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andreas edler

Achillessehnen-Forum

Wie lange dauert das noch?
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13.01.12 15:46
JOE 
Re: Wie lange dauert das noch?

Wenn ich das ganze hier so lese dann hab ich wohl den falschen Arzt. Aber mal von Anfang an. AS links bei einem Arbeitsunfall am 3.1111 mittig komplett gerissen. Am 9.11 war die OP mit Vollnarkose und am selben Tag nach Hause. Mit einem halbschalengibs und Fuss in Spitzstellung ca 2 Wochen danach nochmal 2Wochen ein fester Gibs. Nach der Entfernung des 2ten wurden auch Fäden gezogen und ich bekam einen Gehschuh wobei das Innenteil aufblasbar ist. Wie der sich nennt keine Ahnung. Den habe ich bis etwa 10.1.12 getragen. Jetzt ging es mit Reha und Bewegungsterapie los. Den 2ten Termin habe ich jetzt hinter mir. Aber durch den Gehschuh und die längere Spitzfusstellung ist an ein normales Abrollen des Fusses momentan überhaupt nicht möglich. 90grad geht noch halbwegs vernünftig aber ein wenig mehr ist nur mit fürchterlichen Schmerzen im gesamten Wadenbereich möglich. Jetzt meinte der Arzt daß es auf jeden Fall möglich sein sollte soweit wieder fit zu sein daß ich am 1.2.12 wieder Arbeiten gehen könnte. Ich bin Versandangestellter und muß täglich hier mehrere km laufen, Pakete von A nach B bringen und auch Paletten auf LKW verladen. Also insgesamt eine Körperlich anstrengende Arbeit die überwiegend die Beine betrifft. Hat jemand damit Erfahrung ob sowas überhaupt möglich ist, weil vom derzeitigen gefühltem Gesundheitszustand, fühle ich mich dazu noch nicht in der Lage. Ach und nicht zu vergessen ich bin jetzt 52 Jahre.

13.01.12 17:23
keintraum 

Re: Wie lange dauert das noch?

Ich wurde am 5.12. OP,
3 Tage Gips dann Vacoped Schuh 30 Grad, nach11 Tagen Fäden raus und 20 Grad für 3 Wochen, dann 10 Grad für 2 Wochen, wo ich mich jetzt befinde, 6. Woche, am 23. sind die zwei Wochen um dann auf 0 Grad also die normalen 90 Grad des Beines. mit Schuh laufe ich super ohne Krücken, dazu hab ich 3 Tage gebraucht bis es geklappt hat (innerer Schweinehund), ohne Schuh darf ich noch nicht. Ab 23. dann ohne denk ich.
hab einfach nur Geduld und jeden Tag ein wenig üben, das wird jeden Tag ein wenig besser und bis 1.2. ist ja noch Zeit.

Zuletzt bearbeitet am 13.01.12 17:24

13.01.12 19:35
JOE 
Re: Wie lange dauert das noch?

Ja wie ich sehe verläuft eine AS OP bei jedem etwas anders. Ich lese von Leuten die nach 9 Wochen schon wieder gearbeitet haben und anderen die das Bein nach 18Wochen noch nicht belasten durften. Offensichtlich lässt sich hier kein Fall mit dem anderen vergleichen. Dafür gibt es wohl zu viele Faktoren die voneinander abweichen können. Allerdings geb ich meinem Vorredner keintraum hier vollkommen recht daß man den Inneren Schweinehund überwinden muß und trotz Schmerzen die Übungen immer ständig wiederholen muß. Nur dann wird sich auch eine Besserung einstellen.

14.01.12 13:32
costelo123 
Re: Wie lange dauert das noch?

hey JOE,

ich will dir keine angst jagen aber liss auch die berichte über zweite riss und meine über reruptur.

Nach meine meinung kanns du mit der arbeit vergesen das du so schnel anfängst. Ich bin LKW fahrer bei DHL express un weiss

wo zu ich schpreche.

Du brauchst gedult weil jedem körper ist anders und die Ärzte sind genau so verschiden.

Meine Arzt hat mir empfohlen 1 Jahr mit 1 cm keil im schuh zu laufen, das die sehne zeit richtig zu heilen hat.

19.01.12 15:24
alte-graue 
Re: Wie lange dauert das noch?

Es kann ganz schön lange dauern!
Ich bin 48 Jahre jung Mein Riß (beim Badmintontraining) ist fast 2 !!! Jahre her (30.3.2010/OP 01.04.2010)- viel Sehnengewebe war narkotisch, also abgestorben und wurde entfernt. Der Riß war direkt am Fersenbein, die Sehne ist also am Knochen wieder befestigt worden. 5 Wochen Gipsschiene, dann der "Robocop" Stiefel (wurde vom Krankenhaus komplett falsch eingestellt, etwas gesunder Menschenverstand und ein eigenes Körperempfinden sind wichtig.) für weitere 5 Wochen. Dann die ersten Gehversuche: ganz schön anstrengend!
Nach drei Monaten war ich wieder arbeiten.
Krankengymnastik: eine Mischung aus Massage, Lymphdrainage und Übungen. Tat immer sehr gut, hat den Fuß aber nicht wirklich beweglich gemacht. Die ersten Arztbesuche zur Nachkontrolle habe ich beim Operateur im Krankenhaus gemacht (da er ja alles gesehen hat). Er war: "..... aufgrund des extremen Traumas recht zufrieden....."
Ich nicht!
Da ich einen Hund habe, bin ich jeden Tag mindestens 2 Stunden draußen unterwegs. Über Stock und Stein. Es gab ganz gute Tage (nie wirklich schmerzfrei) und richtig schlechte, an denen ich den Fuß nur platt aufgesetzt habe und mich nicht abdrücken konnte. Treppe rauf ging halbwegs, runter nur mit komplett aufgesetztem Fuß (achtet mal drauf, ob Ihr die Zehen so wie beim gesunden Fuß zuerst aufsetzt).
Weitere Arztbesuche beim ortsansässigen Sportorthopäden- der hat wegen der nicht nachlassenden Schmerzen am ganzen Fuß (nicht nur an der Sehen hatte ich Schmerzen, sondern auch am ganzen Fußgewölbe-also an der Unterseite) Einlagen verschrieben.
Ich hatte nie das Gefühl, daß mir diese Einlagen gut getan haben, habe sie aber dennoch getragen.
Als im September letzten Jahres (also nach 18 Monaten) die Schmerzen immer noch nicht besser waren, habe ich einen weiteren Arzt (Fußspezialist) aufgesucht. Der hat ein Röntgenbild gemacht, dann ein MRT.
Ergebnis: die Sehne ist wieder entzündet und es hat sich eine Haglundexostose (eine Art Überbein am Fersenbein) gebildet oder war schon immer da. An diesem Überstand scheuert nun der Rest Sehne entlang und ist ständig gereizt. Seine Empfehlung: operieren (klar, macht er selbst) und das Überbein wegfräsen. Auf meine Frage, wieviel Erfolg die OP hätte und ob sich diese Exostose wieder bilden kann, hat der Arzt gesagt, die Chance wäre 50 zu 50!

Ich habe mich zunächst gegen die OP entschieden. Habe stattdessen eine Stoßwellentheraphie gemacht (ich bin im Gegensatz zu vielen anderen positiv überrascht), die mir während der Anwendungen vor Schmerzen Tränen in die Augen getrieben hat, aber direkt danach immer fast sofort Linderung verschafft hat. Ich mache täglich Dehnübungen (beim Spaziergang, wenn der Hund im Dreck buddelt-beim Zähneputzen :-)) und habe aus einigen Schuhen die Fersenkappe vom Schuster entfernen lassen. Die Einlagen trage ich konsequent nicht mehr.
Mir geht es nun seit Dezember 2011 erheblich besser als zuvor. Seit etwa 2 Wochen gehe ich auch Treppen fast normal (nicht direkt nach dem Aufstehen, da ist alles etwas schwerfälliger). Zum ersten Mal seit der OP habe ich an Sport gedacht (sicherlich nie wieder Badminton oder eine ähnlich dynamische Sportart), vielleicht joggen oder radfahren.
Wie Ihr seht können die Nachwirkungen von so einem Riß ganz schön lange dauern-je nachdem wie er ausfällt, wie operiert wird, wie die Nachbehandlung ausfällt und welche Entscheidungen man unabhängig von Ärzten trifft.
Mich hat es ziemlich aus meinem bisherigen Leben geworfen, aber im Moment habe ich ein gutes Gefühl und werde weiter dran arbeiten. Wer Fragen hat: nur zu!

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