andreas edler - mein Senf

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05.03.2010

Radweg an der Bachstraße?

So wird das nie was mit der Fahrradfreundlichkeit! Neue Westfälische: Schmuddeliger Radweg
… Für die zahlreichen Fußgänger und die Radfahrer ist der Radweg an der Bachstraße in Oberbecksen Richtung Weserstraße und Babbenhausener Straße eine echte Prüfung …

Zum Mitmeißeln: es gibt an der Bachstraße in Oberbecksen keinen Radweg!

Dort existiert ein viel zu breiter Gehweg, welcher unglücklicherweise von der Stadt zur Benutzung durch Radfahrer frei gegeben wurde. Das ist ein himmelweiter Unterschied! Durch den überbreiten Weg reduziert sich natürlich die Fahrbahnbreite – welche in einer 30er-Zone ganz selbstverständlich und vorgeschriebenermaßen auch von Fahrrädern benutzt werden muß. Statt nun die Autofahrer zu sensibilisieren, dass in dieser 30-Zone – die noch dazu eine Hauptschulwegader ist – bitte sinnig gefahren werden soll und 30 keine Empfehlung sondern ein Gebot ist, zwängt man die Radfahrer an der Stelle mittels dieses Konstrukts auf den vermeintlich sicheren abgetrennten Weg. Was dann passiert, zeigt der Artikel. Die Fahrbahn ist an der Stelle problemlos zu benutzen!

Und die Neue-Westfälische scheint sich für eine Recherche nicht zu interessieren. Hier wird munter Gehweg mit Radweg gleichgesetzt, “Benutzungspflicht” und “kann bzw. darf benutzen” vermengt und am Ende wundert man sich, warum niemand die Verkehrsregeln kennt. Das führt dann dazu, dass Radfahre von den Fahrbahnen – auf die sie laut Straßenverkehrsordnung gehören – weggehupt werden und die Akzeptanz für dieses umweltfreundliche Fortbewegungsmittel sinkt und nach mehr gefährlichen und nicht gepflegten Radwegen geschrien wird. An der Sicherheit ändert sich hierdurch gar nichts!

Andreas am 05.03.2010 um 7:45 in Bad Oeynhausen, Fahrrad, Presse | 0 Kommentare |

03.03.2010

Tiefstehende Sonne

Es geht wieder los. Die Wolken verziehen sich und unsere Sonne guckt ab und an mal vorbei. Natürlich ist sie dann neben Sonnenbrand auch noch für viele andere Dinge verantwortlich: Westfalen-Blatt: Fahrer geblendet – Schülerin angefahren
… Der 70-jährige Fiatfahrer sei dagegen durch die tiefstehende Sonne geblendet worden und habe deshalb sein Rot nicht wahrnehmen können …
Der arme Mann, konnte sein Rot nicht wahrnehmen.

Ich halte es in solchen Fällen – tatsächlich blendet mich die Sonne auch – einfach so, dass ich dann ganz besonders langsam und vorsichtig fahre. Jedenfalls nicht so, dass andere Gefahr laufen “durch die Luft geschleudert” zu werden. Und wenn ich nichts sehe – ja, das ist so – dann kann ich auch nicht mehr fahren.

Ich werde echt sauer, wenn ich solche “Entschuldigungen” in Pressemeldungen lese. Da hat einer Rot missachtet und ist mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Punkt.

Andreas am 03.03.2010 um 22:08 in Auto, Presse, Verkehr | 0 Kommentare |

27.01.2010

Rückbau des Werster Kreisel

Meine Meinung zu dem Thema habe ich bereits hier erläutert: Ich halte vom Rückbau gar nichts. Im nächsten Ausschuß für Stadtentwicklung ist das Thema nun auf der Tagesordnung, da Straßen NRW sich zur entsprechenden Anfrage geäußert hat. Die Neue Westfälische kündigt dies in der heutigen Ausgabe folgendermaßen an: Kreisverkehr im Ausschuss
… befasst sich am Donnerstag, 4. Februar, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal mit den Anträgen auf Rückbau des Kreisels und der Umlegung des Zebrastreifens. Straßen NRW habe, so Pressesprecher Sven Johanning, nichts dagegen einzuwenden …
Nun weiß ich nicht, ob der Pressesprecher das falsch widergegeben hat, oder ob die Zeitung ein Verständnisproblem hatte. Tatsache ist, dass Straßen NRW hat deutlich darauf hingewiesen, dass einer Verlegung des Zebrastreifens auf Grund der Richtlinien und der Verkehrssicherheit nicht zugestimmt werden kann. Das steht so auch in der öffentlich zugänglichen Ausschußvorlage. Noch dazu halte ich die Kostenschätzung für ein Unding: 22.000 Euro. Das ist ja fast so teuer, wie der Neubau des Kreisels. Für das Versetzen von ein paar Kantsteinen? Und da reden wir von knappen Haushaltsmitteln …

Andreas am 27.01.2010 um 7:54 in Bad Oeynhausen, Presse, Verkehr, Verwaltung | 0 Kommentare |

13.12.2009

Qualität oder Subvention?

DWDL.de: Alt-Verleger Neven DuMont ruft nach Vater Staat
… Verleger Alfred Neven DuMont ruft in der Krise nach der Politik. Sie solle “zielstrebig ein eigenes Programm” zur Rettung der Zeitungen auflegen. Andernfalls könne es in 20 Jahren womöglich gar keine Tageszeitung mehr geben …
“Buäh, keine Sau will mein Geschreibe mehr lesen. Los Merkel, gib Du mir das Geld, welches die Leser mir böswillig vorenthalten.” lautet meine Übersetzung des Gejammers.

Das die Auflagenzahlen zurückgehen hat doch die gleichen Gründe wie die sinkenden CD-Verkaufszahlen und die Stagnation bei den Kinobesuchen! Schuld sind nur die bösen Raubkopierer, die … Äh, nein, kann bei Zeitungen ja nicht sein. Wer stellt sich schon an den Kopierer und gibt den Lokalteil seinem Nachbarn. Nein, der Grund ist einfach die gesunkene Qualität in Verbindung mit den begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln. Wenn früher ein Fernseher in der guten Stube stand, dann hatte man vielleicht noch ein Bakelit-Telefon und – die Tageszeitung um sich zu informieren.

Heute habe ich noch ein Handy, 3 Laptops, zwei PCs, 3 DVD-Player, 2 LD-Player, eine PSOne und womöglich gehe ich sogar ab und zu vor die Haustür zum Bowlen oder ins Kino. Mehr Geld habe ich aber im Verhältnis zur Bakelit-Zeit sicher nicht zur Verfügung. Also muß ich ein Auswahl treffen.

Wenn ich nun im Internet viele Informationen bekomme – und seien es nur unbearbeitete (z.B.) dpa-Ticker, dann ist meine Bereitsschaft für die ebenfalls unbearbeitet wiedergegebenen dpa-Ticker-Texte einen Tag zu warten und noch Geld dafür auszugeben eher gering. Trotzdem habe ich eine Tageszeitung im Abo: wegen dem Lokalteil. Ich gebe nicht unbeträchtlich Geld dafür aus, dass ich den kompletten Wirtschafts-, Sport- und “Aus aller Welt”-Teil ungelesen entsorge, weil ich die lokalen Infos so eben nicht bekomme. Ziel der Journalisten und des Herrn DuMont muß also sein, mir Informationen zu bieten, die mich interessieren und die ich sonst nicht bekomme – zu einem Preis, den ich bereit zu zahlen bin.

Als bodenlose Frechheit empfinde ich es, wenn er jetzt versucht mein Geld zu bekommen, indem er die Politik anbettelt. Bekommt es selbst nicht hin, die Leser stimmen mit den Füßen ab und er stampft mit denselben beleidigt auf und will den (Nicht)Lesern das Geld von hinten aus der Tasche ziehen. Sehr merkwürdige Ansichten.

Andreas am 13.12.2009 um 11:39 in Fraglich, Kommunikation, Presse | 0 Kommentare |

10.09.2009

Schutzhelm zur Unfallverhütung?

Polizei Mi-LÜ: Radfahrendes Kind durch Auto angefahren und verletzt
… befuhr ein 10-jähriger Junge mit seinem Fahrrad von einem Grundstück an der Halsterner Straße auf die Fahrbahn, um diese in südlicher Richtung zu überqueren. Dabei wurde er von dem VW Golf eines 70-jährigen Hillers erfasst, der auf der Halsterner Straße in westlicher Richtung unterwegs war. Der Junge erlitt bei dem Zusammenprall schwere Verletzungen. … Das Kind trug zur Unfallzeit keinen Schutzhelm.
Ohne Informationen zu den Verletzungen ist es ziemlich sinnfrei auf den fehlenden Helm hinzuweisen. Auch mit Helm wäre dieser Unfall passiert. Es nervt mich bei der Berichterstattung der Polizei kollossal, dass ständig die Helme erwähnt werden, ohne die entsprechende Schutzwirkung darzulegen. Im Gegenteil, es wird sogar von schweren Verletzungen berichtet, um im gleichen Satz zu erwähnen, dass ja glücklicherweise ein Helm getragen wurde. Auch hier ist ohne weitere Einsicht in den Unfallhergang überhaupt kein Zusammenhang zwischen Helm und Verletzungen herzustellen. Und auch im persönlichen Gespräch mit Polizeibeamten wurde mir immer nur erklärt “Natürlich schützen die, das wissen wir aus unserer Berufspraxis!” – konkret konnte niemand der Herren werden. Im übrigen auch nicht die Helmhersteller, die ich zu dem Thema befragt habe.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich bei meinem Anditscher vor einem Monat keinen Helm trug. Aufgrund des Unfallhergangs gehe ich mit Helm von ziemlichen Nackenschmerzen bei mir aus. Wer weiß, was ich mir gebrochen hätte! Tausche ich gerne gegen die Platzwunde. Von den Scherereien wegen der Kratzer vom Helm im Lack des Autos mal ganz abgesehen.

Warum wird nicht ein einziges Mal an die Autofahrer appeliert, mehr Umsicht walten zu lassen?

Andreas am 10.09.2009 um 12:39 in Fahrrad, Kommunikation, Presse | 0 Kommentare |

27.08.2009

Die Fußgängerzone als Rennstrecke für Radler?

Das Team “Jacke/Steinert” hat wieder zugeschlagen und erfreut den geneigten Leser in der Neuen-Westfälischen mit einem kaum durch Polemik, Halbwissen und Vorurteilen verwässertem Artikel über die Radfahrer in Bad Oeynhausen. Allesamt Rüpel, die nichts besseres zu tun haben, als durch die Fußgängerzone zu “düsen”.

Klar, Frau Jacke ist da Fachfrau, die täglich die Klosterstraße intensiv beobachtet. Alle anderen haben da keine Vorstellung. Natürlich auch ich nicht, weil ich mich täglich nur eine halbe Stunde dort aufhalte. Auch die vergangenen Samstagvormittage, die am Wahlkampfstand der Grünen direkt am Schweinebrunnen zugebracht wurden, lassen da kein aussagekräftiges Bild entstehen. Das wurde mir in einem persönlichen Gespräch mit Frau Jacke, anlässlich des letzten Artikels zu dem Thema, klar gemacht. Da zählt es nicht, dass ich noch nie einen rasenden Rüpel gesehen habe und Samstags in der Klosterstraße mehr Kraftfahrzeuge als Radler unterwegs sind.

Es ist auch völlig unerheblich, dass sowohl Ordnungsamt als auch Polizei – auf das Thema angesprochen – jedesmal erklären, dass es kein Problem mit Radlern in der Innenstadt gibt und diese deren Dafürhalten nach auch durchaus für den Radverkehr freigegeben werden könnte. Auch in der Unfallstatistik, die wir im Rahmen der AG Sicherheit für den Radverkehr ausgewertet haben, trittt die Innenstadt nicht hervor.

Was ist also das Problem, welches hier zum Sargnagel Bad Oeynhausens hochstilisiert wird? Ich glaube, dieses existiert eher auf einer persönlichen Ebene und ist sowieso durch nichts aus der Welt zu schaffen. Aber wenigstens mit dieser Aussage hat Frau Jacke Recht: “Sicher stehe ich nicht den ganzen Tag am Fenster, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Radfahrer dadurch einschüchtern lassen und ihr Verhalten ändern. Die fahren genau so oft und schnell wie früher durch die Fußgängerzone.” Es hat sich glücklicherweise nichts geändert: es fahren meiner Beobachtung nach genauso wenig Radler durch die Innenstadt wie sonst auch und sie sind genauso langsam wie immer. Und es gibt auch überhaupt keinen Grund, sich von irgendwem einschüchtern zu lassen. Angst machen ist immer der falsche Weg!

Wenn das Ordnungsamt etwas für die Sicherheit in Bad Oeynhausen tun will, dann soll es sich um die wild parkenden KFZ und die besonders an der Eidinghausener Straße verkehrsgefährenden angebrachten Wahlplakate kümmern!

Andreas am 27.08.2009 um 6:16 in Bad Oeynhausen, Fahrrad, Fraglich, Presse, Verkehr | 1 Kommentar |

20.08.2009

Albern

Völlig die Bodenhaftung verloren hat eine Bürgerbewegung, wenn sie sich mit Oppositionellen im Iran vergleicht. Weil auch diese nur im Web die Möglichkeit haben, ungekürzt ihre Meinung zu äußern.

Dass die Lokalzeitungen nicht alles und nicht alles ungekürzt veröffentlichen, mag nicht zuletzt an der Frequenz der eingereichten Texte lesen. Auch Lokalzeitungen müssen an ihre Leser und die Auflage denken. Und ich kenne durchaus Leser, die die häufigen “Pressemeldungen” mancher Bürgerbewegung schlicht ermüdend, anödend, überflüsig, sich ewig wiederholend und polemisch empfinden.

Andreas am 20.08.2009 um 6:21 in Kommunikation, Politiker, Presse | 0 Kommentare |

10.08.2009

Bedeutung von: statt

focus.de: Bunte Blumen im Eis
… Grünland statt Grönland: Der hier zu beobachtende Klimawandel ist aus ökologischer Sicht ein Jammer, für Urlauber aber ein spektakuläres Naturerlebnis …
Ich will beileibe nicht sagen, dass wir so weiter machen sollen wie bisher, dass wir neue Kohlekraftwerke brauchen und munter weiter 20 Liter Autos fahren sollen. Ganz gewiss nicht.

Aber vielleicht sollten sich die Focus-Leute trotzdem einmal mit den Grundlagen beschäftigen, wenn Sie “Grünland statt Grönland” schreiben. Wikipedia: Er gab der Insel ihren Namen Grænland (altnordisch für „Grünland“),
was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass aufgrund der mittelalterlichen Warmzeit im Küstengebiet eine üppigere Vegetation entstehen konnte …
Klimawandel hin oder her, Temperaturschwankungen gab es schon immer und wird es immer geben – aus welchen Gründen auch immer. Aus ökologischer Sicht ist das kein Jammer, nur für uns Menschen ist es doof. Die Erde selbst kratzt das wahrscheinlich kein bisschen. Die ist sicher nicht traurig darüber, dass es keine Dinosaurier mehr gibt und sie wird nicht weinen, wenn wir nicht mehr da sind. Dann gibt’s eben was anderes.

Andreas am 10.08.2009 um 15:44 in 42, Grün, Medien, Presse, Umwelt | 0 Kommentare |

17.07.2009

Unabhängige Berichterstattung

DWDL.de: Zoff um “Focus”-Beilage: Gekaufte Inhalte?
… In einem Bericht der “Frankfurter Rundschau” vom heutigen Freitag nun bestätigte ein namentlich nicht näher benannter “ranghoher Mitarbeiter in der Staatskanzlei” den Inhalt des Schreibens an Markwort. “Es kann doch nicht sein, dass ‘Focus Spezial’ vom Land finanziert wird und dann gleichzeitig NRW-Unternehmen angeschossen wird”, wird der Politiker zitiert …
Nein, das kann natürlich gar nicht sein. Wo kommen wir denn da hin, wenn hier einfach Journalisten mir nichts Dir nicht unabhängig Ihre Meinung äußern und (hoffentlich) recherchierte Tatsachen präsentieren. Wer zahlt hat Recht!

Von wegen “Fakten, Fakten, Fakten!” … die Erde ist eine Scheibe! Es ist absolut verstörend, mit welchem Selbsttverständnis unsere Politik in allen Bereichen agiert. Und ich habe das Gefühl, es wird immer schlimmer – wobei ich mit “schlimmer” durchaus “gefährlicher” meine. Gefährlich für diejenigen, die die Politiker in Ihren Job hieven und von denen das Geld für ihre Diäten kommt.

Überlegt euch gut, wen ihr wählt!

Andreas am 17.07.2009 um 15:33 in Fraglich, Kommunikation, Medien, Politiker, Presse | 0 Kommentare |

10.07.2009

Vorfahrt genommen

POL-MI: Fahrradfahrer leicht verletzt
… Ein 50-jähriger Mann fuhr mit seinem Volvo auf der Steinstraße in Richtung Weserstraße und wollte nach links auf diese abbiegen. Gleichzeitig befuhr ein 32 Jahre alter Mann mit seinem Fahrrad die Weserstraße aus Richtung Detmolder Straße kommend. Als er nach links in die Steinstraße einbog, stieß er mit dem Autofahrer zusammen, wodurch er stürzte und sich leicht verletzte …
Warum vergisst die Polizei in solchen Fällen regelmäßig zu schreiben, dass ein Autofahrer mal wieder einem Fahrradfahrer die Vorfahrt genommen hat? Anders kann es bei dem beschriebenen Verlauf nicht gewesen sein, zumal die Weserstraße sowieso eine Vorfahrtstraße ist.

Insofern stieß nicht der Radfahrer mit dem Auto zusammen, sondern umgekehrt. Und nein, das ist nicht kleinkariert. Man kann nur dann fahrradfreundlich werden, wenn nicht immer die Fahrradfahrer als das Übel beschrieben werden.

Andreas am 10.07.2009 um 15:37 in Bad Oeynhausen, Fahrrad, Presse, Verkehr | 0 Kommentare |
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