andreas edler - mein Senf

30.09.2009

Die FDP … eine Partei, die will dass sich Arbeit auch lohnt

MMnews: FDP kippt Mindestlohn
… FDP will bestehende Mindestlöhne auf den Prüfstand stellen. “Bereits bestehende Mindestlöhne für einzelne Branchen gehören in den Koalitionsverhandlungen auf den Prüfstand” … Neue Branchen-Mindestlöhne dürfe es ohnhin nicht geben. Schäffler warnte auch davor, jetzt noch fünf bei Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) vorliegende Anträge auf Branchen-Mindestlöhne schnell durchzuwinken …
Wer von den FDP-Wählern gehört wohl zur betroffenen Zielgruppe der Müllmänner, Wäscherinnen, Bergarbeitern oder Wachdiensten? Hier den Mindestlohn in Frage zu stellen bzw. gleich gar nicht beschließen zu wollen, zeigt für mich ganz deutlich was Frank Schäffler von den Leuten hält, die morgens seine Mülltonnen entleeren. Von denen, die dafür sorgen, dass seine Bettwäsche im Hotel schön sauber ist oder die darauf aufpassen, dass sein Auto auf dem Parkplatz nicht geklaut wird.

Wollte die FDP nicht, dass sich Arbeit wieder lohnt? Fragt sich nur für wen!

Andreas am 30.09.2009 um 18:52 in Fraglich, Geld, Politiker | 0 Kommentare |

30.09.2009

Das war’s mit der Unschuldsvermutung

NW-Online vom 30.09.2009: Fünf Männer verweigern Speicheltest nach Mordfall
… Zwei Wochen nach Beginn des Massenspeicheltests bei den Mordermittlungen in Gütersloh haben bisher fünf Männer eine DNA-Probe verweigert. Sie sollen nun enger in den Fokus genommen und befragt werden, teilte ein Sprecher der Polizei Gütersloh am Dienstag mit. Die Speichelentnahme ist jedoch freiwillig …
Als diese Massen-DNA-Test vor zwei Monaten angekündigt wurden, habe ich bereits meinen Unmut und meine Bedenken geäußert. Und genau so ist es auch gekommen. Wenn jemand “freiwillig” nicht mitmacht, gerät er plötzlich in den Fokus der Ermittlungen. Was bedeutet das dann für denjenigen? Bei der Anzahl der Telefonüberwachungen in Deutschland, wird garantiert aus nichtigerem Grund als Mord abgehört. Diese 5 können also demnächst neben ihrem Gesprächspartner auch gleich die Polizei mit begrüßen. Natürlich wird erwägt werden, die Computer der Betreffenden zu durchsuchen. Ob das dann heimlich online geschieht oder die EDV gleich am Sück konfisziert wird, sieht man dann.

Vielleicht spricht man auch die Nachbarn an und fragt mal beim Arbeitgeber nach. Das wird alles sicher überhaupt keine Auswirkungen auf das Leben der in den Fokus geratenen Personen haben, die nichts weiter getan haben als “nichts”. Sie haben nicht einmal von ihrem Recht Gebrauch gemacht, sie haben nur einen freiwilligen Test nicht mitgemacht. So wie ich auch keine Umfrage für Damendüfte am Telefon mitmachen muß.
… “Wir werden auf die fünf Personen zugehen und sie über den Sinn der DNA-Proben noch einmal genau aufklären. Dann schauen wir weiter”, sagte der Sprecher der Gütersloher Polizei … Lieber Herr Polizeisprecher, *ich* bin mir ziemlich im Klaren über den Sinn der DNA-Proben. Weiterhin sind mir auch die möglichen gravierenden Folgen der Abgabe einer solchen Probe bewusst. Womöglich haben diese 5 Männer vorher auch einfach mal nachgedacht. Denken scheint ganz offensichtlich gefährlich zu sein und macht verdächtig.

Ich will der Polizei sicher nicht vorschreiben, wie diese ihre Arbeit zu tun hat. Aber es gibt bereits Regeln, Gesetze und Vorschriften, die besagen dass man zuallererst mal alles darf, was nicht verboten ist. Und dass man solange unschuldig ist, bis jemand anderes das Gegenteil bewiesen hat. Darüber hat mich übrigens ein Polizist aufgeklärt …

Andreas am 30.09.2009 um 6:23 in Fraglich, Politiker, Recht | 1 Kommentar |

29.09.2009

Zustand der Radwege an der Eidinghausener Straße

Steter Tropfen und so … ich bin zwar derart pessimistisch realistisch, dass ich mir keine Besserung verspreche, aber … Hallo liebe Damen und Herren,

täglich benutze ich und viele andere Radfahrer – inkl. einer nicht unerheblichen Menge Schüler – gezwungenermaßen die Radwege an der Eidinghausener Straße. Seit Jahren weise nicht nur ich auf den völlig desolaten Zustand und die nicht sachgerechte Ausgestaltung der Radwege hin. Hier stimmte mir sogar die Polizei während einer Ortsbesichtigung im August zu.

Gestern ist mir zum wiederholten Male eine absolut handelsübliche Fahrradtasche zum Einhängen an den Gepäckträger während der Fahrt vom Fahrrad gehoben worden, als ich eine der zahlreichen Bodenwellen überfahren habe. Sie werden verstehen, dass es für den Transport von Laptops eher unschön ist, wenn der Weg in einem derart schlechten Zustand ist, dass man über das normale Maß hinausgehende Sicherungsmaßnahmen einsetzen muß, um unbeschadet ans Ziel zu gelangen. Ein sicheres Vorankommen ist auf den Radwegen nur noch bei Geschwindigkeiten nahe Schritttempo möglich.

Damit stehen die Radwege an der Eidinghausener Straße im krassen Gegensatz zu den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung, die eine Benutzungspflicht nur dann ausnahmsweise vorsieht, wenn dadurch der Radverkehr deutlich sicherer voran kommt. Im oberen Teil der Eidinghausener Straße haben Sie die Benutzungspflicht durch die Aufstellung der Beschilderung “Straßenschäden” inzwischen faktisch bereits aufgehoben.

Da Sie ganz offensichtlich nicht in der Lage sind, einen ordnungsgemäßen, den Vorschriften entsprechenden Zustand herzustellen, ist diese von Ihnen vorgenommene kostenneutrale Lösung zu begrüßen. Wann wird die Benutzungspflicht für den kompletten Verlauf der Radwege an der Eidinghausener Straße aufgehoben und dies öffentlich kommuniziert?

Da Schulkinder bis zum 10 Lebensjahr immer noch diese Wege benutzen dürfen bzw. müssen weiterhin die Frage, wann die bestehenden Mängel wie tiefe Schlaglöcher, nicht sachgerecht durchgeführte Absenkungen an Einmündungen, Risse, Bodenwellen, hochstehende Abschlußkanten, abgesackter Asphalt um Gullideckel usw. behoben werden? Entsprechende Bilder und Beschreibungen liegen Ihrer Vewaltung teilweise seit Jahren vor.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Edler

Andreas am 29.09.2009 um 6:29 in Bad Oeynhausen, Fahrrad, Verwaltung | 0 Kommentare |

27.09.2009

Wahlausgang

Nein, das ist nicht so gekommen, wie ich gewüncht habe. Schade – um es mal ganz nett zu umschreiben. Aber es ist halt so. Die Kombination CDU/CSU + FDP hat nunmal mehr Sitze im Bundestag als der Rest – wenn auch nicht mehr als die Hälfte aller Wähler für diese beiden Parteien gestimmt haben.

Was aber für mich deutlich macht, wie wenig die Politiker aus den Ergebnissen der Wahl die Realitäten ablesen können (oder wollen?) ist die Tatsache, dass Merkel und Westerwelle tatsächlich von einem Auftrag und Wählerwillen sprechen. Die FDP hat tatsächlich zugelegt, für mich unverständlich, aber so ist es. Allerdings sind es auch “nur” 15% der Wähler. Und da liegen die drei Kleinen halbwegs dicht beieinander – und allen ist gemein, dass sie verhältnismäßig große Zuwächse hatten.

Verloren haben beide großen Parteien, die SPD desaströs, die CDU immerhin bemerkbar. Wenn man daraus eins ableiten kann, dann ist das, dass der Wähler mit diesen beiden Parteien eben gerade nicht zufrieden ist. Der SPD scheint das klar zu sein, die haben ja auch die deutlichere Ansage bekommen. Aber die Bundeskanzlerin ist nicht ganz so selbstkritisch und redet von einem deutlichen Auftrag.

Für mich sieht dieses Wahlergebnis so aus, wie ich es (fast) gewünscht habe. Der Wähler hat ganz klar gezeigt, dass er nicht *eine* Koalition von wenigen haben will, er hat sehr eindrucksvoll klar gemacht, dass *alle* etwas zu sagen haben sollen. Leider ist so ein Denken weit entfernt von den Köpfen der Politiker …

Andreas am 27.09.2009 um 21:14 in Politiker, Tagesgeschehen | 0 Kommentare |

27.09.2009

Klopperei

Abseits von Länderspielen interessiere ich mich offensiv kein bisschen für Fußball. Ich gucke im Fernsehen schon mal, wenn ein dolles Championsleague-Spiel angepriesen wird – aber dann auch mehr weil eine deutsche Mannschaft gegen eine aus einem anderen Land spielt. Und Bielefeld liegt nahebei, da habe ich zumindest ein Schmunzeln im Gesicht, wenn die ausnahmsweise mal gewinnen. Ob das Fußballinteresse beim Nachwuchs genauso gelagert ist, kann man sicher noch nicht sagen.

Vorhin an der Rehmer Insel spielte jedenfalls der Hausverein gegen … nunja, gegen einen Gegner eben. Keine Ahnung wer das war. Tim und ich waren ca. 15 Minuten vor Spielende am Platz und guckten etwas zu, weil wir uns ein Eis am mobilen Eisstand gegönnt hatten. So sahen wir ein Tor der Gastgeber, welches meiner unmaßgeblichen und ziemlichen laienhaften Meinung nach, durch einen gut ausgeführten Freistoß zustande kam. Danach gab’s nach einer unsauberen Einlage gelb für irgendwen. Dafür wurde der Schiedsrichter verbal leicht angegangen.

Kurz darauf kam es zu einer Klopperei kleinen Meinungsverschiedenheit mehrerer Spieler beider Mannschaften, welcher eine weitere Gelbe und zwei rote Karten folgten. Wieder war natürlich der Schiedsrichter Schuld. Der musste sich in der Folge mehrfach wild anbrüllen lassen. Bis dann der Schlußpfiff kam. Und ab da lieferten beide Teams eine Paradevorstellung ab – jedenfalls wenn ihr Ziel war, völlig neutrale Zuschauer zu vergrätzen und mich davon abzuhalten meinen Nachwuchs zu solchen – ich sag’s mal deutlich – Krawallbrüdern zu schicken.

Direkt nach dem Abpfiff flogen schon irgendwelche Fahnen auf den Platz und von den Seitenlinien stürmten Mitglieder beider Mannschaften Richtung Mittelkreis, um den Schiedsrichter zu beschimpfen. Der machte sich hurtig von dannen. Ich habe seinen Abgang verfolgt, so dass ich gar nicht mitbekam, wer nun im Mittelkreis anfing, jedenfalls war das eine feine Massenkeilerei inkl. Eintreten auf am Boden liegende Spieler – und soweit ich das gesehen habe, wurde da auch Richtung Kopf gekickt. Nachdem diese unschöne Aktion nach ‘ner Minute oder so halbwegs geschlichtet war, ging’s sofort wieder los. Wieder Schreie, Tritte, Schläge und fliegende Schiedsrichterfahnen.

Was soll sowas? Meine Fresse, wenn man mit Entscheidungen unzufrieden ist, dann ist das halt so. Ist nur ein Spiel. Und falls – was ich nicht weiß – da gegenseitige Beleidigungen im Spiel waren … das waren doch keine Kleinkinder im Sandkasten. Da drehe ich mich doch einfach um und gehe weg, wenn einer meint rumpöbeln zu müssen. Ganz schlechte Vorstellung. Foto habe ich auch gemacht, bin mir in diesem Fall aber gar nicht sicher, ob ich das überhaupt zeigen will.

Andreas am 27.09.2009 um 20:49 in Benehmen, Fraglich | 0 Kommentare |

27.09.2009

Sommerabschied

Am Wahltag meinte es das Wetter noch einmal extrem gut. Heute morgen war es schon sehr angenehm beim Brötchenholen, gefrühstückt haben wir bei bestem Sonnenschein auf der Holzterrasse. Danach hat sich die bessere Hälfte verabschiedet um einer Freundin beim Renovieren zu helfen und die beiden Jungs blieben allein zurück. Wobei “zurück” nicht ganz richtig ist: wir sind erst mal Baden gegangen. Die Bali-Therme sind zwar teuer, aber 2 Stunden können wir uns auch mal leisten.

Danach haben wir sehr entspannt auf der neuen Liege im Garten ausgeruht. Und weil der Himmel sich einfach nicht bewölken wollte, sind wir dann noch einmal mit dem Rad los gefahren und haben uns ein wenig das Weserufer angesehen. Damit waren wir nicht allein – Radfahrer ohne Ende auf dem Weserradweg. Entsprechend voll war die Fähre Amanda. Die Wellen schwappten fast über den Rand. Schade dass es morgen schon richtig Herbst werden soll.

Andreas am 27.09.2009 um 19:33 in Unterwegs, Wetter | 0 Kommentare |

26.09.2009

Verkehrslagebericht

Lange nichts über die Verkehrsteilnehmer gemeckert ;-) Nicht weil es nichts zu meckern gäbe … ich habe nur irgendwie keine Lust mehr. Da fühlt man sich wie Don Quijotte, nur dass es keine Windmühlen sind, sondern die Ignoranz oder – vielleicht netter – die Gedankenlosigkeit vieler Leute, die meinen sie könnten irgendein Fahrzeug im Straßenverkehr bewegen.

Und da nehme ich die Radfahrer explizit nicht aus. Es kotzt mich an, wenn ich jeden Morgen den immer gleichen Nasen auf den Radwegen ausweichen muß, weil diese offenbar nicht wissen, wo rechts und links ist. Und ich kann auch überhaupt nicht verstehen, warum man bei rot eine Straße queren muß, während ich meinem i-Männchen zu erklären versuche, wann er gehen und wann er warten muß.

Natürlich gibt es zusätzlich noch die üblichen Ärgernisse, mit Dienstleistern und deren Interpretation der Verkehrsregeln. Ich habe einige Fahrer schon mal angesprochen und durchaus freundliche Dialoge gehabt – allerdings bar jeder Einsicht für das Fehlverhalten. Im Dörgen kam neben einem DHL-Fahrzeug nicht einmal mehr jemand mit einem Rollator vorbei, aber dem Lieferwagenfahrer war die Fahrbahn wichtiger. Wortwörtlich sagte er mir, dass doch ein Auto warten müsse, falls er auf der Fahrbahn parke und sich zwei KFZ dann dort begegnen! Ja Himmel, genau so ist es. Und?

Entgegen der Fahrrichtung, zur Hälfte auf dem Gehweg … und warum? Man erkennt leider den Zigarettenautomaten nicht so gut, an dem die Fahrerin des Wagens ihre Sucht bedienen musste. Das niemand neben dem Auto auf dem Gehweg vorbei konnte war ihr wahrscheinlich genauso egal, wie der Gestank ihrer Zigaretten ;-)

Naja, Klassiker. Dort stehen oft Autos. Ärgerlich ist es trotzdem. Immerhin hat die Werkstatt dort ja extra einen Parkplatz.

Aber wenn’s um’s Auto geht, ist sowieso jede Rücksichtnahme fehl am Platz. Ich muß doch hier nach einer neuen Blechkiste gucken, da *muß* ich doch direkt daneben parken – auch hier ist 10 Meter weiter Fläche vorhanden.

In dem Fall habe dachte ich zunächst, die hätten eine Panne. Wobei sie dann immer noch nicht mitten auf dem Radweg unter kompletter Blockierung desselben halten dürften. Tatsächlich wurde sich aber wohl nur über den Weg abgestimmt und danach fröhlich weiter gefahren. Ja, da mussten Radfahrer absteigen und durch’s Gras schieben. Was soll sowas?

Aber was wundere ich mich? Selbst wenn Parkplätze vorhanden und frei sind, werden diese nicht genutzt. Es ist an der Stelle schon ätzend, wenn in zweiter Reihe geparkt wird, weil die Parkbuchten belegt sind, aber so wie in dem Bild ist meiner Meinung nach schon offensive Provokation.

Für die Bilder musste ich übrigens nicht ein halbes Jahr sammeln, ist eh klar. Das ist nur eine kleine Auswahl aus dem letzten Monat und ich mache schon längst nicht mehr so viele Bilder, wie ich Gehwegparker sehe.

Andreas am 26.09.2009 um 9:25 in Bad Oeynhausen, Verkehr | 0 Kommentare |
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