28.06.2011
Im Rahmen der Umleitungsmaßnahmen während des Baus der Nordumgehung hat die Düstere Straße in Bad Oeynhausen sehr stark gelitten. Und das ist noch geschönt, denn inzwischen ist sie für den Verkehr komplett gesperrt. Die Schlaglöcher und wegbrechenden Ränder der Fahrbahn machen ein Benutzen für Kraftfahrzeuge nahezu unmöglich.
Eine Sanierung – welche einem kompletten Neubau gleich kommt – würde die Stadt geschätzte 220.000 €uro kosten. Geld das die Stadt nicht hat und welches – auch nicht teilweise – von Straßen NRW leider nicht erstattet wird. Entsprechende Nachfragen sind inzwischen wohl mehrfach gestellt worden.
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Um aus diesem Dilemma heraus zu kommen, hat die Verwaltung in einer Druckvorlage für die Sitzung des nächsten Stadtentwicklungsausschusses am 07.07. den Vorschlag gemacht, die Düstere Straße nicht auszubauen, sondern zum Wirtschaftsweg zurück zu stufen und für Radfahrer, Fußgänger und landwirtschaftlichen Verkehr frei zu geben. Ein zunächst befremdlich klingender Vorschlag, der allerdings nur etwas mehr als 60.000 Euro kosten würde.
Wenn man dann auf der Karte schaut, gibt es sowohl östlich, als auch westlich ausreichende Alternativrouten, die – falls überhaupt – nur geringe Umwege bedeuten. Wohlgemerkt: Umwege die in einem bequemen Auto zurück gelegt werden und für die niemand auch nur eine Unanehmlichkeit in Anspruch nehmen muss.
Weiterhin liegt diese Straße im Landschaftsschutzgebiet, es wird eine Renaturierung des Bachlaufes erfolgen und es gibt keine Wohnbebauung an dem entsprechenden Teilstück. Ideale Bedingungen also, um der Flächenversiegelung und immer weiter fortschreitenden Verdrängung der Natur zu Gunsten des Verkehrs ein klein wenig entgegen zu setzen.
Dass man weiterhin eine Verkehrsfläche erhält, auf dem Radfahrer und Fußgänger unbehelligt von rasenden Kraftfahrzeugführern vorankommen, ist nur ein weiteres kleines Stück Annehmlichkeit.
In der Neuen-Westfälischen wird der Vorschlag heftig kritisiert, das Westfalen-Blatt berichtet, gleichzeitig wird aber prominent in beiden Zeitungen über zu schnelles Fahren und gefährliche Situationen in den nördlichen Stadtbereichen berichtet.
Mit dem Rückbau der Düsteren Straße kann Bad Oeynhausen etwas für die Umwelt und die Entschleunigung des Verkehrs tun – und Geld dabei sparen. Wir begrüßen das ganz ausdrücklich.
28.06.2011
Die Äußerungen dieses ehrenwerten Herrn machen mich echt sauer! Weil er mit seinen dollen Apps – die noch nie etwas anderes waren, als eine bessere Aufbereitung der sowieso vorhandenen Webseiten – nicht für teuer Geld unter die Leute bringen kann, klagt er gegen andere, denen dies gelingt.
Was für ein asoziales Verhalten!
Richtig bemerkt Herr Döpfner, dass ich für die Erstellung des Content bereits einen ganzen Arsch voll Geld abdrücke. Und wenn ich diese Inhalte bereits bezahlt habe, dann finde ich es mehr als legitim, wenn ich sie auch konsumieren kann. Und da ich für “neuartige Empfangsgeräte” ebenfalls Gebühren zahlen muss, möchte ich auch auf neuartigen Emfangsgeräten konsumieren! süddeutsche.de: “Hier ist eine rote Linie überschritten worden”
… Acht deutsche Zeitungsverlage, darunter Axel Springer, FAZ, WAZ, DuMont Schauberg und auch der Süddeutsche Verlag, in dem die Süddeutsche Zeitung erscheint, klagen gegen die kostenlose Tagesschau-App der ARD für iPhones und TabletPCs …
Mit Qualität hat das nichts zu tun. Wenn zwei sehr gute Produkte gleichen Charakters nebeneinander angeboten werden, das eine kostenpflichtig und das andere kostenfrei, dann ist doch klar, wofür der Leser sich entscheidet. Ja, das ist klar. Nur muss ich einmal die App bezahlen, damit ich mir werbefinanzierten Qualitätsjournalismus ansehen darf. Und einmal bezahle ich Gebühren für Inhalte der öffentlich rechtlichen. Ich, der Konsument, zahle in beiden Fällen.
Döpfner ist der, der nicht in der Lage ist, den Leuten zu verkaufen, warum seine Informationen besser sind. Der Konsument bezahlt jetzt schon für die Tagesschau-App. Es ist ein völlig neues Wettbewerbsumfeld entstanden. Das bedeutet: Entweder müssen die Öffentlich-Rechtlichen ihre Apps kostenpflichtig machen, oder sie müssen auf Apps verzichten. Oder sie müssen auf Gebühren verzichten. Alles andere ist nicht vertretbar. Es gibt kein neues Wettbewerbsfeld. Erst gab es Zeitungen, dann Radio, dann Fernsehen, dann Internet und nun Smartphones. Der Weg ist neu, die Inhalte sind gleich. Das muss Döpfner lernen. Alles was ich von ihm und seiner Bande höre ist: wir kriegen kein Geld!
Herr Döpfner, wofür sollte ich ihnen Geld geben? Ich bezahle bereits für meine Informationen und hole sie mir von demjenigen, der mein Geld bekommt. Ich finde das äußerst korrekt!
26.06.2011
4 Tage weg, 3 Tage Rad gefahren, 300 Kilometer … und ziemlich Glück mit dem Wetter gehabt. Die Tage folgt es genauer :-)

22.06.2011
Ich habe mir heute schon frei genommen, weil es morgen schon so früh los geht und ich in Ruhe die Plünnen zusammen suchen wollte. Nachdem der Nachwuchs zur Schule gegangen und die Frau ins Büro unterwegs war, bin ich aufgestanden und habe mein Rad auf Vordermann gebracht. Viel ist nicht zu tun gewesen, es wird ja täglich bewegt. Kette säubern, Zahnräder des Umwerfers vom groben Dreck befreien, Bremse nachstellen. Dabei habe ich gleich die vorderen Normalo-Klötze gegen Cartridges getauscht, lagen eh im Regal rum.

Wo ich’s schon mal gelöst hatte, habe ich die V-Brakes gleich ganz losgeschraubt und neu gefettet. Bewegen sich nun viel leichter. Schaltung schaltet hinten auch wieder etwas präziser und der Umwerfer vorne bewegt die Kette vom großen auf’s mittlere Blatt, ohne dass ich erst auf’s kleinste muss ;-)
Ich denke, das wird die nächsten 300 Kilometer halten. Die Taschen sind auch gepackt – allerdings habe ich das Gefühl etwas vergessen zu haben. Die sind so leicht! Und das obwohl ich den neuen Vaude-Regenponcho und noch eine Regenjacke eingepackt habe. Ich werd’ merken, was ich vergessen habe, wenn ich es brauche. Um 6 Uhr morgen früh geht’s auf die Piste!
22.06.2011
Letzte Woche hat der ADFC in Löhne eine kleine Rundfahrt mit einer Handvoll Lokalpolitiker gemacht. Leider hatte ich keine Zeit, sonst hätte ich mir diesen Spaß auch gegönnt. Mir war gar nicht bewusst, dass es in Löhne einen Berg gibt. NW-News: Der Berg der Schmerzen
… Die Radtour des Radfahrerverbands ADFC führte am Mittwochabend nicht gemächlich durch seichtes Gelände, sondern hinauf in Löhnes Pyrenäen auf die höchsten Hügel und mitten durch tiefste Schlaglöcher …
Zum Beispiel auf der Königstraße: Dort ist der Radweg inzwischen vom Reifengummi motorisierter Rennkutschen ausradiert worden. Parkende und fahrende Autos nahmen die Radler in die Zange, ein Autofahrer hupte und überholte mit Bleifuß … Dabei ist die Radspur auf Löhnes Kö’ ein Erfolgsmodell. Seitdem es sie gibt, ist kein Radfahrer auf der Straße verunglückt … Warum pinselt niemand den Radstreifen nach? Der Radfahrstreifen an der Königstraße ist ein Erfolgsmodell? Mir ist ja durchaus bewusst, dass der ADFC diesen Blödsinn teilweise propagiert, aber auf so einer sensiblen Straße wie dieser, darf man doch nun wirklich nicht von Erfolg sprechen. Das was da auf die Fahrbahn gepinselt war, befand sich exakt im Öffnungsbereich der am Straßenrand parkenden Autos. Wenn überhaupt dann konnte man diese Markierung nutzen, um links davon sicher auf der Fahrbahn zu fahren. Und genau das mache ich dort auch immer. Wahrscheinlich alle anderen vernünftigen Radler auch – und deshalb passiert dort weniger.

Bild aus März 2008
Es ist ein Glück, dass dieser Radfahrstreifen nicht erneuert wird! Wahrscheinlich sind die Radunfälle an der Straße auch weniger geworden, weil man seit Einführung des Streifens nicht mehr auf den noch viel gefährlicheren Gehweg gezwungen wird. Das ist das Einzige, was man bei sowas als positiv ansehen kann. Aber jeder, der an der Königstraße innerhalb dieses Radfahrstreifens Richtung Bahn fährt, gefährdet sich auf leichtsinnige Weise auf’s Erheblichste! Vor Gericht bekommt man da übrigens Teilschuld, wenn man in eine sich plötzlich öffnende Tür hineinrauscht und weniger als 80 bis 100cm Abstand zum Auto hatte.
21.06.2011
Ich glaub mein Schwein pfeifft! Da legen die in Baden-Württemberg im Koalitionsvertrag noch fest, dass nicht gespeichert werden soll und drehen es einfach ins Gegenteil. heise.de: Baden-Württemberg will sich für Vorratsdatenspeicherung einsetzen
… Das grün-rot regierte Baden-Württemberg will sich auf der Innenministerkonferenz am Mittwoch in Frankfurt am Main dafür einsetzen, dass die Vorratsdatenspeicherung wieder eingeführt wird … [Gall (SPD)] meinte, dass es eine Sicherheitslücke im Kampf gegen Terror und Kriminalität gebe. Da verweise ich doch gerne auf Richard Gutjahrs Blog und empfehle die Grafik im mittleren Teil des Beitrags zu konsumieren. Die Vorratsdatenspeicherung wurde zu der Zeit, als es sie noch gab, für alles mögliche genutzt, nur nicht zur Bekämpfung der Verbrechen, unter deren Deckmantel sie eingeführt wurde!
Und das da Grüne bei der eventuellen Wiedereinführung mitstimmen, finde ich ganz besonders entsetzlich!
19.06.2011
Auf Abgeordnetenwatch.de kann man nun auch Kommunlapolitiker befragen. Eine von mir durch und durch zu begrüßende Sache. Ich schreibe hier auf meiner Seite nicht erst seit ich im Rat sitze meine Meinung zu bestimmten Dingen. Und auch seit dem Ratsmandat habe ich damit nicht aufgehört. Ich finde es ist eine selbstverständlichkeit, dass man zu Themen Stellung bezieht und dies nicht nur per Pressemitteilung auf der Seite der Fraktion oder Ortsverbandes erledigen lässt. Damit stehe ich in Bad Oeynhausen ziemlich alleine da … man korrigiere mich, falls andere Ratsmitglieder ebenfalls bloggen und ab und an öffentlich etwas zu Dingen auf kommunalpolitischer Ebene schreiben.
Auf abgeordnetenwatch.de konnte man bislang Abgeordneten der Landtage sowie des Bundestages direkt Fragen stellen. Die Antworten reichen von ausführlich bis Fehlanzeige. Allein das ist für mich schon ein Zeichen, wie sich jemand um den Wähler kümmert. Nun werden auch Kommunalpolitiker auf dieser Plattform erreichbar gemacht. Ich habe nichts dagegen. Allerdings würde ich, sollte unser kleines Bad Oeynhausen auch irgendwann dort erfasst werden, sicher das ein oder andere Mal zu einem bereits veröffentlichten Text verlinken (können).
Die Antworten einiger Politiker, die nun öffentlich erreicht werden können finde ich erstaunlich. Politik spielt sich doch nicht nur unter 4 Augen ab. Im Gegenteil. Und welchen Unterschied macht es, ob ich eine Meinung habe und diese einem direkten Gegenüber erzähle oder der Welt? Keinen, oder? Es macht nur dann einen Unterschied, wenn ich vor meiner eigenen Meinung Angst habe. Nun, dann sollte man diese überdenken! :-)
Für mich ganz klar: abgeordnetenwatch.de darf gerne auch nach Bad Oeynhausen kommen.