mal richtig mit bekommen, glaube ich. Der war jedenfalls sichtlich traurig, dass Papa für so lange verschwindet. Aber eine Woche darf man wohl mal ein wenig rumtreiben.

Den nächsten Halt machten wir in Bielefeld, wo wir Lars' Klamotten, sein Rad und ihn selbst einluden und endlich auf die Bahn Richtung Süden fuhren. 19.30 Uhr ... eine 3/4 Stunde später als geplant und bei der Motorisierung keine Chance, die Zeit aufzuholen. Aber wir hatten in der Nacht ja nichts vor außer Autofahren. Und das ging sehr gut. Die Bahn war überraschend leer, das Wetter zwar sehr schwül und mit ganz eigentümlichen, unwirklichen Licht, aber es regnete nicht und so fraßen wir langsam die Kilometer.
Die letzten 3 Jahre habe ich in meinem Volvo immer nur knapp über dem Asphalt gesessen, aber so hoch über der Straße hat auch was. Zwar noch nicht ganz auf Augenhöhe mit den LKW-Fahrern, aber doch deutlich über den kleinen PKWs. Irgendwie lustig.

Nach jeweils 2 1/2 Stunden war Fahrerwechsel angesetzt. Und da ich den ganzen Tag Urlaub hatte, hatte ich auch die letzte "Schicht". Habe vorher versucht noch eine Mütze Schlaf zu nehmen, aber das ist bei dem Gebrumme gar nicht so einfach. Und in den Alkoven lege ich mich während der Fahrt nicht! Habe also nur so vor mich hingedöst, bis ich gegen 1 Uhr nachts das Steuer übernahm. So ein Bulli fährt sich ziemlich träge - macht aber Spaß. Man merkt jede Steigung sofort, da ist einfach keine Leistung um einen Hügel mit gleichbleibender Geschwindigkeit zu überfahren. In der Nacht war das jedoch kein Problem - waren ja keine anderen Leute unterwegs.

Gegen 3.30 Uhr erreichten wir unser Ziel in Passau. Da wir mitten in der Nacht natürlich nicht bei der Pension vorstellig werden wollten, haben wir uns auf einen Parkplatz gestellt und jeder soweit es ging noch 3 Stunden geschlafen. Der Zug sollte erst um 20 nach Acht Richtung Innsbruck fahren. Lange nach Sonnenaufgang haben wir dann bei der Pension Gambrinus geklingelt und unseren Parkplatz für die Woche zugewiesen bekommen. Für 10 Euro eine Woche parken - extrem fairer Kurs! Vielen Dank dafür!