andreas edler - mein Senf

31.01.2011

Berichterstattung

Aus den nebenstehenden Überschriften der Polizeimeldungen von heute kann man zwei Dinge erkennen.

Zum Einen: wenn ein Radfahrer ohne Beleuchtung unterwegs ist, dann ist dies so essentiell, dass es unbedingt in die Überschrift des Artikels gehört. Wie die Autofahrerin den vor ihr Eine mit ihrem PKW Ford in gleicher Richtung fahrende 22-jährige Portanerin erkannte den Jugendlichen erst in letzter Sekunde und versuchte noch ihm auszuweichen. im Bereich ihrer Frontscheinwerfer fahrenden Radler übersehen konnte bzw. warum sie ihn so dicht überholt, dass sie ihn touchiert, wird mit keinem Wort thematisiert. Also ich kann mit meinen Scheinwerfern bei angepasster Fahrweise sogar komplett unbeleuchtete Fußgänger erkennen und passieren, ohne diese anzufahren.

Zum Anderen: wenn der Radfahrer beleuchtet unterwegs ist und angefahren wird, dann muss das nicht prominent in der Überschrift erwähnt werden. Beim Abbiegen nach links in die Viktoriastraße kam es zum Zusammenstoß mit einem 56-jährigen Mindener, der mit seinem beleuchteten Fahrrad auf dem rechtsseitigen Radweg der Viktoriastraße stadteinwärts unterwegs war. Auch das hier doch sehr wahrscheinlich dem Radfahrer die Vorfahrt genommen wurde, wird mit keinem Wort erwähnt.

Warum werden hier Fehler von Radfahrern ausdrücklich erwähnt, Fehlverhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer dagegen nicht. Die Polizei wird sich darauf zurückziehen, dass nur die Fakten erwähnt werden. Aber dann könnte die Überschrift auch lauten “LKW-Fahrer fährt beleuchteten Radler an” …

Andreas am 31.01.2011 um 21:53 in Auto, Fahrrad, Presse, Verkehr | 1 Kommentar |

30.01.2011

Radfahrer absteigen

Wenn man keine Ahnung vom Straßenverkehr und von Beschilderung hat, dann sollte man auch keine Schilder aufstellen (dürfen!).

Warum um alles in der Welt sollten an dieser Stelle der Koblenzer Straße in Löhne Radfahrer absteigen? Mal abgesehen davon, dass aus diesem Schild keine Folgen entstehen können, ist dort doch eine prächtige Fahrbahn vorhanden! Dass die Baustelle ein Stückchen weiter den Sicherheitsstreifen tangiert ist so egal, als ob in China ein Sack Reis umfällt. Genauso wie Autofahrer diesen Streifen im Fall der Fälle befahren dürfen, dürfen natürlich Fahradfahrer im Fall der Fälle auf die Fahrbahn ausweichen. Auf der Koblenzer Straße ist dies generell geraten, da man auf dem Sicherheitsstreifen durchgängig im Öffnungsbereich der dort parkenden Fahrzeuge fährt. Da hat jemand mit wenig Sachverstand Linien auf die Fahrbahn pinseln lassen.

Nun, derjenige welcher das Schild aufgestellt hat, war offensichtlich noch weniger im Thema.

Andreas am 30.01.2011 um 13:59 in Fahrrad, Regeln, Verkehr | 0 Kommentare |

28.01.2011

Geh-/Radweg an der Mindener Straße gesperrt

Seit ein paar Tagen steht an der Querung der Mindener Straße Höhe “Stahls Bratwurst” auf der nördlichen Seite eine Sperrung.

Bin ich bisher immer dran vorbei gefahren, weil ich nie in die Richtung muss und wenn doch, dann wäre es eh die falsche Seite. Heute war ich aber mal neugierig und habe geschaut. Nach knapp 50 Metern kommt noch eine Sperrung.

Dahinter kann man noch mal eine erkennen, aber dazwischen ist nichts Absperrenswertes. Auch nicht wenn man von der anderen Seite schaut.

Hm, bei Ford Meyer ist dann noch mal gesperrt. Auch hier konnte ich keinen Grund dafür erkennen. Da sind also 4 Sperrungen aufgebaut, damit auch wirklich ja keiner durch kommt und es ist noch nichts Gefährliches zu sehen.

Das ganze steht aber schon ein paar Tage. Gibt es da Vorlauffristen, während der kommende Baustellen abgesperrt sein müssen? Oder hatte man einfach ein paar Schilder und Zäune übrig, die sonst nirgends gelagert werden können?

Andreas am 28.01.2011 um 18:50 in Bad Oeynhausen, Fahrrad, Verkehr | 0 Kommentare |

27.01.2011

Sturm im Wasserglas

Wenn man überhaupt von Sturm sprechen kann, eher ist es ein Windhauch. Vor ein paar Tagen geisterte der Hashtag “Bloggergate” durch Twitter und ich dachte schon, dass nach den großen Ankündigungen ein dolles Ding los rollt. Aber wenn das, was Sascha nun veröffentlicht hat, alles ist … naja. Verlinkte Wörter im Fließtext halt. Mache ich auch. Das “böse” ist nur, dass dafür Geld geflossen ist. Das mache ich nicht. Wurde mir schon mehrfach angeboten, aber in den Artikeln gibt’s keine bezahlten Links. Es sei denn – und das ist dann immer meine Antwort an die Anfragenden – ich kennzeichne es als das was es ist: Werbung. Dann wollte bisher keiner mehr.

Bezahlte Links habe ich hier auch im Blog, die sind aber auch entsprechend gekennzeichnet. Und damit kommt auch nur noch ein winziger Bruchteil dessen rein, was ich noch vor 3 Jahren eingenommen habe. Da hat das gereicht um sämtliche Telekommunikationskosten zu decken und es war noch ein kleiner Urlaub übrig. Ja, das Finanzamt weiß das natürlich. Inzwischen reichen die Werbeeinnahmen nicht mal mehr für die Hostingkosten. So ist das halt.

Anderen geht das sicher nicht anders und ich kann verstehen, wenn man sich dann mit solchen Links was dazu verdient. Das ich das nicht mache, ist ja nun ein anderes Thema – und vielleicht hat man mir ja auch nur noch nicht genug geboten ;-) Daraus einen riesen Skandal zu machen, halte ich für ziemlich abgedreht. Haben die Herren Aufreger noch nicht gemerkt, dass es Werbung gibt in unserer bösen, bösen Welt?

Andreas am 27.01.2011 um 23:25 in Benehmen, Blogger, Geld, Werbung | 0 Kommentare |

26.01.2011

Herforder Straße für KFZ freigeben?

Genau das fordern die Innenstadthändler schon seit langem und letztlich wieder in einem Artikel in der Neuen-Westfälischen. Zumindestens als Einbahnstraße und als Tempo-30-Zone. Dann könnten die Kunden mitten in der Stadt parken. Da sind schon zwei Dinge in einem Satz, die ich auf gar keinen Fall gut heiße. “Einbahnstraße” würde bedeuten, dass man irgendwo wieder raus muss. Das kann nur dadurch geschehen, dass die Herforder Straße eine Durchgangsstraße wird. Wenn überhaupt daran gedacht wird, dass man KFZ erlaubt die Herforder zu benutzen, dann muss physikalisch sichergestellt sein, dass man die Straße nicht komplett durchfahren kann. Zum Beispiel durch Poller am Kreisel vor dem New-Orleans. Alles andere würde keine Leute in die Innenstadt holen, sondern nur Durchgangsverkehr erzeugen.

Das nächste was gar nicht geht, ist eine Tempo-30-Zone. Leute, das ist eine Fußgängerzone, maximal könnte man über einen verkehrsberuhigten Bereich – vulgo: Spielstraße – nachdenken. Und da wird sich schon niemand dran halten. Wenn die Herforder eine 30-Zone wäre, könnte man dort nicht mehr sicheren Fußes umhergehen!

Also wäre maximal möglich, die Straße bis zum großen Platz vor dem New-Orleans frei zu geben. Auf den Inowroclaw-Platz dürften keine Autos fahren. Auch wenn da vielen sicher schon das Wasser im Munde zusammen läuft bei dem Gedanken, dort einen Parkplatz zu etablieren.

Stellplätze zwischen dem Lenné-Karree und dem City-Center scheiden auch aus. Wollen wir einen zugeparkten schmalen Schlauch zentral in der Innenstadt haben? Wohl nicht. Bleibt also der Bereich vor dem Bahnhofsvorplatz, an welchem auf einer Seite keine Bebauung ist. Dieses Strecke ist ca. 110 Meter lang.


Herforder Straße auf einer größeren Karte anzeigen

Bei einer vorgeschriebenen Länge von 5 Metern pro Parkbucht macht das 22 Stellplätze. Und das auch nur, wenn alle Autos direkt ohne bauliche Auflockerung druch Rabatten oder ähnliches hintereinander stehen. Das sähe echt super aus!

Und nein, ich sehe nicht, dass die Lenne-Strasse ebenfalls für den Verkehr freigegeben wird, denn dadurch sind wir wieder beim ersten Punkt: Durchgangsverkehr. Wir reden also über 20 bis 22 Parkmöglichkeiten. Bringt das die Innenstadt nach vorne? Ich denke eher nicht. Weiterhin wird die Herforder-Straße durch am Rand parkende Autos so schmal, dass es für den öffentlichen Nahverkehr zumindest problematischer wird, vernünftig durchzukommen. Denn nicht vergessen, Fußgänger sollen ja auch noch und bevorrechtigt in der Innenstadt unterwegs sein.

Übrigens, wenn ich im Parkhaus am ZOB oder Sültebusch parke, bin ich vom Lenné-Karree ungefähr so weit und so lange entfernt, wie von einem Stellplatz in dritter Reihe am Praktiker im Werrepark von Teddy Toys entfernt ist. Da beschwert sich niemand, dass er laufen muss. Woran liegt das denn? Hm, und wenn ich darüber nachdenke, in Löhne hat das auch nicht so richtig geklappt, oder?

Ich will nicht alles gleich kaputt reden, aber ich bin nicht begeistert von dem Gedanken Autos auf der Herforder-Straße zuzulassen.

Andreas am 26.01.2011 um 23:52 in Auto, Bad Oeynhausen, Presse, Umwelt, Verkehr | 0 Kommentare |

23.01.2011

Joachim Hecker in der Druckerei

Opa sei Dank wurden wir auf diesen Termin hingewiesen. Weder wussten wir, dass der Mann heute eine Lesung in der Druckerei für sehr junge Zuhörer hielt, noch war mir der Name “Joachim Hecker” überhaupt ein Begriff. Unter anderem moderiert er “Heckers Hexenküche” im WDR 5 Radio – auch das ist mir – zu meiner Schande – kein Begriff gewesen. Wir haben jedenfalls flugs noch 3 Karten gekauft und fanden uns um viertel vor 3 im Begegnungszentrum Druckerei ein. Der Saal war gut gefüllt, die ersten Reihen und eine große Teppichfläche für die Kinder reserviert und dann ging es los.

Es wurde aus einem Buch der kleinen Forscher vorgelesen und zu den Geschichten passende Experimente mit einfachen Haushaltsmitteln durchgeführt. Das alles sehr interessant und gut gelaunt vorgetragen. Die Kinder hatten richtig Spaß und Lachen und ungläubiges Staunen wechselte sich ab. Als Hecker die Funktionsweise eines Ventils mittels einer Murmel und eines Luftballons erklärte war sekundenlang Totenstille im Saal. Echt witzig!

Und Tim hatte sogar einen Auftritt auf der Bühne. Mit vier anderen Kindern durfte er laut knuspernde Sachen essen und mit einem Stetoskop als Mikrofon konnten alle das Geknusper laut mithören. Klasse. Nach der Show hatten wir noch die Möglichkeit die Bücher mit den Experimenten zu kaufen. Tim bekam den “ Kinder Brockhaus” und hat ihn sich gleich mit einer persönlich Widmung verschönern lassen.

Ein schöner Nachmittag!

Andreas am 23.01.2011 um 23:03 in auf der Piste, Basteln, Lernen, Lesen, Spielen | 0 Kommentare |

23.01.2011

Arme gebeutelte Autoindustrie

Herr Zetsche weint, dass er ja gerne umweltfreundliche Autos bauen möchte, aber niemand sie kaufen will. Und deshalb muss die Entwicklung von Elektroantrieben vom Staat subventioniert werden, weil ansonsten kein Gewinn erwirtschaftet werden kann. Zetsche lässt die Muskeln spielen
… Eine halbe Milliarde Euro hat die Industrie für die Entwicklung umweltfreundlicher Elektro-Autos erhalten. Zuwenig, findet Daimler-Chef Zetsche. Er fordert zusätzliche Hilfen … Seiner Einschätzung nach werden weder die Kauflust noch die Kaufkraft der Kunden ausreichen, um die hohen Kosten der Elektroautos zu decken.
Meiner Einschätzung nach, hat Herr Zetsche da die Käufer ziemlich falsch eingeschätzt bzw. denkt, alle anderen sind doof. Wenn mir jemand ein funktionierendes, alltagstaugliches Auto zu einem vernünftigen Preis anbietet, dann würde ich es auch kaufen. Gibt es aber nicht. Leider kann ich keins entwickeln, dass muss die Autoindustrie tun.

Das Geld dazu ist vorhanden, denn Daimler – und da ist Zetsche ja nicht ganz weit von entfernt – hat für das Jahr 2010 im Juli letzten Jahres eine gewaltige Gewinnprognose veröffentlicht. Vier Milliarden Euro – Daimler hebt Gewinnprognose an
… Damit folgen die Stuttgarter dem Münchener Erzrivalen BMW, der in der vergangenen Woche mit einem optimistischeren Geschäftsausblick überrascht hatte …
Und auch anderen Autobauern scheint es nicht ganz schlecht zu gehen. Diese Gewinne resultieren aus einer … besseren Preisdurchsetzung … Sprich: wir nehmen einfach soviel, wie wir wollen und die Deppen zahlen! Noch dazu wird in dem Segment doch seit Jahrzehnten nichts Neues produziert. Immer nur neue Abwandlungen altbekannter Technik. Radikale Innovationen – auch wenn ein hyperschwachsinniges Abbiegelicht oder kontaktlose Türschlösser als solche bezeichnet werden – gibt es nicht.

Dabei werden die Unternehmen natürlich nicht müde zu betonen, dass man *auf gar keinen Fall* mehr Steuern verlangen dürfe, höhere Abgaben andenkt oder sonst irgendwas tut, was den gewaltigen Gewinn schmälern könnte. Der Grund dafür ist eigentlich verständlich: man könne sonst keine Innovationen schaffen, keine neuen Techniken entwickeln, nichts für den Umweltschutz tun.

Das Geld ist also da, tut endlich was damit. Mir ist es egal, ob die Shareholdervalue OK ist und die Investoren gepudert werden, die bauen nämlich keine Elektroautos. Es geht doch nur darum den Gewinn zu mehren, nicht darum etwas für die Allgemeinheit zu tun. Und darum sind solche Aussagen wie Daimler-Chef Dieter Zetsche droht mit einer Abwanderung der Elektroauto-Technologie, sollte die Bundesregierung keine staatlichen Kaufanreize für Elektroautos setzen. einfach widerlich!

Andreas am 23.01.2011 um 15:05 in Auto, Geld, Mecker, Technik, Umwelt | 1 Kommentar |
Einkaufen?!

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