17.01.2012
Heute morgen beim Abbiegen vom Dörgen auf den westlichen Radweg der Eidinghausener Straße erst wieder eine Schrecksekunde gehabt, weil ein aus dem Leingarten kommender, die Eidinghausener Richtung Dörgen querender Autofahrer nicht wusste, dass man bei durchgezogener Bordsteinkante keine Vorfahrt hat. Er zuckte kurz und ich musste mitten auf der Eidinghausener bremsen. Das ist nicht angenehm.
Weiter unten stand dann in einer Ausfahrt wieder mal ein Fahrzeug mitten auf dem Radweg und blockierte diesen. Klar hätte ich auf dem Gehweg dran vorbei zirkeln können. Aber zum einen will ich nicht “zirkeln” und zum anderen ist das verboten. Also habe ich schön mit Abstand angehalten und ganz ruhig gewartet. Nichts gesagt, nicht mal unbotmäßig angesehen. Die Fau wurde trotzdem sehr nervös. Kein Grund, ich war wirklich mehr als zahm, quasi gar nicht da.
Das hat den hinter der Dame wartenden Audi-Fahrer ganz offensichtlich so sehr aufgeregt, dass er mich zunächst durch das heruntergelassene Fenster anpöbelte und danach, als ihn fragte ob er ein Problem habe, sogar ausstieg und mir drohte. Ich habe keine Ahnung, worüber sich der junge Mann derart erregte. Leider auch keine Zeit und Muße für eine Diskussion. Habe gewinkt und bin weiter gefahren, nachdem der Radweg wieder frei war.
12.01.2012
Früher habe ich ja schon mal auf Autos geklopft, wenn mir deren Fahrer die Vorfahrt genommen hat oder ich allzu arg in die Bremsen greifen muss. Allerdings ist das zumindest während der Fahrt auch ein bisschen Harakiri, denn man muss dann unter Umständen mit nur einer Hand lenken, während man gleichzeitig Bogen um den Verkehrsrowdy fahren muss. Mache ich also schon lange nicht mehr
Viel besser und genauso aufregend für den Autofahrer ist, wenn ich mich einfach an die Regeln halte, die Fresse nicht auf mache und ruhig gucke. Was soll ich denn tun, wenn mir einer die Vorfahrt nimmt und ich nicht vorbei kann. Nun, ich muss warten. Und das habe ich zuletzt eigentlich immer gemacht. Angehalten – noch nicht einmal um das Auto zu blockieren – einfach daneben gestanden und gewartet. Heute sind dabei auch wieder zwei Autofahrer ausgerastet und fingen an zu pöbeln. Einer auf dem Weg ins Büro, eine auf dem Heimweg. Was für Idioten! Ich habe echt nichts gemacht, noch nicht einmal die Autofahrer angesehen, nur darauf gewartet, dass der Weg frei wurde.
Putzig, was in manchen Köpfen vorgeht. Ich tendiere aber ganz stark dazu anzunehmen, dass solche Leute nicht die charakterliche Eignung haben, am Straßenverkehr teilzunehmen …
21.12.2011
Heute mittag habe ich mir den ersten Hot-Dog der Saison auf dem Weihnachtsmarkt gekauft. “‘n halben Meter Bratwurst” hatte ich schon einige Male, gebackene Champignons waren mir deutlich zu teuer und auch der Hot-Dog ist mit 3,50 Euro spoprtlich bepreist. Kostete er letztes Jahr auch schon, aber da habe ich mir IIRC auch keinen gegönnt.
Nun, heute mittag war ich dann doch enttäuscht. Das Würstchen lag schon einige Zeit auf der Pfanne und war entsprechend schrumpelig trocken, die Zwiebeln nur noch lauwarm und das Brötchen war ein normales Brötchen und kein Hot-Dog-Brötchen. Also so ein Ding mit harter Kruste und nicht diese schön lappigen Dinger.
Nachdem mir eine Dame von dem Stand schon ihre Kippe am Schweinebrunnen vor die Füße geschmissen hat, statt sie ordentlich in einem Mülleimer zu entsorgen, war nun auch das kulinarische Erlebnis eher mau. Das honoriere ich nicht.
21.12.2011
Bisher hätte ich tatsächlich noch gesagt, Wulff hat sich in der Geschichte mit seinem Privatkredit sehr spitzfindig geäußert. Finde ich immer noch nicht gut, aber naja, er ist halt Politiker. Mir ist es ziemlich egal, von wem er wofür einen Kredit bekommen hat, er muss aber wenn er gefragt wird, die Wahrheit sagen. Ganz besonders, wenn der Kredit aus dem Dunstkreis von Wirtschaftsinteressen kommt. Dann ist es auch egal, ob es sich um einen guten Freund handelt oder nicht – das muss offen gelegt werden. Der Westen: Egon Geerkens war an Verhandlungen über Wulffs Kredit beteiligt
… Bislang hatte Wulff behauptet, er habe den Vertrag mit dessen Ehefrau Edith Geerkens abgeschlossen … Nun gibt er einen wesentlichen Punkt, der die “Spitzfindigkeit” widerlegt, selbst zu. Für mich ist die alte Aussage insofern ganz klar eine Lüge gewesen. Und das geht gar nicht.
Ich habe das bisher ausgeschlossen, aber nun sollte Wulff sich daran erinnern, was er seinerzeit von Rau gefordert hat. Allein die 200.000 Euro die er nun fortan bis an sein Lebensende bekommt, tun mir mehr als weh in der Seele. Dieser Fall ist ein sehr schönes Beispiel dafür, dass man ab einer bestimmten Position absolut keine ‘Verantwortung’ mehr trägt. Ihm persönlich kann doch völlig egal sein, wie er sich verhält. Ausbaden müssen wir es. Sehr, sehr traurig. Wulff hat verspielt.
07.12.2011
Wenn man in so einer kleinen Stadt lebt, sieht man manche Menschen zwangsläufig regelmäßig. Gut, man weiß womöglich den Namen, aber hat niemals direkten Kontakt gehabt. Eine solche Dame fällt mir seit Wochen auf, war in der Realschule ein oder zwei Klassen über mir. Jedenfalls scheint sie die Verkehrsregeln nicht zu kennen. In der 30er-Zone der Innenstadt wird ihr Golf rasant bewegt. Zebrastreifen sind offensichtlich Ziermarkierungen, damit der Asphalt darunter geschont wird und Parken darf man auch entgegen der Fahrtrichtung.
Morgens hatte ich die Dame schon mehrfach hinter mir. Doof, weil ich ja so ein nerviger Hilfsscheriff bin der sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält. Das sind laut StVO nunmal Maximalgeschwindigkeiten und ich fahre bei 50 ziemlich genau 50 und bei 30 zeigt der Tacho 30 an. Ein bis zwei Meter Abstand, ständiges nach links Ausscheren und Überholversuche auf der schmalen Königstraße waren dann die “Gegenmaßnahmen” meiner Verfolgerin. Dass sie sich neulich auch noch in der Mittagspause beim Bäcker sehr ruppig vordrängelte, ist nur das kleine Krönchen auf dem mangelhaften Benehmen.
Ich habe ein fettes Grinsen im Gesicht gehabt, als heute morgen die Polizei die junge Dame an der Königstraße gestopt hat und sich mit ihr unterhielt. Der Öffnungsgrad ihres Mundes bei der Unterhaltung ließ nicht auf leise Töne schließen. Und ich kenne auch nicht den Grund der Kontrolle – aber es kann nur richtig gewesen sein.
04.12.2011
Dass mit dem dort geplanten Kunstrasenplatz bisher noch nicht so richtig in die Pötte gekommen wurde, ist schon etwas ärgerlich. Dass die entsprechende Baufirma die Geräte seit Wochen dort stehen lässt finde ich unverständlich. Das aber irgendwelche Vollhonks schon mal hingehen und alles in Schutt und Asche fahren, was dort vorhanden ist, kann ich schlicht nicht verstehen. Polizei Mi-Lü: Vandalismus auf Sportplatz
… Durch die Personen wurde ein Radlader, der für Umbauarbeiten genutzt wird, gestartet. Sie beschädigten mit ihm die dortigen Sportpätze, angrenzendes Erdreich, ein Aluminiumgeländer des dortigen Ascheplatzes, die Gossensteine des dortigen Hartplatzes, sowie das Tor einer auf dem Gelände befindlichen Wellblechgarage … Wahrscheinlich zu dumm um den eigenen Namen zu schreiben, aber Gemeinschaftseigentum kaputt machen, dazu reicht es noch. Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte.
30.11.2011
Es macht natürlich überhaupt keinen Sinn zu wissen, wen und wieviele man in eine potentiell gefährliche Organisation eingeschleust hat. Hauptsache man gibt ihnen genug Geld, damit sie ihre Arbeit erledigen können. Welche das ist, ist natürlich auch nachrangig! Der Westen: Zahl der V-Leute nicht zentral erfasst
… “Weil wir die Personen nicht kennen, können wir auch gar nicht wissen, in welchen Positionen sie in der NPD tätig sind”, fügte er [Anm.: Wolfgang Bosbach] hinzu … Ist schon OK Wolfgang, ihr macht das schon. Ich habe vollstes Vertrauen in euch!