30.09.2011
Naja, eigentlich war das Fundament für das Carport sowieso schon fertig – es stand ja bereits eins an der Stelle, wo jetzt ein Neues hinkommt. Aber das Alte war an ewig langen 80×80 großen Stahlpfosten verschraubt und das neue soll auf normale U-Profile. Also die langen Dinger abgeflext!

Gestern habe ich dann noch schnell Rostschutz auf die Kanten gepinselt und heute nach der Arbeit wurde Beton angerührt. Die Pfosten werden einfach mit Beton gefüllt und oben kommen die Halter rein. Die Dinger sind gut 80 Zentimeter im Boden – das wird halten!

Und jetzt muss ein Dritter ran und das benötigte Holz ausmessen, zuschneiden und montieren. Vielleicht können wir in drei Wochen den Yeti dann drunter parken!
30.09.2011
Vorgestern abend habe ich wieder mal versucht, die mittwöchliche Talkshow von und mit Anne Will zu gucken. Thema war – wie könnte es an dem Tag anders sein – der Euro-Rettungsschirm, egal in welcher Abkürzungsvariante.
Ich habe keine halbe Stunde lang ausgehalten. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat ein älterer Herr, welcher durch Talkshows tingelt und mit jovialer Miene entweder Binsenweisheiten vorträgt oder mit zerknirscht wissender Miene die Meinungen anderer Leute leicht kopfschüttelnd zur Kenntnis nimmt.
Bei Anne Will hat Klaus von Dohnanyi es dann aber übertrieben, als er pauschal den deutschen Bürgern den Verstand absprach. Ja, in der Schweiz da könne man Bürgerentscheide durchführen, die haben dort Tradition und man kann Sachverhalte erklären. Hier in Deutschland ist das alles viel zu kompliziert und der Bürger versteht das alles meist nicht. Ich hoffe, ich habe den alten Mann falsch verstanden oder es ist halt das Alter, welches ihn solche Reden schwingen lässt. Eine Frechheit gegnüber den Menschen in unserer Republik und erheblich überheblich.
Wenn man in der Schweiz Zusammenhänge erklären kann und bei uns nicht, dann liegt es doch wohl an der hiesigen Politik, die unfähig ist darzulegen was sie möchte. Wenn man falsche Tatsachen aufgetischt bekommt, dann kommt der Entscheider natürlich auch zu falschen Schlüssen. Es kann also nicht sein, dass man Bürgerentscheide verneint, sondern man muss die unfähigen Erklärer austauschen!
Um auf das Thema “Rettungsschirm” zurück zu kommen: es wurde ganz richtig erwähnt, wir kaufen uns damit nur sauteuer ein klein wenig Zeit. Wir verzögern den Knall und den Absturz. Ich gehe davon aus, dass die Politik das weiß und lediglich versucht aus der Schußlinie zu sein, wenn letztendlich nichts mehr geht. Gestern wurde der Schirm tatsächlich beschlossen und das Signal welches nun an die eher schwachbrüstiger Euro-Länder geht ist: Egal was ihr macht, wir stützen euch schon!
Das ist prima! Es gibt nun also überhaupt keinen Anreiz mehr, sein Verhalten zu ändern. Nachdrücklich wurde klar gemacht, dass man mit den Ländern – die laut Kauder und Dohnany so gewaltig vom Euro profitiert haben – umspringen kann wie man möchte. Klar sind das “nur” Bürgschaften, aber es wäre nicht das erste Mal, dass eine Bürgschaft auch in Anspruch genommen wird. Wenn man sich so sicher ist, dass diese nie benötigt wird, dann hätte man den Kredit auch blanko geben können. Das hat mein ehemaliger BWL-Lehrer sowieso immer gepredigt. Und wenn man diese Sicherheit nicht hat, nun, dann ist es hochgradig unvernünftig, eine solche Bürgschaft abzugeben. Hört sich einfach an, ist es auch.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist Griechenland in 10 Jahren immer noch pleite – sofern niemand dem Land seine Schulden erlässt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden sich unsere Bundespolitiker auch in Zukunft von “den Märkten” durch die Straßen treiben lassen und ganz sicher wird das nicht ewig gut gehen. Ich bis skeptisch und ängstlich.
30.09.2011
Bosbach ist bockig und denkt ans Aufhören: Focus-Online: EFSF-Kritiker Bosbach erwägt Rückzug aus Politik
… wurde der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach in den eigenen Reihen angefeindet. Nun überlegt er sich, ob er 2013 nochmal für den Bundestag kandidieren soll … Überleg’ nicht lange, Wolfgang. Mach’ Nägel mit Köpfen und nimm’ Deinen Hut. Der Quatsch mit den Nacktscannern hat auch nicht geklappt und die bösen Terroristen haben uns immer noch nicht weg gebombt. Irgendwie tanzt gar keiner nach Deiner Mütze.
Achja, und bevor Du die Tür zu machst, kannst Du den Kauder doch gleich mitnehmen.
28.09.2011
Tja, nachdem wir im Urlaub – oder besser kurz davor und lange danach – ein bisschen Heck-Meck mit dem Volvo hatten, haben wir uns entschieden, dass ein neuer Wagen auf den Hof muss. Einer mit dem man auch bequem einen Wohnwagen nach Kroatien ziehen kann und dessen Kofferraum voller beladen werden kann. Außerdem bin ich mit meinen 40 Jahren tatsächlich in einem Alter, wo mir das Einsteigen in den flachen V40 manchmal in den Bandscheiben zwickt ;-) Also haben wir uns die Taschen voll gepackt und sind los gefahren.

Richtung Gifhorn, denn dort hatte ich bei mobile.de ein Objekt der Begierde ausgemacht. Meine Schwester fährt seit einiger Zeit einen Skoda Yeti, der einen recht schlanken Fuß macht. Auch wenn ich nicht auf Treckermotoren stehe. Es sollte also ein Yeti werden, aber mit Benzinmotor. Einem der auch ‘nen Hänger zieht. Der 1.8 Liter Turbo macht das und hat mit 160 PS exakt so viele Pferde unter der Haube wie mein Volvo. Nur ist genau das Modell auf dem Gebrauchtmarkt – und neu können wir uns wirklich nicht leisten – sehr schlecht zu bekommen. Wie gesagt, in Gifhorn wurde ich fündig und per Mail und Telefon auch recht schnell mit dem Verkäufer einig. Gestern haben wir das gute Stück dann abgeholt.

Ich war auf der Heimfahrt ganz begeistert! Nicht weil das Portemonnaie nun leer ist, aber der Wagen fährt klasse! Er ist wesentlich ruhiger als der brüllende Volvo, deutlich ruhiger zu fahren und man hat einen klasse Überblick über den Verkehr. Lediglich in der Beschleunigung scheint mir der Kombi einen kleinen Vorteil zu haben, naja, und schneller ist der V40 auch. Aber das nutze ich eigentlich gar nicht mehr.
Der graue Skoda macht sich auf dem Hof jedenfalls sehr, sehr gut und auch die Frau ist begeistert!

Möchte jemand einen Volvo V40 2.0T kaufen? Über den Preis kann man reden ;-) Oder vielleicht einen 9 Jahre alten Punto 60 SX mit allem Zipp und Zapp und erst knapp 68.000 Km auf der Uhr? Wir sind da ganz Ohr *g*
28.09.2011
Einfach nur schön. Wenigstens etwas in den letzten Wochen, dass man ohne nachzudenken genießen kann.

Ich brauche ganz dringend Urlaub …
27.09.2011
Ein Jahr Haft gibt es, wenn man einen Menschen getötet hat. Nunja, das ist sicher erträglich. Für den Toten leider nicht. 100 Meter vor Erreichen der Ampel zeigte diese schon rot, zu dem Zeitpunkt für der Berufskraftfahrer seinen LKW noch deutlich schneller als erlaubt und bremste erst kurz bevor er die beiden PKWs zu Schrott fuhr. So sieht es zumindest das Gericht. NW-News: Tödliche Unachtsamkeit in Bad Oeynhausen
“Aber er muss sehr unaufmerksam gewesen sein, dass er die rote Ampel nicht gesehen hat. Und 20 Stundenkilometer zu schnell – das ist mit einem 40-Tonner auch sehr viel”, so der Richter. Unaufmerksam? Spurwechsel? Er darf mit seinem 40-Tonner auf der Mindener Straße gar nicht die linke Spur benutzen. Wenn er von der linken auf die rechte gewechselt wäre, muss man sich fragen, was er auf der kurzen Autobahnabfahrt auf der linken Spur wollte. Zu schnell fahren passiert mit einem LKW auch nicht aus Versehen und die rote Ampel “übersehen”? Früher habe ich auch an den Weihnachtsmann geglaubt!
Täglich missachten erfahrene Berufskraftsfahrer die Ampeln der Mindener Straße. Mir scheint da sind ganz schön viele Leute “unaufmerksam” – oder das Konzept “Ampel” ist nicht geeignet um den Verkehr zu regeln. Beide Möglichkeiten halte ich für unrichtig. Vor dem Hintergrund wie dort täglich gefahren wird von “Unachtsamkeit” zu reden, finde ich sehr verniedlichend. Und dieser “Vorblinker” der nun dort aufgestellt wurde trägt meinen sicher nur sehr sporadischen Beobachtungen nach nicht zu einer Verbesserung der Situation bei.
Sicherlich würden die erfahrenen Berufskraftfahrer anders dort entlangrauschen, wenn die Polizei Kontrollen durchführen und dort Erfahrungen auf dem Punktekonto und dem Geldbeutel verteilen würden. Das wurde aber in einer Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung von der anwesenden Polizei als nicht durchführbar abgewiesen. Man könne die LKWs dort ja schlecht anhalten …
25.09.2011
Seit heute morgen um 10 Uhr sitze ich an einer Webseite für ein kleines Unternehmen. Muss dringend fertig werden … scheint aber auch zu klappen. Aber das bei bestem Wetter zu machen nervt ganz schön, nur habe ich echt anderweitig keine Zeit. Sei’s drum, als der Kopf immer mehr anfing zu brummen, musste ich raus. Bin die Runde bis zur Porta und zurück. Der Weserradweg war proppenvoll und viele der Leute bewegen sich offensichtlich nciht oft auf Wegen mit andern Leuten. Ausweichen oder Platz machen war nicht üblich. Und ich bin sehr zurückhaltend gewesen. Habe rechtzeitig geklingelt, bin langsam gefahren und auch mal ein paar dutzend Meter hinter einer Grupper her gefahren, wenn Gegenverkehr war.
Den Vogel abgeschossen hat ein Hundehalter, der in einer Gruppe Gleichgesinnter unterwegs war. Ausnahmsweise sogar mal mit angeleinten Tieren. Ich habe von Ferne geklingelt, weil die 4 wirklich den Weg in voller Breite versperrten. Keine Reaktion. Nochmal geklingelt und noch näher nochmal. Da sind dann 3 von 4 an die Seite gegangen. Nur ein Vollhonk blieb mitten im Weg stehen und ich musste eine Vollbremsung machen. Auf meine Frage, ob er noch alle Tassen im Schrank hätte, faselte er was von Rücksicht und Respekt. Ja, richtig, das fehlte ihm völlig. Penner!
Ansonsten war’s wunderschön! Warm, wenig Wind und schöne Luft – Kopfschmerzen habe ich trotzdem. Bin dann zum ersten Mal über die neue Borstenbachbrücke gefahren. Yo, ist eine Brücke. Unspektakulär. Bei der Sperrzeit hat sich keiner der Beteiligten mit Ruhm bekleckert, hoffen wir dass sie lange erhalten bleibt.

Hernach bin ich noch auf der Nordumgehungstrasse unterwegs gewesen. Die Brücke in Rehme kann gequert werden – wenn man sich traut über den Zaun zu klettern ;-) Ich habe davon Abstand genommen und nur von Ferne geschaut.

Am Alten Postweg ging’s weiter. Dort bin ich auf die Lärmschutzwände rauf, habe noch Arbeitskollegen getroffen und allerlei andere Baustellenbesucher bevor ich mir die Trasse selbst angeschaut habe. Wenn Theilemanns Busch nicht wäre, hätten wir da eine riesig lange, gerade Schneise. So wie es jetzt ist, kann man das gar nicht in Gänze sehen.

Und jetzt habe ich erstmal eine Sumatriptan genommen und bastel noch ein bisschen an der Firmenwebseite. Die muss ja fertig werden.
29 Km | 21,4 Km/h Schnitt | 49 Km/h max. | 120 Höhenmeter