Bitte, bitte, ich möchte, dass es sich nur um einen Scherz handelt, wenn hochbezahlte Politiker sich ernsthaft darüber unterhalten, ob man das Entgelt für einen Schuhputzautomaten mit 7% und den Saunabesuch in einem Hotel mit 19% besteuert. tagesschau.de: Mit fassungsloser Kenntnisnahme … “Da wurde dann darüber räsoniert, dass der Schuhputzautomat mit sieben Prozent besteuert werden kann – die Sauna aber mit 19 Prozent. Einer meiner Kollegen hat mir geschrieben, ‘Herrn Präsident mit fassungsloser Kenntnisnahme’ … Es ist zum aus der Haut fahren, wirklich. Und warum? Weil ganz offensichtlich ist, dass sich unsere Regierungsclique immer mehr zum Erfüllungsgehilfen und Speichellecker der Share-Holder und des Geldadels geriert. Denn … Statt beispielsweise Angaben ausländischer Investmentfonds zu überprüfen – Prüfquote derzeit 0,1 Prozent – würden Bundesbürger, die Kaffee per Internet im Ausland einkauften, mit Strafbefehlen überschüttet … wer geschröpft werden und durch finanzielle Einbußen eingeschüchtert werden soll, ist doch klar. Hauptsache der Bürger ist derart duckmäuserisch, dass er sich nichts mehr traut. Auch nicht aufbegehren und Fragen stellen.
Liebe Großkopferten, wenn ihr so weitermacht, wird das böse enden. Irgendwann ist keiner mehr da, der euch die Schuhe putzt.
Abseits von Länderspielen interessiere ich mich offensiv kein bisschen für Fußball. Ich gucke im Fernsehen schon mal, wenn ein dolles Championsleague-Spiel angepriesen wird – aber dann auch mehr weil eine deutsche Mannschaft gegen eine aus einem anderen Land spielt. Und Bielefeld liegt nahebei, da habe ich zumindest ein Schmunzeln im Gesicht, wenn die ausnahmsweise mal gewinnen. Ob das Fußballinteresse beim Nachwuchs genauso gelagert ist, kann man sicher noch nicht sagen.
Vorhin an der Rehmer Insel spielte jedenfalls der Hausverein gegen … nunja, gegen einen Gegner eben. Keine Ahnung wer das war. Tim und ich waren ca. 15 Minuten vor Spielende am Platz und guckten etwas zu, weil wir uns ein Eis am mobilen Eisstand gegönnt hatten. So sahen wir ein Tor der Gastgeber, welches meiner unmaßgeblichen und ziemlichen laienhaften Meinung nach, durch einen gut ausgeführten Freistoß zustande kam. Danach gab’s nach einer unsauberen Einlage gelb für irgendwen. Dafür wurde der Schiedsrichter verbal leicht angegangen.
Kurz darauf kam es zu einer Klopperei kleinen Meinungsverschiedenheit mehrerer Spieler beider Mannschaften, welcher eine weitere Gelbe und zwei rote Karten folgten. Wieder war natürlich der Schiedsrichter Schuld. Der musste sich in der Folge mehrfach wild anbrüllen lassen. Bis dann der Schlußpfiff kam. Und ab da lieferten beide Teams eine Paradevorstellung ab – jedenfalls wenn ihr Ziel war, völlig neutrale Zuschauer zu vergrätzen und mich davon abzuhalten meinen Nachwuchs zu solchen – ich sag’s mal deutlich – Krawallbrüdern zu schicken.
Direkt nach dem Abpfiff flogen schon irgendwelche Fahnen auf den Platz und von den Seitenlinien stürmten Mitglieder beider Mannschaften Richtung Mittelkreis, um den Schiedsrichter zu beschimpfen. Der machte sich hurtig von dannen. Ich habe seinen Abgang verfolgt, so dass ich gar nicht mitbekam, wer nun im Mittelkreis anfing, jedenfalls war das eine feine Massenkeilerei inkl. Eintreten auf am Boden liegende Spieler – und soweit ich das gesehen habe, wurde da auch Richtung Kopf gekickt. Nachdem diese unschöne Aktion nach ‘ner Minute oder so halbwegs geschlichtet war, ging’s sofort wieder los. Wieder Schreie, Tritte, Schläge und fliegende Schiedsrichterfahnen.
Was soll sowas? Meine Fresse, wenn man mit Entscheidungen unzufrieden ist, dann ist das halt so. Ist nur ein Spiel. Und falls – was ich nicht weiß – da gegenseitige Beleidigungen im Spiel waren … das waren doch keine Kleinkinder im Sandkasten. Da drehe ich mich doch einfach um und gehe weg, wenn einer meint rumpöbeln zu müssen. Ganz schlechte Vorstellung. Foto habe ich auch gemacht, bin mir in diesem Fall aber gar nicht sicher, ob ich das überhaupt zeigen will.
Da ruft mich heute morgen doch eine Dame auf dem Handy an und bedankt sich für meine langjährige Treu zu dem Mobilfunkprovider O2. Das finde ich zunächst mal ganz nett. Und auch als sie mir eröffnete, dass ich nun was ganz Dolles bekommen sollte, war ich freudig gespannt: ein neues Handy geschenkt? Das DataPack L ein halbes Jahr für umme? Ein O2-Handtuch? Hm, ich hörte mir die ohne zu atmen vorgetragene Litanei von meinem ausgewerteten Telefonieverhalten an, und war ganz gespannt, was die mir nun offerierte Mobilflat nach O2 und ins Festnetz kosten solle – zusätzlich zu den 29 Cent, die eine Minute in ein anderes Mobilnetz kostet und zusätzlich zu den natürlich super-günstigen SMS, von denen ich mir gegen einen kleinen Obolus auch 150 Stück im Monat kaufen könnte. Nun, 20 Euro! Ob das nicht super sei, fragte die Dame euphorisch.
Auf mein kurzes “Nein” ließ die Anruferin eine Gedenksekunde folgen, um dann fast beleidigt zu antworten, dass sie doch die ca. 34,03 Euro die ich monatlich durchschnittlich berappe, analysiert habe und … “Entschuldigung wenn ich unterbreche”, sagte ich, “haben Sie auch mal geguckt, wie sich dieser Betrag zusammen setzt?” – “Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!” – Klock! War die Reaktion der O2-Vertriebscallcentertante. Das fand ich dann weniger nett und schon gar nicht höflich. Eher frech und kackenunfreundlich.
Ich habe tatsächlich eine monatliche Rechnung zwischen 30 und 35 Euro. 5 Euro beträgt die Grundgebühr. 5 Euro habe ich für Telefonate – egal wohin – frei, danach muß ich für’s Telefonieren zahlen. Die reine Telefonie kostet mich im Monat meistens nur die Grundgebühr – weil ich eben sehr wenig telefoniere. 25 Euro wird für das Datapack-L aufgerufen, mit dem ich überall im deutschen O2-Netz ins Internet kann, per Handy oder UMTS-Stick. Und das nutze ich viel. So komme ich auf 30 Euro im Monat, die sich schon mal etwas erhöhen können, falls ich mal 2 oder 3 MMS schicke oder doch etwas länger telefoniere. Die 100 Frei-SMS nutze ich meist nur zu ca. 2/3 aus. Und das mache ich in der Form nun schon seit vielen Jahren. Hätte die Dame meine monatlichen Rechnungen also wirklich analysiert und nicht nur auf den Endbetrag geschielt, dann hätte sie sich den Anruf schenken – und mich weiter einen sehr zufriedenen O2-Kunden sein lassen können. So hat sie mich ein bisschen geärgert. Ist das der Sinn solcher Callcenter? Zufriedene Kunden verärgern?
Tim fährt mit dem Fahrrad zur Schule. Natürlich noch nicht allein – das habe ich in der ersten Klasse zwar gemacht, aber ich musste auch nicht über die Eidinghausener Straße. Und mir scheint auch, dass damals die Verkehrsregeln noch mehr in den Köpfen verankert waren.
Zum wiederholten Male konnte gestern ein Autofahrer seinen fahrbaren Untersatz nur mit quietschenden Reifen zum Halten bringen, nachdem er mit ordentlich Schwung aus dem Kreisel in den Alten Postweg einbiegen wollte. Morgens um kurz vor 8 Uhr, wenn alle Schulkinder unterwegs sind. Und ich hatte mein Vorderrad noch nicht einmal auf der Fahrbahn, sondern zeigte durch mein Verhalten lediglich, dass ich gedachte meine Vorfahrt in Anspruch zu nehmen.
Der Autofahrer ließ daraufhin sogar die Scheibe runter und schrie mir unverständliches Zeug entgegen, woraus ich lediglich entnehmen konnte, dass er der Meinung sei, auf einem Zebrastreifen darf man nicht radfahren. Und damit hat er natürlich vollkommen Recht! Das bedeutet aber nicht, dass er Radfahrer, die einen Zebrastreifen fälschlicherweise fahrenderweise benutzen, einfach umfahren darf.
Weiterhin ist dieses Wissen für ihn am Eidinghausener Kreisel ziemlich nachrangig, denn dort gibt es für die Radfahrer extra eine Furt, die ich im Bild mit einem roten Pfeil markiert habe. So eine Furt ist was Feines, denn hier haben Radfahrer im Kreisel Vorfahrt, neben den Fußgängern, die auf dem Zebrastreifen Vorrang haben.
Zum Mitmeißeln für alle Autofahrer, die meinen, sie hätten genug gelernt: im Eidinghausener Kreisel habt ihr Fußgängern und Radfahrern, die den Kreisel auf dem Radweg befahren immer Vorrang bzw. Vorfahrt zu gewähren. Das mag in manche Köpfe nicht reingehen, ist aber so.
Leuten die morgens, wenn Schulkinder unterwegs sind, 250 Meter Luftlinie von der Grundschule entfernt, derart durch die Gegend holzen, sollte der Führerschein zur Kühlung ihres Mütchens sowieso erstmal entzogen werden.
Und wer nun meint “Dann warte doch!” … hm, wann soll ich denn dann die Straße überqueren? Und wie erkläre ich das meinem sechsjährigen Sohn? 500 Meter weiter ist auf dem Alten Postweg eine Querungshilfe, an der Fußgänger und Radfahrer keine Vorfahrt/Vorrang haben. Trotzdem halten dort oft Autofahrer an, um Kinder durch zu lassen. Dort werde ich beschimpft, wenn ich mich an die Regeln halte und meinem Sohn erkläre, er soll warten bis frei ist (weil der nächste Autofahrer sehr wahrscheinlich eben nicht anhält). Am Kreisel soll ich trotz Vorfahrt/Vorrang warten und werde beschimpft wenn ich mich an die Regeln halte und meine Vorfahrt nutze. Was denn nun?
Wer die Regeln nicht kennt, darf nicht mitspielen – so ist das überall! Nur wenn sich alle an die Regeln halten, funktioniert ein sicheres und reibungsloses Zusammenspiel.
Ich kann nicht gut verknusen, wenn jemand Termine nicht einhält. 5 Minuten, 10 Minuten … kein Thema. Aber wenn es richtig später wird, so ab einer halben Stunde, dann halte ich das schon fast für unverschämt.
Termine ganz vergessen ist genauso blöd, wobei das ja gerade noch zu begreifen ist, wenn die eigentliche Verabredung schon länger her ist. Passiert, Termin falsch eingetragen oder vergessen zu erfassen. Meinetwegen. Aber wenn man eine Verabredung fest macht, für “in einer halben Stunde” und dann nicht da ist – das ist schon ziemlich doof.
Nach der Wahl ist vor der Wahl. Gerade ist die Kommunalwahl in NRW Geschichte, sind die Bürger Ende September schon wieder aufgefordert, ihr Kreuzchen zu machen. Diesmal für den Bundestag – nicht ganz unwichtig. Und natürlich wird seitens der Parteien auch wieder fleißig geworben. Die Plakate der kommunalen Kandidaten sind noch nicht ganz verschwunden, da prangen bereits die Konterfeis der Bewerber auf Bundesebene an Laternenmasten, Bäumen und Plakatwänden. Und mal ehrlich: mich nervt das. Kein Mensch interessiert sich für diese Plakate. Auf Nachfrage macht niemand von dieser Verschandelung der Umwelt seine Wahlentscheidung abhängig. Maximal taugen die Bildnisse für einen dummen Spruch am Frühstückstisch. “Blabla, alles Quatsch” sagt ihr nun, aber zumindest im Kleinen haben wir das getestet.
Oder hat in Bad Oeynhausen jemand großflächig Plakate der Grünen gesehen? Hier und da in der Innenstadt, um auf konkrete Veranstaltungen hinzuweisen – und das war’s. Keine Unmengen von Bäumen wurden mit Draht umwickelt, nur sehr wenige Laternenpfähle zum Bilderständer umfunktioniert. Das gesparte Geld wurde lieber einer sozialen Einrichtung in Bad Oeynhausen gespendet. Die gesparte Zeit für sinnvollere Arbeiten genutzt. Und der Lohn des Verzichts? Nun, das Ergebnis spricht für sich: die Konkurrenz wunderte sich über unser gutes Abschneiden.
Liebe Eltern des Kindes, welches heute das Fahrrad meines Sohnes mit einem zusätzlichen Zahlenschloß am Fahrradständer abgeschlossen hat: das Schloss war womöglich nicht ganz billig. Ich weiß nicht, wie viele Sie von den Dingern kaufen wollen, bis ihr verzogenes Blag mitbekommt, dass …
… meine billige Blechschere keine 30 Sekunden braucht, um die 15 Euro zu Kernschrott zu verarbeiten. Ich kann Ihnen aber versichern, dass mit jedem Schloß, dass ich kaputt mache, meine Laune nicht besser wird. Weil es überhaupt keinen Spaß macht, mit einem weinenden Kind zu Fuß nach Hause zu laufen, wenn man noch Termine hat. Und Sie möchten mich nicht treffen, wenn ich wirklich schlechte Laune habe.
Angesichts von gefeierten Parties mit Größen aus Politik und Wirtschaft an exponierter Stelle fällt mir eigentlich nur ein: Haben die eigentlich den Arsch offen?
So langsam kann ich bei dem Verhalten der von mir bezahlten Staatsdiener wirklich nicht mehr ruhig bleiben. Egal ob man die Geschichte “Geburtstagsfeier” oder “Gesprächsanbahnung zwischen Wirtschaft und Politik” tituliert.
Um ein Problem zu lösen, werden in Bad Oeynhausen gerne mal Warnbaken aufgestellt, zumindest wenn sich Sperrpfosten nicht realisieren lassen. Nun nehme ich mich nicht so wichtig, dass ich glauben würde, jemand Verantwortliches in Bad Oeynhausen hätte auf mich gehört und wollte dem Radwegparken an der Mindener Straße endlich Einhalt gebieten.
An der Stelle ist das im übrigen besonders gefährlich, weil es genau hinter einer 90° Kurve passiert und man als Radler um einen Ampelpfosten herum muß, um gleich darauf festzustellen, dass der Radweg blockiert ist. Ich muß da mal ein etwas besseres Panoramabild von machen.
Nun hat also jemand dort Warnbaken aufgestellt. Was die bewirken sollen, erschließt sich mir nicht. Wenn Sie das Abstellen von Fahrzeugen verhindern sollen, stehen sie verkehrt. Wie man sieht, funktioniert das immer noch ganz prächtig. Mit dem Erfolg, dass nun niemand mehr den benutzungspflichtigen Radweg benutzen kann.
Wenn die Baken nicht dazu gedacht sind, das Parken zu verhindern, können sie dem Aufstellungsort nach nur dazu dienen, Radfahrer vor Hindernissen auf oder Schadstellem in dem Radweg zu warnen. Das würde bedeuten, die Radwegbenutzungspflicht ist aufgehoben und ich muß dort die Fahrbahn – sprich: die Mindener Straße – benutzen. Nun, das wäre sogar mir ein wenig zu heikel.
Wie man es dreht und wendet, die Baken haben dort nichts zu suchen und sind überflüssig bis gefährlich. Einzig auf dem Standstreifen würden sie an der Stelle Sinn machen, um zu verhindern, dass direkt in der Kurve Autofahrer parken. Für kurz eine Wurst einwerfen kann man auch 20 Meter gehen.
Aber Bequemlichkeit zu Lasten von Radfahrern, Fußgängern oder Rollstuhlfahrern ist ja eher ein Kavaliersdelikt – wenn es denn in den Gedanken des herkömmlichen Autofahrers überhaupt ein Delikt ist. Der Fahrer des Wagens im folgenden Bild war jedenfalls erstaunt bis erbost darüber, dass ich weder damit einverstanden war, wie er kurz vor mir von der Fahrbahn auf den Radweg wechselte und mich zu einer nicht unerheblichen Bremsung nötigte, noch dass ich es nicht gut fand, dass er dort auch noch so stehen bleiben wollte.
Der Westen: Von der Leyen befürchtet „Chaosraum“ im Internet … Nach der Sperrung kinderpornografischer Seiten will Ursula von der Leyen (CDU) gegen weitere rechtswidrige Inhalte im Internet vorgehen. Ihren Kritikern hält die Bundesfamilienministerin entgegen, selbst kein Rezept gegen Kinderpornografie im Internet zu haben … Die Frau erscheint mir untragbar, uninformiert, unbelehrbar, unerträglich und beginnt gefährlich zu werden.
Das Internet ist kein “Chaosraum” und in den 20 – 30 Jahren, in denen es “das Internet” schon gibt, sah es auch nie so, dass es dazu kommt. Übrigens haben die Kritiker an den Gesetzen, die Frau von der Leyen mit blauäugiger Unwissenheit und geradezu bornierter Beratungsressistenz durchgeboxt hat, durchaus Rezepte. Diese wurden bereits angewendet und die Funktionsfähigkeit bewiesen. Man löscht die Seiten einfach. Gleichzeitig bekommt man dadurch Zugriff auf die Betreiber und kann dort weiter tätig werden. Frau von der Leyen tut nichts dergleichen.
Geradezu widerlich finde ich, dass diese Frau nun sagt, jetzt auch gegen andere “rechtswidrige” Inhalte angehen zu wollen. Da ist ihr “ausschließlich gegen Kinderpornografie” anzuwendendes Gesetz noch nicht einmal durch und sie geniert sich nicht, ganz unverblümt nachzulegen.
Himmel, Leute, wacht auf! Wie kann es sein, dass die CDU in Umfragen noch derartige Zustimmung erfährt? Was braucht es noch für Gründe die beiden großen(?) Volks(??)parteien nicht zu wählen?