andreas edler - mein Senf

27.02.2011

Radweg an der Weserstraße

NW vom 25.02.2011: Weserstraße wird im Sommer saniert
… Mit dem Ausbau des Abschnitts zwischen Hermann-Löns-Straße und der Straße “Zur Hüffe” … Auf diesem Teilstück wird nicht nur die Fahrbahn runderneuert, sondern auch der Radweg ausgebaut. … “Der Radweg ist beim Land beantragt. Die Kosten schätzen wir derzeit auf 40.000 bis 50.000 Euro, von denen die Hälfte voraussichtlich das Land übernimmt.”
Es ist im Prinzip das Gleiche wie mit der Herforder Straße: Was mich an der Meldung stört, ist der Sprachgebrauch. Bisher ist an dem entsprechenden Teilstück der Weserstraße kein Radweg. Und auch zwischen Detmolder und dem WEZ-Markt ist maximal ein kombinierter Geh-/Radweg, der stellenweise übel zu befahren ist, streckenweise aber vernünftigerweise (wohl eher vergessenerweise) nicht benutzungspflichtig ausgeschildert ist.

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Andreas am 27.02.2011 um 11:04 in Bad Oeynhausen, Fahrrad, Presse, Verkehr | 1 Kommentar |

27.02.2011

Gutt gemacht: Auslaufmodell Zivi

NW vom 26.02.2011: Auslaufmodell Zivi
Soziale Einrichtungen vor Ort blicken nach der Reform des Wehrdienstes mit Sorge auf die nächsten Monate … Denn mit der Abschaffung der Wehrpflicht im Juli fällt auch der Ersatzdienst weg. Das stellt viele Einrichtungen in Bad Oeynhausen vor enorme Probleme …
Hat da unser allseits geliebter Überverteidigungsminister und Supermann der Nation womöglich nicht zu Ende gedacht? Alle Überlegungen mit freiwilligen Jahren oder ähnlichen Modellen kranken an einer Tatsache: die gewaltige Mehrheit hat sich den Zivildienst nicht freiwillig ausgesucht, sondern nahm es als Alternative zum Wehrdienst hin. Das waren billige Arbeitskräfte in einem Bereich, der sowieso schon nicht dafür bekannt ist, dass man mit dem Job reich wird.

Diese Bundeswehrreform, für die Herr Guttenberg von den seinen so hoch gelobt wird und die im Prinzip das Einzige ist, was der Mann bisher überhaupt auf die Reihe bekommen bzw. angefangen hat, wird sicher noch Auswirkungen haben, die wir bis dato gar nicht abschätzen können. Geld wird nach aktuellem Stand jedenfalls nicht in dem Maße gespart, wie vorher angekündigt – die Fristen wurden bereits verlängert. Für Pflegekräfte gibt es keine im Vorfeld geplante Alternative und Musterungsärzte drehen Däumchen. Ganz abgesehen davon, dass es reichlich Bedenken gibt, welche Klientel sich jetzt noch zum Dienst an der Waffe melden wird.

Nennt man sowas nicht blinden Aktionismus?

Andreas am 27.02.2011 um 9:57 in Arbeit, Politiker | 3 Kommentare |

26.02.2011

Schaffen am Samstag

Sitze auf dem Sofa und freue mich, dass das Wetter nicht so gekommen ist, wie es gemeldet war. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, den Tag im Keller zu verbringen. Aber morgens um 8 schien die Sonne schon ganz beachtlich und darum waren wir um 9 Uhr auch schon dabei, das Holz vom letzten Samstag zu zersägen. Mit frisch geschärften Ketten von Grübbel um die Ecke ging das auch flugs von der Hand.

Weggeräumt haben das Holz dann Alex und der Nachwuchs. Langsam füllt sich die eine Holzbox wieder.

Ich habe in der Zeit die Latten, die ich vor einiger Zeit schon gekauft habe, gegriffen und bin angefangen den frei stehenden Rosen wieder eine Stütze zu bauen. Das alte Rankgitter war nach 20 Jahren gar und der Abbau eher ein Abriss. Das Holz musste man nicht mal mehr klein sägen, sondern nur noch zerbröseln.

Die Stützen waren noch fest im Boden betoniert und werden weiter verwendet. Daran 4 dicken Pfosten, oben Querbalken dran. Noch einen kleinen Bogen zum schick machen. Das war der Plan. Also angefangen. Mit Schraubzwingen fixiert, Löcher gebohrt und – zack – fertig.

Danach musste oben nur noch die Querlattung dran und fertig ist die Laube. Steht fest, wackelt nicht, aber begeistert bin ich auch nicht. Vorher war das im grundsätzlich nicht anders, nur in weiß. Weiß auch nicht. Die kleinen Abdeckkappen für die Pfosten machen den Braten auch nicht fett. Der kleine Bogen lockert alles etwas auf, aber der Brüller ist es nicht.

Wie ich die Fächer ausfülle, weiß ich noch nicht. Im Moment schweben mir zwei paralelle, diagonal von außen oben nach innen unten verlaufende Streben vor. Die Rosen müssen ja auch an irgendwas befestigt werden, sonst ist so ein Rank”gitter” ja witzlos.

Andreas am 26.02.2011 um 21:50 in Basteln, Haus | 1 Kommentar |

24.02.2011

Straße, Gehweg und der Sprachgebrauch

Die Neue-Westfälische berichtet heute über die Abholzung einer Linde an der Herforder Straße in Bad Oeynhausen: NW vom 24.02.2011: Linde am Bahnhof gefällt … Die Straße war vom Eingang der Fußgängerzone (Bahnhofsvorplatz) bis zur Klosterstraße für Fahrzeuge nicht nutzbar. Der Gehweg war von der Sperrung ausgenommen … Zu einer “Straße” gehört immer der eventuell vorhandene Gehweg, als auch ein womöglicher Radweg. Das komplette Bauwerk ist die “Straße”. Was die Neue-Westfälische hier meint, ist die Fahrbahn, wenn sie davon schreibt, dass diese nicht für Fahrzeuge nutzbar gewesen sei. Und da ist dann auch gleich der nächste Lapsus: die Herforder Straße hat keine Fahrbahn! Die NW erwähnt es selbst, der Vorgang fand in der Fußgängerzone statt. Kompletten Beitrag lesen

Andreas am 24.02.2011 um 7:52 in Auto, Bad Oeynhausen, Presse, Regeln | 0 Kommentare |

23.02.2011

“Abstrus”

Wenn jemand vermeintlich beim Schummeln erwischt wird und die Anschuldigung dann als “abstrus” zurückweist, ist das für mich zunächst mal in Ordnung. Wenn dann jedoch massenhaft Beweise für das Schummeln auftauchen und mit jedem neu gefundenen Häppchen die Erklärungsversuche der Person weicher und lappiger werden, um dann schließlich die Aussage “abstrus” in “was ich da für einen Blödsinn geschrieben habe” kippen, dann hat diese Person seine Glaubwürdigkeit völlig verspielt.

Ich habe Herrn Guttenberg bisher immer zu Gute gehalten, dass er garantiert das meint was er sagt und dass er nur sagt, was er mit seiner festen Überzeugung und seinem Gewissen vereinbaren kann. Da ich deutlich andere Ansichten habe, als unser (noch) Verteidigungsminister, konnte ich ihm selten zustimmen. Das ist völlig normal und hat mit der Glaubwürdigkeit und dem Respekt den ich jemandem erweisen kann nichts zu tun.

Das alles hat Guttenberg komplett verspielt. Nicht nur ich bezeichne das was er getan hat als “Lügen”. Ganz bewusste Falschaussagen. Und das betrifft nur das Verhalten, welches er an den Tag legt um die eigentliche Sauerei zu erklären und zu behandeln. Solche Menschen haben in Führungsebenen überhaupt nichts zu suchen. Und Menschen die solche Handlungsweisen verniedlichen und verharmlosen auch nicht. Der Mann muss weg von der politischen Bühne.

Dass er sich da einen Titel auf äußerst blamable Art “erschlichen” hat, kommt noch dazu. Ich schließe immer durch vergangene Handlungen auf das, was Menschen noch tun mögen. Und wer sich so bei seiner Doktorarbeit verhält, der macht das in anderen Bereichen auch. Das ist nicht nur unmögliches Verhalten, das ist in seiner Position gefährlich – für Dritte.

Andreas am 23.02.2011 um 8:09 in Benehmen, Fraglich, Politiker | 0 Kommentare |

22.02.2011

127 Stunden

Freitag ist Kinotag – zumindest bei mir recht häufig. Heute mal einen eher ungewöhnlichen Film, denn es spielt im Wesentlichen nur eine Person mit und diese die meiste Zeit des Films auch nur an einer einzigen Location. Hört sich nicht so prickelnd an? Nun … es reicht für Gänsehaut!

Aron Ralston (James Franco) ist ein Abenteurer. Bergsteigen, Mountainbiken, weite Wanderungen in einsamem Gelände sind seine Welt. Und weil er so sehr von sich überzeugt ist, ist er meist allein unterwegs – ohne irgendjemandem Ort und Ziel der Tour zu verraten

Die ganze Kritik gibt es auf filmfacts.de

Gegen Ende wird die wunderschöne Landschaft aber immer mehr zur Bedrohung und mit fortschreitendem Verfall des Festgekeilten steigt das Unwohlsein beim Zuschauer – bis ich dann irgendwann sogar mal kurz weg schauen musste. Kaum vorstellbar, dass das nicht einem Drehbuchschreiber für den nächsten Teil der Saw-Reihe eingefallen ist, sondern ganz einfach dem realen Überlebenswillen geschuldet ist. Vielleicht ist es gerade dadurch umso unglaublicher.

Ganz ausgezeichnetes Kino!

Andreas am 22.02.2011 um 7:39 in Film, Kino | 1 Kommentar |

21.02.2011

Auto-Überschlag

Beide Lokalzeitungen berichten heute vom Unfall in Eidinghausen, bei welchem an der Ecke Horstweg/Zum Riepelhof ein Ford Focus einem Ford Galaxy die Vorfahrt nahm, infolgedessen der Focus aufgrund eines Zusammenstoßes in einem Garten auf dem Dach zum Liegen kam.

Was sich zunächst ganz klar liest, wird bei einem Blick auf die Bilder und der Tatsache, dass der Focus auf dem Dach liegt schon etwas schwummeriger. Denn sowohl die Neue-Westfälische als auch das Westfalen-Blatt vergessen zu erwähnen, dass dies eine Tempo-30-Zone ist. Wie kann bitte so ein Schaden bei Tempo-30 bzw. deutlich weniger – denn jeder vernünftige Mensch wird wohl vorsichtig an eine unbeschilderte Kreuzung heranfahren – entstehen?

Kann es vielleicht sein, dass da jemand deutlich zu schnell unterwegs war?

Andreas am 21.02.2011 um 7:23 in Auto, Bad Oeynhausen, Presse, Verkehr | 0 Kommentare |
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