“Solaris” in Kroatien – 24.07.2010 – Samstag
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Wie jeden Morgen zum Super-Market an die Rezeption gegangen und Verpflegung geholt. Zu Hause gehen wir ja auch die paar Meter zum Bäcker und holen uns frische Brötchen, wenn wir frei haben. Einziger Unterschied ist, dass es hier in der Meeresluft, zwischen den Bäumen und mit der ganzen Sonne mindestens dreimal so gut schmeckt. Selbst wenn die Plastikmöbel auf dem kleinen Balkon unbequem und wackelig sind. Die Holländer im Appartment neben uns stehen etwas früher auf und gehen dafür jeden Morgen um halb 11 schon runter zum Strand. Dazu hatten wir in den vergangenen Tagen gar keine Lust und gammelten lieber noch auf dem Zimmer bzw. dem Balkon rum. Lesen im Bett ist bequemer als auf den harten Steinen am Strand.
Gegen Mittag müssen dann aber sogar wir raus und packen die praktische Reisetasche mit den Rollen und dem Griff zum Hinterherziehen, damit wir unser Tagesgepäck nicht tragen müssen. Schnorchel, Flossen, Taucherbrillen, Handtücher, Bücher, Getränke, Matten … da kommen schon ein paar Kilo zusammen.

Am Strand selbst entschädigt allerdings der Blick nach oben für den Aufwand. Ist schon ein Unterschied, ob ich im Sielbad liege oder an der Riviera. Vor allen Dingen kann man im Sielbad nicht das erleben, was es im Meer zu sehen gibt. Und auch wenn ich den geneigten Leser beginne zu langweilen, kommen hier doch wieder ein paar Bilder aus der formidablen Rollei-Kamera des Nachwuchses :-)

Inzwischen stellt sich raus, dass das Ding zwar gute Fotos machen kann, im Falle von Bewegungen aber auch ziemliche Verzerrungen in die Fotos reinhaut. Die sind dann nicht unscharf, sondern irgendwie verschoben. Ganz putzig. Aber die meisten Bilder kann man zu irgendwas benutzen.

Und das Wasser war heute richtig schön klar – zumindest im etwas tieferem Wasser. In Ufernähe waren reichlich Schwebeteilchen im Blick, die die Aussicht störten. Alex mokierte sich jedenfalls darüber, nichts sehen zu können. Meinen Rat, dann doch einfach ein bisschen runter zu tauchen, hat sie aber ignoriert. Tja ;-)
Sehr plötzlich zog es dann von Novigrad her wieder sehr schwarz auf und alle Strandbesucher guckten mit gerunzelter Stirn nach Norden. Das sah richtig fies aus mit einem kleinen Trichter nach unten und Blitzen, die waagerecht durch die Wolken schossen. Auch die Regenfäden sah man über dem Meer bereits. Selbiges zeigte sich allerdings immer noch sehr ruhig und fast so glatt wie ein Babypopo.

Trotzdem habe ich den kleinen Mann dann aus dem Wasser geholt – unter Protest, wie man sich denken kann. Alex hatte die Strandmuschel bereits abgebaut und wir sind – wie alle anderen auch – zu unserer Behausung zurück gewandert. Genau zur richtigen Zeit, denn als wir die Haustür hinter uns geschlossen hatten und auf dem Balkon standen, fing es an zu regnen!
Das Abendessen haben wir dann bei senkrechtem Regen, keinem Wind und angenehmen Temperaturen verzehrt und danach bis zum Einschlafen gelesen. Urlaub!
