09.01.12 17:58
keintraum

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Ich bin nun auch dabei (leider)
Hallo erstmal !
Ich bin leider, so muss man sagen, ganz frisch zu euch gestossen. mich hat es auch erwischt. Ich bin Jürgen, 52 Jahre, 1,80 groß und 76 kg schwer.
Meine OP, 05.12.2011 (Achillessehnenriss)
05.12.2011 (Tag der OP) 07:30 Uhr Abriss der rechten Achillessehne: Während ich früh morgens meinen Transporter anschieben wollte. Beim schieben, also Kraftaufwenden bin ich stark umgeknickt, plötzlich knallte es, ein peitschenartiger lauter Knall, danach ein schneidender starker Schmerz bis in die Haarwurzeln, der aber eigentlich verhältnismäßig schnell wieder verging. an laufen nicht zu denken. Auftreten schon, aber nicht mit dem Fuß abrollen, das ging nicht (na prima). Also meinen Kollegen per Telefon gerufen, Transporter per Starthilfe angelassen und in die Werkstatt gefahren. Der Kollege hat mich dann wieder nach Hause gefahren. Ich in meine PKW und ab ins Krankenhaus (Notaufnahme). Dort war die Diagnose dann recht schnell gestellt (Achillessehnenriss). Ich sollte gleich da bleiben, aber das machte ich nicht, ich sagte in einer Stunde bin ich wieder da. Also wieder in meinen PKW und nach Hause gefahren, ein paar Sachen eingepackt und mir ein Taxi gerufen und wieder ab ins Krankenhaus. 11:00 Uhr: Dort angekommen, kurze Untersuchung und Blutabnahme. Ich wurde noch schnell vom Arzt über die Operationsrisiken aufgeklärt, dann sagte mir der Anästhesist was in der Narkose alles schief gehen könnte. Auf die Frage Lokalanästhesie oder Vollnarkose antwortete ich mit Vollnarkose (ist besser da bekommst du wenigstens nichts mit), anschließend bekam ich einen schicken Fensterplatz in einem 4er Zimmer, war aber nur (Gott sei dank) ein Bett belegt. Ich musste mich auch schon sofort umziehen und den OP-Kittel anlegen – denn es konnte jeden Augenblick losgehen. Noch schnell eine Fußrasur (wegen der OP) und ich war fertig. Dann war es plötzlich auch schon so weit. 14:30 Uhr: Ich wurde in den OP gefahren (mulmiges Gefühl), besser Augen zu und weg war ich. Als meine Augen das Licht der Welt wieder erblickten war ich im Aufwachraum. Inzwischen war es wohl so um die 16:00 Uhr rum und ich war ganz schön dösig. Mein Bein lag in einem Spitzfußgips (30Grad) hochgelegt. Ein Schlauch ragte etwas oberhalb dar Ferse aus meinen Bein und endete in einen Beutel. Vom Rest des Tages weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr so viel, (außer das meine Freundin und meine Tochter mich besucht haben), weil ich ständig eingeschlafen bin. 06.12.2011 (1. Tag nach der OP) Ansonsten lag ich nun da, bekam zwei Krücken und konnte schon aufstehen und wenigsten zur Toilette gehen, naja was man so gehen nennen mag (muss ja erst mal üben mit den Dingern). Ich hatte noch nie von einen Achillessehnenriss gehört und war eigentlich recht froh, dass der Sehnenabriss und die OP so verhältnismäßig schmerzlos vonstatten gingen, hab aber trotzdem Schmerzmittel bekommen. ·07.12.0211 (2. Tag nach der OP) Der Arzt kam und sagte: Nun werden sie ihren Drainageschlauch auch schon los, Achtung es ziept jetzt ein wenig und schon war er draußen. War zwar nicht angenehm aber auszuhalten. Danach kam eine Physiotherapeutin und zeigte mir wie ich mit den Krücken am besten laufe, auch die Treppe rauf und runter. Nun konnte ich mit meinen Krücken allein durch die Gegend laufen. Naja, soweit das geht, es schmerzt schon, wenn das Blut nach unten ins Bein schießt und der Fuß anschwillt, deshalb langsam und den Fuß immer wieder hochlegen. 08.12.2011 (3. Tag nach der OP) Nun bekam ich einen Schuh besser gesagt einen Stiefel namens Vacoped, anstatt Gips. Das ist ein Schuh bis fast ans Knie. Über ein Ventil kann man ein Vakuum im Schuh erzeugen, um so eine optimale Passform zu erreichen. Darin ist das Bein auf 30 Grad festgestellt. Na ja Autofahren etc. geht ja sowieso nicht. 09.12.2011 (4. Tag nach der OP) ich kann nach Hause, super! Anstatt das Wochenende noch im Krankenhaus verbringen zu müssen. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bekomme ich bis 16.01.2012 schrecklich, dann werden genau die sechs Wochen um seien. Nun brauche ich Mut, ich will versuchen zu duschen, aber wie! Einfach einen Müllsack über den Schuh gezogen, oben mit Klebeband am Bein zugeklebt, (ich dachte das muss gehen). Jetzt in die Badewanne steigen (oh Gott gar nicht so einfach), aber es hat geklappt, mit dem Knie an der Wand angelehnt (damit ich nicht umfalle). Alles bestens, dass war eine Wohltat sag ich euch. Bin aber auch fix und fertig, muss das Bein sofort wieder hochlegen.
Zuletzt bearbeitet am 09.01.12 18:03
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