andreas edler - mein Senf

“Solaris” in Kroatien – 22.07.2010 – Donnerstag

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Heute sollte es mal wieder ein bisschen raus gehen. Man muss ja auch sagen können, das man was gesehen hat. Also sind wir nach dem Frühstück aus den landestypischen weißen Brötchen (warum bekommt man es außerhalb Deutschlands eigentlich nicht hin, ein Brötchen mit einer harten Kruste und weichem Innenleben zu backen?) mit Marmelade in den unter den Weinranken recht gut gekühlten Volvo gestiegen und haben uns auf nach Porec gemacht. Die Stadt ist genauso weit entfernt wie Novigrad, aber ein klein wenig größer. Ich hatte das sowohl aus dem Urlaub mit Alex vor 9 Jahren als auch aus der Zeit damals mit meinen Eltern als urigen Ort mit kleinen Gässchen und schnuckeligen Häusern in Erinnerung. Aber schon der Verkehr zeigte, dass alles moderner ist.

Auch wenn eine Ampel gerade ausgefallen ist. Bei uns interessiert das ja irgendwie niemanden, dann ist die Ampel eben aus. Aber hier stand eine richtige Polizistin mitten auf der Kreuzung und regelte den Verkehr. Angesichts des Benehmens der Einheimischen auf den Straßen ist das sicher auch die bessere Lösung, als den Verkehr sich selbst zu überlassen. Die fahren dort wie die Henker. Geschwindkeitsbegrenzungen sind dort noch viel mehr grobe Empfehlungen als bei uns. Nicht auszudenken, was die bei einer blinkenden Ampel alles anstellen. Geparkt haben wir auf einem großen, kostenpflichtigen Parkplatz nahe des Hafens, auf den wir nur fahren durften, nachdem einige andere Fahrzeuge den Platz verlassen haben. War echt viel los. Dann schnell raus und ab ins Zentrum. Auf dem Weg dorthin hat der kleine Junge mit seiner neuen Errungenschaft die Großen nachgemacht. An jeder Ecke wurde die Kamera gezückt und alles im Bild festgehalten. Mit der ruhigen Hand, das muß er noch üben, aber der Auslöser geht auch etwas schwer.

Es war bullenheiß und man konnte es echt nicht lange in der prallen Sonne aushalten, so dass wir uns ständig im Schatten herumgedrückt haben. Die Innenstadt ist nicht mehr schnuckelig, so viel kann man festhalten. Das ist jetzt eine ganz normale, moderne Stadt mit Souvenirläden, Cafés und Restaurants wie in jedem anderen Land auch. Nur eben wärmer.

Die kleinen Gässchen haben wir aber dann auch noch gefunden und uns die alte Kirche angeschaut, ein Eis gegessen und Sonnenbrillen für mich und Tim gekauft. Meine letzte ist aus 1991 und ich glaube, dann darf ich erneut 10 Euro für den Schutz der Pupillen ausgeben. Auch wenn Alex mir eine andere verpassen wollte, weil die neue aussieht wie alle anderen meiner Brillen auch ;-) Wenn mir die Form doch gefällt?! 2 Stunden sind zum Rumlaufen bei der Hitze mehr als genug und wir sind am Hafen entlang langsam zum Auto geschlendert. Der hat sich auch ein bisschen verändert mit schicken Cafés, die ungefähr so aussehen wie die in Kühlungsborn – und wahrscheinlich auch die gleichen Preise nehmen. Den Booten nach zu urteilen, wird das die Klientel allerdings nicht interessieren.

Zurück auf Solaris haben wir uns schnell strandfein gemacht und haben uns in die Sonne gepackt. Diesmal hatte ich die Kamera dabei und es sind einige Fischschwärme vor der Linse entlang gezogen. Aber leider ist die Kamera doch eher zum Spielen gedacht – oder ich bin einfach zu doof – jedenfalls gelingen mir keine richtig scharfen Bilder. Wird wohl ein bisschen an der Dünung liegen, denn beim Schnorcheln kann ich das Ding einfach nicht ganz ruhig halten, es wippt ständig auf und ab.

Wir haben uns heute auch eine andere Stelle zum Liegen ausgesucht und dort war es unter Wasser deutlich interessanter. Eine flache Steinplatte mit knapp 1 Meter tiefem Wasser geht 5 Meter oder so ins Meer und fällt steil um 2 bis 3 Meter ab. An dieser Kante tummelte sich allerlei Getier und es machte richtig Spaß, daran entlang zu schnorcheln. Ich weiß schon, warum ich solche felsigen Küsten lieber mag als hunderte Meter Sandstrand. Ist einfach interessanter. Im Sandbrackwasser kann man einfach nur rumstehen und sieht nix.

Zwischen den “Tauchgängen” haben wir auf unseren Matten gelegen und gelesen bzw. Hörbuch gehört. Ich denke, ich werde in dem Urlaub mit “Olympos” von Dan Simmons durch kommen. Inzwischen gefällt mir das Buch wieder, nachdem es monatelang auf dem Board über dem Bett gelegen hat, ohne dass ich eine Seite gelesen hätte. Mit “Illium” zusammen knapp 2.000 Seiten sind natürlich auch Wort für eine Geschichte. Wir sind ziemlich lange am Strand geblieben und waren erst um deutlich nach 20 Uhr wieder am Appartment. Dort haben wir uns schnell geduscht, umgezogen und wieder runter zum “Grill Galeb” gegangen, wo wir uns mit Leckereien vom Grill gestärkt haben. Leider haben wir – sehr zum Verdruss von Alex – von dem Feuerwerk um Mitternacht erst erfahren, als wir davon im Bett liegend hörten :-( Wurde aber auch nirgends drauf hingewiesen. Menno.

Andreas am 24.07.2010 um 12:08 |
Einkaufen?!

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