“Solaris” in Kroatien – 25.07.2010 – Sonntag
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Wie immer sind wir zu einer sehr freundlichen Tageszeit aus den Betten gefallen und ganz langsam in den Wachzustand übergegangen. Alex und ich hatten schon am Vorabend überlegt, dass es hier doch eigentlich ganz schön ist und wir noch einen Tag dran hängen könnten. Zu Hause hatten wir nichts vor und es drängte niemand. Also bin ich nach dem Einkauf der Frühstücksbrötchen zur Rezeption geschlappt und … mit hängenden Ohren wieder zurück zum Appartment. Total ausgebucht. Die Nachmieter für unser Zimmer scharren schon mit den Hufen. Und “umziehen” macht für einen Tag ja nun überhaupt keinen Sinn. Also die letzten zwei verbleibenden Tage doppelt genießen!

Tim erfreute sich – wie an den letzten Vormittagen immer – über einen der auf der externen Festplatte gespeicherten “Pippi Langstrumpf”-Filme. Alex lag auf dem Bett und las im 4. Buch des Urlaubs, während ich im “Büro” Fotos sortiert habe und an diesen Zeilen schrieb.

Und gegen 13 Uhr sind wir dann wieder an den Steinstrand von Solaris gewandert und haben uns auf die Badematten gelegt. Da es recht windstill war, haben wir uns nur einen Baum als Schattenspender gesucht und ohne Windschutz durch die Strandmuschel damit weitergemacht, womit wir im Zimmer aufgehört haben. Ich hab’s allerdings in den 9 Tagen lediglich geschafft, ein Buch zu Ende zu lesen und ein zweites zu beginnen. War lieber im Wasser oder habe versucht die Haut zu bräunen.
Leider schien es der Wettergott nicht sonderlich gut mit uns zu meinen. Zum wiederholten Male verdunkelte sich der Himmel – nicht nur wir schauten immer öfter nach Norden – und drohte mit Blitz und Donner.

Das alles natürlich ohne an den Temperaturen auch nur das geringste zu ändern! Wir haben aber tapfer ausgehalten und uns von Petrus nicht in Bockshorn jagen lassen. Das bisschen Wind! Dafür waren die Wellen höher – sehr zum Vergnügen von Tim, der mit der halben Luftmatratze und den Flossen durch die Wellentäler jagte. Allerdings sahen das nicht viele so, so dass wir nach kurzer Zeit recht einsam auf unseren Matten waren.

Es wurde dann aber doch schlechter, das Wetter. Überstürzt die Matten rollen, Flossen und Brillen packen und dann tröpfelte es auch schon. Nach 10 Metern auf dem Weg nach Hause war’s richtig am Plästern. Aber mal ehrlich, es ist warm und wir waren nackig – warum sollte man sich da beeilen? ;-)
Dieser frühe Schauer hat natürlich unsere ganze Tagesplanung über den Haufen geworfen. Was sollen wir denn schon um kurz vor 18 Uhr auf dem Zimmer? Eigentlich sind wir immer bis zum Abendbrot am Strand geblieben! Heute mal früher zum “Grill Galeb”, wo man noch damit beschäftigt war, die Bänke und Tische trocken zu wischen.

Wir haben uns dann noch eine Viertelstunde rumgedrückt und uns dann doch hin gesetzt und Essen bestellt. Ein paar andere Gäste waren auch schon da, trotzdem hatten wir ganz merkwürdiges Gefühl, so früh was zu essen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Andererseits ist die Aussicht auch zum einfach nur dasitzen jetzt nicht so schlecht gewesen.

Habe schon an weniger einladenden Orten gegessen!
Nachdem wir gesättigt waren, sind wir ein bisschen auf und ab gegangen und Alex jammerte über die frühe Stunde und warum ich so gedrängelt habe, zum Essen zu kommen.

Aber wie man am Himmel da rechts über Novigrad schön sehen kann, hatte sich der Regen noch nicht ganz verzogen. Als wir gerade die Haustür nach dem Spaziergang hinter uns zugezogen haben, fing es schon wieder an zu regnen. Alles richtig gemacht :-) Da kann man sich doch super auf den Balkon setzen und noch ein Gläschen Wein trinken, während es leise plätschert …
