andreas edler - mein Senf

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30.08.2010

Ferienzeit zu Ende

… und all die Unentspannten, die bis jetzt in ihren Höhlen geschlafen haben, sind wieder auf den Straßen.

Die Eidinghausener Straße staute sich (trotz immer noch in beide Richtungen bestehender Vollsperrung hinter dem Schloß Ovelgönne) von der Mindener bis fast zum Eidinghausener Kreisel. An jeder Einmündung stand ein abbiegewilliger Autofahrer mit seinem Gefährt mitten auf dem Radweg und nahm mir die Vorfahrt und natürlich fehlte auch die hupende Mutti in ihrem Smart nicht, die mich trotz rechts auf der Fahrbahn parkender Autos in der 30-Zone noch überholen wollte.

Andreas am 30.08.2010 um 12:55 in Benehmen, Fraglich, Regeln, Verkehr | 0 Kommentare |

29.08.2010

Gehwegradeln

Auch wenn andernorts sogar gefordert wird, man solle doch die Regeln ignorieren und auf Gehwegen fahren, gibt es viele Gründe, die dagegen sprechen. Einer ist, dass Geh- und Radwege gerne als Parkplatz benutzt werden. Hatte ich hier ja schon mehrfach.

30-Zone, ewig breite Fahrbahn, es gibt gar keinen Grund, hier auf dem Gehweg zu parken. Richtigerweise gibt es für den Erwachsenen auch keinen Grund, dort zu fahren. Aber das Kind muss das!

Der Radler hätte übrigens die Fahrbahn queren können, wenn sie nicht versperrt gewesen wäre. Rot wurde es für den Radfahrer erst später, der Autofahrer stand eine komplette Ampelphase so.

Andreas am 29.08.2010 um 12:19 in Auto, Benehmen, Fahrrad, Recht, Regeln, Verkehr | 0 Kommentare |

13.08.2010

Randale im Loher Freibad

Polizei Minden-Lübbecke: Randalierer verwüsteten das Freibad “Lohe” in der Nacht vom 12.08.10 auf den 13.08.10 in Bad Oeynhausen
… Sie zerschlugen mehrere Stühle und warfen Holzliegen und Holzbänke in die Becken. Hierdurch wurde u.a. die Lasur der Becken beschädigt. Die Täter gaben sich hiermit aber noch nicht zu Frieden. Sie warfen einen neuen Reinigungsroboter ins Wasser. Dieser wurde erst diese Saison für ca. 23.000 € angeschafft …
Wenn ich sowas lese, kriege ich die Hasskappe! Was reitet jemanden, um so einen Scheiß zu veranstalten? Mutwillig das Eigentum anderer zerstören, ohne Sinn, Verstand und/oder Vorteil für sich sebst? Warum zerstört man Haustüren und Autos mit Bauschaum?

Bei solch asozialen Subjekten sollte man bei der Bestrafung nicht zimperlich sein. Sehr wahrscheinlich werden die Täter nicht reiferen Alters, sondern eher jugendlich sein. Ein Führerscheinverbot für 5-10 Jahre sollte als Strafe angemessen sein. Das ist eine MMaßnahme, die wirklich zieht und der Zielgruppe weh tut. Alles andere, Sozialstunden oder Geldstrafen, die sie eh nicht zahlen können, regen doch nur zum Schmunzeln an.

Und noch etwas: es ist übrigens u.a. wieder Geld der Allgemeinheit, welches hier vernichtet wurde Deins und meins. Für den Roboter gab es Zuschüsse von der Stadt! Noch schlimmer wiegt jedoch m.E. das hier der persönliche, nicht unerhebliche Einsatz einiger weniger so dermaßen mit Füßen getreten wird.

Andreas am 13.08.2010 um 16:23 in Bad Oeynhausen, Benehmen, Recht, Schwimmen, Sicherheit | 0 Kommentare |

01.08.2010

Pensionsansprüche

Im Zusammenhang mit dem Rücktritt/Abwahl/Rausschmiss des aktuellen Duisburger OB Sauerland, werden aktuell seine Pensionsansprüche bzw. deren Verfall diskutiert. Mir scheint in den Berichten soetwas wie “Verständnis” dafür durchzuschimmern, dass er nicht zurücktritt, weil dies für ihn ein herber Verlust wäre. Ähm, liebe Leute, wenn eine Kassiererin vermeintlich einen Wertbon von nicht einmal 2 Euro einsteckt, dann wird sie rausgeschmissen und hat danach auch keinen Anspruch auf Weiterzahlung ihres Lohnes. Sie ist dann im normalen sozialen Gefüge wie andere auch. Und ein OB verdient sicher mehr, als eine Kassiererin und hat vorher andere Möglichkeiten für so einen Fall vorzusorgen.

Wenn ein kleiner Mokel Mist baut und seinen Job verliert, hat er ganz immense finanzielle Probleme. Ich glaube, was Sauerland im Falle eines Rücktrittes hätte, wären Schmerzen auf sehr hohem Niveau. Angesichts der Tragödie für die dieser Rücktritt erfolgen würde, ist eine Diskussion über verfallene Ansprüche ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen.

Andreas am 01.08.2010 um 10:10 in Benehmen, Geld, Medien, Politiker | 1 Kommentar |

29.07.2010

Keine Verantwortung

Stern.de: Ich persönlich habe nichts unterschrieben
… Der CDU-Politiker besteht darauf, keine Genehmigung für die Techno-Party am vergangenen Samstag unterschrieben zu haben. “Das ist gar nicht der Job des Oberbürgermeisters, Genehmigungen zu unterschreiben”, sagte er der “Bild”-Zeitung …
Sowas habe ich selten gelesen. Wie kann so ein Mensch überhaupt noch schlafen und sich selbst im Spiegel angucken. Mensch, pack Deine Koffer und verschwinde! Es will niemand, dass Du irgend eine Hand in der Sache rührst oder den Mund aufmachst, außer auf der Anklagebank.

Andreas am 29.07.2010 um 9:31 in Benehmen, Politiker, Tagesgeschehen | 0 Kommentare |

14.07.2010

Opposition bedeutet “dagegen”?

Tja Herr Laschet, genau diese Kindergarten-Auffassung verhindert überall ein vernünftiges Regieren. Wenn alles was die Regierung macht von der Opposition grundsätzlich und kategorisch nicht mitgetragen wird, kann auch kein Vorankommen stattfinden. Oder wie soll ich sonst die Aussagen verstehen? focus.de: CDU findet sich mit Oppositionsrolle ab
… „Dieses große Industrieland wird nun von einer Regierung regiert, die in jeder Einzelfrage die Stimmen der Linken braucht. Das ist ein Novum“, sagte Laschet. Die Tür für eine große Koalition von SPD und CDU sei nicht zu, „aber solange Frau Kraft sagt, wir wollen eben die Koalition mit der CDU oder der FDP nicht, solange müssen wir auch die uns vom Wähler zugewiesene Rolle der Opposition annehmen“ …
Der Wähler hat in erster Linie gesagt, dass die CDU und FDP in der Vergangenheit soviel Mist gemacht haben, dass sie eben nicht mehr die Regierung stellen sollen. Das kann man ziemlich gut aus dem Wahlergebnis ablesen glaube ich. Der Wähler hat nicht gesagt, dass man aus dieser Klatsche nicht lernen darf und seine Verhaltensweisen nicht anpassen soll.

Opposition bedeutet nicht, es einer Regierung aus Prinzip schwer zu machen. Dieses engstirnige Fraktionendenken, welches Herr Laschet hier raushängen lässt, verhindert effektiv eine sinnvolle Beschäftigung mit wirklichen Lösungen. Mir ist es doch scheißegal, ob ein guter Vorschlag von der CDU oder der SPD kommt, solange er gut ist. Und nur weil ich in der Opposition bin, stimme ich dann doch nicht dagegen. Und beim besten Willen kann mir niemand erzählen, dass in einer Fraktion immer alle einer Meinung sind. Echt nicht.

Andreas am 14.07.2010 um 16:32 in Benehmen, Politiker, Regeln | 5 Kommentare |

13.07.2010

Einen dritten Platz darf man nicht feiern

Sehr merkwürdige Ansicht, die womöglich auch allen Bronzemedaillengewinnern bei den Olympischen Spielen oder dem auf dem kleinsten Treppchen jubelnden Formel-1-Fahrer die Stirn in Falten legt. Was ist das für eine miese und freche Äußerung der deutschen Fußballnationalmannschaft? Der Westen: DFB-Team entschuldigt sich bei den Fans
…So sei es das Selbstverständnis das Teams, „sich nicht für einen dritten Platz feiern lassen zu wollen …
Vor der WM gab es nicht wenige Stimmen, die der Mannschaft nicht das Erreichen des Achtelfinales zugetraut hätten. Es gab Feiern mit hunderttausenden Besuchern und diese Spieler *wagen es* den Leuten derart vor den Kopf zu stoßen? Ich bin sehr erstaunt über so ein Verhalten.

Nach dem Halbfinale habe ich dem kleinen Jungen noch erzählt, wie toll es ist, wenn man von allen Fußballnationen der Welt die drittbeste ist – und dann höre ich, dass das nicht der Rede wert ist und man besser zum schämen in den Keller geht. Das sollte die Mannschaft auch, nicht wegen dem Ergebnis, sondern wegen der Aussage!

Bundesverdienstkreuz, my ass!

Andreas am 13.07.2010 um 18:49 in Benehmen, Kommunikation, Medien, Tagesgeschehen, Werbung | 1 Kommentar |

10.07.2010

Was “freiwillig” bedeutet …

Im Gütersloher Mordfall “Amtenbrinck” hat die Polizei – zumindest wenn ich die Zeitungsberichte korrekt deute – keine heiße Spur und stützt sich seit nunmehr einem Jahr auf die “freiwillige” Mithilfe der Bevölkerung. Diese soll mittels Speicheltests DNA-Proben abgeben, die dann mit am Tatort gefundenen Spuren abgeglichen werden. Nicht nur ich hatte und habe da meine Bedenken, was mit den DNA-Proben im Nachhinein so alles geschehen mag. Einige andere wollten keine Proben abgeben und die Polizei kündigte an, die Herren entsprechend aufklären zu wollen. Danach habe ich nichts mehr von diesem Fall wahrgenommen, bis ich eben eine klitzekleine Randnotiz in der Neuen-Westfälischen gelesen habe: Hartnäckiger Widerstand gegen Speichelprobe
… Nur unter Vorhalt einer Waffe und nach Fesselung mit Handschellen hat sich ein Gütersloher eine Speichelprobe abnehmen lassen …
“Freiwillig” und “… über den Sinn der DNA-Proben noch einmal genau aufklären …” hört sich das für mich nicht an. Wenn ein dringender Verdacht gegen die Person vorliegt, OK. Aber davon steht in der Meldung nichts. Also liest es sich für mich, als wäre der Mann grundlos und ohne Verdacht mit der Waffe bedroht und gefesselt worden, um gegen seinen Willen Proben von ihm zu nehmen. Man kläre mich auf, wenn es nicht so war. Oder ist es so, dass “Ich war’s nicht, ich gehe jetzt wieder.” schon als Verdacht ausreicht?

Bitte, in was für einem Land leben wir?

Andreas am 10.07.2010 um 13:46 in Benehmen, Recht, Regeln, Sicherheit | 2 Kommentare |

06.07.2010

Regeln sind für andere da

Als ich heute morgen vom Wendehammer auf den Dörgen abbiegen wollte, musste ich warten. Das ist nichts ungewöhnliches und gerade weil gegenüber gebaut wird und daher die Straße zugeparkt ist sowieso Standard. Und wie ich so nach rechts gucke kommt da ein Taxi angeschossen. Und ich meine wirklich “angeschossen” – ohne Übertreibung sicher ein bisschen schneller als 60 km/h … in der 30-Zone. Meinen Unmut habe ich der Fahrerin durch eine Auf- und Abbewegung der flachen Hand mit der Handfläche nach unten deutlich gemacht. I.d.R. gehen dann die Bremsleuchten an, weil die Autofahrer denken, man würde netterweise vor einer Blitze warnen Diese Frau hattes es aber offensichtlich richtig eilig. Wahrscheinlich Weltuntergangsflucht oder so.

600 Meter weiter habe ich sie dann wieder gesehen, als sie an der Jet-Tankstelle mit der Fahrerin des Wagens diskutierte, den sie gerade zugestellt hatte, weil sie von der verkehrten Seite auf die Tankstelle gefahren ist. Ich habe es mir dann nicht nehmen lassen, sie auf die geltenden Geschwindigkeitsregelungen hinzweisen. Erwartungsgemäß wurde das dann lauter, weil die Dame auf einer argumentativen Ebene nicht zum Meinungsaustausch fähig war. Ich sollte das echt lassen, bringt nichts.

So war der Frau auch völlig egal, dass dort 30 Km/h die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit ist. Wichtig war ihr, dass ich aus der Einfahrt “geschossen kam” (ich stand mit dem Fahrrad in unserer Zufahrt, die zudem auch noch bergauf geht) und dann mitten auf der Straße gehalten hätte (wie gesagt, ich stand in unserer Zufahrt). Eigene Fehler hat sie nicht gemacht.

Es sollten noch viel mehr Menschen andere darauf hinweisen, sobald sie sich jemand derart falsch verhalten. Nur dann kann sich was ändern. Und ich weiss, dass sich genug Leute über dieses Rowdytum aufregen. Macht den Mund auf! Das gilt auch, wenn jemand seinen Müll – und sei es nur eine Kippe – auf die Straße schmeisst, in Bus und Bahn randaliert, andere Leute anpöbelt usw. Nur wenn man zeigt, dass das nicht toleriert wird, ändert sich was. Wenn nur einer das macht, ist er ein Spinner.

Andreas am 06.07.2010 um 18:24 in Benehmen, Regeln, Verkehr | 0 Kommentare |

06.07.2010

Nichtraucherschutz

Ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, dass ich die Abstimmung zum Nichtraucherschutz in Bayern mit großer Genugtuung zur Kenntnis genommen habe. Und sebstverständlich begrüße ich es, wenn eine solche restriktive Regelung auch in NRW eingeführt würde.

Die Vergangenheit hat ja deutlich gezeigt, dass die von den Rauchern viel eingeforderte Toleranz von ihnen eben nicht geübt wird. Die Nichtraucher werden weggeschickt oder lächerlich gemacht. Und wenn ich irgendwo höflich darum bitte, doch nicht zu rauchen, dann werde ich doof angemacht. Ist das Toleranz, wenn man immer auf seinem “Recht” besteht? Und da genau diese Freiwilligkeit, die ach so gerne von den Rauchern beschworen wird, ganz offensichtlich nicht funktioniert, muss eine gesetzliche Regelung her.

Die gültige Regelung mit abgeschlossenen Raucherbereichen wird hier in Oeynhausen z.B. teilweise reichlich kurios ausgelegt. So ist z.B. im “New Orleans” der untere Bereich das Raucherabteil. Hier befindet sich u.a. die Theke. Der obere Bereich ist für die Nichtraucher reserviert. Wo zieht eigentlich Rauch noch mal hin? Nach unten? Und wie kommt der konsumwillige Nichtraucher in seinen vermeintlich rauchfreien Bereich? Äh, ja, er muss sich durch die Rauchschwaden kämpfen. Gleiches gilt auch für das “Brösel”, wo man immerhin den Nichtraucherbereich nach unten verlegte. Aber auch hier muss man sich durch den verqualmten oberen Teil bemühen, um zu den Nichtrauchern zu gelangen. Sehr sinnvoll!

“Bleib doch weg!” wird mir nun von den Rauchern gesagt und sie werden es nicht glauben: genau das habe ich auch getan. Sollte eine restriktivere Regelung kommen, hätten also zwei Gastronomiebetriebe in Bad Oeynhausen einen Kunden mehr. Nur um mal was zum avisierten Kneipensterben zu sagen. Solche Leute wie mich gibt es übrigens noch mehr.

Das lächerlichste Argument der Raucher bezgl. des bayrischen Volksbegehrens ist übrigens die fehlende Demokratie angesichts ca. 37% Wahlbeteiligung. Liebe Leute, genau das ist Demokratie! Es steht jedem frei seine Meinung kund zu tun oder nicht. Wer es nicht tut, dem ist es nicht wichtig genug und der hat nachher eben die Klappe zu halten. Wer seinen Arsch für seine Meinung nicht hoch kriegt, ist selbst Schuld!

Andreas am 06.07.2010 um 18:11 in Bad Oeynhausen, Benehmen, Gesundheit, Politiker, Recht, Regeln | 2 Kommentare |
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