Sommerurlaub in Kühlungsborn – 23.08.2010 – Dienstag
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Ganz früh wollten wir heute raus, weil ja Klettern auf dem Programm stand. Hat sogar fast geklappt. Aber wir haben dann wieder so ausgiebig gefrühstückt, dass wir doch nicht um 10:00 Uhr – wenn der Kletterwald öffnet – sondern erst um 11 Uhr die Gurte um die Hüften schnallen konnten. Also Tim und Alex jetzt. Es hat ja wohl niemand ernsthaft gedacht, ich würde in so einen Kletterpark einsteigen. Bin ich lebensmüde? Wobei ich die ersten 3 Schwierigkeitsgrade wohl geschafft hätte. Zwei Meter Höhe ertrage ich gerade so noch.
Tim ist erst verhalten angefangen, hatte dann aber immer mehr Oberwasser und war vor allen Dingen von den Seilbahnstrecken sehr angetan. Die “Anfänger”-Strecke hat er mit Bravour absolviert. Danach wurde es eine Nummer höher und der Parcours “Spaß” in Angriff genommen. Das war dann schon drei bis vier Meter hoch und man musste sich auch mal irgendwo festhalten. An einer Stelle lief das noch nicht so flüssig und ein paar Tränen kullerten. Fairerweise muss man sagen, dass auch andere Leute Leitern rückwärts wieder runter geklettert sind.

Nach diesem Engpass wurden aber alle Hindernisse in luftiger Höhe locker gemeistert. Allerdings war der folgende Kurs 4 dann doch zu heftig für den Kleinen. Hat sich geziert und wollte dann doch nicht drauf. Also ist Alex allein in luftige Höhen gestiegen und Tim hat noch einmal Nr. 2 in Angriff genommen. Das hat dann auch ohne Mama im Rücken prima geklappt. Er konnte sogar noch einem kleinen Mädchen ein paar Tipps geben (die die aber wohl gar nicht haben wollte ;-). 2 Stunden haben wir uns in dem Wald aufgehalten, die beiden anderen kletternderweise, ich habe mir die Mücken an den Beinen tot geschlagen. War aber insgesamt sehr schön und der Wald definitiv eine Empfehlung!

Auf dem Campingplatz haben wir uns dann ein bisschen erholt, bevor wir zum Kaffetrinken die Räder gesattelt haben und dem nur wenige Kilomter entfernten Leuchtturm einen Besuch abgestattet haben. Der liegt Luftlinie knapp 2 Kilometer entfernt, man muss aber einmal ganz drumherum fahren, um ans Ziel zu gelangen. Oben angekommen führte uns der Weg direkt ins Café Valentins, an das wir ganz ausgezeichnete Erinnerungen hatten. Die sich allerdings als ein bisschen verklärt heraus stellten. Zur Tasse Kaffee gab es nicht einmal den obligatorischen Keks und der Kuchen war zwar lecker, aber mit fast 20 Euro für 3 Leute war ich doch auch etwas bedient. Wir gehen einfach nicht oft genug aus … vielleicht ist das ja auch normal. Ich fand den Preis dem gebotenen nicht angemessen.

Auf der Rückfahrt wurde es schon merklich kühler und zu Hause haben wir erstmal den Wetterbericht konsultiert, ob es sich noch lohnt den Grill anzuwerfen. Das Radar behauptete, dass der Regen erst in 40 Minuten runter kommt. Prima, habe also angefeuert und … noch bevor die Wurst auf den Rost kam, den Grill unter das Vordach gestellt. Die Würstchen und Hähnchenbrüste mussten dann während eines heftigen Regengusses gegart werden. Schmeckten trotzdem klasse. Mir gefällt Sonnengrillen aber trotzdem besser!
