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	<title>Kommentare zu: Kasperköppe</title>
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	<description>Interessiert Dich nicht? - Mir doch egal.</description>
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		<title>Von: Morgenfrost</title>
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		<dc:creator>Morgenfrost</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2007 10:10:00 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mir die Tour schon seit Jahren nicht mehr angeschaut, da sie für mich immermehr zu einem Wettbewerb zwischen cleveren Teamärzten und den Dopingkontrolleuren geworden ist. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sollen sie sich alle outen, dass sie gedopt haben / sind. Sollen sie alle öffentlich Reue zeigen, es ändert nichts mehr. Sie haben das, wofür sie leben -den Radsport- in den Dreck gezogen, sie haben ihre Vorbildfunktion beschmutzt und das Heiligtum Tour de France entheiligt. Man denke nur an die Fahrer, die in den 40er, 50er und vielleicht 60er Jahren sauber an der Tour teilgenommen haben, sie vielleicht gewonnen haben und nun auf gleicher Stufe stehen, wie die &#039;sauberen&#039; Herren, die das Major Jaune durch die Hilfe der Pharmazeuten erstritten haben. Wie mögen diese alten Tour-Gewinner sich nun fühlen?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was wird ein Nachwuchsfahrer wohl fühlen, wenn er, der Geld für die Hardware und seine Freizeit für den Radsport opfert, in der Schule angemacht wird, dass der Sport, den er ausübt, nur ein Dopingsumpf ist. Was werden die vielen Freiwilligen, Ehrenamtlichen und Eltern fühlen, die den Radsportbreitensport unterstützen als Streckenposten, Organisatoren usw. fühlen, wenn die wenigen vermeindlichen Top-Fahrer die ganze Szene in Verruf bringen?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ARD und ZDF die Berichterstattung nun eingestellt haben ist ein reiner Ausdruck der Heuchelei. Letzte Woche hatte ich bei WDR2 im Radio ein Interview mit einem Journalisten, der mehrere Jahre von der Tour berichtet hatte, verfolgt. In diesem Interview beschrieb er so etwas wie einen Kodex unter Kollegen, dass der Dopingverdacht bei einigen Fahrern wie Ullrich, Armstrong und Pantani nicht in der Journallie auftauchen darf, weil man das Geschäft Radsport, von dem auch die Journalisten in der Phase leben, nicht in Misskredit bringen dürfe. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das betrifft dann auch die Damen und Herren der ARD und des ZDF, die vermutlich auch schon seit Jahren (Jahrzehnten?) um diesen Zirkus wussten. Genau diese oder deren Ziehkinder lassen nun den Moralischen raushängen und knipsen die Leitung einfach aus, statt sich um eine unabhängige, faire, investigative und vor allem (selbst-) kritische Berichterstattung zu bemühen, was eigentlich ihr Auftrag gemäß Rundfunkstaatsvertrag wäre. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Durch einen Rundfunkstaatsvertrag ist jeder Teilnehmer aber auch verpflichtet, sich nach dem Solidaritätsprinzip an den Kosten für die Rundfunkgrundversorgung durch die Rundfunkgebühren zu beteiligen. Das ist der eigentliche Gedanke der Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstallten. Das dieses Prinzip schon seit Jahrzehnten durch die Rundfunkanstalten und die GEZ mit ihren teils zweifelhaften Methoden ad absurdum geführt wird, ist hinlänglich bekannt. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das nun aber die vermutlich Millionen von Euro, die die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gezahlt und letztenlich damit der Gebührenzahler verloren hat, durch das Einstellen der Berichterstattung zum Fenster rausgeschmissen worden sind, wird wohl keine Folgen haben. Es werden vermutlich bei ARD/ZDF keine Köpfe rollen und niemand zur Verantwortung gezogen werden. Denn Schuld sind immer nur die anderen, und wenn man lange genug sucht, dann findet man immer jemannden...&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Gruß&lt;br/&gt;Olli</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir die Tour schon seit Jahren nicht mehr angeschaut, da sie für mich immermehr zu einem Wettbewerb zwischen cleveren Teamärzten und den Dopingkontrolleuren geworden ist. </p>
<p>Sollen sie sich alle outen, dass sie gedopt haben / sind. Sollen sie alle öffentlich Reue zeigen, es ändert nichts mehr. Sie haben das, wofür sie leben -den Radsport- in den Dreck gezogen, sie haben ihre Vorbildfunktion beschmutzt und das Heiligtum Tour de France entheiligt. Man denke nur an die Fahrer, die in den 40er, 50er und vielleicht 60er Jahren sauber an der Tour teilgenommen haben, sie vielleicht gewonnen haben und nun auf gleicher Stufe stehen, wie die &#8216;sauberen&#8217; Herren, die das Major Jaune durch die Hilfe der Pharmazeuten erstritten haben. Wie mögen diese alten Tour-Gewinner sich nun fühlen?</p>
<p>Was wird ein Nachwuchsfahrer wohl fühlen, wenn er, der Geld für die Hardware und seine Freizeit für den Radsport opfert, in der Schule angemacht wird, dass der Sport, den er ausübt, nur ein Dopingsumpf ist. Was werden die vielen Freiwilligen, Ehrenamtlichen und Eltern fühlen, die den Radsportbreitensport unterstützen als Streckenposten, Organisatoren usw. fühlen, wenn die wenigen vermeindlichen Top-Fahrer die ganze Szene in Verruf bringen?</p>
<p>Das ARD und ZDF die Berichterstattung nun eingestellt haben ist ein reiner Ausdruck der Heuchelei. Letzte Woche hatte ich bei WDR2 im Radio ein Interview mit einem Journalisten, der mehrere Jahre von der Tour berichtet hatte, verfolgt. In diesem Interview beschrieb er so etwas wie einen Kodex unter Kollegen, dass der Dopingverdacht bei einigen Fahrern wie Ullrich, Armstrong und Pantani nicht in der Journallie auftauchen darf, weil man das Geschäft Radsport, von dem auch die Journalisten in der Phase leben, nicht in Misskredit bringen dürfe. </p>
<p>Das betrifft dann auch die Damen und Herren der ARD und des ZDF, die vermutlich auch schon seit Jahren (Jahrzehnten?) um diesen Zirkus wussten. Genau diese oder deren Ziehkinder lassen nun den Moralischen raushängen und knipsen die Leitung einfach aus, statt sich um eine unabhängige, faire, investigative und vor allem (selbst-) kritische Berichterstattung zu bemühen, was eigentlich ihr Auftrag gemäß Rundfunkstaatsvertrag wäre. </p>
<p>Durch einen Rundfunkstaatsvertrag ist jeder Teilnehmer aber auch verpflichtet, sich nach dem Solidaritätsprinzip an den Kosten für die Rundfunkgrundversorgung durch die Rundfunkgebühren zu beteiligen. Das ist der eigentliche Gedanke der Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstallten. Das dieses Prinzip schon seit Jahrzehnten durch die Rundfunkanstalten und die GEZ mit ihren teils zweifelhaften Methoden ad absurdum geführt wird, ist hinlänglich bekannt. </p>
<p>Das nun aber die vermutlich Millionen von Euro, die die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gezahlt und letztenlich damit der Gebührenzahler verloren hat, durch das Einstellen der Berichterstattung zum Fenster rausgeschmissen worden sind, wird wohl keine Folgen haben. Es werden vermutlich bei ARD/ZDF keine Köpfe rollen und niemand zur Verantwortung gezogen werden. Denn Schuld sind immer nur die anderen, und wenn man lange genug sucht, dann findet man immer jemannden&#8230;</p>
<p>Gruß<br />Olli</p>
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