andreas edler - mein Senf

14.03.2012

Was interessiert mich, was ich gestern schrieb

Herr Ober-Sundermeyer äußert sich heute in der Neuen-Westfälischen und auf der Internetseite der FDP zum letzten Umweltausschuss und dessen Besprechung in den Medien. Und ganz ehrlich, ich finde es langsam unerträglich, wie sich hier gewunden wird und das was gestern erzählt wurde, heute nicht mehr wahr ist. Wortwörtlich schreibt Herr Ober-Sundermeyer in der Austrittserklärung aus der Koalition vom 27.12.2011: Stattdessen werden als Alibifunktion 60 000 Euro verplempert. Diese 60.000 Euro sind im gemeinsam von der ehemaligen Koalition verabschiedeten Haushalt für die eventuellen Mehrkosten für den Bezug von Ökostrom sowie weiterer für den Klimaschutz zu treffenden Maßnahmen enthalten. Mithin exakt der Punkt, welcher im letzten Umweltausschuss von SPD und CDU mit Bauchschmerzen, nach langer Diskussion und mit Einschränkungen beschlossen wurde. Die FDP hat sich in dem Ausschuss durch Zuhören beteiligt. Wie soll ich die Aussage Diese 60 000 Euro als Investition, zur Steigerung der Stromerzeugung an vorhandenen, im Besitz der Stadt – Staatsbad befindenden Turbinen am Kokturkal, sind im Interesse des Umweltschutzes eine bessere Lösung. denn bitte sonst verstehen, als das der Bezug von Ökostrom und von der Verwaltung durchgeführte Maßnahmen “verplempern” sind? Und welcher Strom ist dann besser? Kann man auch explizit Kohlestrom statt Atomstrom kaufen?

Auf der Seite der FDP wird die im Austrittsschreiben ebenfalls enthaltene Aussage, gemeinsame Anträge zur Nutzung der Wasserkraft der Werre seien verschleppt worden, wiederholt: Hier ist für uns die volle Ausnutzung der Wasserkraft der Werre selbstverständlich. Leider wurde die Möglichkeit zur Nutzung des Sielwehres, durch die Verwaltung und dem Ausschuss nicht mit dem nötigem Nachdruck bearbeitet. Immer wieder wurden Gründe zur Verhinderung gefunden. Ich erinnere nur an die entsprechenden Fraktionsanträge hierzu, die bisher nicht im Umweltausschuss behandelt wurden, sondern an den Betriebsausschuss Staatsbad delegiert wurden. Dazu kann ich nur feststellen, dass solange ich im Rat der Stadt bin – und solange gibt es diesen neuen Umweltausschuss erst – ich mich an keinen entsprechenden gemeinsamen oder auch allein gestellten Antrag erinnern kann. Es würde mich auch sehr wundern, wenn die Grünen eine “volle Ausnutzung der Wasserkraft der Werre” in einem Antrag unterstützen würden. Nichtsdestotrotz würden von Fraktionen gestellte Anträge natürlich behandelt werden müssen!

Bei dem folgenden Satz Die Renaturierung der Werre hat aber auch gar nichts mit der Ausnutzung der Wasserkraft der Werre zu tun. musste ich dann ziemlich heftig schlucken und eigentlich erübrigt sich angesichts solcher Interpretationen auch eine ernsthafte Diskussion über die Sache. Das ist schlicht komplett falsch – um nicht deutlichere Worte zu finden.

Ich frage mich auch, in welchem Rat Herr Ober-Sundermeyer sitzt, wenn er sagt Zudem wurde die Tagesordnung um einen Punkt erweitert, der bereits in der Ratssitzung behandelt wurde.In dem Rat, in dem ich bin, wurde mit Mehrheit der SPD, CDU und auch FDP beschlossen, diesen Punkt eben nicht im Rat auf die Tagesordnung zu setzen. Inwieweit eine Nichtbehandlung eine Auseinandersetzung mit einem Thema ist, interessiert mich doch sehr. Und ich frage mich weiter, wie er es dann meint, wenn er behauptet Entscheidungen würden im Ausschuss an den Fraktionen vorbei gefasst werden sollen?

So langsam geht mir diese Sache gewaltig auf den Senkel!

Andreas am 14.03.2012 um 7:50 in Bad Oeynhausen, Kommunikation, Politiker, Presse | 1 Kommentar |

11.03.2012

Radwegbenutzungspflicht an der Detmolder Straße entfallen

Nach dem gelungenen Betriebsfest am gestrigen Abend und der Nacht bin ich heute morgen um 10 Uhr aus dem Bett gefallen und habe mich über die Sonne gefreut. Also rauf auf’s Rad. Bis Vlotho und dann hoch zur Burg Vlotho. Ich kann nix mehr! Da hat mich doch tatsächlich jemand bergauf überholt :-) Wird wohl noch, hoffe ich – bin ja erst das zweite Mal in diesem Jahr dort rauf.

Nach einem kurzen Halt bei meinen Eltern in Oberbecksen bin ich den Backsweg in Vlotho runter gerauscht. Kompletten Beitrag lesen

Andreas am 11.03.2012 um 15:50 in Bad Oeynhausen, Fahrrad, Kommunikation, Presse, Verkehr | 3 Kommentare |

05.03.2012

Leistungsschutzrecht

Ich vermag noch gar nicht zu erkennen, ob hinter der Entscheidung der Koalition für das Leistungsschutzrecht allerfeinste Lobbyarbeit oder schlicht Dummheit steckt. Google & Co. sollen also den Verlegern Geld dafür zahlen, wenn in deren Aggregatoren Links zu Zeitungen und Artikeln erscheinen.

Komplett bekloppt! Wer profitiert denn von solchen Linksammlungen? Doch ausschließlich die verlinkten Zeitungen. Die bekommen von Google völlig unentgeltlich Nutzer zugeschoben. Eigentlich müssten die Verleger noch dankbar sein und den Linkgeber hofieren. Stattdessen lehnt sich die Mischpoke zurück und sucht sich einen Dummen, der stumpf ein Gesetz entwirft, dass man für die Dienstleistung “Ich verlinke dann mal auf Dich, damit ein User Deine Seite findet!” auch noch Geld dazu bezahlen muss.

Das ist in etwa so bescheuert, wie von einem Rettungssanitäter Geld zu verlangen, wenn er an der Unfallstelle aufkreuzt und einem Verletzten zu Hilfe eilt.

Wäre ich jetzt Google, würde ich die so agierenden Verleger kurzerhand aus dem Index kegeln. Wer nicht will, der hat schon. Bin mal gespannt wie lange die das aushalten ohne Zeter und Mordio zu schreien und sich zu beklagen, dass ja jetzt andere Quellen bevorzugt werden und keiner mehr die Zeitung im Web findet …

Andreas am 05.03.2012 um 18:34 in Kommunikation, Mecker, Politiker, Presse, Recht, Web | 0 Kommentare |

28.02.2012

Parkgebühren in der Innenstadt

Zunächst einmal: ja, es ist ziemlich daneben, dass man im Verwaltungsrat der Stadtwerke AöR im Alleingang eine Änderung der Parkgebühren beschlossen hat, ohne auf ein sowieso in Arbeit befindliche (hoffentlich) Konzept für die gesamte Innenstadt zu warten. Wir haben aktuell nunmal zwei Betreiber der Parkmöglichkeiten in einer kleinen Stadt und die sollten sich absprechen und an einem Strang ziehen. Alles andere ist Kuddelmuddel. So weit kann ich den Innenstadtkaufleuten zustimmen, die heute im Westfalen-Blatt ihren Unmut über die Parksituation in Bad Oeynhausen kund taten und am Mittwoch in der Ratssitzung eine Unterschriftenliste gegen die Abschaffung vergünstigter Parkgebühren vorlegen wollen. Kompletten Beitrag lesen

Andreas am 28.02.2012 um 13:20 in Bad Oeynhausen, Geld, Presse, Rat, Verwaltung | 0 Kommentare |

02.01.2012

Qualitätsjournalismus

Ich gucke eben auf meinen Kontoauszug und sehe eine Abbuchung über 16,50 Euro. Die Neue Westfälische hat den monatlichen Obolus für meine Berechtigung zum Lesen ihrer Zeitung im PDF-Format eingezogen. Nicht viel möchte man meinen. Allerdings interessiert mich eigentlich auch nur der Lokalteil. Alles was im überregionalen oder gar internationalen Teil steht, ist eh veraltet und ich habe die Infos meist bereits in den Tagen und Stunden vorher ausführlicher und verlinkter online gesehen und gelesen. Sei es über Facebook, Twitter, den Google-Reader oder schlicht durch andere Blogs. Den Sportteil lese ich auch nicht. Naja, fast nicht. Neuerdings gucke ich immer, wie der HCE in der Landesliga gespielt hat und ob sich meine völlig laienhafte Meinung zum Spiel mit dem der Redakteure deckt. Kompletten Beitrag lesen

Andreas am 02.01.2012 um 21:09 in Bad Oeynhausen, Mecker, Presse | 0 Kommentare |

15.12.2011

4 Monate am Stück verlieren

Die Bild hat im September den vierten Monat in Folge an Reichweite verloren und liegt nun auf dem Jahrestief. Und das ist noch zuviel!

Andreas am 15.12.2011 um 23:30 in Presse | 1 Kommentar |

23.11.2011

Kein Wort zum Fehlverhalten des Autofahrers

Es wird noch nicht einmal das verniedlichende “übersah” oder “bemerkte nicht” verwendet. Gar nichts, nur einfach links abgebogen. Polizei Mi-Lü: Schutzhelm bewahrt Radfahrer bei Unfall vor Schlimmerem
… Beim Abbiegen nach links auf ein Firmengrundstück kam es zur Kollision mit einem 49-jährigen Mindener, der mit seinem Fahrrad den linksseitigen kombinierten Geh- und Radweg der Karlstraße in der gleichen Richtung befuhr. Der Geh- und Radweg ist für den Verkehr in beiden Richtungen ausgeschildert …
Der Autofahrer hat nicht auf den vorfahrtberechtigten Verkehr geachtet. Punkt. Entweder tat er dies vorsätzlich, das wäre ziemlich ungewöhnlich, oder er hat gepennt. Mit keinem Wort erwähnt die Polizei, dass Autofahrer in solchen Situationen vielleicht mal über die Schulter gucken sollten. Mit keinem Wort erwähnt die Polizei, dass der Radfahrer Vorfahrt hatte!

Aber es wird gnädigerweise mitgeteilt, dass er dort fahren durfte – denn ganz offensichtlich fur er auf der eigentlich falschen Seite. Nur – und auch das verschweigt die Polizei, wenn ein Radler “verbotswidrig den linksseitigen Geh- und Radweg” benutzt hat und dabei umgemäht wurde – ist das ganz offensichtlich vielfach erlaubt oder sogar vorgeschrieben. Ich wiederhole mich, wenn ich also behaupte dass ein Autofahrer *immer* auf beide Richtungen aufpassen muss, wenn er abbiegt.

In Spekulationen ergeht sich die Polizei, wenn sie davon spricht, dass der Helm vor Schlimmerem geschützt hat. Üblicherweise wird – wenn dem denn so ist – ausdrücklich erwähnt, dass der Helm irgendwo angeditscht ist. Hier ist aber von leichten Verletzungen am Oberkörper die Rede. Trug der Fahrradfahrer einen Ganzkörperhelm? Oder hat die zusätzliche Beleuchtung am Helm den Oberkörper gerettet?

So ein Zusatzlicht halte ich übrigens für Unfug. Dieses Aufrüsten um noch mehr Licht und Reflektorgedöns führt lediglich dazu, dass man schwächere Reize nicht mehr wahrnimmt. Xenon hier, Warnwesten dort, 40 oder 60 Lux am Rad, Tagfahrlicht am Auto. Was kommt als nächstes? Werde ich bald nicht mehr ohne weißen Reflektoroverall das Haus verlassen dürfen, falls ich vorhabe kein Auto zu benutzen?

Es läuft einiges ganz gewaltig in die falsche Richtung.

Andreas am 23.11.2011 um 18:45 in Fahrrad, Mecker, Presse, Sicherheit, Verkehr | 0 Kommentare |
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