Weserradweg vom 28.04.2006 – 01.05.2006
von Bad Oeynhausen nach Hannoversch-Münden (und Kassel)
Freitag | Samstag | Sonntag | Montag

Eckdaten
Fahrrad Lars:
- Stevens X7, Schwalbe Marathon, Parallelogram-Sattelstütze, Specialized-Barends, sonst original LX Ausstattung
Fahrrad Andreas:
- Scott Purgatory, Schwalbe Land Cruiser, Sattel Selle Italia Explorer, LX-Altus-Deore Mischmasch
Fahrrad Michael:
- Marin (ca. 10 Jahre alt), Schwalbe Land Cruiser, LX-Vollaustattung, Raleigh SPD-Pedale
Jedes Rad brachte mit Gepäck ca. 30 Kg auf die Waage.
Die Tour:
- Freitag:
Ab. BO: 13:08 Uhr
An. Hameln: 16:30 Uhr
Strecke: 55,65 Km
Schnitt: 20,2 Km/h
Fahrtzeit: 2h 45m
max.: 35,0 Km/h - Samstag:
Ab. Hameln: 9:30 Uhr
An. Bad Karlshafen: 17:30 Uhr
Strecke: 95,12 Km
Schnitt: 18,2 Km/h
Fahrtzeit: 5h 12m 36s
max.: 38,9 Km/h - Sonntag:
Ab. Bad Karlshafen: 9:24 Uhr
Ab. Hann.-Münden: 14:50 Uhr
Strecke: 47,09 Km
Schnitt: 16,4 Km/h
Fahrtzeit: 2h 52m 16s
max.: 45,6 Km/h - Montag:
Ab. Hann.-Münden: 11:11 Uhr
An. Kassel (W.-höhe): 13:00 Uhr
Strecke: 34,81 Km
Schnitt: 16,9 Km/h
Fahrtzeit: 2h 03m 30s
max.: 34,9 Km/h - Montag:
Ab. Kassel (W.-höhe): 13:00 Uhr
An. Bad Oeynhausen: 18:44 Uhr
Strecke: 11,66 Km
Schnitt: 12,4 Km/h
Fahrtzeit: 56m 11s
max: 58.4 Km/h
davon 3 Stunden mit der deutschen Bundesbahn
Letztes Jahr haben Lars und ich den Weserradweg bis hoch zur Küste erkundet und gleich beschlossen, dass wir die andere Richtung auch noch ansehen müssen. Wollen ja schließlich wissen, wo der Fluß entspringt, der hier direkt vor der Haustür entlangfließt.
Als Termin haben wir wieder Anfang Mai gewählt. Einmal, weil der Feiertag schön passend lag, zum anderen weil das Wetter da wohl auch frühlingshaft sein würde. Dachten wir … falsch gedacht. Der in den Tagen vor der Tour sehr aufmerksam beobachtete Wetterbericht verhieß nichts Gutes. Regenwahrscheinlichkeit an jedem Tag über 80% und Temperaturen um die 10°C, dazu Wind. Nicht unbedingt das, was ich mir als perfektes Radtourwetter wünschte.
Dieses Jahr wollte Michael die Tour ebenfalls mitmachen, nachdem er wieder in heimische Gefilde zurückgezogen ist. Wir sind früher schon öfter zusammen Rad gefahren und wahrscheinlich war er auch ohne Training, der Fitteste von uns dreien. Ich bin den Winter über ja immer den ein oder anderen Kilometer gefahren, aber Lars hatte das Rad eher eingemottet und würde mit der Tour die ersten richtigen Kilometer abreißen. Ergo hatten wir auch keine bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeit angepeilt. Es wird so gefahren, wie wir gerade können und die Strecke es zuläßt.
Und die ist am Weserradweg sehr eben. Allerdings führt der Weg von hier nach Süden durch das Wesertal mit den reichlich Hügeln ringsum, so daß ab und an auch eine Steigung den Weg abwechslungsreich und anstrengender machen würde. In der Norddeutschen-Tiefebene gab’s ja außer pottebenen Wegen und Rapsfeldern nix zu sehen ;-) Also dieses Jahr die optisch ansprechendere Route.
Freitag: von Bad Oeynhausen nach Hameln
Um 13 Uhr wollten wir losfahren, da Lars morgens noch ins Büro musste. Michael und ich hatten beide Urlaub und die Räder schon bepackt und waren abfahrtbereit. Das Wetter war freundlich, bewölkt aber die Sonne lugte sehr oft durch die dunklen Wolken. Richtig kalt war es auch nicht, so daß wir alle drei auf kurze bzw. 3/4 lange Hosen setzten.
Michael war der einzige, der mit Klickies unterwegs war. Ich wollte meine nicht benutzen, weil ich mit meinen Radschuhen nicht so gut laufen kann und man bei so einer Tour ja doch das ein oder andere Mal absteigt um zu rasten und sich etwas umzugucken. Lars hat noch nie Klickpedale ausprobiert. Im nachhinein werde ich mir für das Reiserad wahrscheinlich noch Kombipedale kaufen mit Klick auf einer Seite und Plattform auf der anderen. Und Schuhe, die auch ein paar Kilometer zu Fuß ermöglichen. Nächstes Jahr …
Mit 8 Minuten Verspätung machten wir uns schließlich gut gelaunt auf die Reise. Runter zur Weser, an der Fähre Amanda vorbei über die Autobahnbrücke und begannen gleich mit der Abkürzung über Holtrupp und Möllbergen. Immerhin kennen wir die Gegend nun alle ziemlich genau und in Vlotho war ich auch schon mehr als einmal :-) Ab dem Kraftwerk in Veltheim war dann allerdings für alle radtechnisches Neuland. Die Strecke führt hübsch durch kleine Ortschaften und es waren einige Radler unterwegs.
Vorbei an vielen Wiesen und Baggerteichen querten wir bei Eisbergen das zweite Mal die Weser und fuhren am Doktorsee vorbei nach Rinteln hinein. Das ist ja nur ein Katzensprung. Wir waren ein wenig überrascht. Im Ort selbst haben wir keine Pause gemacht – war auch nicht so spannend. Aber kurz dahinter wurde der erste Riegel verzehrt, ein wenig getrunken und die obligatorischen Gruppenfotos geschossen. Das Wetter war etwas bewölkter geworden, aber immer noch trocken und halbwegs warm.
Weiter geht’s über die Dörfer. Der Weserradweg kürzt hier einen kleinen Bogen des Flusses ab und führt durch ein schönes Naturschutzgebiet über Engern nach Kohlenstädt. Von dort weiter über Kleinenwieden nach Großenwieden und der nächste größere Ort ist dann schon Hessisch Oldendorf. Den läßt man allerdings großzügig zur Linken liegen und sieht nur die Ortseingangsschilder. Danach kommt nach knapp 8 Km Fischbeck und unser nächster Halt war dann auch schon das Tagesziel Hameln.
In Hameln kannte ich bisher nur das Kino und eine Kneipe – das Unikum – in welcher wir damals auf den Beginn des Films gewartet haben. Nachdem wir ein wenig durch die Altstadt gefahren sind, haben wir recht schnell unser Quartier gefunden. Wir haben im Vorfeld ein Dreibettzimmer in der Altstadtwiege gebucht, welches wir nun bezogen. Sehr zentral gelegen, rustikale, gemütliche Zimmer und freundlicher Service zu einem fairen Preis. Damit waren wir zufrieden. Die Fahrräder – und das ist mir wichtig gewesen – konnten wir in einem überdachten und abgeschlossenen Bretterverhau hinter dem Hotel abstellen. Sollte man aber eigentlich auch erwarten bei einem vom Radwanderwegweiser empfohlenen Hotel.
Zu Abend gegessen haben wir nach einem kleinen Rundgang im Paulaner im Rattenkrug wo es neben dem namensgebenden Gerstensaft auch sehr leckeres Essen gab. Danach besuchten wir oben erwähntes Unikum, um ein paar Runden zu kickern und auszuruhen. Auf dem Nachhauseweg entdeckten wir direkt neben der Altstadtwiege noch das Mo, wo wir noch Cocktails orderten. Die am Nachmittag abgestrampelten Kalorien haben wir mit dem Abend mehr als kompensiert. Eigentlich genau das, was man auf so einer sportlichen Tour nicht machen soll ;-) Aber schön war’s … entsprechend fühlte ich mich am nächsten Morgen auch.






