28.09.2010
Frau von der Leyen saß bei Anne Will und wiederholte arrogant grinsend mit freundlichem Sing-Sang in der Stimme die immergleichen Presseverlautbarungen ihrer Regierungskoalition. Und ganz ehrlich, ich habe auch nichts dabei, wenn man das Glück hat, mit einem Arbeitsplatz gesegnet zu sein, dass dann mehr im Portemonnai ist, als ohne.
Aber – und das nehme ich Frau von der Leyen angesichts ihres Auftretens übel – ist es keine Verhöhnung der Geringverdiener, wenn man anmerkt, dass die Regelsätze zu niedrig sind. Im Gegenteil! Es geht doch nicht darum, dass man mit Hartz-4 eine beschauliches und ruhiges Leben führen kann, sondern dass man ein würdiges Leben führen kann. Und das kann man nicht! Und da verhöhnt man keine Geringverdiener, denn auch denen geht es nicht besser. Richtig ist also, dass Hartz-4 unterhalb des Betrages liegen darf, den Geringverdiener bekommen – aber der ist eben auch viel zu niedrig.
Das alles lässt Frau von der Leyen völlig außer Acht, ignoriert es und übertönt laut alle Gegenargumente. Sie und die Bundesregierung sind es, die die Menschen verhöhnen und aus ihrer “Mir geht es gut, mir kann nichts passieren”-Position heraus Wasser predigen. Selbst aber feinsten Wein saufen!
Ich bin nicht dagegen, dass man Luxusgüter und Drogen nicht mit den Regelsätzen finanziert, aber wenn ich die Stellungnahme zu diesen Berechnungen lese, kommt’s mir hoch. Wie abgehoben muss man sein, um ernsthaft das Flüssigkeitsäquivalent von Bier zu Wasser zu errechnen und daraus dann einen zu zahlenden Preis ableiten? Schreibt die Ministerin da wirklich, dass Hartz-4-Empfänger gefälligst von billigstem Wasser zu leben haben? Ist die Frau noch bei Sinnen?
Es muss dringend was geschehen und diejenigen, die im Moment das Ruder in der Hand haben, sind die allerletzten, denen ich zutraue die Situation zu verbessern.
28.09.2010
Sascha, welcher z.B. auch hinter dem Wahlblog Bad Oeynhausen steckt, hat ein neues Projekt mit Bezug zu Bad Oeynhausen ins Leben gerufen. In Anlehnung an die freie Wissensdatenbank Wikipedia hat er unter oeynhausenpedia.de ein Mitmach-Wiki online gestellt, in das jeder Interessierte Wissenswertes, Vergessenes und/oder Unbekanntes rund um “Bad Oeynhausen” erfassen kann. Feine Idee.
Ein “Wiki” ist im Prinzip eine Textsammlung mit Links und Bildern, die jeder bearbeiten kann. Neue Texte können eingestellt oder bestehende verändert, Links ergänzt, Bilder hochladen werden und noch vieles mehr. Die Bedienung ist sehr einfach und sollte nach ein wenig Umschauen im System jedem gelingen, der auch einen Brief mit einem Textverarbeitungsprogramm schreiben kann.
25.09.2010
Im Keller haben wir eine Dusche und ich finde es im Moment ganz angenehm, die auch zu benutzen ;-) Wozu ist das Ding sonst auch da? Allerdings ist sie in einer Ecke installiert, hat vorne eine Tür – klar – aber die dritte Seite ist nur 2/3 hoch. Darüber ist es offen und zieht.

Versuche diesen Mangel mit einem größeren Duschvorhang zu beseitigen waren zwar von Erfolg gekrönt, stellten aber mein ästhetisches Empfinden nicht zufrieden. Eine Scheibe muss her! Also war ich Freitag nach der Arbeit im Praktiker und habe nach Plexiglas, Schrauben und Aluprofilen Ausschau gehalten. War auch alles vorrätig – mir aber deutlich zu teuer. So nicht. Samstag bin ich früh aufgestanden und gleich zu Horstmann gefahren. Dort gab’s ebenfalls alles zu kaufen (bis auf die Plexiglasscheibe), kostete aber nur gut die Hälfte, war dafür mengenmäßig aber mehr.
Die Plexiglasscheibe wurde dann eine Acrylglasscheibe und kam doch aus dem Baumarkt. Dort war noch eine gerissene 1m² Scheibe vorrätig, die ich zum halben Preis bekam. Der Riss war gerade so lang, dass ich die benötigten 88 x 86 cm herausschneiden konnte.

Dann ein bisschen einpassen, sägen, messen, nochmal sägen, schleifen, bohren, schrauben und aus den Profilen entstand ein Rahmen, der sich genau zwischen Rückwand, halbhoher Mauer und Deck einsetzen ließ. Fein! In diesen Rahmen habe ich noch fix die klare Scheibe geschraubt und nun zieht es nicht mehr kalt von der Seite in die Dusche. Als Nebeneffekt spritzt dort auch kein Wasser mehr raus und der Keller bleibt trocken, selbst wenn der Nachwuchs heftigt rumtobt.

25.09.2010
So ca. zweimal im Jahr wird der Volvo gewaschen. Fahre ja nicht viel damit und im Schlamm schon gar nicht. Eben war es dann mal wieder so weit. Die Jet-Tanke um die Ecke hat ihre Waschanlage renoviert und ich habe das Ding ausprobiert.

Bedienung ist kinderleicht. Waschprogramm an der Kasse kaufen, den entsprechenden Code an der Anlage eintippern, los geht’s. Auch vom Ablauf des Waschvorgangs unterscheidet sich die Neue nicht vom Vorgänger. Nur beim Rausfahren war ich nicht zufrieden. Ich habe schon während der Reinigung gestutzt, weil ich gar nicht gesehen habe, wie die Reifenbürsten zu den Reifen gefahren wurden.

Die sind nur während die großen Bürsten rotierten zusätzlich mal rangeklappt worden – und dann eben auch nicht auf die Felgen, sonder davor und dahinter. Naja, ich dachte das wäre zum Schweller säubern und ich habe nur übersehen, wie die Felgen gereinigt wurden. Aber man sieht ja das Ergebnis. Schlecht!

Auch auf dem Lack sind noch etliche Staubpickelchen (Pollen oder sowas) die nicht entfernt wurden – sich aber mit der Fingerkuppe und leichtem Druck rückstandslos wegrubbeln lassen. Das ist also keine unlösbare Aufgabe gewesen.
Für 5,99 Euro bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Beim nächsten Mal fahre ich woanders hin. Bei zwei bis drei Wäschen im Jahr, kommt es auf eine etwas längere Anfahrt auch nicht an.
24.09.2010
Und das ist gut so! NW-News: Klagen gegen Lkw-Überholverbote gescheitert
… Er wolle ausdrücklich nicht den berüchtigten Elefantenrennen mit langen Überholaktionen fast gleich schneller Laster das Wort reden, betonte er. “Es geht vielmehr um die Kolonnenbildung hinter langsamen Fahrzeugen”, sagte er … Aber Lastwagen dürfen eh nur 80 fahren und selbst den schlunzigsten LKW aus dem hinteren Sibirien habe ich noch nicht mit weniger Tempo auf der Bahn erlebt. Nicht auf pottebener Strecke. Und an den meisten Steigungen gibt es ausreichend Spuren und eben kein Überholverbot.
Wohl gibt es aber Kolonnen, wenn sich zwei Brummis auf zweispurigen Streckenabschnitten überholen. Und zwar sind dann lange Schlangen PKWs hinter den Elefantenrennen.

Als ich Montag und Dienstag in Münster war, musste ich auf den Hin- und Rückfahrten reichlich oft heftig bremsen, weil so ein Vollstoffel kurz vor mir ausgeschert ist und seinen Kumpel überholen musste. Und es war immer mit nichtmal 5 Km/h Geschwindigkeitsunterschied und es war immer mit deutlich mehr als 80 Km/h und es war immer keine Kolonnenbildung durch LKWs.
24.09.2010
Was in dem Artikel zur Änderung der Vorfahrtsregelung auf der Herforder Straße vergessen wurde zu erwähnen ist, dass durch diese Maßnahme die gefahrenen Durchschnittgeschwindigkeiten steigen werden. Zumindest sagte mir das die Verwaltung auf Nachfrage. NW-News: Das Ende von rechts vor links
… Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30 bleibt bestehen. Zur weiteren Beruhigung des Straßenverkehrs ist geplant, eine Querungshilfe einzubauen … Das ist zynisch! “Weitere Beruhigung”? Durch den Wegfall der Tempo-30-Zone und Einführung des Streckengebotes 30 (darum handelt es sich hier wohl) nebst Änderung der Vorfahrtsregelung haben die Autofahrer psychologisch und physisch freiere Fahrt. Das oben erwähnte “weitere” impliziert, dass die aktuelle Maßnahme der Beruhigung dient. Das Gegenteil ist der Fall.
Richtig ist, dass dort viele Unfälle passiert sind. Weil die Leute rechts vor links nicht beachtet haben. Anstatt nun auf die Einhaltung der Regeln zu achten oder den Verkehr sinnvoll – z.B. durch bauliche Maßnahmen – zu beruhigen, wird genau das Gegenteil gemacht und die Regeln dem Verhalten der Autofahrer angepasst. Die Bewohner des westlichen Kurgebiets werden dankbar sein, dass der Transitverkehr nun noch ungehinderter fließen kann!
Übrigens ist das genau das gleiche, was auch im Dörgen passieren wird. Als ich nämlich wegen der neuen Schilder im Dörgen mit der Verwaltung sprach, wurde mir im selben Atemzug die Herforder Straße angekündigt. Auf meine Frage, warum auf der Herforder Straße der Verkehr schneller werden würde (wurde mir ja schließlich so gesagt), das gleiche im Dörgen aber auf keinen Fall passieren würde, gab’s keine Antwort.
Vor drei Jahren wurde die Vorfahrtsregelung einer Kreuzung im Hahnenkamp geändert – damit dort die gefahrenen Geschwindigkeiten zurück gehen, sagte mir die Verwaltung. Angeblich klappt das sogar. Warum auf mehr von Autos befahrenen Straßen genau das Gegenteil gemacht wird, zeigt mir schon, welche Verkehrsart die präferierte ist.
Nun muss man aber auch sagen, dass diese Maßnahmen von der Bezirksregierung empfohlen wurden. Und “Empfehlung” ist dort wohl eher als Vorgabe zu verstehen. Ich würde mir dann trotzdem ein entschlosseneres Auftreten wünschen und mehr für die Beruhigung des Verkehrs gemacht sehen, statt einfach “freie Fahrt” auszurufen!
23.09.2010
Polizei Mi-Lü: 200 Verkehrsverstöße durch Radfahrer und Fußgänger
… Bei der rund sechsstündigen Kontrolle mussten 147 Radfahrer ein Verwarngeld in Höhe von 15 Euro zahlen, da sie auf dem falschen Radweg unterwegs waren. 21 Zweiradfahrer bekommen sogar eine Anzeige, weil sie bei “Rot” über die Ampel fuhren. Neben dem Bußgeld von 45 Euro und einer Gebühr von 25 Euro kommt noch ein Punkt in Flensburg dazu. Außerdem stoppten die Beamten 36 Fußgänger, die ebenfalls bei “Rot” über die Straße gingen … Ganz ehrlich, finde ich gut und überfällig, dass die Polizei die ganzen Geisterfahrer aus dem Verkehr zieht. Das ist echt nervig und vor allen Dingen saugefährlich.
Aber – wie kann es hier auch anders sein ;-) – natürlich muss ich wieder anmeckern, dass die Polizei mit keinem Wort Kritik daran übt, dass an unglaublich vielen Stellen die Kommunen die Radfahrer zum Geisterfahren zwingen, indem sie linksseitige Benutzungspflichten vorschreiben. Man muss also an vielen Stellen so fahren, dass man an anderen Orten dafür 15 Euro berappen darf. Tolle Wurst, oder?
Und mal ehrlich, wenn die mit 12 Beamten an verschiedenen Stellen die Autofahrer kontrolliert hätten, wären genauso viele Rotlichtverstöße beobachtet worden. In Oeynhausen an der Mindener Straße ist das so häufig, dass jetzt sogar nach Ampelblitzern gerufen wird. Das ist natürlich nicht so populär, wie ein Fass für die bösen Radfahrer aufzumachen.
Also: grundsätzlich gute Aktion, nur wieder völlig falsch präsentiert. Kennt man ja.