Um 7 Uhr war die Nacht vorbei! Tim stand bei uns im Schlafzimmer und wollte sich anziehen. Er sei nicht mehr müde und wolle nun spielen! Was zum ... !? Naja, Alex ist mit ihm auf das Sofa gewechselt und ich habe mich noch eine zwei Stunden umgedreht. Danach lockte mich der Kaffeeduft aus dem Bett und wir haben schick gefrühstückt.

Und auch wenn es draußen noch nicht so aussah, versprach Wetter-Online einen sonnigen Tag. Haben also die Wanderschuhe angezogen und uns auf den Weg nach Hammersbach gemacht. Den Ort haben wir dann nach 5 Minuten erreicht, weil wir ja quasi schon drin wohnen ;-) Dort biegt man dann rechts ab in den Wald und begiebt sich zur Höllentalklamm. Die hatte diese Woche noch geöffnet und das wollten wir dem kleinen Jungen zeigen.

Von Hammersbach bis zur Höllentaleingangshütte geht man knapp eine gute Stunde und das war auch ziemlich genau die Zeit, die wir benötigt haben. Tim ist wacker mitgelaufen - wir sind ja sonst nicht so die Wanderer, zumindest nicht, seit der Nachwuchs da ist. Hat aber gut geklappt auch wenn ich zwischenzeitlich Bedenken hatte. Die letzen 200 Meter haben mir ziemlich zugesetzt. Bis zum Eingang der Klamm geht man dort einen mittelschmalen Weg direkt am Berg entlang und auf der anderen Seite geht es senkrecht runter.

Bis zur Hütte bin ich nur im T-Shirt marschiert, weil es tatsächlich recht warm und der Rucksack mit Keksen und Apfelschorle gefüllt war. In der Klamm selbst ist es aber durchaus feucht und die uns entgegen kamen sahen aus wie frisch geduscht. Also haben auch wir unsere - natürlich - mitgebrachten Regenjacken angezogen. Und los! Die Klamm ist wirklich beeindruckend. Viele Meter tief hat sich der Hammersbach in den fels gefressen und spektakuläre Wasserfälle entstehen lassen. Der Wanderer folgt dem Fluß durch Tunnel, in den Fels geschlagenen oder an den Fels gebauten Wegen.

Da musste ich mich zuerst ein bisschen dran gewöhnen - hab's ja nicht mit Höhen und Brücken und so - aber nach kurzer Zeit macht das richtig Spaß. Von oben und unten spritzt das Wasser und ohne Regenjacke wäre es bei der Witterung tatsächlich ungemütlich geworden. Tim hat zwischendurch mal gemurrt, wenn der Weg allzu steil und schmal wurde, ist aber ansonsten überraschend flott mitgelaufen. Und fand es nachher auch "klasse"!
Zurück sind wir den gleichen Weg gegangen, kamen allerdings bergrunter deutlich schneller voran. Insgesamt sind wir 4 1/2 Stunden gewandert und waren danach auch alle ein bisschen kaputt. Den Nachmittag haben wir dann im Zimmer verbracht und ein wenig gefaulenzt, bis wir gegen 18 Uhr aufbrachen, um ein Restaurant zu suchen.
Ein Pärchen empfahl uns unterwegs die Gaststätte "Zur Molle", welches wir auch problemlos gefunden haben und dort in dem winzigen kleinen Gastraum die letzten 3 freien Plätze ergattert haben! Allerdings standen die aufgetischten Portionen in keinem Verhältnis zur Größe der Wirtschaft :-)

Zu Hause ist Tim dann ins Bett gegangen - war ja schon spät! - und wir haben den Abend bei "Ocean's 13" ausklingen lassen.