andreas edler - mein Senf

17.01.2012

Castingkrätze

Irgendwas läuft schief. Was geht in den Köpfen der Leute vor, wenn jetzt sogar bei der Volkshochschule ein Vorbereitungskurs “Fit fürs Casting” angeboten wird. … Dieser Kurs vermittelt den Teilnehmerns unverzichtbare Fähigkeiten und Kenntnisse, um in einem Casting erfolgreich zu sein … Ausdrücklich erwähnt wird ‘Deutschland sucht den Superstar …’ und es geht der Beschreibung nach tatsächlich um Showcastings. Ich hätte ja noch gedacht, dass man auch über normale Bewerbungsgespräche oder Assessment-Center redet, aber Pustekuchen.

Ist das jetzt schon ein richtiger Berufswunsch? Superstar bei RTL?

Andreas am 17.01.2012 um 21:48 in Bad Oeynhausen, Lernen, Schule | 0 Kommentare |

10.07.2011

Bundeswehr an Schulen

NW-News: Linke: Schulen sollen nicht mit Bundeswehr kooperieren
… Als Begründung führt Adler an, dass das vermeintliche Lösen von Konflikten mit militärischer Gewalt einer gepflegten Kultur und den Erziehungsidealen der Gesellschaft widerspreche. “Wie sollen Jugendliche zum gewaltfreien Lösen von Konflikten erzogen werden, wenn das Vertreten von Wirtschafts- und Länderinteressen mit militärischen Mitteln von unseren Schulen und der Stadt unterstützt wird?”, fragt er …
Ja, sehe ich ähnlich. Allerdings sollte man dann auch gleich die Kirchen außen vor lassen. Und dann fällt mir noch eine Schule ein, an der um’s Verrecken Datenbanken nur mit Microsoft-Produkten erstellt werden sollten und Textverarbeitung “Word” hier …

Andreas am 10.07.2011 um 10:59 in Lernen, Schule | 0 Kommentare |

06.07.2011

Dieses andere …

Neulich abend liege ich auf dem Sofa, Laptop auf dem Schoß und im Fernsehen dudelt irgendein Spiefilm, als der Nachwuchs schlaftrunken und ein bisschen aufgelöst ins Wohnzimmer stolpert. Er könne nicht schafen, weil er immer eine Frage denken müsse.

Klar, Laptop weg und den Jungen zum Kuscheln auf den Bauch gelegt. Was er sich denn fragen würde? – “Wie es ist, wenn man tot ist?” – Öh?! Aktueller Anlass ist bei uns glücklicherweise nicht gegeben, thematisiert hatten wir das auch nicht. Nun gut, er geht in die zweite Klasse, vielleicht war etwas im Unterricht. Also habe ich ihm erklärt, dass man das nicht weiß und die Menschen viele unterschiediche Dinge glauben. Die meisten stellen sich sowas wie “den Himmel” oder “das Paradies” vor und andere glauben, es ist einfach zu Ende und nichts mehr da. Das fand er auch alles ganz brauchbar und beruhigend.

Aber, “dann ist da doch noch dieses andere …” … und er meinte “die Hölle”. Sakra, genau das ist einer der Gründe, warum ich mit Religion echt so gar nichts am Hut habe. Muss man denn kleinen Kindern den Schlaf rauben, weil man von der Hölle schwadroniert? Womöglich noch, dass man da hin kommt, weil man beim Nachbarn abguckt oder laut pupst? Selbst so kleine Menschen können schon ganz gut “Clone Wars” von der Realität unterscheiden, aber wenn ihnen ein erwachsener Mensch ernsthaft etwas von Himmel und Hölle erzählt, dann ist das für Kinder die Wahrheit. Von mir hat er das nicht!

Andreas am 06.07.2011 um 16:49 in Lernen, Religion, Schule | 0 Kommentare |

13.04.2011

Ruhig hier

Also zumindest abends sitze ich nur auf dem Sofa. Ich bin diese Woche in Bielefeld auf einer Schulung unterwegs. Am Montag in der ersten 3/4 Stunde wurde uns richtig Angst gemacht, wie heftig es werden würde und ich habe ganz kurz gedacht, was für ein kleines Licht ich doch bin. Es ist auch wirklich kein Zuckerschlecken und ich glaube auch bei weitem nicht jeden Haken behalten zu haben, aber noch habe ich zumindest halbwegs den Überblick, worum es geht – glaube ich. Hoffentlich bleibt das so :-o

Andreas am 13.04.2011 um 21:35 in Arbeit, Lernen, Unterwegs | 0 Kommentare |

13.02.2011

Fahrprüfungsfragen

A) Wenn ein Fahrzeugführer von einer nachrangigen Straße auf eine vorfahrtberechtigte Straße einbiegen möchte, ist dann der die Vorfahrtstraße begleitende, benutzungspflichtige Radweg ebenfalls vorfahrtberechtigt?
B) Darf man dann mit seinem KFZ, um den motorisierten Verkehr auf der Vorfahrtstraße abzuwarten, auf dem Radweg stehen, obwohl hinter einem kein weiteres Fahrzeug steht und ein Radfahrer sich dem wartenden KFZ weithin sichtbar auf dem Radweg nähert?

Damals, als ich den Führerschein gemacht habe, hätte ich A) mit “ja” beantwortet und B) mit “nein”. Hätte ich mich in der praktischen Prüfung anders verhalten, hätte ich meinen Führerschein nicht bekommen.
Warum wird es heute anders gelehrt?
Diesen Text habe ich neulich öffentlich auf einer Plattform einer Fahrschule gesendet, mit deren Fahrschulwagen ich exakt diese Situation hatte. An sich wäre mir die Nachfrage nicht mal wichtig gewesen, hätte der Fahrleherer mir aus dem geöffneten Beifahrerfenster nicht erklären wollen, dass es unvermeidbare Situationen gibt, bei denen alle Rücksicht walten lassen müssen.

Ist klar – Vorfahrt nehmen durch einen Fahrschulwagen ist eine “unvermeidbare Situation”. Wäre die Aussage “Entschuldigung, meine Schülerin hat den Rückwärtsgang nicht so schnell gefunden!” gewesen, ich hätte gegrüßt und die Sache 2 Meter weiter vergessen gehabt. Aber im Beisein der Schülerin dem vorfahrtberechtigten Radfahrer erklären, dass er langsamer zu werden habe, wenn ihm jemand die Vorfahrt nimmt und dass das ja wohl zumutbar ist, fand ich schon ein starkes Stück.

Auf der Plattform gab mir der Fahrlehrer Recht und erwähnte, dass das Thema in der Nachbesprechung zur Fahrstunde erörtert worden sei. Man könne in der Praxis nicht immer so fix reagieren. Alles gut. Nur dass dieser Beitrag inzwischen gelöscht wurde, dass finde ich nicht so prickelnd. Daher erwähne ich es jetzt hier noch einmal. Nur falls mal wieder jemand die Verkehrsregeln falsch erklärt bekommt.

Andreas am 13.02.2011 um 17:28 in Auto, Fahrrad, Lernen, Verkehr | 0 Kommentare |

23.01.2011

Joachim Hecker in der Druckerei

Opa sei Dank wurden wir auf diesen Termin hingewiesen. Weder wussten wir, dass der Mann heute eine Lesung in der Druckerei für sehr junge Zuhörer hielt, noch war mir der Name “Joachim Hecker” überhaupt ein Begriff. Unter anderem moderiert er “Heckers Hexenküche” im WDR 5 Radio – auch das ist mir – zu meiner Schande – kein Begriff gewesen. Wir haben jedenfalls flugs noch 3 Karten gekauft und fanden uns um viertel vor 3 im Begegnungszentrum Druckerei ein. Der Saal war gut gefüllt, die ersten Reihen und eine große Teppichfläche für die Kinder reserviert und dann ging es los.

Es wurde aus einem Buch der kleinen Forscher vorgelesen und zu den Geschichten passende Experimente mit einfachen Haushaltsmitteln durchgeführt. Das alles sehr interessant und gut gelaunt vorgetragen. Die Kinder hatten richtig Spaß und Lachen und ungläubiges Staunen wechselte sich ab. Als Hecker die Funktionsweise eines Ventils mittels einer Murmel und eines Luftballons erklärte war sekundenlang Totenstille im Saal. Echt witzig!

Und Tim hatte sogar einen Auftritt auf der Bühne. Mit vier anderen Kindern durfte er laut knuspernde Sachen essen und mit einem Stetoskop als Mikrofon konnten alle das Geknusper laut mithören. Klasse. Nach der Show hatten wir noch die Möglichkeit die Bücher mit den Experimenten zu kaufen. Tim bekam den “ Kinder Brockhaus” und hat ihn sich gleich mit einer persönlich Widmung verschönern lassen.

Ein schöner Nachmittag!

Andreas am 23.01.2011 um 23:03 in auf der Piste, Basteln, Lernen, Lesen, Spielen | 0 Kommentare |

24.10.2010

Lamy Bleistift

Letztes Jahr ist der Nachwuchs eingeschult worden und hat von seiner Patentante einen Schreiblern-Bleistift von Lamy geschenkt bekommen. Das Ding solle ganz toll sein, prima zum Lernen. Liegt auch gut in der Hand, sieht schick aus und fühlt sich wertig an.

Allerdings hat mich das Ding regelmäßig genervt, da es irgendwie nicht länger als drei Tage am Stück in einer benutzbaren Form bleiben wollte. Letztlich hatte ich die Faxen dann dicke und habe eine Mail an Lamy geschrieben. Hallo liebes Lamy-Team,

mein Sohn hat vor ca. einem Jahr den Druckbleistift “Modell 109 – LAMY abc” von seiner Patentante geschenkt bekommen, um damit in der Grundschule (damals erste Klasse) zu schreiben. Ich bin überzeugt, sie meinte es nur gut!

Das Ding treibt mich in den Wahnsinn. Es vergeht fast kein Tag, an dem es nicht auseinandergefallen bei mir auf dem Schreibtisch liegt … “Papa, kannst Du mal bitte …”. Derjenige, welcher sich das Teil ausgedacht hat, muss es garantiert nicht benutzen.

Die durchaus schicke Holzhülle lässt sich nicht zu einer festen Verbindung mit den Innereien überreden. Sobald man die Mine herausdrehen möchte, fällt das ganze Schreibgerät auseinander. Dieses Verhalten zeigte der Stift übrigens vom ersten Tag an. Und es wurde nicht daran herumgebrochen oder sonstwie Gewalt angewendet. Weder äußerlich noch an den inneren Teilen kann ich Beschädigungen feststellen.

Ich halte das Ding – zumindest unser Exemplar – für Schrott.

Dies nur als kleines Feedback.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Edler
Daraufhin habe ich vom Supportteam eine freundlich formulierte Mail bekommen, in welcher mir geraten wurde mit dem defekten Stift zum Fachhändler zu gehen und ihn dort reparieren zu lassen. Ein Bleistift, der knapp 8 Euro kostet. Für einen Bleistift sicher ein sehr stolzer Preis, in absoluten Zahlen gesehen jedoch …

Geärgert hat mich das nicht, aber ich war schon ein wenig verwundert. Ich bin wirklich nicht auf Gratis-Gimmicks aus, oder so. Ich wollte nur mitteilen, dass es halt nicht funktioniert. Das mache ich eigentlich immer, wenn was Murks ist :-) Manchmal interessiert es die Hersteller – meistens die, deren Produkte eh schon gut sind und nur kleine Verbesserungen zum meinem Wohlbefinden benötigen würden. Manchmal schreibt man in die hohle Hand. Ich habe Lamy jedenfalls noch eine Mail geschrieben, in welcher ich den Begriff “wirtschaftlicher Totalschaden” angesichts der Produktkosten erklärt. Fahren, Parken, Laufen etc. … und das für 8 Euro.

Ausdrücklich habe ich noch erwähnt, dass ich keinen neuen Bleistift möchte und auch keine kostenlose Reparatur. Nur dass es klasse gewesen wäre, wenn mir kurz gesagt worden wäre: “Hallo, ja, kennen wird, da muss da und dort ein bisschen Kleber hin und dann hält das wieder. Passiert schon mal. Tschüss!”. Ich bin ja bereit, dann zu basteln, möchte aber nicht alles wild mit Heißkleber verhunzen, wenn man es auch eleganter hinbekommt. Nun, und nach dieser zweiten Mail hat man sogar angerufen. War zwar Alex dran, weil ich noch im Büro war, aber das ist ja ebensogut. Haben sich über die Formulierungen in der Mail gefreut und dass sich überhaupt Zeit genommen wurde, darüber zu berichten und man würde uns selbstverständlich einen neuen Bleistift schicken.

War nicht meine Absicht und nicht mein Wunsch, aber es ist trotzdem sehr nett und höflich. Eine etwas ausführlichere Mail habe ich auch noch bekommen mit einer kurzen Erläuterung, wo die Holzhülle auf dem Kunststoff *eigentlich* verklebt sein sollte – fehlte bei unserem Exemplar offensichtlich. Mit ein paar Tropfen Sekundenkleber war das Ding dann ganz schnell repariert und ist seitdem nicht wieder auseinandergefallen. Ein paar Tage später hatten wir auch noch ein zweites Exemplar im Haus.

Und Lamy hat einen zufriedenen Kunden mehr! So stelle ich mir guten Service vor!

Andreas am 24.10.2010 um 18:54 in Lernen, Schule, Service, Tools | 0 Kommentare |
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