Sommerurlaub in Kühlungsborn – 16.08.2010 – Dienstag
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Wie immer haben wir erstmal ordentlich ausgeschlafen. Um halb 9 saßen wir dann am Frühstückstisch und haben uns die ofenwarmen Brötchen schmecken lassen. Wobei wir inzwischen die kleine Backstube nicht mehr frequentieren. Im Norma werden die Brötchen ebenfalls im Backautomaten hergestellt, sie schmecken besser als vom Bäcker und man muss nicht so lange anstehen. Win, win, win. Danach habe ich Tagebuch geführt, der kleine Junge hat sich mit seinem neuen Freund getroffen und Alex hat gelesen.
Um 11 Uhr war dann aber Schluß mit dem Faulenzen! Heute steht eine ganz kleine Radtour auf dem Programm. Bis Rerik war ich in 2007 schon einmal alleine geradelt, weil die Familie lieber am Strand bleiben wollte. Aber in diesem Jahr hatten wir noch kein reinrassiges Strandwetter und daher wollten heute alle mit fahren. Hinter dem Campingplatz biegt man rechts ab und muss dann eigentlich immer nur die Küste entlang fahren.

Genauso haben wir es dann auch gehalten. Vor 4 Jahren war allerdings stellenweise noch reichlich holpriger Weg, wo inzwischen eine schön asphaltierte Teerdecke den Weg bildet. Aber auch naturbelassene Sandwege hatten wir genug unter den Rädern und reichlich Spaß dabei. Oben an der Steilküste entlang musste man manchmal sogar gehörig aufpassen, dass man nicht die 5 bis 10 Meter herunter fällt. War ein ziemliches Abenteuer für den kleinen Jungen und Alex ;-) Hinter dem Campinplatz Seeblick riet uns ein Pärchen davon ab, weiter die Küste entlang zu radeln, da der Regen den Weg unpassierbar gemacht hätte. Da haben wir uns ausnahmsweise mal dran gehalten und haben weiter die Straße entlang nach Rerik unter die Räder genommen.

So hatten wir Gelegenheit das Dolmengrab am Wegesrand zu besichtigen. Hier hielten viele Ausflügler und die Kinder kletterten munter auf den Steinen rum, so dass ich reichlich Geduld brauchte, bis ich endlich mal einen Moment erwischte, dass Grab allein vor die Linse zu bekommen.
Von dort sind es nur noch 10 Minuten bis nach Rerik hinein. Wir sind wieder direkt an der Steilküste durch den dortigen Wald zum Hafen geradelt und haben alle Nase lang angehalten, um die Aussicht zu genießen. Am Hafen haben wir dann unsere Räder angeschlossen und sind ein bisschen umher spaziert. Barfuss am Strand entlang und auf die Seebrücke, von wo man einen schönen Überblick über das Ostseeufer von Rerik und die Halbinsel Wustrow hat. Es ist sehr schade, dass man diese Halbinsel nicht besichtigen darf bzw. der Eigentümer diese abschließt. Gerne hätte ich Fotos von den Anlagen dort gemacht.

Vor der Heimreise haben wir uns noch mit Fischbrötchen, Chicken-Teilen, Pommes und Currywurst gestärkt. Noch einmal umgeschaut und dann wieder zurück. Diesmal sind wir die ganze Strecke die Küste entlang gefahren. Wollen doch mal sehen, ob die Schlammlöcher wirklich so unüberwindbar waren. Hm, waren sie. Zumindest an zwei Stellen bin ich auch abgestiegen und habe das Rad drumherum geschoben. Da war wirklich kein Fortkommen in der Öttke. Entsprechend sahen unsere Räder später auch aus. Über und über mit Schlamm bedeckt. Schutzbleche sei Dank können wir die Klamotten noch einmal anziehen.

Für die knapp 25 Kilometer haben wir insgesamt 6 Stunden gebraucht. Haben viel angehalten, viel geguckt und gerastet. Das Wetter war klasse und die Laune gut. Schöner Urlaub bis jetzt. Auf dem Campingplatz haben wir dann wieder nur gefaulenzt. Nicht ganz, ich habe noch mit der Werkstatt zu Hause telefoniert und Mails an Heico-Sportiv geschrieben, ob es noch Ersatzteile für die Umbauten an meinem Volvo gibt. Wäre ja schon schön, wenn der bis Ende nächster Woche wieder flott ist.
Abends ist Tim mit seinem Freund wieder über den Platz gerast und hat auf dem Spielplatz “abgehangen”. Während wir gelesen haben. Um viertel nach neun ist er aber doch von alleine nach Hause gekommen. Da war der Kleine wohl müde ;-)
