andreas edler - mein Senf

30.11.2010

Wer wird verstärkt kontrolliert, wenn Radfahrer umgefahren werden?

Klar, die Radfahrer! NW-News: Polizei überprüft Radfahrer
… Statt morgens und mittags an beiden Schulzentren in Bad Oeynhausen, wurde die Zweiräder zwischen sieben und acht Uhr an zwei Stellen am Schulzentrum Süd überprüft …
Ja, blöd dass es geschneit hat und so wenige auf zwei Rädern unterwegs waren. Trotzdem freut sich die Neue Westfälisch bereits auf das Ergebnis: Wie viel Radfahrer ohne oder nur mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs waren lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Neuen Westfälischen. Ich muss brechen. Diese Berichterstattung sowohl von der Polizei in deren Presseberichten und auch die unreflektierte Wiedergabe in den lokalen Medien ist alles, nur eins nicht: Fahrradfreundlich.

Die Realität sieht so aus:

  • Auf dem Weg zur Arbeit heute morgen im “Dörgen” zu dicht und mit deutlich mehr als den erlaubten 30 Km/h überholt worden
  • Die Radwege entlang der “Eidinghausener Straße” sind mit Schnee und Raureif bedeckt, die Fahrbahn nicht.
  • An der Einmündung “Zum Friedhof” und “Am Muldedamm” zwingt mich jeweils ein Autofahrer zum starken Abbremsen, da er mir die Vorfahrt nimmt.
  • An der Kreuzung zur “Steinstraße” rauscht noch schnell ein LKW über die Kreuzung, während die Fußgänger-/Radfahrerampel auf Grün schaltet.
  • Auf der “Königstraße” werde ich, als ich mich bereits zum Abbiegen in die “Heinrichstraße” eingeordnet habe, noch schnell von einem PKW überholt. Abstand Ellenbogenlänge.

  • Vor den Grundschulen parken die Muttis gerne in zweiter Reihe die Straßen beidseitig zu, weil es ja so gefährlich ist, wenn die Kinder zu Fuß gehen. Natürlich achten sie vor dem Öffnen der Türen nicht auf eventuelle Radfahrer.
  • Auf dem Nachhauseweg an der Einmündung “Breitenbachstraße” in die “Steinstraße” kunstvoll um einen auf dem Radweg haltenden PKW herumgezirkelt.
  • Die Querung der “Mindener Straße” Richtung Norden bei Grün befahren, als noch schnell ein LKW Richtung Osnabrück drüber rauscht.
  • Von der Volksbank möchte gerne ein PKW-Fahrer auf die “Eidinghausener Straße” und steht quer über Rad- und Gehweg. Hinter ihm ist niemand, einfahren kann er aufgrund des Verkehrs auch nicht. Muss mich von weitem gesehen haben, guckt mich aber bräsig und bewegungslos an. Wundert sich dann, dass ich mehr Zeit als er habe und er doch noch zurücksetzen muss.
  • Direkt nach der Querung der “Werster Straße” fährt mich ein Geländewagenfahrer beinahe mit seinem Pferdeanhänger um, weil er einfach ohne auf mich zu achten auf das Tankstellengelände bei Fiat Blöbaum einbiegt. Kann gerade noch ausweichen. Sagt mir auch noch ganz dreist, dass er mich gesehen hat, aber doch schneller ist als ich.
  • Im “Dörgen” kommt mir dann noch der Gegenverkehr erstaunlich nahe, weil auf seiner Seite Autos parken. Wundert sich, warum ich nicht in die Gärten der Anwohner ausweiche, sondern er anhalten muss.

Ich habe ausreichend Licht am Rad, nabendynamogespeist und halogenbefeuert. Man kann mich sehen.

Natürlich macht es aber richtig Sinn, mich zu kontrollieren, statt endlich und verdammt noch mal bei den Autofahrern anzusetzen! Weil solche Unfälle Polizei Minden-Lübbecke: Radfahrer bei Unfall mit PKW verletzt
… Bei Einbiegen nach rechts in die Detmolder Straße stieß sie mit einem 81-jährigen Radfahrer zusammen, der aus ihrer Sicht von links kommend auf der bevorrechtigten Detmolder Straße unterwegs war …
kommen ja so gut wie nie vor. Meine Fresse!

Andreas am 30.11.2010 um 19:26 in Allgemein | 4 Kommentare |

29.11.2010

Erfolgreiche Renaturierung

Da wir gestern nun schon mal auf großer Fahrt waren, haben wir die Gelegenheit genutzt und uns neben der Biogas-Anlage auch noch ein gelungenes Beispiel eines renaturierten Flußlaufes angesehen.

An der Bega wurde in einem Flußknick der Verlauf in früheren Zeiten “abgezwackt” und durch einen Kanal zu einer Mühle geleitet, um die Energie des Wasser dort zu nutzen.

Wie das so ist, wird diese Art des Mühlantriebes in modernen Zeiten nicht mehr benötigt, der Kanal ist aber nunmal da und den imensen Höhenunterschied bis zum eigentlichen Flußlauf können Fische nicht überwinden. Die Lösung heißt Renaturierung. Nicht nur im Hinblick auf die tierische Population der Gewässer.

An der Stelle, an welcher der Kanal von der Bega abging, wurde der Flußlauf zusätzlich gespalten und ein mit Steinen und Stufen beruhigtes und verlangsamtes Flußbett geschaffen.

Hier können auch heimische Fische die Stromschnellen überwinden und den Fluß nach oben wandern. Gleichzeitig sind die Ufer aufgrund der langsameren Fließgeschwindigkeit nicht mehr so gefährdet und kommen mit Hochwässern besser zurecht.

Wem solche Höhenunterschiede bekannt vorkommen … richtig, in Bad Oeynhausen gibt es auch eine für Fische unüberwindbare Stelle ohne technische Notwendigkeit ;-)

Andreas am 29.11.2010 um 21:20 in Bad Oeynhausen, Grün, Politiker, Umwelt, Unterwegs | 0 Kommentare |

28.11.2010

Biogasanlage berochen

In der letzten Ratssitzung kam in der Bürgerfragestunde das Thema “Biogasanlage” auf dem Mooskamp erneut zur Sprache. Die Stadt Bad Oeynhausen ist was das Thema angeht nicht der richtige Ansprechpartner, weil die Genehmigung nun mal vom Kreis erteilt wird und hier dazu mehr als eine Stellungnahme gar nicht abgegeben werden kann, aber trotzdem beschäftigen wir uns natürlich mit dem Thema.

Meine grundsätzliche Meinung dazu habe ich vor Wochen schon kund getan. Daran hat sich auch nichts geändert, allerdings habe ich in Natura solche eine Anlage noch nicht betreten.

Das haben wir heute nachgeholt. Uns wurde eine Anlage gezeigt und wir konnten uns sowohl in der Umgebung als auch auf dem Gelände Eindrücke verschaffen. Zunächst ist zu sagen, dass ich ca. 150 Meter vom Vorratssilo entfernt nichts von den gelagerten Rohmaterialien gerochen habe. Und wir parkten in Windrichtung und es wurde mit Hühnermist gearbeitet. Das Zeug stinkt deutlich mehr, als alles, was in Oeynhausen verwertet werden soll. Selbst auf dem eigentlichen Gelände muss man schon sehr nah an die Silos treten, um vom Geruch belästigt zu werden. Dass man nahe an den Silos etwas riecht, ist wohl selbstverständlich, aber “Gestank” ist anders. Und wie gesagt, weiter weg war nichts mehr wahrzunehmen.

Vom ebenfalls als Kritikpunkt geäußerten Lärm war ebenfalls nichts zu hören. Nicht wenn man knapp 150 Meter entfernt war. Die beiden Stromaggregate standen in einem ungedämmten Gebäude und brummten sonor vor sich hin. Bei geschlossenen Türen konnte man sich direkt davor bequem unterhalten, im Generatorenraum ist das natürlich nicht möglich – gar nicht. Aber in Oeynhausen wird der Generator in einem gedämmten Haus stehen. Da kann direkt davor nur noch ein Summen hören.

Was nicht wegzudiskutieren ist: man sieht die Anlage. Mehr oder weniger. Ein Wall wird auch in Oeynhausen um die Anlage aufgeschüttet werden. Ob die Höhe dann ausreicht, um das meiste zu verstecken, wie hoch die Bepflanzung wird oder ob die Türme noch etwas tiefer in den Boden eingelassen werden … abwarten.

Ich muss nach dem heutigen Besuch meine Meinung zu dem Thema jedenfalls nicht revidieren. Eher im Gegenteil.

Andreas am 28.11.2010 um 23:01 in auf der Piste, Besuch, Politiker, Test, Umwelt | 0 Kommentare |

28.11.2010

1. Advent

So, jetzt geht’s unweigerlich los. Das Wohnzimmer ist schon seit ein paar Tagen mit allerlei rot-weißen Figuren verziert und ab dem 1. Advent darf – so der Nachwuchs – endlich auch das letzte Bastelobjekt angeknabbert werden.

Ich weiß nur beim besten Willen nicht, wie das Häuschen länger als 4 Wochen halten soll. Die Dachschindeln sind echt lecker!

Andreas am 28.11.2010 um 19:42 in Basteln, Essen, Fahrrad | 0 Kommentare |

28.11.2010

Kann mich nicht trennen

Die Teile stehen im Keller zwar nur rum und werden nicht genutzt, aber so lange sie noch bedienbar sind und mucken, wenn man sie anschaltet, kommen sie nicht auf den Müll!

Zu beiden Kisten habe ich eigentlich keine Beziehung, weil ich nie einen Schneider oder einen Mac hatte, aber ich find’s cool, dass diese alte Hardware immer noch tut!

Andreas am 28.11.2010 um 19:17 in Computer, Technik | 4 Kommentare |

27.11.2010

Dunkel draußen: Reelight SL 150

Die dunkle Jahrezeit hat definitiv begonnen. Und damit auch die Zeit, in der man nicht mehr ohne Licht am Rad auf die Straße sollte. Hat auf die Unfallhäufigkeit zwar keine Auswirkung, aber ich mag es, wenn man mich sieht. Am Reise- und Arbeitsrad habe ich letztlich einen Nabendynamo nebst Leuchten montiert und bin ganz begeistert davon! Man merkt den Widerstand so gut wie gar nicht. Lediglich etwas schwerer ist das Rad geworden – aber da macht es eher Sinn, an meiner Plautze zu feilen, als sich über das Mehrgewicht des Rades auszulassen!

Am Scott Sub 30 habe ich vor drei Jahren (Boah, ist das schon so lange her?) die famosen Reelight SL 150 angeflanscht. Superleichte Leuchten, keine Kabelage, kein Dynamo, keine bewegten Teile. Der Strom wird durch Induktion mittels zweier in den Speichen montierter Magnete erzeugt, die widerum auf an der Radachse befestigten LED-Leuchten wirken. Funktioniert prächtig und man wird gesehen. Haben sich zu zwei Gelegenheiten auch schon interessierte Polizisten näher angeschaut und für sehr interessant befunden! Am Aspect 50 war bis jetzt kein Licht und ich habe mich neulich auch schon mal ziemlich unwohl gefühlt, als ich in der Dämmerung nach Hause musste. Das ist nun anders!

Ich habe ein zweites Set der Reelights geordert und heute morgen montiert. Das sind wirklich sinnvoll investierte 42 Euro. Sollte jeder mal drüber nachdenken, der das Rad das ganze Jahr über bewegt und bisher auf Batteriefunzeln gesetzt hat.

Andreas am 27.11.2010 um 22:30 in Fahrrad, Konsum, Technik | 0 Kommentare |

27.11.2010

Es wird frostig

Musste eben noch mal kurz raus, nachdem wir den ganzen Nachmittag bei der lieben Verwandtschaft in der guten Stube gesessen und im Wesentlich nur Nahrung zu uns genommen haben. Es ist nicht furztrocken auf der Straße, sondern feucht. In Verbindung mit Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt, können die Fingerspitzen schon mal kühl werden und kribbeln. Kennt jemand dünne, winddichte und wärmende Handschuhe, die man bis ca. -10°C auf dem Rad tragen kann, ohne Schmerzen in den Gliedmaßen zu bekommen?

21,1 Km | 19,5 Km/h Schnitt | 33 Km/h max. | 142 Höhenmeter | 0° C

Andreas am 27.11.2010 um 19:06 in Fahrrad, Kleidung, Wetter | 2 Kommentare |
Einkaufen?!

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